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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Früher Morgen. Mein Kindergartenmädchen hatte nachts Ohrenweh, und zwischen Kirschkernkissen-Wärmen, Schmerzzäpfchen verabreichen, Halten und Trösten blieb nicht mehr sonderlich viel Schlaf für mich übrig. Ich erinnere mich, dass es halb drei war, als ich das letzte Mal auf die Uhr sah. Die Kleinste, die in einem recht herzergreifenden Prozess gerade abgestillt wird *seufz*, brauchte ebenfalls eine Portion Extra-Zuwendung in Form von nächtlichem Getragenwerden, Kuscheln und ruhigem Zureden. Nicht dass ich immer so zenmässig in Form wäre. Im Gegenteil. Das Wochenende hatte es in sich und ich begann diese neue Woche gestern morgen mehr als ein Wrack, denn als ich selbst.
Trotzdem fühle ich mich heute morgen ausgeruht und den Dingen gewachsen. Es muss wohl ein Wunder sein, für mich aber auf alle Fälle ein Rätsel, das ich wohl nie lösen werde, denn in manchen Phasen bin ich todunglücklich und rein schon durch Kleinigkeiten wie ein missratenes Mittagessen (wie neulich) vollkommen aus der Fassung zu bringen, dann wiederum wachsen mir Flügel und ich überschwebe selbst Hardcore-Momente wie einen Trotzanfallgetränken Vormittag in aller Seelenruhe (das war gestern der Fall).
Wie gesagt, heute fühle ich mich recht zentriert und erstaunlich fit, und ich bete zu Gott, dass dieser noble Zustand anhält.
Ein kleiner Freudenpunkt schon heut’ früh: Mein kleines Puppenschlüttli (die echt gute Strickanleitung kommt von Susan Postler) ist fixfertig und bekam um etwa acht Uhr morgens ihre Knöpfchen angenäht…
(Ein Blogpost dürfte folgen. Wenn mein Energiehoch mir erhalten bleibt vielleicht sogar sehr bald.)

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, Familienalltag, Stricken | 1 Kommentar

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Herr Kirschkernzeit sucht sein gestohlenes Fahrrad (es stand direkt vor unserem Haus) und weil die beiden kleineren Mädchen ihn begleiten, finde ich unerwartet einen Moment der Ruhe und Musse und… schreibe einen waschechten Brief, komplett mit dem altmodischen Kinder-Briefpapier meiner Grossen, für das ich seinerzeit in meiner Jugend mein Sackgeld ausgegeben habe (ja, für Briefpapier, Postkarten, Tagebücher und bunte Sticker, wenn ich mich recht erinnere). Es ist schön, zu sehen, wie die Zeilen sich langsam über das gesamte Blatt ausbreiten und es getextet zerstreifen wie ein Zebra.
Ich habe mir vorgenommen, mir demnächst mein eigenes Briefpapier zu kaufen und freue mich jetzt schon darauf, in der Papeterie zu stöbern. Mails und Postkarten sind schön- aber es geht doch nichts über einen langsam in Handarbeit geschriebenen, langen Brief…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Dankbarkeit, Themen-Reihen, what makes me happy | 8 Kommentare

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Heute ist ein guter Tag- der beste dieser Woche, da bin ich mir sicher. Die Sonne scheint, und doch ist es angenehm frisch zwischen ihren Strahlen. Beim Kindergarten durfte ich mittags ein fröhliches Kind abholen und Kind2, der nach der Mittelohrentzündung an diffusen Bauchschmerzen leidet und so müde ist, dass er gestern den ganzen Nachmittag durchschlief, fühlt sich endlich auch wieder besser.
Ich konnte meine Schlappheit ein Stück weit ablegen und genug Energie aufbringen, um das Meerschweinchen-Gehege auszumisten, neues Heu und Stroh zu besorgen und es ihnen so richtig gemütlich zu machen in ihrem Stall.
Die Kinder sind friedlich. Vor allem meine Kleinste hatte keine gute Zeit die letzten Tage (Wochen?) über, und sie heute wieder entspannt und zufrieden zu erleben ist Balsam für all meine Blessuren, ja ich wage sogar, von ungestörten Nächten zu träumen, irgendwann einmal, denn diese Nacht wurde sie nur dreimal wach (statt alle zwei Stunden wie bis anhin).
Alles in allem spüre ich so was wie Aufwind.
Vielleicht wirkt hier ja der kleine Strauss vierblättriger Kleeblätter, den meine Mama mir gestern abend vorbei gebracht hat *zwinker*. Sie hat so ein Auge dafür, für Glücksklee, meine ich. Egal wo sie steht, immer findet sie ein Stengelchen Klee mit vier Blättern, selbst dort, wo ich nur Sekunden zuvor selbst schon alles erfolglos mit Argusaugen abgesucht habe. Auch das könnte ich wohl wörtlich nehmen; Glück ist überall zu finden. Man muss einfach hinsehen. Und den Blick dafür schulen.

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, Fundstücke, Natur | 3 Kommentare

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Die Stille im Blog verrät es: Mir schwirrt der Kopf vor lauter Dingen, Themen und kreisenden Gedanken. Und es ist gerade alles ein bisschen viel für mich. Das volle Lebenschaos, mit dem ich so oft nicht umzugehen weiss. Ein bisschen wie auf diesem Foto: Lauter Kram am falschen Ort und jeder Handgriff bedeutet Arbeit und Engegement, und will man etwas erreichen, muss man erst zig Hürden überwinden.
Und dazu regnet es auch noch.
Doch -und auch das verrät dieses Bild- man kann sich auch bei strömendem Herbstregenwetter, ungnädigen Temperaturen und einem Berg von Arbeit vor der Tür einen netten Tag machen. Alles was es braucht ist ein bisschen Optimismus und eine kleine Portion kindlichen Schalk in den Augen. Ich sollte mir wirklich öfters ein Beispiel an meinem wilden, unverblühmt ehrlich-direkten Tochterkind nehmen, das sich den Tag pflückt, egal wie unansehnlich er auch schein mag…

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