Im Rausch

: Hausgemachter Deodorant (Rezept von hier)
verblüffend einfach, herrlich minimalistisch und bisher absolut überzeugend :

: Ein Kata-Golda-Schneehäschen in Arbeit (ihr erinnert euch?)
ein kleines Projekt, das meine Grosse und ich uns mit ganz viel Herzblut teilen :

: Eine erste Probe Kräuter-Honig (er muss noch ziehen)
süsse Medizin im Entstehungsprozess, gegen Halsweh und winterlichen Winterblues :

: Die ersten Zimtschnecken meines Lebens
schmeckten zwar mehr nach Ahorn-Sirup als nach Zimt, aber auch nach
dem ultimativen „Petersson und Findus“-Gefühl :

: Pizzateig und ganz viel Handwerk
einfaches Essen macht einfach glücklich. :

: Eine Gruss aus dem Garten
in dem die Zuchettis sich die Vorherrschaft gesichert haben
und ich längst nicht mehr nachkomme mit Jäten :

: Goldener Senf
eine Farbe wie geschaffen für das Baby meiner Schwester, das in wenigen Wochen schon ein Teil der Sippe sein wird *freu* :

Wenn ich ein Wort auswählen müsste, um die letzten Tage irgendwie zusammen zu fassen, dann wäre das wohl : rauschhaft.
Jeder Morgen kommt mir zwar wie immer viel zu früh vor, aber kaum sitze ich in der Küche am Tisch, zücke ich trotzdem Bleistift und Papier und schreibe meine Liste. All die Dinge, die erledigt werden sollen. All die Dinge, die ich gerne machen würde. Meistens sind die Punkte der 2. Kategorie überwiegend und vor allem natürlich sehr viel verlockender und motivierender und besser dazu geeignet, mich einigermassen schwungvoll in den Tag starten zu lassen. Aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Egal wie viele Aufgaben oder Wünsche sich ansammeln. Ausserdem sollte der Mensch ja auch ein wenig schlafen.
Darum nutze ich, was mir nach all den öden To Dos wie „Bad putzen“ oder „Untergeschoss staubsaugen“ oder „Milch einkaufen“ noch bleibt mit Feuereifer und inbrünstiger Entschlossenheit. Ich gehöre zu den Frauen, die -wahrscheinlich zyklisch bedingt- ihr Leben in regelrechten Achterbahnen verbringen, vom Boden nach oben, ganz hoch hinaus und dann rasant in voller Fahrt wieder hinunter in die Tiefe, wo man glaubt, es könne kein Morgen mehr geben. Monat für Monat das selbe Spiel. Und ich weiss nicht recht, ob man sich je daran gewöhnen kann. Das Gute an dieser Misere sind allerdings definitiv die guten Phasen, die „Ups“ ab Mitte Aufstiegs-Strecke. Dann habe ich plötzlich unbändige Lust auf Neuanfänge und oftmals auch genug Schaffenskraft und Energie, dem einem oder anderen kreativen Impuls auch wirklich zu folgen und ihn in die Tat umzusetzen.
Das tut so unheimlich gut! Etwas tun können, sehen, wie aus Ideen Dinge werden, die nähren oder heilen oder pflegen, wärmen oder einfach nur das Herz erfreuen. Ja, diese Zeiten sind glückliche Zeiten, erfüllt und vergoldet. Einfache Zeiten, schlicht, aber wirkungsvoll und ganz auf die kleinen Dinge des Lebens gerichtet, die sich so menschlich anfühlen, aber gleichzeitig auch … irgendwie göttlich.

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6 Kommentare zu Im Rausch

  1. Tina sagt:

    Liebe Frau Kirschkernzeit, das ist einfach herrlich! Wunderschöne Projekte hast du dich da ausgesucht. Die Seite smarticular.net kennst du bestimmt schon? Achtung, sie kann süchtig machen 😉 Liebe Grüsse, Tina

  2. Rita sagt:

    Der Deo ist noch immer mein Favorit;) Nun bin ich bei den Haaren in der Versuchsreihe…ich werde berichten;)
    Liebs Grüessli, Rita

    • kirschkernzeit sagt:

      Ich wasche meine Haare seit einer Weile mit Haarseife und finde das ganz praktikabel. Was machst du? Ich bin gespannt!

  3. Rosi sagt:

    wenn ich so von deinen auf und abs lese kommt mir der Gedanke
    dass du etwas manisch veranlagt sein könntest..
    hast du das schon mal abchecken lassen??
    Melissentee hilft aber ganz sicher etwas auszugleichen
    ebenfalls Johanniskrauttee.. nur muss man dann mit der Sonne aufpassen

    lecker deine Zimtschnecken und die Wolle hat eine schöne Farbe
    Gemüse aus dem eigengfen Garten ist auch perfekt 😉

    liebe Grüße
    Rosi

    • kirschkernzeit sagt:

      Das hab ich mich auch schon gefragt. Aber dann wiederum scheine ich so viele verschiedene „Störungs“-Profile anzuschneiden, dass es fast schon ein Witz wäre, das zu testen 😉 Ich glaube, ich bin einfach stark hormonell schwankend. Und sehr sensibel. Da braucht es manchmal nicht viel und es haut mich wieder um 😉
      Ich kenne übrigens eine Familie, wo der Vater in Behandlung ist wegen Manisch-Depressiver Störungen. Das ist dann schon nochmals eine andere Stufe, weisst du…

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