Was Omis sagen, stimmt immer!

Heute war wirklich nicht mein Tag. Kind 1 brachte seine ersten Strööfzgi (Strafaufgaben) von der Schule mit nach Hause. Kind 2 riss bestimmt ein Drittel aller verfügbaren Puzzles und Spiele aus dem Regal, verstreute den Inhalt überall im Wohnzimmer, und entschied sich dann, im Kinderzimmer weiterzumachen mit dieser schönen Beschäftigung. Kind 3 zahnte.
Ich war müde. Vom ersten Augenaufschlag an.
Ziel Nr. 1: Ich wollte diesen Tag einfach hinter mich bringen. Ziel Nr. 2: kein schlechtes Gewissen am Schluss desselbigen.
Meine Strategie bestand darin, alles mit gebührendem Ernst zu betrachten, aber nichts zu dramatisieren. Was mir nicht leicht fiel, da ich dazu neige, meine Emotionen ihre kompetenzen überschreiten zu lassen.
Dann wollte ich Brownies backen. Ich sagte mir; In der Not frisst der Teufel Fliegen, esse ich eben Schokolade. Doch dieses Vorhaben scheiterte an der Tatsache, dass ich irgendwie nicht mehr vom Sofa hochkam, mit bedürftigem Baby an der Brust und dem Innbegriff des entglittenen Haushalts vor Augen.
Als Mama lernt man ja eines ganz besonders schnell: das Trösten. “ Nein, du bist keine schlechte Mutter, nur weil dein Kind Flausen im Kopf hat“, versuchte ich es, “ Das Haus, in dem du lebst sieht zwar aus wie eine Räuberhöhle nach einem wilden Polkaabend, doch das bedeutet noch lange nicht, dass du als Hausfrau eine Flasche bist. Und wenn du dich nach einer wenig erholsamen Nacht neben einem unruhigen Baby nicht sonderlich motiviert fühlst, ist das auch okay. “ Ich dankte mir im Stillen, verschob das Kuchenbacken auf irgendwann und sah aus dem Fenster. Da wurde mir schlagartig alles klar: der 1. Schnee! Alle Mütter unter euch wissen natürlich; wenn die Kinder völlig durchdrehen (und ihre Mamas mit ihnen), dann wird es bald schneien. Ein altes Naturgesetz, das schon meine Oma, eine Bäuerin und Mutter von 5 Jungen, kannte. Und wisst Ihr, was ich glaube? -Wie es Janoschs‘ Papa Löwe so schön formuliert: „Was Omis sagen, stimmt immer!“
PS. Vor Jahren habe ich 4 Monate in einem Altersheim gearbeitet. Dort lernte ich zum ersten Mal auch die Wichtigkeit der Mondphasen kennen. Immer beim Rapport um 7:00 Uhr kriegte der Mond sein Fett weg. Ob Vollmond oder Leermond, verhielt sich ein/e Pensionär/in um diese Phasen herum merkwürdig, war der Grund damit sofort gefunden. Und war der Mond weder dick noch unsichtbar, lag es mit Sicherheit am Föhn, an der Hitze, am Wetterumbruch oder- genau- es würde demnächst schneien…

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2 Kommentare zu Was Omis sagen, stimmt immer!

  1. Traumkraut sagt:

    Liebe Bora,
    vielen Dank für die lieben Kommentare. Ich freu mich immer riesig, welche zu lesen. Den Brauch, die Krippe zu beleben, stammt aus dem Buch „Das Jahreszeitenbuch“ von Christiane Kutik/Eva-Maria Ott-Heidmann. Die Idee, die vier Adventswochen den Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen zu widmen, hab ich vor Jahren mal bei Bekannten in Wien erlebt. Damals war ich Studentin und single und noch keine Mama… und habe mir gedacht: Sollte ich irgendwann einmal ein Kind haben, so möchte ich Weihnachten/ die Adventszeit so feiern. Und im letzten Jahr habe ich darüber in waldorfmamas Blog gelesen und mich erinnert. Letztes Jahr war meine Tochter aber noch ein wenig zu klein. Also ist dieses Jahr Premiere. Frontier Dreams Blog kenne ich auch und lese ich schon seit langem. Und ich mag ihn so gerne!

    Meine Tochter ist momentan auch ungenießbar und voll in der Trotzphase! Sie testet und testet Grenzen und abends lieg ich kaputt im Bett und denke mir: Bist Du wirklich eine gute Mutter? War ich zu streng? Aber die Phasen gehen auch vorbei. Und das Chaos hier in der Wohnung räume ich jeden Abend zusammen… und denke mir jedesmal: Lohnt sich das denn? Morgen siehts wieder genauso aus – nicht immer… aber oft *lach*… aber es macht nichts. Ich bin dann immer froh, wenns morgens schön aufgeräumt ist. Der Mond ließ mich in den letzte Nächten auch kaum schlafen… und er sah so schön aus, dass der Schlafmangel dann ganz vergessen wurde 🙂

    Grüßle und bis bald
    Maike

  2. Jana sagt:

    Liebe Bora,
    ja, ich kann mich gut erinnern, wie frau sich fühlt, wenn zu Hause das Chaos ausbricht. Meine Töchter sind ja schon groß (17 und 12), aber, wenn ich sie lassen würde, würden sie immer noch in nullkommanix das Haus auf den Kopf stellen und es ganz normal finden. Es ist halt nicht einfach, die Kinder, den Haushalt und die Arbeit zu managen.
    Als Mutter ist man kein Wundertier, dass immer und überall alles im Griff hat und immer perfekt ist. So ist das eben. Auch Mütter sind nur Menschen.
    Ich wünsche Dir für heute einen ruhigeren Tag.
    Liebe Grüße
    Jana

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