Wochen-Ende: Gartenluft

Wenn ich für dieses Wochen-Ende nur zwei Worte zur Verfügung hätte,
dann wäre das diese: „Erdeund „Gestalten“.

Wobei das „Gestalten“ fürs Verändern stünde, nicht für irgendwelche sonderbaren Wesen oder so, und „Erde“ für den ganz gewöhnlichen, braunen Erdboden und weniger global gemeint wäre, als es klingt. Denn unser Wochen-Ende spielte sich fast ausschliesslich hier ab, hier in unserem kleinen Garten vor unserem grossen Haus, hier, wo wir leben und so langsam aber sicher doch irgendwie Wurzeln schlagen (und das obwohl ich nach wie vor auf der Suche bin nach DEM Fleckchen Erde, das Platz bietet für all meine Träume, ich alter Nimmersatt…)


Garten-Beete zum Umgraben voller schwerer, dunkelbrauner Erde, ein Zaun, der repariert werden wollte, Pflanzen-Träume, die ein Stück weit mehr in die Tat umgesetzt wurden, flatternde Wäsche im Frühlings-Wind (der immer wieder Regen und sogar Hagel brachte) … das alles verfärbte diese zwei Tage irgendwie warm und luftig und ziemlich bodenständig. Erdverbundene Zeiten hier gerade, genau so wie ich es liebe.

Und wenn uns Regen und Hagel für eine Weile wieder ins Haus scheuchten, brachten wir einen kleinen Strauss lila Tulpen mit hinein. Und spielten ein bisschen „Bilderverändern“ am Computer- mit unseren neuesten Fotos aus dem Garten zum Beispiel. Ein Spiel, das besonders die Jungens heiss lieben- und das wohl noch lange eine ganz besondere Attraktion bleiben wird, weil ich meine Foto-Archive nur selten und zögerlich für ihre Versuche freigebe (auch das nur unter Aufsicht) und unsere Zeit vor dem Bildschirm so knapp bemesse wie nur möglich.
Das echte Leben sollte draussen spielen, ausserhalb von Screen und Dateien, dort wo es sich noch richtig anfassen, einatmen, mit allen Sinnen erleben lässt, oder?
Genau. Und darum bleibt dieser Post nur kurz. Denn mein Glas Eiskaffee ist mittlerweile leer, und unten wartet eine eingestellte Näh-Maschine. Bereit für eine kleine Näh-Arbeit. Auch für den Garten…

Rutscht gut in die nächste Woche!
Vielleicht auch mit einem Gläschchen sommerlich frischem, hausgemachtem Eiskaffee?
Und vergesst nicht, euch vielleicht ein Sträusschen Blumen zu gönnen (oder zu wünschen) So ein bisschen blühende Pracht vermag ein ganzes Zimmer zu verzaubern, finde ich,und bringt den Frühling auch dorthin, wo die frische Briese nicht hinkommt…

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7 Kommentare zu Wochen-Ende: Gartenluft

  1. JenMun(a) sagt:

    wundervoll Bora und herzerfrischend kurz :)*schmunzel*
    allerdings muss ich gestehen, dass es wieder anfängt…mein unendlich großer wunsch nach einem eigenen „richtigen“ garten, aber so lange schau ich gern bei dir mit rein und lasse mich inspirieren! und ich hoffe ganz fest dass ich es bald schaffe dir noch zu schreiben! ich glaub mir geht es da einfach wie dir..“less screen“..so wenig wie möglich;)
    Lg;)

  2. Pünktchen sagt:

    Du schreibst mir aus der Seele. Auch ich habe Blumen in’s Haus geholt und Papa’s Zimmer frühlinghaft verzaubert.

  3. Susanne sagt:

    Schön das Bild auf den Garten vom Haus aus! Und schön dass Ihr das als Familie so geniessen könnt. Tun wir hier auch… Ich schmunzle immer etwas wenn Blogerinnen schreiben dass sie die Zeit vor dem Bildschirm (vor allem für ihre Kinder???) so knapp wie möglich bemessen wollen. Ich liess mich auf Deiner „alten“ Kirschkernzeit-Seite (blogspot) immer gern inspirieren von den von Dir besuchten Blogs („blog roll“ hiess das glaube ich) – Du warst da ja rege unterwegs! Warum also hat das Alles (die Zeit vor dem Computer) immer noch so einen schlechten Ruf? Das Eine schliesst ja das Andere nicht aus. Ganz im Gegenteil – die Abwechslung ist doch toll!
    Heute war trotz dem wechselhaften Wetter ein wunderschöner Draussen-Tag… und jetzt geniesse ich es gerade Dein Blog zu lesen! Liebe Grüsse Susanne

    • kirschkernzeit sagt:

