Pin-teressiert

Ihr Lieben! Wie gerne ich eure Büchertipps gelesen habe!!! Ich habe mir die letzten Tage eine kleine Computerpause gegönnt, aber heute abend möchte ich unbedingt sämtliche eurer vorgeschlagenen Bücher bei Amazon durchsehen; Ich stöbere sowieso wahnsinnig gerne nach Büchern und Heften und lasse mich nur zu leicht und äusserst gerne dazu verführen, unsere Bücherborde ein bisschen aufzustocken bzw. zu… erneuern. Frischer Wind ist so was Feines. Auch in Sachen Lesefutter. (Ich berichte, was neu dazu kommt, versprochen!)

Im Moment bin ich sowieso mehr als bereit für das eine oder andere neue Buch: Ich habe nämlich wacker entrümpelt, zumindest bei meinen persönlichen Sachen, habe viele Kreativ-Bücher weggegeben, zum Teil verkauft, zum Teil verschenkt, zum Teil ins Brocki gegeben. Es gab vieles, was ich irgendwie zwar gerne mochte, aber dann doch nie zur Hand nahm, und gerade was Nähbücher betrifft, muss ich sowieso ehrlich sein zu mir selbst und mir vor Augen führen, dass ich so viel gar nicht nähe, wie es den Anschein haben könnte, wenn man meine Nähbuch-Sammlung so betrachtet… Also kam auch hier vieles eine Hand weiter. Auch bei meinen Strickbüchern. Meine „Making“-Hefte habe ich alle behalten. Die mag ich einfach zu gerne, um sie loszulassen, auch wenn auch sie so gut wie unberührt geblieben sind bisher. Auch alles andere von Carrie Bostick Hoge steht noch im Regal, aber sonst… Ich habe gelernt, dass ich mich wirklich auf mein Bauchgefühl verlassen kann: Was fühlt sich gut an, froh und nach „behalten“, wenn ich es in die Hand nehme? Was macht mir eher ein ungutes Gefühl? Wo komme ich mir unzulänglich vor, wenn ich darin lese, wo unter Druck oder zu wenig bereit für die Projekte darin? Das alles darf weg.
Jetzt habe ich Platz.
Und Lust darauf, Neues anzureissen.
Aber nicht zu viel und bitte sorgfältig bedacht…
Es macht Freude, ein bisschen mehr Weiss im Bücherregal hervorblitzen zu sehen. „Pinterest“ ist zur Zeit mein grosses Suchtmittel, gerade weil ich so in Ausräum-und Aufräum-Laune bin. Ich hätte grosse Lust auf einen Rundumschlag radikal minimalistischer Wohnprinzipien und sehne mich nach einem veränderten Wohngefühl; Neue Wände wären schön. Am liebsten in Altrosa, warmem Graubeige, in Zartgrün oder sowas, hauptsache pastellig und ein bisschen schmutzig verwaschen. Die Bilder bei Pinterest sind betörend. Überall Regenbogen, Teppiche an den Wänden, Pflanzen, die in Makramee-Hängern von der Decke baumeln und märchenhafte Kinderzimmer, in denen Kinder im weissen Tipi Waldorf-Bilderbücher angucken oder mit naturbelassenen Puppenhäuschen und Ostheimer-Tieren spielen. Ich wundere mich nur, wie um Himmels Willen die Mütter es schaffen, dass diese Zimmer so bleiben, wie sie aussehen, vor allem die monochrom naturfarbenen, wo sogar die Kinderzeichnungen sich dem Farbschema anpassen und augenscheinlich die ganze Familie sich in Camel, Ecru und Eierschalenweiss kleidet…
Ich war bisher kaum bei Pinterest. Aber jetzt ist meine Sammlung an Pins wahrlich beeindruckend. Voll mit Kinderzimmer-Träumen. Lifehacks. Bastelideen. Strickvisionen. Köstlichen Rezeptvorschlägen. Und selbst wenn ich nichts davon verwirkliche, ist es doch ein klasse Gefühl, all diese inspirierenden Ideen via Handy griffbereit zu haben, und zwar ganz ohne noch mehr Papierseiten in meinen ohnehin schon unsinnig dicken Rezepte- und Kreativ-Ordnern. Es macht Spass, mit neuem Elan in den Baumarkt zu gehen und mit der einen oder anderen neuen Zimmerpflanze nach Hause zu kommen, die -wie Pinterest mir verraten hat- sowohl unser momentan winterlich schummriges Zimmerlicht gut verkraften und erst noch die Luft reinigen soll (Angeblich. wie auch immer.). Ich entdecke mögliche Lösungen kleiner Alltagsproblemchen, wie zB. Reiswasser-Spülungen gegen das blöde, fettig-unsaubere Gefühl nach dem Haarewaschen mit Haarseife und bin neu schwer motiviert, meine Putzkiste vollends zu entrümpeln und sämtliche Putztasks mit Natron, Essig und Zitronensäure zu bestreiten… Spannend, was es alles gibt. Beeindruckend, was sich alles machen lässt. Unglaublich wer was schon wie ausprobiert hat. (Und unfassbar, wie schön die Leute diese Momente fotografisch festzuhalten wissen!)
Aber zu viel davon kann tückisch sein. Dann wirft das viele Licht plötzlich lange Schatten in meine Realität. Darum übe ich mich im Abschalten, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Schlussendlich ist im www. nicht alles Gold, was glänzt, hab ich recht? Auch wenn doch das eine oder andere Goldstückchen mit dabei ist…

