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Leute, wie kann das nur sein; morgen schon ist März! Der erste Frühlingsmonat! Die sibirische Atmosphäre draussen lässt mich ja kaum ans Frühjahr denken, aber das Licht hat sich verändert; es scheint mir heller und klarer zu sein als noch im Januar und ab und zu werden die Mädchen und ich auf dem Weg zum Kindergarten sogar von kitzelnden Sonnenstrahlen begleitet… Dann spüre ich es, und es besteht kein Zweifel: Da wartet ein neuer, strahlender Anfang. Irgendwann wird es Frühling sein, Minusgrade hin oder her.
Überhaupt; es war ein guter Tag heute, ein wirklich guter letzter Februartag mit Versteckspielen, frischgebackenen Chocolate Chip Cookies und selbstgemachten Brötchen, und da mit dem Februar früher oder später auch der Winter gehen wird, nehme ich das als positives Omen.

Auf dem Tisch stehen die Blumen, die meine Mama mir letzte Woche überraschend vorbeigebracht hat (diesmal hab ichs richtig geschrieben, gell, Biba und Brigitte *ganzbreitgrins*). Sie blühen wacker und bringen Farbe in meine mal wieder unglaublich unordentliche Küche, die eigentlich vor lauter Durcheinander gar keine Farben mehr nötig hätte, doch Blumen bringen immer Ruhe in einen Raum, finde ich, und eine schöne, entspannte, hoffnungsfrohe Art von Buntheit. Dazu passt das tiefe Violett der handgefärbten Sockenwolle von der Spinnwebstube. Ich mag die feinen Nuancen, die -genau wie Blumen- Lebendigkeit ins Garn bringen, ohne es unruhig zu machen. Es ist ein 6ply-Garn, dicker als normale Sockenwolle und deshalb wie geschaffen für ein Geburtstagsgeschenk, das unbedingt bis zum 1.April fertig werden soll…
Was aus den 2 Strangen gartenteichblauer „Rosy Green Big Merino Hug“ werden wird oder aus der Ich-muss-diese-Farbe-unbedingt-haben-braunen „Rosy Green Cheeky Merino Joy“, weiss ich eigentlich gar nicht, aber ich habe sie heute unglaublich gerne ausgepackt und mich auf Anhieb in diese natürlich-matten Töne verliebt.
Schön.
Schön, schön, schön.
Für die „Lang Yarns Seta Tweed“ in Schwarz hingegen ist der Plan längst gesetzt: Die vierte und letzte Reihe meines Blockstreifenschals wird diese Farbe tragen, von Beige über Braun zu Schwarz. Ich freue mich!
Und da wir gerade davon sprechen; habt ihr diese entzückende Elfe gesehen? Meine Grosse hat sie gezeichnet und aus ihrer Rückseite so eine Art Brieflein gemacht, in dem sie sich bei ihrer Freundin dafür bedankt, dass diese „Meerschweinchen genauso gern hat wie ich“. Herzerwärmen, nicht? *schmelz*
Sie hat sich viel Mühe gegeben und sorgfältig gearbeitet. Die Flügel stammen aus dem Papierkorb, wo die Beinchen eines verpatzten Falt-Frosch-Versuches ihr haargenau richtig erschienen, um als Elfenflügelchen durchzugehen. Völlig richtig; ich finde, diese Kombination sieht wunderbar aus, wunderbar wie das ganze Fabelmädchen. Was mir auffällt; Ihre Art, zu malen und zu zeichnen verändert sich im Moment stark. Die letzten zwei Jahre nahm ich die Entwicklung ihrer Linien und Projekte nur am Rande wahr, mir schien, sie ging langsamer voran als zuvor im Kindergarten und das Zeichnen und Basteln nahm überhaupt weniger Raum ein in ihrem Kinderleben als vor ihrer Einschulung, wahrscheinlich, weil andere Themen nun in den Vordergrund traten, allen voran die Auseinandersetzung mit anderen Kindern, mit denen sie sich wirklich viel und gerne und ausdauernd zum Spielen verabredet. Jetzt aber sehe ich meine 8Jährige wieder öfters auch am Stubentisch sitzen und malen oder zeichnen. Und ihre Bilder werden detaillierter, weniger was die Einfärbungen angeht, mehr mit einem Fokus auf die richtige Haltung der Hände oder auf den genauen Winkel, in dem zB. ein Tier in seiner Bewegung verharrt. Fast immer sind es Tiere, die sie malt. Manchmal Drachen, Tiger, Hunde, Einhörner in untypischen Farben. Oder dann Frauen, Mädchen, meist ebenfalls in Begleitung eines Tieres. Ihre Zeichnungen haben oftmals etwas Burschikoses an sich, finde ich, sie ähneln für mich ein wenig der Handschrift eines Jungen, mit klare, kurzen Strichen und straffen, engen Kurven, die so anders wirken als die vielen schwungvollen Rundungen mancher Mädchenschriften. Doch das sind nur Beobachtungen. Bewerten möchte ich das nicht. Aber spannend ist es schon irgendwie…

PS. Bis ich diesen Post freischalten konnte, ist es natürlich 1.März geworden. Und Schnee liegt auch. Sehr winterlich, also. Aber wir wollen nicht klagen. Auch erste Märze mit Schnee haben das Potential zu einem „richtig guten Tag“, oder?

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