      Ja, das mit der Zeit vor dem Screen, das ist wirklich so ein bisschen ein Dilemma für mich… Ich bin nämlich eigentlich eine absolute Cyberspace-Kritikerin, musst du wissen und halte rein schon emotional nicht sonderlich viel von allem Technischen… Tatsächlich würde ich den PCwohl fast gar nicht benutzen, wenn er für mich nicht dir allerbeste und einfachste (und im Moment einzig mögliche) Plattform wäre, um so schreiben zu können, wie ich es gerne mag und das alles auch mit anderen teilen zu dürfen… Für mich ist das also mehr ein Medium, um kreativ sein zu dürfen in Wort und Bild sozusagen, und ich musste viele Abstriche machen, was zB. das Surfen im Netz angeht, auch das Blog-Lesen im Grunde, damit ich das so leben kann, wie es sich gut anfühlt, ohne auszubrennen oder meine eigenen Ideale quasi zu „verraten“. Ich fühle mich nämlich nicht unbedingt besser, nachdem ich lange Zeit vor dem Bildschirm gesessen habe. Ich habe eher das gefühl, dass es mir fast Energie entzieht und mich so ein wenig… meiner eigenen Realität, dem hier und Jetzt entfremdet… So kappe ich mir wirklich nur noch die Zeit ab, die ich auch wirklich brauche. Und das vor allem, in Zeitnischen, wo ich den Kindern nichts wegnehme damit. Früher habe ich den Löwenanteil meiner Abende fürs Lesen und Schreiben verwendet. Heute, nachdem ich irgendwann energiemässig so am Boden war, dass ich einfach etwas ändern MUSSTE, tue ich das nicht mehr. Ich habe gelernt, mehr auf mein Herz und meinen Körper zu hören und nur dann noch den Bildschirm anzustellen, wenn es sich richtig anfühlt… Für jeden ist das anders, ich weiss. Mein Mann arbeitet gerne und sehr, sehr oft mit dem Computer. Ich nicht. Das war schon immer so. Wenn ich könnte, würde ich noch heute lieber auf Papier „bloggen“ und tatsächlich schreibe ich manche meiner Posts noch von hand irgendwo auf ein Fitzelchen Papier, wenn mich die INspiration überkommt und tippe sie dann später einmal ab (das sind dann meine „Aus meinem Tagebuch“-Posts)
      Ich glaube, ich bin ein bisschen eine Exotin unter den Bloggerinnne 😉 Ich habe noch nicht mal ein Handy und kann mit dem Begriff I-Phone fast gar nichts anfangen. Ich bin eine totale Fernseh-Ablehnerin und die extremste Computer-Game-Feindin, die mir jeuntergekommen ist. Trotzdem habe und liebe ich diesen Blog hier. Aber für mich ist das hier auch mehr ein kreativer Akt… Aber es stimmt schon;es gibt Widersprüche. Die gibt es wohl immer 😉 Ich muss mich selber immer wieder damit auseinandersetzen und neu Prioritäten setzen… Danke für deinen gedanken-Anstoss!

      • Susanne sagt:

        Danke für Dein Erklären. Ich verstehe… Bin selbst ohne Fernseher aufgewachsen und haben jetzt auch keinen – niemand in unserem Haushalt vermisst ihn. Gamen lassen wir unsere Kinder auch (noch) nicht. Bloggen lebt ja aber auch von der Gemeinschaft – Kommentare bei anderen hinterlassen, vernetzen. Das braucht zwar alles Zeit, aber das ist ja oft angenehm verbrachte Zeit. Und ich muss ehrlich gestehen dass ich über Deine blog roll viele mir unbekannte Blogs entdeckt habe! Was mir damals einfach auch auffiel ist dass Du eben sehr viele Blogs oft besuchst. Und ich fragte mich wie Du das machst neben Kindern und Haushalt. Viel Spass weiterhin mit draussen UND drinnen (und Danke dass Du uns an Deinem Leben teilhaben lässt!)

  4. Raniso sagt:

    Ich finde ja, dass euer Haus und Garten schon nach meinem Wunschhaus aussieht… einfach am falschen Ort 😉 Ich wünsche mir für die Zukunft einen Garten, klein geht auch, so dass die Kinder viel raus können, auch ohne Aufsicht…
    Sieht wieder einmal nach einem tollen Wochenende aus. Hier bringt der Junior täglich Blumen mit ins Haus, so schön!
    Ganz liebi grüäss, anja

  5. Akaleia sagt:

    Liebe Bora,
    es wird bestimmt eine gute Woche werden, denn am Mi gehen die Temperaturen endlich aufwärts – und ich lechze danach meine Bohnen legen zu können, die vorgezogenen Pflanzen in die Beete zu bringen.
    Dein Garten nimmt auch Gestalt an und diese Zeit gehört wohl zu den schönsten im Jahr, finde ich!
    HG
    Birgit
    P.S. Die deine Einsetllung zu den „heute so lebensnotwendigen“ technischen Geräten und der „modernen Kommunikation“ wirklich teilt.

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