PS. Tut mir leid, dass ich im Moment eure lieben Kommentare nur so selten beantworte! Ich mache das an sich sehr gerne und es ist mir auch wichtig, aber momentan ist es schwierig für mich, genug ruhige Zeit dafür zu finden…

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Dankbarkeit, Familienalltag, Schatzkammern im Netz, über das Bloggen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Kommentare zu Pin-teressiert

  1. Oh liebe Bora,
    bitte lass dich von pinterest und all den glänzenden Dingen nich blenden, da ist so vieles geschönt und extra hergerichtet… Ich finde das zwar auch gelegentlich schön, doch deine Fotos vom bunten Leben sind mir viel lieber!
    Ich drück dich
    Sternie

    • kirschkernzeit sagt:

      Stimmt wahrscheinlich. Ich finde es auch sonderbar, dass plötzlich in all diesen Kinderzimmern dieselbe Hasenleuchte steht und derselbe Regenbogen-Wandbehang hängt 😉 Ich habe mal eine kurze Sendung auf der Schweizer-Radio-Und-Fernsehen-Site gesehen, wo eine schweizer „Influencerin“ ihr Leben bzw. ihren Job (ja, genau, die Frau verdient Geld mit Instagram-Fotos) vorstellt, und da ist mir auch klar geworden, wie unglaublich gekünstelt und inszeniert manche Instagram (und Pinterest) Profile sind. Es ist tatsächlich quasi „pseude-gelebte Werbung“. Sie hat erklärt, dass sie die meisten Kleider auf ihren (sehr schönen, muss ich sagen) Fotos gesponsert bekommt (teure Stücke zumeist) und dass sie wirklich viele Stunden für so ein Bild aufwendet, weil sie extra mit einer Fotografen-Freundin an optisch gut passende Orte fährt und dort dann quasi richtige Fotosessions macht.
      Ich fand das beeindruckend.
      Und entlastend.
      🙂

  2. amselgesang sagt:

    *Ich wundere mich nur, wie um Himmels Willen die Mütter es schaffen, dass diese Zimmer so bleiben, wie sie aussehen…*
    Ich glaube nie und nimmer, dass sie es schaffen! Außer sie lassen ihre Kinder nie drin spielen (nur fürs Pinterest-Foto). Und was wäre das für ein langweiliges Kinder- und Familienleben… ! Aber dem leicht ironischen Ton bei deiner Beschreibung der wunderbaren Pinterest-Wohnträume entnehme ich, dass du ähnlich denkst…;)
    Ich hatte (und habe) diese Anfälle von Sehnsucht nach „schöner Wohnen“ auch immer wieder mal. Manchmal macht es Spaß und gibt einem kreative Energie, aber es kann einen auch runterziehen.
    Unsere Kinder werden sich später garantiert nicht an irgendwelche geschmackvollen Wohnungsdekorationen erinnern, sondern an die Spielhöhlen, die sie sich im Wohnzimmer gebaut haben, und an die Holzeisenbahn, die einmal sogar unterm Esstisch durchlief und über die man zwei Tage lang storchenbeinig drübersteigen musste, und an die Fussballduelle im Flur… so Sachen eben. 🙂 Und wir, wir erinnern uns, wie schön es war, dieses wilde Kinderleben im Haus zu haben – schöner wohnen können wir dann immer noch, wenn sie aus dem Haus sind… (ach ja)
    Liebe Grüße in den Sonntag
    Brigitte

