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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Noch so ein Eckchen hier in meinem Haus, das antritt im Kampf gegen den Koller und eine gewisse Art von Mattigkeit, die sich breit macht nach einer langen, langsam zermürbenden Woche Schnupfennasenzeit: Mein Wandregal in der weissen Küche beherbergt grade alles mögliche, von Kinderkunst über Töpferschätze bis hin zur klitzekleinen Magnetlibelle, Pfefferminze aus dem Garten und einer alten (da ertrödelt), lächerlich liebgewonnenen Sigg-Flasche meines Erstgeborenen, die im Laufe ihres bald 9-jährigen Lebens an seiner Seite schon mehr Beulen gesammelt hat, als ich zählen kann. Ausserdem ist sie versehentlich in den Geschirrspühler geraten und seither sonderbar, bzw. kunstvoll gold-silbern-bronzefarben verfärbt, richtig künsterlisch sieht sie aus jetzt (was man auf diesem Foto allerdings kaum erkennen kann).

Ich mag dieses Stilleben. Es schenkt Dingen, die mir etwas bedeuten für eine Weile einen festen Rahmen und so was wie… Galeriewert.
Ist das Leben nicht sowieso Kunst an sich?

Veröffentlicht unter Augenblicke, ein Bild erzählt, Familienalltag, Fundstücke, kreativ am Rande, Themen-Reihen, Zuhause | 1 Kommentar

Ein bisschen Spass muss sein…

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Ich weiss, dass es sich hier um Plastik handelt. Um reinen Plastik. Nicht umweltfreundlich (wahrscheinlich), nicht bio (ziemlich sicher) und kein bisschen „grün“ oder „alternativ“. Aber hey, wir hatten den absolut grössten Riesenspass mit dieser spontan im Baumarkt gekauften Packung Schrumpf-Folie (auch „shrink plastic“ genannt)! Kaum zu toppen war das, das Kleben an der Backofentür vor der hellerleuchteten (und ziemlich dreckigen) Glasscheibe, hinter der die bunt bemalten Folienstücke zu regelrechten Schnipselchen zusammenschnurpften und sich dabei rollten und schmurgelten, dass einem richtig gschmuech wurde in der Magengegend.
Dieser Nervenkitzel! Der reinste Krimi.
Und total unterhaltsam. Selten hab‘ ich so gelacht vor meinem Backofen.
Und selten waren meine Kinder derart fleissig mit ihren Buntstiften beschäftigt. Alle. Jeder einzelne von uns. Auch Kind1, Kind2, sogar ich, öhöm.

Das Ganze grenzt aber auch an Zauberei, ehrlich. Folie mit Bleistift und Farbstiften bemalen, allenfalls mit einem schwarzen Edding Umrisse nachzeichnen, ausschneiden -und losbacken. Was dann nur wenige Minuten später aus dem Ofen kommt, ist um ein Vielfaches kleiner, dicker, härter und farblich sehr viel intensiver. Was auch ein wenig tückisch sein kann; alle Farbpigmente, die sich beim Zeichnen oder Radieren (nicht empfehlenswert) auf der Folie abgelagert haben und zuvor vielleicht nur als ganz, ganz feiner Staubfilm zu sehen waren, sind nach dem Backen ebenfalls viel besser sichtbar.(Siehe Tiger, das allerallererste Probe-Projekt meines Mädchens)
Mein Tipp: Wirklich nur ganz, ganz zart bemalen und so wenig wie möglich verwischen oder gar ausradieren. Es empfielt sich auch, beim Malen von der einen Seite zur anderen zu arbeiten und weniger wild drauflos zu zeichnen. Von oben nach unten oder von links nach rechts (bei Rechtshändern) hat sich bewährt. Aber ansonsten? Einfach malen und zeichnen und schreibseln und kreativ rumtoben. Auch auf den kleinen, übriggebliebenen Stückchen. Irgendwie wird dann doch immer Kunst daraus…

Bei uns sind auf diese Weise jede Menge leichte, bunte, ziemlich fröhliche Magnete entstanden. Und ein paar kleine, feine, sehr persönliche Schlüsselanhängerchen für den Oberstufenrucksack meines jungen Sohnemannes.
Was dieses Jahr zum Geburtstagsgeschenk-Favoriten werden wird -für Omas und andere liebe Menschen im Leben meiner Kinder- ist jetzt wohl klar, oder?

