kreativ am Rande 10: Kochen

Endlich einmal ein Thema, zu dem ich keinen Roman tippen werde…
Wir Hausfrauen stehen ja, Emanzipation hin oder her, Tag für Tag nach wie vor ein ganz schönes Weilchen in der Küche, manchmal mit beschwingten ein Liedchen pfeifend, manchmal eher nicht so inspiriert.
Grundsätzlich gehört das Kochen für mich nicht wirklich zu den Top Ten meiner liebsten Tätigkeiten- das Essen aber sehr wohl, und das ist auch der Grund, weshalb ich mich manchmal länger am Herd aufhalte als notwenig- oder vor allem vor dem Backofen, wo die RICHTIG leckeren Dinge herkommen, die da wären Schokoladentorte, Cookies, Brownies u.s.w.u.s.f.
Übers Essen verliere ich gerne ein paar Extra-Worte, Ernährung hingegen finde ich ein ziemlich langweiliges Thema, muss ich gestehen… Wenn ich koche, dann bleibt alles recht bodenständig, möglichst vollwertig, weitgehend fleischlos, saisonal und regional (da ich als Nichtautofahrerin meistens im kleinen Dorfladen einkaufe, ergibt sich das sowieso)- und manchmal auch ziemlich langweilig, fürchte ich.
Das war nicht immer so. Wahrscheinlich wird es auch nicht immer so bleiben. Aber in Zeiten wie diesen, wo mich der Alltag mit Baby so viel Energie kostet, mag nicht gross herumhampeln, sondern werfe den Herd an und koche wild drauf los, was der Kühlschrank bietet. Mit dem Risiko, dass es zum xten Mal Nudeln mit Pesto gibt, weil im Kühli gähnende Leere herrscht… nun ja.
Dabei könnte Kochen soooo schön kreativ sein! Schöpferisch für den Gaumen, für’s Auge, für den ganzen Körper; das könnte weit mehr sein, als nur „kreativ am Rande“. Wer mir nicht glaubt, darf sich gleich nach meinem Post hier anderswo eines Besseren belehren lassen… Ich bewundere gute Köche. Lustvolle Köche bewundere ich noch viel mehr. Es gibt da einen älteren Herrn, ehemaligen Koch, in der christlichen Gemeinde, die ich besuche, und diesem Herrn könnte ich stundenlang zuhören, wenn er mit einem verzückten Lächeln auf den Lippen erzählt, wie man ein richtiges Wiener Schnitzel zubereitet- Aus einem hundskommunen Man-nehme-blablabla-Rezept wird auf einmal… Poesie! Wenn er schnetzelt, hackt, brät, dämpft; so viel Handarbeit, angerichtet Kunst auf dem Teller.
Könnt ihr euch vorstellen, wie ebendieses Wiener Schnitzel dann erst schmeckt
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3 Kommentare zu kreativ am Rande 10: Kochen

  1. kirschkernzeit sagt:

    vorneweg: NATÜRLICH habt ihr alle Recht: es IST doch wieder ein Roman draus geworden…
    bora

  2. nik sagt:

    Ach, deine Romane sind doch so nett! Mir geht es genau wie dir. Ich mag kochen gar nicht. Aber ich esse für mein Leben gern und am liebsten noch gesund mit viel Gemüse und wenig Fleisch. Und weils mir keiner kocht, muss ich wohl selbst ran.

    Heute hatte ich wieder ein neues Rezept ausprobiert. Zucchini-Lasagne. Das Gericht war eh schon grenzwertig, weil Zucchini und mit Käse eigentlich zwei Sachen, die die Kinder hassen. Mein Mann liebt wenigstens Käse. Das sah so lecker aus auf dem Foto! Irgendwie hatte ich dann doch nicht die Zutaten in ausreichendem Maße daheim und dann waren die Nudeln und die Zucchini trotz 30 min. noch roh. Dann haben wir es halt alle nicht gegessen, sondern es gab Nutella-Brötchen. 🙂 War ja auch schon 14.00 Uhr.

    Frohen Mutes habe ich das ganze Ding dann noch mal 20 min. in den Ofen geschoben. Und siehe da: Zum Abendessen eignete sich das dann ganz hervorragend und die Kinder waren fein raus. Ende gut, alles gut. Liebe Grüße, nik

  3. Beatrice sagt:

    Ich würd dir gern ne Mail schicken, aber ich kann Deine nicht finden.

    LG Beatrice

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