  3. Rosi sagt:

    ja ja..
    Pinti kann süchtig machen 😉
    man kommt vom 100sten ins 1000ste
    und schwups sind Stunden vergangen 😉
    am Anfang habe ich auch jeden Tag gestöbert
    allerdings mehr nach schönen Fotos und Handarbeiten
    inzwischen schau ich nur noch alle paar Wochen nach
    die Gefahr besteht auch dass einem die eigenen Behausung dann „schäbig“ erscheint
    mein Enkel hätte so ein gestyltes Zimmer sicher schnell „umdekoriert“ 😉

    schön dass du jetzt wieder Platz hast ..

    ich mache erst gar keinen .. dann kann ich auch der Versuchung besser widerstehen neu zu kaufen ..;)
    gerade bei Büchern muss ich mich sehr bremsen

    ich wünsche dir eine schöne Woche

    Rosi

    • kirschkernzeit sagt:

      Oh ja, Bücher! Ich bin so ein Buchnarr! Ich würde nie im Leben ein E-Book lesen, das macht mir einfach keine Lust drauf, gerade die Papierseiten sind es doch, die sich so schön anfühlen… 😉 (Ich lese nicht soooo viele Romane, liebe aber Sachbücher aus den Sparten Handarbeiten, Kochen, Einrichten etc.)
      Und weisst du was; gerade bin ich auch schon wieder viel seltener bei Pinterest. Das ist wohl wie überall: am Anfang kann man nicht genug bekommen. Dann wird man irgendwann doch satt 😉

  4. Tina sagt:

    Liebe Bora, ich muss gestehen, dass ich noch immer keinen Pinterest- Account haben, auch wenn Freundinnen davon schwärmen. Mir reicht bereits meine feine kleine Blogsammlung dazu aus, wozu auch du gehörst 🙂 Manchmal habe ich auch ohne Pinterest das Gefühl, dass unser zuhause etwas schäbig ist, bzw meine Hausfrauqualitäten zu wünschen übrig lassen. Mir ist es einfach wichtiger, dass die Buben mit dem Vorhandenen ziemlich uneingeschränkt spielen können, auch wenn dadurch die Kissen und Sessel grausam verfleckt sind (hmmpf). Ein anderes Thema: hast du bei der Haarseife daran gedacht, dass der Überfettungsgrad vielleicht nicht ganz ideal für deine Haare sein könnte? Es gibt so ungefähr von 3- 10% (3%: für sehr fettiges Haar/ 10% für eher trockene, spröde Haare). Ich wasche meine Haare seit über einem Jahr mit den selbst gemachten 3%iger Haarseife und habe kein Gefühl von fettigen Haaren (im Gegensatz zu der 6%iger, womit ich begonnen habe). Ich würde dir ja gerne eine meiner Haarseifen schenken, denke aber, dass 3% zu wenig für deine Haare sein könnte (soweit beurteilbar leidest du wahrscheinlich nicht unter so feinem und ultra schnell fettendem Haar wie ich….). (Bei 3% hättest du dann das Problem von juckendem und schuppendem Haarboden…). Übrigens: DANKE für deine so bereichernden Blogposts, ich lese sooo gerne bei dir!

    • kirschkernzeit sagt:

      Du hast Recht! Vielleicht die falsche Haarseife? Ich werde mal eine mit weniger Fett testen (ich hatte welche von Waschbär). Machst du also gar keine Spülung nach dem Waschen? Und du machst das super; bei Pinterest sollte man sich wirklich nur tummeln, wenn man es gerade verkraften kann 😉 Oder sonst einfach falls du konkret was suchst.

      • Tina sagt:

        Ich mache keine Spülung, da ich in die Seifen schon 5% Zitronensäure gebe erübrigt sich dies. Schau doch mal nach bei deiner Haarseife, wenn du Zitronensäure in den Inhaltsstoffen findest, kannst du auf eine Spülung verzichten. Viel Glück beim ausprobieren – und eine gute Blogpause wünsche ich dir!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.