like Instagram 206

 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.
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Ein kurzer, freier Moment, bevor die Mädels von der Oma kommen, Kind2 von seinem besten Freund und Kind1 vom Gymansium (wo er momentan gar nicht gerne hingeht, aber wer kann’s ihm verübeln, nach so vielen Jahren Schule?). Ich werde gleich loszischen und ein wenig entrümpeln (gut für die Seele!) und dann wohl noch eine Tasse Tee trinken (statt Kaffee), duschen und Haare waschen und mich aufhübschen, rein nur für mich selber (auch gut für die Seele, oder?). Zur Zeit bin ich nicht so energievoll, mehr ein Huscheli, das durch den Tag schleicht und viel zu rasch die Nerven verliert, mit einer Haut, so dünn wie Seidenpapier, und das meine ich jetzt durchaus in zweierlei Sinn… Schön gibt es immer wieder solche kleinen Alltagssequenzen, wie dieses Stück Papier mit einer durchaus ernst gemeinten Botschaft meines grossen Mädchens, auf der sie so ausdrücklich wie nachdrücklich vor unserer wackelig gewordenen und sich in Renovation befindenden Treppe warnt. Ihre Botschaft ist klar und deutlich- und so süss, dass ich sie einfach fotografieren musste… *grins*

PS. Natürlich werden hier wirklich gefährliche Baustellen gut gesichter und abgesperrt. Doch die eine Stufe war wirklich etwas gar arg locker und musste gestern abend noch notfallmässig neu stabilisiert werden. Heute ist ihr Verbots-Schild schon wieder nicht mehr nötig. Aber nach wie viel ein Grund für ein Extra-Lächeln…

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kinder, kreativ am Rande, Zuhause | 5 Kommentare

like Instagram 205

 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Zum ersten Mal spiele ich mit dem Gedanken, mir einen wirklichen Instagram-Account einzurichten; Genau dieses Foto hier habe ich nämlich auch noch auf meinem Handy (hab ich’s schon erwähnt: seit kurzem bin ich jetzt auch eine von euch, hihi), weil ich meiner Schwester via What’s up so gerne zeigen wollte, woran ich gerade arbeite… An einer minikleinen Latzhose (aus dem Mama-Baby-Strickbuch von Ela) für ihr Sommerbaby! Es ist das allererste Mal, dass ich etwas so Winziges stricke, ohne selber ein Kindlein im Bauch oder auf dem Arm zu haben, und ich war anfangs unsicher, ob mich das nicht zu sehr aufwühlen würde. Jetzt bin ich überrascht, wie entspannt und gerne ich an diesem hellgrauen Höschen hier arbeite und wie sehr ich mich freue, ein neues Erdenbürgerchen, das nicht mein eigenes ist, damit warm und hübsch einmummeln zu dürfen.
Ein klein wenig wehmütig macht es mich aber natürlich schon…

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Stricken | 5 Kommentare

ein Bild erzählt: Sonnenelfen

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

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Oh, wie sehr ich dieses Bild hier liebe! Mein Pausbackenkindergartenkind hat es gezeichnet und sich wahnsinnig viel Mühe gegeben dabei. Es zeigt sie und ihre kleine, rabaukige Schwester, wie sie unbeschwert und sehr ein Eintracht durch eine idyllische Landschaft schweben, frei und sorglos, so wie Kinder es sein sollten. Die Sonne scheint, ein weisses Einhorn und ein lila Pegasus (wo sie die Flügel offenbar vergessen hat) stehen lächelnd an einem Teich und schauen ihnen beim Fliegen zu. Sie sind Sonnenelfen, hat sie mir erklärt. Sonnenelfen! Süss, nicht?
Ich muss hier noch anfügen, dass an jenem Tag, als diese Zeichnung entstand, beide Kinder tatsächlich in etwa so gewandet waren wie auf dem Bild gemalt. Das Kindergartenkind trug ihre senfgelbe Cordhose und um den ganzen Oberkörper ein leuchtend oranges Seidentuch geschlungen, so wie sie es von der grossen Schwester gelernt hat, die Kleine ockerfarbene Strumpfhosen, die zu gross waren und wie auf der Zeichnung ein bisschen über die Zehen hinauslampten und oben drüber etwas Oranges, allerdings in echt ganz ohne Ärmel. Auch die beiden Tiere gibt es in Natura. Das weisse Einhorn seht ihr auf dem Foto, es ist das Schmuseeinhorn der Zeichnerin, ein Geschenk ihrer Oma, und das lila Pegasuspferd war eine Überraschungs-Entdeckung auf dem Kinderflohmarkt im letzten oder vorletzten Sommer.
Ich fand das Ganze richtig rührend -also so richtig, richtig rührend- die Zeichnung selber schon, fast noch mehr aber die so sorgfältig interpretierte Mischung aus Realität und Kinderfantasiegebilde. In gewisser Weise ist so ein Bild ein Fensterchen in die für uns Erwachsene oftmals nicht mehr ganz nachvollziehbare Welt eines kleinen Kindes, das noch genau weiss, wie es wohl sein muss, als glückliche Elfe an Zaubertieren vorbei der Sonne entgegen zu fliegen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kinder | 8 Kommentare

