Wochen-Ende: gelernt

An diesem Wochen-Ende…

… habe ich sogar ein paar Dinge gelernt.
Wir lernen ja niemals nie aus, oder?

Jetzt weiss ich …

  • … dass ich einen waschechten Ur-Jodel einfach unheimlich gerne mag. Und dass er, der Jodel, nicht bloss in den Schweizer Bergen zuhause ist, sondern auch an ganz exotischen Orten der Welt, in Afrika zum Beispiel. Der alte walliser Bäckersmeister, der im Radio ein bisschen mit der Schweizer Sängerin Erika Stucki übers Leben im Wallis plauderte, wie es war, mit 4 Jahren als Verdingkind Ziegen hüten zu gehen, oder wie man die allerfeinsten Gipfeli der Welt zustande bringt, lachte jedenfalls herzlich (und so herzig!), als sie seinen Ziegenhirten-Ruf gleich in ihren Jodel-Song miteinbaute. Jodeln, meint Erika Stucki, ist nichts anderes als die urtypischste aller Kommunikationsformen zwischen Mensch und Vieh, oder Mensch und Mensch, sobald die Weite und Freiheit der Berge ins Spiel kommt und das Herz fast platzen möchte vor Lebenslust. Wenn ich ihr so zuhöre, wie sie redet und tief aus dem Herzen heraus in die Welt hinausjodelt, dann kann ich gar nicht anders; ich glaube ihr aufs Wort. Falls jemand Lust hat auf ein bisschen schweizer Walliser-Dialekt, dann führt ihn dieser Link hier direkt zu diesem herrlichen Radio-Beitrag, der mir beim Zuhören immer wieder ein Lächeln entlockte.
    Stricken kann man dazu übrigens auch ganz, ganz hervorragend.
  • … dass es immer nur meine Kinder sind, die bei Hochzeiten in irgendwelche Friedhofsbrunnen fallen. Und das sogar noch lustig finden.
    Naja, ich auch ein bisschen. Im Geheimen.
  • … wie unglaublich viel Zeit, man allein damit zubringen kann, ein paar Stoffe zu arrangieren. Zu sehen, wie sie nebeneinander wirken, wenn man sie neu und wieder neu zusammenbringt, welche Stimmungen sie erzeugen, welche Assiziationen sie in einem wecken; So was kann süchtig machen. Aber echt.
  • … wie es ist, als Familie vor einem Fotografen zu posieren. Ein bisschen befremdend, vor allem aber ziemlich lustig. Warum der Fotograf, dem wir rein zufällig in eimem Kaufhaus in die Hände liefen, uns als eine Art Adams Family (naja, so ungefähr jedenfalls) abgelichtet hat, ist mir allerdings schleierhaft … Das Foto hängt übrigens für zwei Wochen im Kaufhaus in einer Galerie, wo sich jetzt die halbe Welt darüber amüsieren kann, hihi.
  • … dass manche Dinge einfach sein müssen. Auch wenn es so aussieht, als würde die Zeit dafür an allen Ecken und Ende fehlen. Ein simpler, kleine Babyquilt zum Beispiel, der in ein und derselben Nacht begann und fertig wurde. Einfach, einfacher, am einfachsten. Aber haargenau, was ich brauche.
  • … warum ich Hörspiele so sehr liebe: Sie bringen uns alle in einem Raum zusammen, wo wir gemeinsam ein paar zufriedene Viertelstunden verbringen, gemeinsam etwas Schönes teilen- ohne uns gegenseitig auf die Füsse zu treten. Und die Fantasie trinkt sich satt dabei.

 

Ich lerne gerne.
Zumindest auf diese Art und Weise *zwinker*.

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13 Kommentare zu Wochen-Ende: gelernt

  1. Pünktchen sagt:

    Sei froh, daß Deine Kinder nur in den Friedhofsbrunnen fallen. Ich bin mal vor Sohn 2 bei 6°C Außentemperatur mit kompletter Wintermontur in den Fluß gefallen. Und es hat eine ganze Weile gedauert bis da wieder raus kam ;-)…

  2. Raniso sagt:

    Hihi, ich warte auch auf den Tag, an welchem meine Mittlere ins Wasser plumpst. So nah wie sie immer überall stehen oder heraufklettern muss (gepaart mit ihrer Tollpatschigkeit…)
    Das Familienbild würde ich nur zu gerne sehen. 😉
    Ist doch toll, dass du dich auf diese Weise weiterbilden kannst und dabei noch soo kreativ warst! Hut ab! Ganz liebi grüäss, anja

