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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Der Tag ist im zweiten Drittel und schon sind einige Erfolge zu verbuchen,  nebst haushälterischen (zwei Stockwerke (einigermassen) aufgeräumt und geputzt!) auch nähtechnische: Schnittmuster für ein Mädchenkleidchen zusammengesetzt, Stoffe gewählt und zugeschnitten (passend zum Muttertagssträusschen meiner Mädels), Schrägband bereit zum Zusammensetzen  und in Form bügeln.
Dann kann es also losgehen. Mit dem von Hand nähen. Rein theoretisch.
Ein bisschen zögere ich ja noch. Aber andererseits; wenn man sich einen Pullover strickt, sind die Schrittchen ja auch handstichelklein, oder? Von daher…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Nähen, Themen-Reihen | 4 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Heute bin ich extra früh aufgestanden. Schnittmusterpuzzeln am Morgen. Meine Nähmaschine ruft mich, von weitem, unerreichbar, und ich vermisse sie gerade, während ich in meinem neuen Buch blättere und Blatt um Blatt Shirt- und Röckchenmuster zusammenklebe.
Meine Sehnsucht nach Kleidernähen und ein paar (vielen am liebsten) köstlich einsamen Näh-Stunden ist derart stark, dass ich wohl auf einen Notfallplan zurückgreifen werde: Nähen von Hand.
Mal sehen, ob ich’s auch wirklich angehe.

Veröffentlicht unter Augenblicke, Nähen | 5 Kommentare

Knuddeln mit Knuddeluff

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Wir hatten so viel Spass an jenem ersten Maiwochenende, beim Malen und Nichtstun und das Leben geniessen. Das allein war schon ein gutes Omen für unser neues Kissenmalprojekt. Und weil ich spürte, wie viel meinen beiden Mädels ihre liebevoll gemachten Stoffbilder bedeuten, war es für mich sonnenklar, dass es wirklich sein musste, und zwar noch bevor meine Nähmaschine mich wieder verlassen würde: Diese Kissen wollten genäht werden. Zuallererst das meine Kleinen, die es kaum erwarten konnte, ihren kleinen Pokemon-Clan -sie sind in ihrer Wiesenszenerie übrigens gerade alle wie wild am Seilspringen- als weiches Kuschelkissen zu zerknautschen.
Tatsächlich war es keine grosse Zauberei, aus den bereits vor dem Malen rudimentär rechteckig geschnittenen Leinenstoff eine simple Kissenhülle mit Hotelverschluss zu sticheln. Auf Knöpfe habe ich verzichtet. Die Masse sind ohnehin schon schmal und eng, so dass die Öffnung kaum aufklaffen wird und aus Erfahrung weiss ich, dass es nicht gerade angenehm ist, sich nachts im Bett mit den Haaren irgendwo zu verheddern.
Für die Rückseite konnte ich ein altes, zerrissenes Kinderleintuch ohne Stretchanteil verwenden, was ich ziemlich super fand, da ich mich gerade zu jenem Zeitpunkt ans Ausmisten eines Sackes ausrangierter, kaputter Leintücher machte, die ich mir ursprünglich aufgehoben hatte, um einen Teppich daraus zu häkeln, ein Projekt das ich aber wohl noch lange, lange nicht verwirklichen werde und darum auch das Material noch nicht allzu sehr anhäufen sollte. Weg damit! Und wenn ich was davon verwerten kann, und zwar jetzt, dann umso besser.
Ein Kissen-Inlet in unseren Fantasiemassen ist wohl so gut wie inexistent, daher zerschnippelte ich gleich noch einen Teil der weissen Leintuchreste und nähte mir selber eins. Gefüllt mit der Rohwolle, von der ich sonderbarerweise selbst nach zig damit gestopften Projekten noch immer tonnenweise zuhause im Bastelschrank horte, ist es nun ganz passabel weich und knautschig.
Ja, ich mag es. Und meine Kinder ebenfalls. Knuddeluff zum Knuddeln, was wollen wir mehr…

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Wieder die Dritte im Bunde: “Pretty as a Picture Dress”