Nachtrag: Meine liebe Leserin Lisa hat mir extra noch diesen grandiosen Link hier zu einem Post von Frau Liebe geschickt. Plastikgeschrumpfe aus hauseigenem Recyling-Material- wie toll! (Dankeschön, Lisa!)

Veröffentlicht unter kreativ mit Kindern, kreative Ideen, what makes me happy | 12 Kommentare

frühlingsfrisch

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In unserer weissen Küche hängen direkt über der ebenfalls weiss gestrichenen, bereits ziemlich schäbigen Eckbank zwei Haken. Und an diesen Haken wiederum hängen das ganze Jahr über die Bänder oder Schnüre oder Schlaufen irgendwelcher Girlanden. Weil ich die so wahnsinnig gerne mag, aber auch, weil ich es geniesse, jeder Jahreszeit ein eigenes Kränzchen zu winden -oder eine Girlande vielmehr. Es ist schön, dem Jahr zuzusehen, wie es sich wandelt, wie manches geht und anderes kommt, immer wieder aufs Neue, so verlässlich wie das Morgengrauen. Diesem Wechsel ein kleines bisschen nachzugehen, die eine Girlande abzuhängen und eine andere hervor zu kramen, die die ganze Küche in ein neues Licht taucht, das macht mir viel Freude, eine dieser Hausfrauenfreuden, klein aber fein.
Mittlerweile habe ich zwei etwas grössere Banner, ganz speziell für diese eine Küchenwand; einmal den „Herbst“ und einmal den „Winter“. Danach verlor sich meine Jahreszeiten-Girlanden-Energie leider im Nichts. Und weil die Filzgirlanden, die mein Junge mir genäht hat,  ein wenig zu klein sind für die beiden Küchenwand-Haken, nehme ich sommers wie im Frühling oftmals einfach eine Metall-Leine mit winzigkleinen Magneten, an die ich so allerhand Kleinoder hänge (so sieht das dann aus), Bilder oder Anhänger, eine gefundene Feder oder die Zeichnungen meiner Kinder (so wie damals, als mein Mädchen anfing mit dem Männchenzeichnen und die ganze Familie inkl. Lehrerin auf Papier verewigte).
Oder aber ich gebe eine Art … „Wimpel-Kunst“ in Auftrag. Bei meiner kleinen, ganz persönlichen Haus-Künstlerin zum Beispiel. So wie im letzten Frühling. Oder so wie in diesem.
Das Resultat seht ihr oben. Und unten. Herrlich, oder?
Ich liebe diese Kreise voller Kinderkunst. Die kleine Blaumeise ganz besonders. Die feinen, schwarzen Striche (ein sehr dünner Edding-Stift), die konkrete Linienführung und die Art und Weise, in der die verschwommenen Wasserfarben damit kontrastieren (man kann direkt über den Edding pinseln ohne dass er zerläuft). Wenn ich solche Girlanden in meiner Küche aufhängen darf… dann bin ich eigentlich direkt froh, dass mir „Frühling“ und „Sommer“ noch fehlen in meiner Banner-Kollektion…

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Veröffentlicht unter Dankbarkeit, kreativ mit Kindern, kreative Ideen, what makes me happy, Zuhause | 7 Kommentare

