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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Grüsse aus dem Spielchaos!
Vor einer kleinen Umräumaktion sah es hier so aus: unordentlich und äusserst bewohnt- aber ein picobello Haushalt so ganz ohne kindliche Lebenszeichen wäre ja auch nichts für mich… Mittlerweile ist es optisch etwas ruhiger geworden hier in der guten Stube. Dank einem wirklich famosen Geschenk, das Herr Kirschkernzeit zum 3.Geburtstag meiner Kleinsten gezimmert hat und das nun so gut wie die ganze Puppenmütterchenwelt im gelben Kinderzimmer beherbergt…
Aber davon erzähle ich dann ein ander Mal…

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ich putz meine Tassensammlung und höre Musik.
Mit Gänsehautfaktor.
Jedes Mal, wenn ich dieses Stück hier höre, kräuseln sich mir die Nackenhärchen. Und die dunkle Tasse mit dem Puppenmütterchen gehört zu meinen liebsten. Diese Kombi von Musik und Keramik, eindringlich versus banal, ein wenig unheilvoll gegen harmlos süss, ist kontrastreich aber schön. Sie passt zum Leben, finde ich.

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Der Spatz in der Hand

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Es frühlingt unverblümt weiter, sogar die ersten Blätter spriessen und es wird bestimmt nicht mehr lange dauern, da wird der Holunderbusch unserer Nachbarin, der so wunderbar zu uns herüberwuchert, üppig grün dastehen, genauso die Beerensträucher und der kleine Quittenbaum, den Herr Kirschkernzeit letzten Herbst von hinter dem Meerschweinchenstall mitten in die Wiese hinein verpflanzt hat. Ich war mir nicht sicher, ob der Baum das so leicht übersteht, immerhin ist er kein kleines Ding mehr, doch nun knospen die Blättchen und das Leben regt sich in ihm genauso wie in allen anderen Pflanzen dieses kleinen Gärtchens.
Vor ein paar Tagen waren wir alle gemeinsam im Wald, um uns gegenseitig ein wenig Osterschokolade zu verstecken (Wir machen das jeweils irgendwann nach Ostern und die “Nester” sind meist zwar eher klein, aber immer heiss begehrt). Kind1 hatte sich mit ein paar aufdringlichen Zecken herumzuschlagen, doch der Wald war friedlich und frisch wie der junge Frühling persönlich und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Moment der Freiheit und Zufriedenheit genossen habe, das Draussensein und Zusammensein und die Natur in all ihrer Arglosigkeit und Perfektion, die jetzt, im April so ganz anders ist als der kalte, ungastliche Winterwald oder die Gluthitze des Sommers, die einem sofort wieder ins Haus treibt. Ich bin viel zu selten im Wald, überhaupt viel zu selten draussen unter freiem Himmel. Es gibt drinnen einfach immer so wahnsinnig viel zu tun, wisst ihr… und genau daran musste ich wieder denken, als ich so durchs Dickicht streifte, in aller Seelenruhe das Gestrüpp nach meinem Schokohasen absuchte und hoffte, der Zeckenspray würde seine Wirkung tun; Wie schwer es mir fällt, neben all den Aufgaben und Anforderungen des Hausfrauen- und Mutterseins auch einfach nur… zu sein, zu leben und die Seele baumeln zu lassen. Darin bin ich grottenschlecht, schlechter als schlecht sogar, man könnte fast sagen, ich bin Meisterin darin, die innere Anspannung über Wochen bis Monate halten zu können, angespannt wie ein Waschbrettbauch bei Liegestützen, ganz verloren schon in diesem Zustand und ohne überhaupt noch zu wissen, wie man loslässt, wie man die Dinge, die Sorgen, das Gefühl, gefordert zu werden und etwas leisten zu müssen, abschüttelt und nachhaltig zur Ruhe kommt.
Nun, in diesem Augenblick blinzelt so etwas wie eine Ahnung davon zu mir durch, in Momenten wie jenem neulich im Wald und auch heute abend, wo meine drei Mädchen die Nacht bei ihren Grossmüttern verbringen und ich zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann -mit nur mehr zwei halbwüchsigen Jungs und einem Ehemann im Haus- so gut wie Sturmfrei habe, plus eine Nacht in einem beinahe leeren Bett mit dekadent viel Platz. Ich weiss, ich sollte sehnsüchtiger empfinden und meine Kinder schrecklich vermissen, aber offen gestanden fühle ich mich vor allem aufgeregt und voller Vorfreude auf die vielen Stunden, die ich nun mit all den Dingen füllen kann, die mir -neben Gutenachtgeschichten erzählen und kuschelnd Einschlafhilfe bieten- sonst noch Spass machen. Ausschlafen zum Beispiel. Nachts im Bett ein bisschen Gilmore Girls gucken, mit vollem Ton und Grossbild. Oder Stricken -Nähen gar?- ohne von einem Kind unterbrochen zu werden, das im Halbschlaf meinen Namen ruft.
Die Mädchen haben sich wahnsinnig gefreut auf ihr kleines Abenteuer. Sie haben fröhlich ihre Rucksäcke gepackt und Kuscheltiere ausgehfein gemacht, und überhaupt war das Ganze ja auch ihre Idee, obwohl sie nun uns allen gut tut; den Kindern, die die gemeinsame Zeit mit ihren Omas in vollen Zügen geniessen, den beiden Grossmüttern, die es einfach schön finden, für einmal wieder süsses, junges Leben ganz nah um sich zu haben- und auch uns Daheimgebliebenen, die wir uns heute vielleicht auch ein bisschen Extra-Zeit füreinander nehmen können, so in dieser ungewohnten, sehr reduzierten Konstellation. Gestern und vorgestern schon gab es die eine oder andere spätabendliche Jass-Runde zwischen den Jungs, Herrn Kirschkernzeit und mir, es könnte durchaus sein, dass ich meine Denkspiel-Phobie heute nochmals mit meiner Teilname zu therapieren versuche (ich scheine allerdings echt unfähig zu sein, auch nur ansatzweise strategisch zu überlegen)…
Wie auch immer. Ich bin gerade ziemlich glücklich. Heute wenigstens. Es ist schön, eine Familie zu haben, die so miteinander verwoben ist, Grossmütter, die für ihre Enkelkinder echte Bezugspersonen sind und ihnen so nahe stehen, dass alles Fremde zwischen ihnen verschwunden ist und sich ihre Häuser wie eine Erweiterung des eigenen Zuhauses anfühlen, nicht wie “anderswo”, wo man zu Besuch kommt. Gerade das Haus meiner Mutter ist meinen Kindern wahrscheinlich genauso sehr ein Zuhause wie unser grosses, altes Haus hier an dieser viel zu befahrenen Strasse mitten im Dorf und die Oma hat immer zum Alltag mit dazu gehört, ganz selbstverständlich und unhinterfragt. Das gibt mir ein gutes, sicheres Gefühl und ihnen noch ein Stückchen Geborgenheit mehr, wofür ich unglaublich dankbar bin.
Wisst ihr, immer wieder hadere ich mit meinem Leben. Es kommt mir zu banal vor und ich zu wenig spannend oder abenteuerfreudig oder initiativ. Dann sehne ich mich wieder nach dem Bauernhaus meiner Träume, abseits von allem, mit grossem Garten, Bäumen, etwas Wald, mit Wiesen und Weite und der vollen Kraft der Natur gleich vor der Haustüre. Ich male mir aus, wie wir ein paar Ziegen halten (ich mag Ziegen!), eine grosse Volière für heimatlose Wellensittiche bauen, wie die Kinder ein Kinderleben führen, das fern aller Schulsysteme und Stundenpläne im Einklang mit der Natur und ihrem eigenen Rythmus vor sich hin fliesst und fühle mich entmutigt, weil all das unerreichbar fern bleibt, ein schillerndes Traumland, das wohl niemals Wirklichkeit werden wird für mich.
Doch die Kinder sind sehr glücklich hier. Sie lieben dieses Haus und dieses Dorf und haben ihre Wurzeln geschlagen. Und da ist die Familie, die sie hier umgibt, Onkel und Tanten und Grosseltern, die rundherum an ihren Orten verteilt wie Grundmauern wirken, schützend und umgebend und erreichbar und real. Das sollte mir mehr wert sein, finde ich, als es oftmals ist. Träume sind wunderbar, gewiss, aber genauso wunderbar ist doch der Spatz in der Hand. Und heute bin ich einfach nur dankbar. Für all diese Dinge und Entwicklungen, für das kleine Baby meiner Schwester, das im Sommer zur Welt kommen wird, um dieses grosse Familiengeflecht noch zu bereichern, für diesen Tag hier, für Jasskarten und Salamisandwiches und knospende Quittenbäume, für die besten Grossmütter der Welt und eine ganze Matratze nur für mich allein.
Es lebe das Leben, das geschieht, während wir andere Pläne machen.

