Flammkuchen mit Fühlingszwiebeln

Für alle, die – wie ich- alles Lauchige und Zwieblige mit würzigem Käse, mit Sahne und einer schönen Knusperkruste zu schätzen wissen, kommt hier das ultimative Rezept.
Wer es -auch wie ich- immer wieder mal besonders eilig hat, der nimmt statt dem selbstgekneteten Pizzateig einfach zwei Rollen Fertig-Pizza-Teig; das schmeckt auch nicht viel schlechter, finde ich, und bringt im Nullkommanix ein leckeres Essen auf den Tisch, das mit einer Schüssel Blattsalat fast schon nach Sommerferien auf dem Lande schmeckt…

Flammkuchen mit Frühlingszwiebeln

Pizza-Teig

Zutaten:

  1. 500 Gramm Weissmehl (oder auch Ruchmehl, oder teils Weiss- und teils Vollkornmehl)
  2. 1.5 Tl Salz
  3. 20-25 gr. Hefe
  4. 3 dl Wasser
  5. 2 El Öl

Zubereitung:

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz vermischen, die Hefe mit dem Wasser mischen und dann zum Mehl giessen. Alles gut, wirklich sehr gut kneten, solange bis der Teig nicht mehr klebt und sich im Idealfall sogar in die Länge ziehen lässt ohne zu reissen. 10 Minuten Knetzeit ist meist prima, zur Not geht es aber auch kürzer.

Den Teig auf seine doppelte Grösse aufgehen lassen, so ca. 1 Stunde oder so. (Auch das kann man aber im Notfall abkürzen…)

Man kann natürlich auch sein Lieblings-Rezept für Pizzateig verwenden! Das hier ist mehr so ein Nullachtfünfzehn-Rezept, das sich supergut abändern lässt.

Kuchen-Belag

Zutaten:

  1. 2 Bund Frühlingszwiebeln (auch Lauch schmeckt ganz lecker!)
  2. 2 Tl Butter oder Öl
  3. 2 dl Saure Sahne oder Doppelrahm oder einfach Sahne, die man mit etwas Zitronensaft abschmeckt
  4. ein halber Tl Salz oder je nach Geschmack
  5. Pfeffer aus der Mühle
  6. 75 gr. Parmesan bzw. so viel wie es einem richtig erscheint

Zubereitung:

  • Den Ofen vorheizen auf ca. 220 Grad.
  • Die Frühlingsziebeln gut waschen, von aller Erde oder allen Sandteilchen befreien (dabei besonders auch im Inneren der Röhrchen gut reinigen) und dann die Stengel in feine ca. 2 cm breite Röhrchen schneiden, die Zwiebelchen selber in feine Ringe.
  • Die geschnittenen Zwiebeln in der Butter oder im Öl 2-3 min. lang andämpfen und etwas abkühlen lassen. Die Sahne beigeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Den Belag soweit auskühlen lassen, dass er nur noch lauwarm ist (geht draussen an der frischen Luft und in einer Schüssel oder einem Teller meist schneller als drinnen in der Pfanne…)
  • Den Pizzateig auswallen, so dass er schön dünn auf dem Blech liegt. (Teigreste kann man auch als Brötchen backen oder aufheben im Tiefkühler). Da der Belag nur dünn sein wird und die Ränder eh frei bleiben, kann man das Blech auch gut mit zwei kleineren ovalen Teig-Böden bestücken und hat dann zwei Flammkuchen.
  • Den Belag auf den Teigboden geben und vorsichtig ausstreichen, so dass nur noch einen feiner, freier Rand bleibt.
  • Den Käse darüberstreuen und evtl nochmals würzen.

Alles 10 bis 15 Minuten lang auf der untersten Rille backen, bis der Flammkuchen schön knusprig und der Belag duftend und heiss ist.

