Ich mag…

… wie Kind1 mit ein paar seiner Kumpels Kochvideos von Youtube als Grundlage nutzt, um selber ein wenig am Herd zu experimentieren und seine Versuche via Audio mit den anderen zu teilen. Das macht einfach Spass. Schon beim Zusehen. Und auch beim Probieren und Diskutieren. Immerhin ist Kind1 der erste in diesem Haus, der jemals irgendwas fritiert hat. Was mich echt ein bisschen stolz macht. Die russischen Teigtaschen jedenfalls, die Kind1 eines Nachts ziemlich spät aber souverän in seiner Pfanne voll Öl gebrutzelt hat, werde ich wohl niemals mehr vergessen (Danke, Boris aus Russland!). Dass er mir danach auch noch brav und aus absolut freien Stücken die ganze Küche wieder aufgeräumt hat, auch nicht. Gut gemacht, mein Sohn.

Ich mag… dass Kind2 seinem grossen Bruder insofern nacheifert, als dass er dessen Leidenschaften für sich selber prüft und dann vielleicht das eine oder andere mitmacht. Oder einfach selber ausprobiert. Indem er russischen „Kompot“ macht zum Beispiel, einen erstaunlich köstlichen und tadellos hausgemachten Frucht-Drink aus reifem Obst, Wasser, Zitronensaft und genügend Zucker (aber nicht zu viel, es soll ja kein Sirup werden). Ich war zuerst sehr skeptisch, doch jetzt bin ich ein erklärter „Kompot“-Fan, der sich von nun an ganz neu auf jede Himbeer- und Zwetschgen-Saison freuen wird- und endlich weiss, was aus den tiefgekühlten Früchten im Keller werden wird, sobald kalt und grausig der Winter einzieht (nochmals dank an Boris!)…
Kind2 hat seine kulinarische Neu-Entdeckung übrigens gleich nach dem Testlauf nochmals gekocht und unseren Milch-Kessel damit gefüllt; für den nächsten Schultag. Damit sein Lehrer (und die Klassengspäänli) auch einmal probieren können. Irgendwie rührend, oder?

Ich mag… die Freude, die einem überkommt, wenn man glaubt, das perfekte Geschenk für einen lieben Menschen gefunden zu haben. Oder zumindest ein ziemlich gutes.
An diesem kleinen Geschenk-Korb voller hausgemachter Dinge für meine Schwester E. hatte ich selber grosse Freude. Waschmittel aus eigener Produktion ist darin, Holunderbeeren- und Blütensirup, Thymian-Honig und Zitronenverbene-Tee aus der Kräuterspirale, ein Glas Johannisbeer-Gelee von dieser Ernte und das kleine Einhorn-Lavendel-Kissen, in das ich mich selbst ein bisschen verguckt habe beim Nähen (oh, dieser Print!). Es hätte noch mehr darin Platz gehabt und ich bin sicher, beim nächsten Körbchen wird noch das eine oder andere dazu kommen…

Ich mag… die Freude, die es macht, selber schöne Post zu bekommen. Ich meine, schaut euch das an; die zauberhaftesten Blüten-Ladies ever! Mamaniflora kann nicht nur wunderbar von Pflanzen, Wald und Feld erzählen, sie zeichnet auch ganz grossartig! Ich bin schlichtweg hingerissen von ihren Bildern (und ihrem Blog, ihrem Wesen) und musste einfach einen kleinen Satz Postkarten bei ihr bestellen. Die Idee ist, jeweils ein 3er-Set in meine nächsten Kräuter-Kraft-Geschenk-Körbe zu packen, als schöne Ergänzung zu Teemischungen, Kräuterhonig, Tinktur und Sirup, aber auch sonst… wie hätte ich widerstehen können?
Im grauen Päckchen liegt übrigens bei einem Extra-Set Karten (die ich ganz für mich behalten werde!) eines von Mamanifloras Traum-Kissen. Kräuterduftig. Und einfach zauberhaft. Genau wie ihr süüüüüüüssssssses, selbstgemaltes Anhängerchen, das mich an Russland, Matroschkas und die herrlichen Stickereien des Ostens erinnert… Hach…