PS. Und weil mir grade so danach ist, muss ich hier gleich noch meine aktuellen Lieblingslieder verewigen; “You’re the reason why” von den Rubettes (Oldies forever!) und “Waiting on the World to change” bestechend nterpretiert von den Jungs von “Flash Mobb Jazz”.

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Wie ihr seht, scheint die Sonne ganz famos zu mir ins Zimmer. Die Spatzen tschilpen draussen, es blühen die Narzissen im Vorgarten und ich freue mich an ein paar freien Minuten, die ich ausnahmsweise nicht dazu benutze, meinem gerade sehr ausufernden Putzdrang nachzugeben- der übrigens auch mit ein Grund dafür wäre, dass es so still ist hier im Blog; Frühlingsputzgefühle drängen mich mit Putzlappen und Essigwasser bewaffnet momentan eher in Richtung Kühlschrank und Küchenschafte als vor den Laptop…
Nachdem mein letztes Projekt, der Blockstreifen-Dreiecksschal, glücklich von den Nadeln rutschte (ich weiss, ihr wollt Fotos!), wird ein neues angeschlagen; der “Sunday Sweater” meines Kindergartenkindes wird endlich Realität. Versprochen ist er ja schon lange und der Winter nun definitiv auch wieder vorbei. Vorsichtshalber habe ich ihr Jäckchen in der Grösse 10 geplant, obwohl sie erst 6 Jahre alt wird im Sommer, aber zum einen stricke ich mit DK-Wolle statt mit der dickeren Worsted-Stärke und zum anderen fielen viele meiner letzten Strickstücke bei ihr eher zu knapp aus, also greife ich diesmal lieber ein wenig vor.
Ich weiss noch nicht, ob mir gerade nach so viel Blau ist, ich glaube, lieber würde ich jetzt in sanfteren Tönen stricken, in Erdfarben oder einem Hauch von Rosé. Aber diese Wolle (Tosh DK “Cobalt”) ist nunmal ihre Wahl, und auch die muss weg, keine Frage, mein Wollregal ächzt und stöhnt bereits unter seiner Last, also Augen zu und durch…

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