ein paar Stiche hie und da…

… und irgendwann entsteht tatsächlich etwas! Egal wie sehr sich der Entstehungsprozess auch hinzog, egal wie lange ein Stich auf seine Nachbarn warten musste. Seit ich zu meinen beiden Jungen hin wieder ein Baby habe, sind die Zeit-Inselchen, in denen ich einigermassen konzentriert für mich arbeiten kann, auf ein Mindestmum zusammengeschrumpelt- meine Kleine verbringt mehr als 12 Stunden eines Tages an meiner Seite(die restliche nachtschlafende Zeit ebenfalls), Ihr max.1 Stündchen Tag-Schlaf tagsüber bezieht sie aus etwa drei bis vier verteilten Powernaps, zu kurz und zu unvorhersehbar für mich, um sie für kreative Fingerspitzenarbeit nutzen zu können. Ausserdem gibt es da ja noch andere bedürftige Wesen in diesem Haus…

Das Bedürfnis, schöpferisch sein zu dürfen und neben der Sisyphus-Arbeit eines Mutter-Tages etwas unter meinen Händen entstehen zu lassen, das weder im nächsten Moment aufgegessen noch wieder schmutzig gemacht wird, wächst aber gerade in diesen zermürbenden Zeiten zur wahren Dringlichkeit heran.
Manchmal sind mir deshalb die einfachsten Dinge die liebsten: eine (in diesem Fall handgefilzten) Filzplatte (ich hab‘ sie mal günstig beim Schweizer Online-Auktionsguru ricardo ersteigert), Stickgarn (oder feines Perlgarn etc.), eine Nadel, ein hübscher Knopf und ein paar Mal die erwähnten 2 oder 5 oder 10 Minuten Zeit; voilà!


In dieser denkbar einfachen Filzmappe wohnen meine Teilzeit-Projekte, im Moment ein Endlosschal ein fast fertiger Häkel-Drache und seit heute auch ein Filzkörbchen in Arbeit. Die Sterne sind aus einer anderen handgefilzten Platte in gelb appliziert, die Nähte alle von Hand genäht, was die Arbeit kurzweilig, sehr beruhigend und irgendwie absolut befriedigend machte. Die Idee dazu fand ich in „hand-stiched felt“ von Kata Golda: ein Buch, das mir zur Zeit die Freude am Hand-Arbeiten bewahrt, jetzt da jede grosse Nähsache scheitert und mir einfach der Kopf fehlt für komplizierte Strickmuster. „Hand-stiched felt“ (in englisch aber supereinfach zu verstehen!) fällt bei guten Näherinnen wahrscheinlich sofort durch, weil die enthaltenen Projekte derart schnörkellos, fast schon provisorisch daherkommen, auf einem Niveau, das sogar Kinder spielen bewältigen dürften.- Aber mir kommt es gerade recht, Leute! Die eigensinnige Selbst-gemacht-Optik ohne jeden Perfektionsdruck und die bubi-einfachen Schnitte, die sich allesamt blitzschnell umändern lassen, machen so viel Spass!
Endlich ein Projekt mit 100%iger Gelinggarantie!

PS. Die blauen Quadrate hier, die euch möglicherweise irgendwie vertrautvorkommen, gehören zu einer anderen, nicht weniger freud-vollen Stichelei dieses Winters. Ich heb mir die Bilder dazu noch ein wenig auf, für den Fall, dass ich mich unverhofft in einem Ideen-Engpass punkto Blog-Post wiederfinde…

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8 Kommentare zu ein paar Stiche hie und da…

  1. lil-Yoda sagt:

    yeah, machsch mir so eini.
    in Grau mit schwarzer umrandig?
    btw(by the way) gell die gseht us wie ich:

    http://picasaweb.google.com/lh/view?q=freja%20beha&psc=G&filter=1#5339031496407276690

  2. @ Kitkat: Hey, häsch du na ä versteckt Schwö irgendwo da dussä uf äm Globus?! Und freut mi, dass sie dir gfallt (d' Mappä): jetzt hani ändlich äs Gschänk für dich, wo passt! (nach drüü misslungänö Lismi-Chappä…)

  3. mamas kram sagt:

    Schööön! Toll hast du diese Mappe gemacht!
    Ich wünsche dir, dass du immer öfters ein wenig Zeit für dich und deine Lieblingsbeschäftigungen findest! (Deine Erzählung vom Muttersein erinnert mich sehr… du weisst ja…)
    Herzliche Grüsse
    Doris

    P.S. Ich habe gesehen, dass ich bei dir viel nachzuholen habe – so fleissig wie du geschrieben hast.

  4. Allerleirauh sagt:

    Bei deinem letzten Satz musste ich lächeln, denn am Anfang meiner Bloggerzeit habe ich oft gedacht, vielleicht sollte ich nicht so viel posten, sonst gehen mir die Ideen aus. Ich habe es dann aber nicht geschafft meine Post in einen Vorratskammer zu stecken. Jetzt nach 1,5 Jahren Bloggerei, denke ich immer noch ab und zu was mache ich, wenn mir die Ideen aus gehen, aber bis jetzt ist mir immer wieder etwas in den Sinn gekommen. Dass ist ja gerade das Schöne am Bloggen, dass man anfängt auch den kleinen Dingen Beachtung zu schenken.
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

  5. Susanne sagt:

    ..wie schön…dass du mich besucht hast, und noch schöner, dass ich dadurch deinen Blog entdeckt habe :-)! Gefällt mir sehr…deinen Gedanken und Bildern zu folgen!
    ganz lieben Gruss
    Susanne

    …die „Nutzung“ des (Blog)Platzes entsteht meist mehr aus „technischer“ Zufälligkeit;-)

  6. Pingback: # 7: Kinder-Täschchen aus “Hand-Stitched Felt” von Kata Golda | Kirschkernzeit

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