Bühne frei für doppelte Nummern

Lasst mich heute über eine winzig-kleine, für mich aber lächerlich aufregende Veränderung im Kinderzimmer paudern: Das erste richtige Bild im Kinderzimmer, sogar mit Rahmen! Da wir seit bald 3 Jahren mitten in einer Baustelle leben, die sich irgendwie völlig unvorhersehbar durch’s ganze Haus zu bewegen scheint, bleibt jeder Raum nur provisorisch eingerichtet. Alles muss veränderbar bleiben, und mit Nägeln-Einschlagen bin ich wirklich schrecklich zögerlich. Dementsprechend sieht es auch aus bei uns: Zeichnungen, die mittels Abdeckband an den Wänden kleben, Körbe, die fressen, was kein richtiges Daheim findet, Chaos im Bücherregal mit Zeichnungen, Krimskrams und Bastelarbeiten meiner Kinder , das Sofa als Ablageort für so ziemlich alles, was wir kurz aus den Händen legen wollen und dann einfach vergessen, nicht zu vergessen, der…- Halt! Ich lass mich hinreissen… eines meiner Lieblingsthemen, „mein Haushalt und sein Eigenleben“…Aber dazu dann ein andermal.
Auf alle Fälle hatte ich ungeheuer Lust, ein bisschen mehr Farbe ins Kinderzimmer-Provisorium zu bringen. Immer nur weisse Wände mit alten Flecken, das ist nicht unbedingt der Innbegriff der Wohnlichkeit (obwohl ich weiss als Wohnfarbe überaus gerne mag!) Jetzt, da die Farben draussen weichen, braucht der Mensch daheim was Lustvolles fürs Auge.
Bei einem meiner Aufräum-Versuche stöberte ich einen Stapel Urwald-Aufkleber auf (alle Schweizer unter Euch werden sie nur allzu gut kennen, zumindest diejenigen mit Kindern!) Unser Nationalsymbol, der orange Supermarkt-Riese mit dem M, hat uns Kunden vor ein paar Monaten mit einem Sachet Regenwald-Sammelbildli pro 20Fr.-Einkauf beglückt, alle wirklich grandios fotografiert, und ich fand diese ganze Aktion wirklich fabelhaft, nebenbei bemerkt.
Nun ist dieses Marketing-Projekt längst kalter Kaffee, unser Album voll, die Sammelwut vorüber. Der Stapel mit den überzähligen Klebebildchen wartete geduldig im Schrank auf seine Entsorgung- oder Verwertung! In einem alten weisslasierten IKEA-Rahmen, machen sie sich nämlich jetzt mindestens so gut wie im Sammelband. Die Kinder haben dafür einfach kreuz und quer alles aufgeklebt, was ihnen besonders gut gefällt; Zuerst natürlich Vogelspinnen und Skorpione, giftige Frösche, Käfer, Raupen… Zusammen ergibt das eine wunderbar farbenfrohe Collage. Unser Fenster in eine exotische Sommer-Welt mitten im Winter.

Ps. Der kleine, grüne Hüpfer ist ein Wekr meines Ältesten; eine prima, garntiert kinderleichte Bastelarbeit aus der Kinderzeitschrift STEINI von Pro Natura. Vielleicht bring ich mal eine detaillierte Anleitung zustande, sozusagen ein „making of“…

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