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Da haben wir es: Meine Nähmaschine ist bereits wieder auf und davon. Nach nur wenigen Tagen, bzw. nach etwas mehr als einem einzigen Wochenende. Klar, dass ich nähen musste. Und zwar sofort und rasch und möglichst effektiv. Im Laufe der Zeit haben sich nämlich einfach zu viele angefangene oder immerhin anvisierte Projekte in meiner Nähkommode angesammelt, unter anderem dieses kleinen Mädchenkleidchen, das ich vor -haltet euch fest- sage und schreibe zwei vollen Jahren in einem Anfall von Nähfieber und, da meine Kleine damals so langsam aus ihrem mausgrauen Röckchen heraus zu wachsen begann, aus purer Nostalgie heraus zugeschnitten hatte, eigentlich mit den besten Vorsätzen, augenblicklich loszulegen mit Nähen. Dieses Kleidchen, ein “Pretty as a Picture Dress” aus “Handmade Beginnings”, hat es mir einfach angetan. Also sein Schnitt nur schon. Schlicht ist er, aber trotzdem raffniniert, und sein ganz leicht bauschiger Rockteil schmeichelt kleinen, rundbäuchigen Mädchen einfach ungemein. Aber die sehen in Kleidchen ohnehin zum Anbeissen süss aussehen. Na, jedenfalls habe ich keine Ahnung mehr, was schief lief oder was mich abhielt, Tatsache ist, dass es nie zu einem “Pretty as a Picture Dress” aus dem fertig zugeschnittenen Bio-Häschenprint (Zucker!) und der ertrödelten, eisblauen Wildseide kam.
Überhaupt habe ich nur wenig genäht in den letzten beiden Jahren. Zum einen sicherlich, weil ich meine Maschine die letzten sechs oder sieben Monate schon mal gar nicht im Haus hatte, zum anderen aber auch, weil ich das Nähen zwar als unheimlich kreativ, aber auch etwas hektisch und… naja irgendwie… hitzig empfinde. Da wird geschnitten und zusammengesteckt, genäht und viel, sehr viel gebügelt, und man ist im Grunde pausenlos in Bewegung und bemüht, sich einen möglichst kühlen Kopf zu bewahren.
Beim Stricken ist das -nach all den Jahren- anders. Denn beim Stricken darf ich für einmal, und das steht im krassen Gegensatz zu meinem ansonsten eher geschäftigen, bewegten Alltag, einfach bloss sitzenbleiben. Gemütlich. Still für mich. Und es wird oftmals für lange Weilen simpel rechts oder links oder beides im Wechsel gearbeitet, ohne grosse Abenteuerlichkeiten, dafür mit umso mehr Musse. Ich glaube, das ist es, was ich am meisten brauche, wenn ich mir Zeit nehmen darf für mich und meine Schaffenslust: Langsamkeit und die Gewissheit, dass nichts (oder nur wenig) schieflaufen wird. (Darum wähle ich wohl auch meistens Projekte, die eher simpel konstruiert sind und auch von Anfängern gut nachgearbeitet werden könnten.)

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Aber nun zurück zu meinem Kleidchen. Das ja nun, genau wie die “Annabel Babe Cardigan” neulich, ein drittes und damit, rein der begrenzten Grössenangaben des Musters wegen, ein Letztes in seiner Reihe. Denn ob ich einen  “Pretty as a Picture Dress” für Vierjährige zustande bringen werde, bezweifle ich, schon diese Version hier musste ich an diversen Ecken und Enden irgendwie grösser machen, damit es auch einem dreijährigen Mädchen noch passen könnte, und obwohl das gar nicht mal so schlecht geklappt hat, sind mir die Armausschnitte ein Mü zu weit geraten und beim Rockteil kam ich ehrlich ins Schwitzen, weil meine eigenen Improvisationen mich irgendwann selber verwirrten…

Na, egal. Das Kleidchen ist fertig. Bereit, getragen zu werden. In einem Jahr vielleicht oder so. Und bis dahin werde ich meiner Kleinsten die beiden “Pretty as a Picture Dresses” Nr.1 und Nr.2 anziehen. So oft ich nur kann. Und mit sehr viel Freude und einem warmen Gefühl im Bauch. Es wäre schade, wenn ich diese beiden Kleidchen, die mir so innig ans Herz gewachsen sind mit den Jahren, nicht bis zum letzten Moment auskosten würde…

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