Wochen-Ende: den Sommer anpirschen

Bruch-Stücke eines Wochen-Endes…

: …Omas Pool einweihen, überschwänglich und mit einer kleinen Portion Hühnerhaut, wie es sich gehört fürs Baden im Freien Mitte Mai. Aber meine Kinder wären keine Kinder, wäre ihnen das bisschen Frösteln nicht ganz und gar egal. Hauptsache Wasser! :

: …meinen Blick über das Land schweifen lassen, über den Ort meiner Kindheit, genau so wie ich es auch Jahre zuvor getan habe. Die Felder, der Hügel mit seinen Baumreihen, der Schweinestall vor dem Wäldchen, in dem ich mich als Kind immer ein wenig fürchtete; alles ist noch da, als wäre ich erst gestern von Zuhause weggezogen und nicht schon vor bald 15 Jahren. Heimat. :

: … Zuchini ins Beet setzten. Und Melonen, den Kürbis, den Kind1 für sich vorgezogen hat, ein paar gelb-rote Tagetes, weil mir ein Farbtupfer ganz hübsch erschien in den noch recht grossen, erdigen Abständen zwischen den einzelnen Jung-Pflanzen. Gartenzeit. Spannend! :

: … staunend beobachten, wie Kind1 seinem vier Jahre jüngeren Bruder das Schach-Spielen beibringt. Brüderbande, die so viel mehr bewegen als ich es mitbekomme. Kind2 lernt von seinem Bruder Jassen und Schach, Rechnen, das Witze-Erzählen (Ohgottohgott!) und Schwimmen. Alles irgendwann irgendwie ganz nebenbei- und ich stehe dann plötzlich vor einem Kind, das Dinge weiss, von denen ich mal wieder keine Ahnung hatte… :

: … meine Zeit geniessen. Wenn die Kinder im Bett sind und es draussen langsam dämmrig wird, rolle ich mich auf dem Sofa zusammen, stelle den CD-Player ein, bei einem Glas Milch und Keksen, und lasse die Strick-Nadeln tanzen für mein Sommerbaby, während Axel Milbergs sagenhafte Stimme mir die „Daisy Sisters“ vorliest, die Lebensgeschichte zweier ungleich gleicher Frauen, Mutter und Tochter, Geschichten, die mir weit, weit entfernt erscheinen, obwohl sie nur im Schweden der Nach-Kriegs-Jahre spielen, und eigentlich Themen ansprechen, die wohl vielen Frauen ein wenig bekannt vorkommen. Ein Hörbuch zum Drin-Versinken, ganz, ganz toll und sensibel geschrieben und genauso fantastisch erzählt. Feier-Abend-Stricken nach meinem Geschmack!  :

Ein Wochen-Ende vorbei mal wieder. Eine Woche verabschiedet, eine neue in Angriff genommen. Habe ich Pläne? Vielleicht ein paar, aber nur ganz vage, die der Rede kaum wert wären… Doch muss man immer grosse Pläne schmieden? Manchmal ist es auch ganz gut, wenn man eine Woche einfach auf sich zurollen lässt, ganz unvorbereitet, ganz unbefangen. Auch Spontanität hat ihre Qualitäten, oder?

In diesem Sinne wünsche ich euch eine entspannte, sorglose Woche mit Tagen, die ein wenig der Wärme und Gelassenheit eines kommenden Sommers erahnen lassen.
So wie an diesem Wochen-Ende, wo mich mehr als einmal ein Anflug von Sommer-Ferien-Relax-Gefühl überkam …

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Dieser Beitrag wurde unter Wochen-Ende veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu Wochen-Ende: den Sommer anpirschen

  1. Raniso sagt:

    🙂 So schön, was so zwischen Geschwistern abläuft 🙂 Es lebe die Grossfamilie 😉
    War so schön, dich heute zu sehen! Ganz liebi grüäss und knuddels, anja

  2. kirschkernzeit sagt:

    Ach, ich habe das auch SO genossen, das Plaudern mit dir!!!!!!!! Ich kam richtig beschwingt nach Hause… Wir sollten eben doch zusammenziehen;-)

  3. Minomi sagt:

    Ach Bora, deine Posts zu lesen ist immer wie ein tieeeefes Einatmen für mich. Luft holen und innehalten, deine Worte und Bilder verschlingen, wirken lassen, selbst nachdenklich werden und die Gedanken tanzen lassen.
    Du gibst mir Ruhe 😉 ein wenig seltsam, oder?
    Das liest sich so schön von der Verbundenheit deiner beiden Jungs!

    Meine Kinder waren übrigens auch schon im Wasser (Planschbecken) brrrrr..

  4. Akaleia sagt:

    Liebe Bora,
    ich kann mich nur Minomi anschließen…….ich freue mich für deine Ruhemomente – das Buch Diasy habe ich gerade verschenkt – und Axel Milberg mag ich nicht nur als begnandeter Schauspieler…er liest so wundervoll!
    Habe eine gute Woche
    HG Birgit

  5. Stefanie sagt:

    Schön von eurem entspannt scheinenden Wochenende zu lesen und es lässt ein wenig Vorfreude aufkommen für das nächste. Und das tolle daran ist, das kommende Wochenende ist noch einen Tag länger 😉
    Wochenende ohne Plan haben was, da ergibt sich dann schon irgendwie was gutes, ganz spontan. Ebenso mag ich auch die Wochenenden wo schon viel los ist, viel geplant. Für mich ist es genau richtig wenn sie sich ergänzen, ein bischen von beiden.
    Liebe Grüße, Stefanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.