alles neu macht der… Dezember?

Eure freundlichen Reaktionen auf meine letzten beiden Posts hin, machen mich richtig froh! So viel Lob und Schulterklopfen bin ich gar nicht mehr gewöhnt- aber ich könnte mich dran gewöhnen
Habt einfach meinen innigsten Dank dafür; es tut gut, gut, gut, so liebe Worte zu lesen.

Das Jahr liegt in seinen letzten Zügen; Neuanfang dehnt sich aus und zieht seine Kreise. Ich bemerke einen enormen Drang, alles, alles zu durchforsten, von der Schublade mit dem Küchenkrimskrams bis hin zur mit Zeitschriftenbildchen aus den 80er beklebten Kartonschachtel voller uralter Briefe und Postkarten. Ausmisten, entrümpeln, durchlüften, freimachen, loswerdenen.
Am liebsten würde ich wie Disneys Schneewittchen mit Staubtuch und Besen „Sei vergnügt, sing ein Lied“-trällernd durchs Haus tanzen und dem Chaos endlich ein Ende bereiten. Doch geben wir uns erst mal zufrieden mit einem deutlich abgespeckten Kleiderschaft und einem Müllbeutel unbrauchbarem Kram aus der Gerümpelkammer.

Haareschneiden ist auch ein ganz einfacher Ausdruck dieses inneren Drängens nach einem Neu-Anfang. Fort mit ins Auge pieksenden Fransen, weg mit dem Pumuckl-Look, wirrer-Professor-Schopf adé. Wir gehen niemals zum Frisör, keiner von uns (mein letzter Frisörbesuch liegt 10 Jahre zurück- der Tag meiner Hochzeit, fällt mir grade ein), die Haarpracht meiner Familie, ich inklusive, liegt allein in meiner Hand, einer nicht unbedingt geübten Hand in diesen Belangen, aber einer Hand, die mutig zuschneidet ohne Rücksicht auf Verluste. Zur Einstimmung unserer Winterfeier, zitierte ich Mann und Söhne auf den Frisierschemel, einer nach dem anderen, und „schnipp- schnapp“, wurde meine Welt um ein paar Zentimeter ordentlicher (von den Haarschnippeln überall mal abgesehen).

Das Bedürfnis nach mehr Ordnung, Luft und Überschaubarkeit hat mir plötzlich einen glasklaren Einkaufsverstand beschert, der sich an dem freut, was ich NICHT gekauft habe- sogar im Brocki, das ich meistens erst wieder verlasse, wenn die Nähte meiner Einkaufstaschen krachen. Diese Aversion gegen Neuanschaffungen mag vorübergehender Natur sein, ja bestimmt ist sie das, denn ich mag hübsche Dinge einfach viel zu gerne, aber ich dachte mir, ich könnte sie gleich mit einem kleinen Selbstversuch koppeln, den ich schon lange mal wagen wollte; “ Kaufe 1 Monat nur, was du zum Leben brauchst“. Es gibt da ein Buch zu dieser Thematik, soweit ich mich erinnere, bloss tat sich die Autorin dieses Kaufkorsett für ein volles Jahr an- spannend auf alle Fälle.
Meinen shoppingfreien Monat starte ich wohl im Februar, denke ich. Der Januar verlangt doch noch ein paar schwer einzuordnende Anschaffungen, eine neue Agenda zum Beispiel (vielleicht die hier, wie immer, ein TRAUM) oder nochmals ein Knäuel Garn für ein zweites PixieMützchen– Ich bin mir nämlich noch nicht so ganz sicher, ob solche Dinge wirklich zu den notwendigenDingen des Lebens gehören…

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3 Kommentare zu alles neu macht der… Dezember?

  1. Zwieback sagt:

    Wolle gehört unbedingt zu den notwendigen Dingen und das Kindelein braucht doch ein Mützchen zum Wechseln. Na wenn das kein Argument ist, weiss ich auch nicht.

    LG Manu

  2. Also das mit dem Haareschneiden kenne ich… wir sind dazu übergegangen, uns gegenseitig die Haare zu schneiden… mein Mann macht das bei mir auch schon ganz gut (beim ersten Mal hat er mich zwar mit der Schere ins Ohr gezwickt, aber das ist danach nie wieder vorgekommen *puh… glück gehabt!*)… meine Kleine ist nicht so gut im Stillhalten, aber vor einigen Tagen haben wir es ganz gut hingekriegt… mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Mein Mann ist da braver/geduldiger 🙂 ich bin viel zufriedener, seit ich nicht mehr zum Friseur gehe…
    Wegen dem shopppingfreien Monat… wir wohnen ziemlich weit am Berg oben, da fahren wir nur ein Mal pro Woche Großeinkauf…mit genauer Liste. Das Listemachen hilft ungemein, wenn man nichts Zusätzliches/Überflüssiges „mitnehmen“ will… und in die Stadt fahren wir ganz bewusst sehr selten. Meistens rund um einen unserer Geburts- oder Namenstage. Das ist zumindest 2x im Jahr für jeden und da kann sich jeder was aussuchen, das vielleicht nicht wirklich notwendig ist, aber doch viel Freude bereitet. Weihnachten gehört auch ein bisschen dazu, denn das gehört für uns unbedingt dazu… konsumzentrierte Feste (Valentinstag,Osterhase & Co.) zählen für uns nicht. Auf alle Fälle ist das sehr lohnend, finde ich. Nicht nur für die Geldtasche/den Kontostand *haha*

  3. nik sagt:

    Den Kindern schneide ich auch die Haare selbst und mir. Meine beiden Großen würden niemals zum Frisör gehen. Haben sie wohl von meinem Mann. 🙂 Aber meinem Mann die Haare schneiden? Dafür kann ich das nicht gut genug. Momentan trägt er seine Haare lang, keine Zeit zum Frisör zu gehen. 🙂

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