  3. Roswitha sagt:

    Das mit den Hörspielen kenne und genieße ich auch. Gerade bei den größer werdenden Kindern finde ich das eine schöne Sache, so zusammen zu kommen.
    Ja, wir lernen alle nicht aus. Dir viel Spaß weiterhin beim Lernen.
    Liebe Grüße
    Roswitha

  4. Teresa sagt:

    Oh, jetzt hast du mich ganz schön neugierig gemacht auf das Familienfoto. Das würde ich ja unglaublich gerne sehen! Vielleicht im nächsten Post? 🙂
    Liebe Grüße!!

    • kirschkernzeit sagt:

      Leider glaube ich, dass das Foto nicht direkt heir öffentlich werden wird… Mein Mann will nicht unbedingt im Blog zu sehen sein, und ich werde das mal respektieren. Aber ein bisschen fies ist das ja schon von mir; neugierig machen und dann nix herzeigen, tztzttz…

      • Teresa sagt:

        Kann ich gut verstehen – mir gehts ja genauso in meinem Blog: Da überlegt man sich schon manchmal, warum man eigentlich – theoretisch der ganzen Welt – so viel von sich preisgibt. Und der Umgang mit Fotos ist da besonders heikel. Aber wie du von dem Adams-Family-Porträt geschrieben hast, KONNTE ich einfach nicht anders und musste direkt nachfragen…:-)

  5. Dina sagt:

    Oh, wie herzig! Nein, wir lernen nie aus und das ist gut so! Ich lerne auch täglich, so gerne und mit Freude. Schön, dich kennengelernt zu haben!
    Liebe Grüße Dina

  6. Tinki sagt:

    Hallo Bora,
    das scheint ja ein erfolgreiches und lustiges Wochenende gewesen zu sein. -Also ich müßte auch lachen, wenn mein Kind in den Brunnen plumst – solange nix passiert und sich niemand weh tut dabei. Ja und Adams-Familie ist echt lustig. Vielleicht wollten sie ihre Hair-Stylish-Things präsentieren und zeigen, wie gut das Haargel hält? Schade, daß ich mir das Foto nicht mal anschauen kann : )
    Ja und Hörbucher mag ich auch sehr. Meist hört aber jeder für sich, da sich der Geschmack von mir und meiner Kleinen definitiv unterscheiden…
    Liebe Grüße Tinki

  7. Gabriela sagt:

    Kriegen wir das Bild auch zu sehen? Büdde!
    Siehst du, unsere Friedhofsplaner haben da vorgesorgt und erst gar keinen Brunnen gebaut. Schade eigentlich.
    Ohja, und dass der Jodel eigentlich nichts anderes ist als der Ausdruck eines übervollen Herzen, dass kann ich bestätigen. Ich kann es zwar nicht in Echt, aber wie oft, wenn ich irgendwo auf einem dieser traumhaften Plötze in unserem Land stehe, möchte ich einfach nur juchzen, laut hinaus in diese wundervolle Welt.
    Danke für diesen lebensfrohen Post.
    Guten Tag dir von Herzen
    Gabriela

    • kirschkernzeit sagt:

      Liebe Gabriela, ich würde das Foto ja zuuuuuuuuuuu gerne zeigen, aber ich glaube, das lass ich jetzt mal weg, denn mein Mann will nicht unbedingt hier sichtbar werden 😉

  8. Toll, so fein aus dem vollen Leben gegriffen!
    Ich habe zwar außer meinen Buchfeen Siri und Selma, die mehr virtueller Art sind, keine Kinder, aber bes. die Episode vom sprichwörtlichen Kind, das in den Brunnen fällt, kann ich gut nachvollziehen. Hätte ich Kinder, würde ich befürchten, dass sie ständig kichernd in den Brunnen fallen würden.
    Herzliche Grüße aus sunny Norfolk
    Klausbernd

  9. naturmama sagt:

    Hach, das hört sich alles wieder so gemütlich an 🙂 (Du strickst doch nicht etwa eine Babydecke… :-)) Und die Blumen-Punkte-Türkis-Kombi schaut super aus! Bin gespannt, was daraus wird. Liebe Grüße!

  10. Pingback: für mein Baby: Scalloped Baby Blanket | Kirschkernzeit

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