Homestead

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Knapp zehn Minuten nach Mitternacht wurde mein Schal dann noch fertig. Mein “Homestead” Tuch. So gut wie pünktlich und ehrlich perfekt zum Schulanfang nach den Winterferien… Ich konnte heut früh die warme Merinokuscheleinheit ganz gut gebrauchen, als emotionaler Merino Hug und auch rein körperlich, weil mich die um halb sieben Uhr morgens knallhart beschnittene Nacht ein paar Runden Schlaf kostete und die Müdigkeit mir sofort in die Glieder kroch. Es ist so warm, mein “Homestead”-Schaltuch! Warm und urgemütlich, fast wie eine kleine Decke um Hals und Schultern und Rücken, und wenn ich mag, kann ich es wie eine Babuschka glatt um meine Schultern legen und die Zipfel vorne lose herabhängen lassen. Ein sehr schönes Gefühl. Vor allem Frühmorgens, wenn mein halbes Ich noch von Nestwärme träumt…
Die Wolle selber ist schon ein Traum; “Rosy Green Big Merino Hug” in der Farbe “Kaffeebohne”, die eigentlich auch “Heisse Schokolade” heissen könnte, oder “Truffe Noir” oder so, jedenfalls wie etwas Gutes, Wärmendes, Umhüllendes. Die Wolle ist unheimlich griffig und weich und macht irgendwie einen gleichzeitig leichten, wie auch robusten Eindruck. Wie eine herzliche Umarmung eben. Da kommt mir gerade ein Spruch in den Sinn, den ich neulich gelesen habe: “My Favourite Place is inside your hug” (Ich glaube, das stand auf einer Bettwäsche, hihi). Nun, bei dieser Wolle stimmt das. Was immer aus “Big Merino Hug” entsteht, es hat garantiert das Potential zum Lieblings-Örtchen, und ich träume schon von einem “Rosy Green”-Pullover oder von einer ganzen Schmusedecke gar…?

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Auch die “Homestead”-Strickanleitung hat mir viel Freude gemacht. Es war ein wunderbares Strickvergnügen, mit einer derart schön bebilderten und so richtig gut geschriebenen Anleitung zu arbeiten, wirklich. Ich bin Melody Hoffmans Strickkunst hoffnungslos verfallen, ihre unnachahmliche Art, auch kleine Dinge ästhetisch ansprechend in Szene zu setzen und ihren Bildern Wärme und Einfachheit und… ja… irgendwie Klasse zu verleihen, das macht regelrecht süchtig, finde ich… Dass auch sie, genau wie ich, vom Häuschen auf dem Lande träumte und sich nach mehr Natur und einem reduzierten, friedlichen Leben sehnt, lässt mich sowas wie Seelenverwandtschaft wittern, aber andererseits hüten vielleicht viel mehr Menschen diesen Traum in ihrem Herzen, als wir ahnen…? Auf jedenfalls war es wohl auch der Name dieses Schals, der mich gleich angesprochen hat. Und definitiv dieses zutiefst Tröstliche und Umhüllende, das er für mich ausstrahlt. Es ist ein Winterschlafkuschelmomentschal, einer, der mich geborgen und warm hält, selbst draussen bei klirrendster Winterkälte, in Sturmwind und Düsternis- und an unsinnig frühen Werktags-Morgen, ein Kind auf dem Arm, ein anderes an der Hand, wenn ich einmal mehr meinem Töchterchen beim Kindergarten Adieu sagen soll und alles in mir nach Weihnachten, nach Ruhe und Wärme und Zusammensein ruft.
Ein Stückchen von all dem, von Ruhe, Wärme, Gemeinschaft und weihnachtlichem Geborgenheitsgefühl, ist mit hineinverwoben in dieses Tuch, denn in genau so einer gnadenvoll idyllischen Phase sass ich strickend und dankbar auf meinem Sofa, hörte Herule Poirot und trank heissen Gewürztee mit einem Schuss Milch, während die Kinder oben in ihren Betten schliefen und der Wind um die Fenster pfiff. Ich erinnere mich gut. Und sehr, sehr gerne. Ziemlich “Homesteadlich” irgendwie, nicht? Fehlen nur noch Wald und Wiesen und eine Herde blökender Schafe oder meckernder Ziegen im Stall nebenan…

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Veröffentlicht unter Stricken, Zuhause | 10 Kommentare