Ein Salat schmeckt herrlich dazu, und würde ich Alkohol trinken, könnte ich wetten, dass ein kühler Weisswein ein nicht zu verachtender Belgeiter wäre für dieses einfache, aber raffinierte Rezept…

Guten Appetit!
Oder wie wir Schweizer immer sagen:
„Än guätä!“

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16 Kommentare zu Flammkuchen mit Fühlingszwiebeln

  1. Marta sagt:

    Das werde ich machen. Ich hatte so Lust auf Zwiebelkuchen, aber das kann noch besser sein. Frischer! Wieviel Sahne nimmt man – was bedeutet dl? Und wie groß wird es? Sieht nach einen Blech oder?
    Ist es bei Euch auch so kalt gerade???
    Grüße.

    • kirschkernzeit sagt:

      Ach ja, ich hatte ganz vergessen, dass die Masse evtl. ein bisschen verschieden beschrieben werden in verschiedenen Ländern… dl bedeutet Deziliter und Sahne kann man eigentlich so viel dazugeben, wie man möchte; es darf einfach niemals flüssig werden, das Ganze, sondern schön „pampig“, damit der Kuchen knusprig bleibt und mit der kurzen Garzeit doch noch klarkommt. 2 dl saure Sahne ist super. Wenn man flüssige Sahne nimmt, ist weniger besser. Und die Grösse wäre für ein grosses Wähenblech. Für eine kleiner Portion für ca. 1-2 Personen ist die Hälfte ideal. Die wird dann aber auch kleiner ausgewallt, so wie eine Pizeria-Pizza von der Grösse her.

  2. JenMuna sagt:

    oh das sieht so unglaublich lecker aus und wird ziemlich wahrscheinlich das nächste sein, das ich ausprobieren werde:)

  3. Babsy sagt:

    Hmmmmm. schaut DAS lecker aus!! Danke für das Rezept, ich glaub, ich weiß schon, was es morgen bei uns zu essen gibt 🙂
    Liebe Grüße Babsy

  4. Raniso sagt:

    Njamnjam, wie lecker! Leider werde ich hier wohl niemanden sonst damit begeistern können… 🙁 Vielleicht mache ich einmal eine Ego-Schmause-Party. Die Frage ist nur, wann bin ich denn überhaupt einmal alleine??? 😉
    Ganz liebi grüäss, anja

  5. Roswitha sagt:

    Ich finde auch, dass hört sich sehr lecker an. Leider geht es mir wie Raniso, das ist meinen Lieben zu zwiebelig. Das Foto mit Kind ist ja spitze. Wie aus dem Bilderbuch.
    Und was lugt da Buntes unter dem Blech hervor? Sind das gehäkelte Topflappen? Zeigst Du mir sie mal „ganz“?
    Liebe Grüße
    R.

  6. Micha sagt:

    Hmm, das stelle ich mir sehr lecker vor. Danke für den tollen Tipp!

  7. Babsy sagt:

    liebe bora,
    heute mache ich schon zum zweiten mal deinen flämmkuchen für meinen lieben mann und unseren nachbarn, die haben heute fußballabend (und ich geh zur nachbarin tratschen *gg*). dazu gibts noch selbstgemachte süßkartoffelchips, ein paar blätterteigstangerl mit frischem rosmarin und käse, käse, käse.
    ich wollte mich nur noch mal für das rezept bedanken, das geht so genial einfach und scheckt einfach genial 🙂
    alles liebe und danke für deinen lieben kommentar zu tobias kurzer anekdote,
    babsy

  8. Pingback: A summer delight {Flammkuchen} « JenMun(a)

  9. Valrike sagt:

    Ach, Gott. Wie lecker das aussieht. 🙂 Danke für das Rezept, das probier ich vielleicht mal aus, wenn ich darf. Bin in unserer Familie kein Koch, zum Glück. 😛

  10. Christine sagt:

    Hallo,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite(n) gestoßen. Es ist wunderbar. Ach, ich möchte mehr Zeit haben…
    Viele Grüße aus Leipzig

  11. Rübli sagt:

    Super Rezept. Kann ich jedem nur empfehlen – sehr lecker!

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