Ich mag… wenn die Dinge sich bewegen. Wenn Räume sich verändern. Besser werden. Organisierter, angepasster an die Menschen, die darin leben, an ihre Bedürfnisse und die Art und Weise, wie sie leben. Über dem weissen, selbst gezimmerten Board, das in der Stube beim Basteltisch steht, hingen bisher grosse Rahmen mit Kinderzeichnungen. Das war zwar hübsch, aber wenig praktisch, denn eigentlich, eigentlich fehlt uns vor allem Stauraum, Platz für all das Bastelzeug, die Bügelperlen und Pinsel und Papierstapel und Scheren und Stifte und so, die hier tagtäglich benutzt werden. Das weisse Board reicht nie und nimmer. Und in der Kommode steckt bereits all mein Nähkram (oder ein Teil davon *hüstel*).
Unten im Keller lagert gerade die Lösung für unser Dilemma; ein von Herrn Kirschkernzeit gezimmerter Holz-Aufsatz, der nach dem Streichen noch lackiert werden muss und später dann, ganz ähnlich dem alten Buffet in der Küche, als Aufbewahrungs-Ort für allerlei Vielbenutztes dienen soll. Und als kleiner Show-Room für diejenigen Bastelarbeiten -hauptsächlich die 3-Dimensionalen wahrscheinlich- die irgendwie nirgendwo sonst ein gutes Plätzchen zu finden scheinen (alle Fensterbretter sind längst besetzt). Ich freue mich wie verrückt darauf! Auf mehr Ordnung, mehr System. Und darauf, dass dieser Tisch auch mal wieder frei wird…

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6 Kommentare zu Ich mag…

  1. Brigitte sagt:

    O ja, es ist eine feine Sache, wenn Söhne ihr Kochtalent entdecken! Ich habe das auch so sehr genossen, auch wenn es anfangs oft auf japanische Nudelsuppe hinauslief, ergänzt und veredelt durch eigene Zutaten und meist höllenscharf gewürzt – und auch der „Shot Vodka“ kommt mir irgendwie bekannt vor… ebenso wie das Smartphone statt des Kochbuchs und die ungewöhnlichen Tages- bzw. Nachtzeiten, zu denen die Jungs Hunger und Kochlust bekommen. 😉 Aber warte nur ab, bald wird es heißen: „Ich mach heute Pizza für alle!“ oder so.
    Tolle Kinder hast du! 🙂
    Liebe Grüße!

    • kirschkernzeit sagt:

      Wie sehr die Dinge sich verändern, bzw. vor allem der Zugang zu Wissen und der Umgang mit Normen und Strukturen, wird mir immer wieder bewusst, wenn ich meinen Ältesten beobachte; wie die Jungen miteinander in Kontakt treten, wie sie Informationen austauschen, sich vernetzen, kreativ Neues ausprobieren und sich zu eigen machen… das finde ich faszinierend. Die Teigtaschen waren wirklich gut. Aber wir hatten auch schon versalzene Omeletten, weil meine Tochter dachte, 1/2 Kl bedeute 1 bis 2 Kaffeelöffel und dabei das Löffelvolumen sehr grosszügig ausnutzte 🙂 Gerade geniesse ich es, auch grosse Kinder zu haben, so richtig grosse, meine ich. Es ist schön, so nah an der Jugend zu sein, während ich selber merke, dass ich ja nun selber nicht mehr ganz so jung bin… Andererseits gibt es natürlich auch Reibungsflächen, dort, wo mein Nicht-mehr-jung-sein gerne seine Erfahrung weitergeben möchte und die jugendliche Unvernunft sich lieber selbst ihren Erfahrungsschatz erarbeiten möchte 😉

  2. Katharina sagt:

    Das genau Kompotrezept würde mich interessieren.
    Liebe Grüsse, Katharina

  3. Rosi sagt:

    ich habe hier still vor mich hingeschmunzelt 😉
    hast du sehr schön geschrieben
    ich hatte nur Töchter
    zum selber kochen hatten sie wenig Ambitionen
    nur meine Jüngste hat abends oft mit ihrem Vater gekocht : „Was ist alles im Kühlschrank“
    da kamen dann alle Reste in eine große Pfanne 😉
    das Resultat war immer sehr spannend hihi
    ich mag.. was du über das schreibst was du magst 😉

    liebe Grüße
    Rosi

    • kirschkernzeit sagt:

      Oh, liebe Rosie, du bist mir so sympathisch! Gell, über die Sachen zu schreiben, die einem begeistern, das macht eben auch einfach grossen Spass… 😉 Ich wettere aber auch gerne gegen all die (vielen) Sachen, die mich aufregen (hihi), aber das versuche ich hier ein bisschen draussen zu halten, denn wer mag sowas schon gerne lesen…? Ich grüsse dich herzlich!

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