Wuschelhuschel in der Gartenlaube, wo nix jemals so so adrett, sauber und ordentlich bleibt, wie ich es hinterlasse, wenn ich draussen im Schweisse meines Angesichts, Kram wegpacke, Böden fege und Decken ausschüttle (diese blöden Ohrwürmer!)
Nach mir kommen immer andere. Kleine Leute, die Tupperdosen mit Kreidestaub füllen (ihr Rohstoff für allerhand Elixire und Pinselfarbe), beim Meerschweinchen-Füttern das Heu kreuz und quer in der (frisch gewischten!) Gegend verteilen und niemals ihre Schuhe wegräumen. Von den schmutzig getretenen Teppichen und den gammeligen Quilts auf dem Rasen ganz zu schweigen.
Aber davon wollte ich nicht erzählen, es ist mir nur gerade so ins Auge gesprungen. Wichtig war eigentlich das hier: Das Heu in der Ecke ist dasselbe, das im gigantischen, geborgten Duvetbezug drin steckt. Frisches Bio-Heu, das ich selber mit der Heugabel auf dem nahen Mini-Feld einer neuen, sehr, sehr grosszügigen Bekanntschaft ein paar Ecken und Häuser von uns entfernt wenden und nach dem Trocknen einsammeln durfte.
Die Feld-Besitzerin ist grossartig.
Das Gefühl, mit einer Gabel bewaffnet trockenes Gras durch die Luft wirbeln zu lassen ebenfalls. Bloss das unfrohe Baby, das weder auf dem Rücken noch im Kinderwagen sitzen mag, das kann einem schon ratlos machen. Wie auch immer die Frauen auf ihren Höfen das sonst so wuppen mit Kind und Feldarbeit- ich ziehe hochachtungsvoll meinen Hut vor ihnen.

PS. Das waren jetzt mehr als 5 Sätze, gell. Geht in Ordnung. 5 wäre wohl schlicht zu wenig für so ein Plappermaul wie mich. Bleiben wir bei maximal 10. So über den Daumen gepeilt.

 

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