Mein Sonnen-Kissen

Dieses Kissen hier bevölkert schon seit einer ganzen Weile die Betten unseres Hauses. Und auch mal das Sofa oder den Fussboden, möglicherweise war es auch schon draussen im Garten, wer weiss. Bevölkert deshalb, weil es sogar schon einen Kissen-Zwilling gefunden hat (Zweieiig, also ähnlich aber nicht tupfgleich) und weil ich mir gut vorstellen kann, dass da noch mehr kommen könnten von seiner Art… Denn ich glaube ernsthaft, dieses Kissen ist eines der Dinge, die ich niemals, wirklich niemals wieder hergeben will.
Vielleicht weil es so … durch und durch Patchwork ist? Hm… das wäre möglich. Ich liebe Patchwork aller Art, ganz besonders aber Patchwork mit so richtig scrappigem Charakter, wo auch bei der Anordnung mehr Lust, Laune und ein bisschen Zufall mitspielen als Geometrie und Ordnungs-Sinn. Square-Quilts zum Beispiel mag ich ganz besonders gerne, weil man hier einfach mal frisch-fröhlich drausflospuzzlen kann mit seinen Quadrätchen. Frische und Fröhlichkeit sind nämlich Eigenschaften, die mir naturgegeben ein bisschen abgehen, mich aber  im Augenblick geradezu magnetisch anziehen, zur Kompensation vielleicht oder zu Therapie-Zwecken.
Und es wirkt, oh ja! Dieses Kissen hier ist wirklich ein kleiner … Licht-Bringer!

So richtig Lust aufs Nähen bekam ich damals im März, in den zarten Anfängen dieses Frühlings, wo die ersten Schneeglöckchen ihre Köpfchen aus der schneebedeckten Erde streckten und Kind1 mir unverhofft ein dünnes, feines Sträusschen mitbrachte  (ach, mein Junge *Tränchenverdrück*). Ich hatte das ganze Braun-Grau-Schmutzweiss wohl so langsam satt und tigerte unruhig und farb-hungrig durchs Haus; der Frühling juckte mir in den Knochen, Lust auf Veränderung, Wachstum, Schöpfung. -Aber die immerdicke Nebeldecke am Himmel erdrückte alles schon im Keim.
Warten. Weiterhin. Wirklich?
Ich kramte noch öfters als sonst im meinen Nähbüchern, Kreativ-Sites und dem dicken, weissen Ordner, wo ich all meine Projekt-Inspirationen ausgedruckt bereit halte- und stiess dabei auf Anna Maria Horners zuckersüsses Baby (das 6. Das vor Baby Nr. 7. Wundervoll, diese Familie!) auf einem ebenfalls zuckersüssen Kissen. Patchwork. In voller Farbpracht. Zum Kuscheln. Und erst noch supersimpel. Das wollten wir. Genau!

Und wir wollten Grün und Gelb und eine gehörig ungehörige Portion Verrücktheit in Farb-und Musterkombination. Jawohl, das wollten wir.
Und weil der Frühling ganz bestimmt noch kommen würde und mit ihm der ganze Sturm und Drang des Ausmist-Fiebers wollten wir ausserdem noch sparsam sein und endverbraucherisch und den Riesenberg an angesammelten (Lieblings-)Stoffen endlich mal ein bisschen weniger zurückhaltend angehen *hüstel* Manche Stoffe drohen hier nämlich schon Wurzeln zu schlagen zwischenzeitlich.
Jedenfalls passte das herrliche freaky „Charm Pack“ von Kaffee Fasset (gekauft aber leider nicht wiedergefunden bei „Cotton und Color“) einfach perfekt. Ich meine, Grün, Gelb, ein bisschen Blau, ein bisschen Pink, ein bisschen von fast allem würde ich sagen, mal gross gemustert, mal riesen-gross, mal klitzklein und fein… Prächtig, gewagt und unbeschwert, Herz, was willst du mehr?

Ganz besonders toll fand ich allerdings das Stoff-Format: fixfertig vorgeschnittene Quadrätchen von etwas mehr als 15 cm Seitenlänge, bereit zum Drinrumwühlen und sofort Losnähen. Natürlich ist das ein bisschen wie … geschummelt. So wie wenn man mit einer Backmischung aus dem Supermarktregal einen Kuchen bäckt; Das grosse Bäckermeistergefühl kommt dabei ja nicht unbedingt auf, oder? Fastfood bleibt eben Fastfood.
Aber -und das meine ich jetzt wirklich ganz, ganz ernst- ich finde, manchmal muss man im Leben bescheiden sein, und ehrlich mit sich selbst, die Situation ins Auge nehmen, Bedürfnisse und Möglichkeiten abschätzen und dann Abstriche machen, wo es sein muss und zwar so viel und so gnadenlos, wie es die Situation verlangt. In manchen Zeiten des Lebens ist eben Backmischungs-Zeit. Büchsen-Ravioli-Zeit. Ich-staubsauge-den-Boden-nur-alle-7-Tage-Zeit. Essen-wir-zum-Frühstück-eben-Osterhasen-Zeit. Was soll’s? Das Leben ist auch so schon anspruchsvoll genug, da müssen wir es uns ja nicht noch schwerer machen… Und schliesslich sind Phasen nur Phasen. Sie gehen vorbei. Ich weiss, es wird wieder einfacher werden eines Tages, ich werde wieder Zeit und Energie finden, und mein Haus, mein Menuplan und mein kreatives Ich werden wieder ganz aufs Selbermachen setzen. So oft und in dem Masse wie es sich richtig und ehrlich anfühlt.

Genau so wie hier, bei meinem Sonnen-Kissen, das ich so nenne, weil es so hell, kraftvoll und optimistisch wirkt auf mich, sonnig einfach, so lebens-freundlich. Ich hatte den eigentlichen Patchwork-Teil in absoluter Blitzgeschwindigkeit fertig. Kein Wunder, zugeschnitten war ja schon alles, fürs Zusammenstellen brauchte ich kaum fünf Minuten (abgesehen von der herrlichen Stunde, die ich und mein Mädchen spielend und arrangierend auf dem Fussboden verbrachten) und genäht sind die paar Patches also wirklich schneller als man „Superkallifragilistischexpialigorisch“ sagen kann. Sogar mit Baby auf dem Arm. Ehrlich.
Fastfood also.
Aber mit persönlichem Touch: Da das Nähen so schnell ging (herrlich!), blieb genügend Zeit und vor allem Energie und Motivation für ein bisschen wirkliche Hand-Arbeit. Dann nämlich, wenn das Baby schläft -oder es zumindest den (trügerischen) Anschein hat, bis ich es wage, das Bett für mehr als 5 Minuten zu verlassen- finde ich mit etwas Glück ein wenig mehr Ruhe und Musse als tagsüber, wo hier buchstäblich die Wände wackeln. Dann kann es sogar sein, dass ich zu etwas so gemächlichem und fragilen komme wie zum Sticken. Ich dachte, das Quilten meines Kissens (Ich nähe auch Patchwork-Kissen immer mindestens mit 2 Stofflagen, zur Verstärkung, ganz ähnlich wie bei einem Quilt) könnten für einmal meine Hände übernehmen…

Nun, meine Hände haben gerne daran gearbeitet. Wirklich sehr, sehr gerne. Und jetzt, in diesem Augenblick, wo ich diese Zeilen hier schreibe, während das Babykind in meinem Arm schläft und mein Mädchen sich zum dritten und vierten Mal am diesem Morgen im Bett auf die andere Seite legt (ach, du glückliche Kindheit), bricht die Sonne durch die dunkle Wolkendecke. Es hat geregnet heute früh. Ein Frühlings-Schauer. Jetzt singen die Vögel draussen vor meinem Fenster und warme, helle Strahlen bringen tausende von Tropfen auf Blüten und Gräsern zum Glitzern…

Gäbe es einen schöneren Abschluss für diesen Post, als Sonne für mein Sonnen-Kissen?

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