Ein paar kleine Änderungen…

… muss ich hier wohl noch vornehmen in diesem Blog. Dank den neuen Datenschutzbestimmungen, die gestern in Kraft getreten sind, steht die Bloggerwelt ja szeneweise richtig Kopf und ein regelrechtes kleines Blogsterben zieht sich durch die virtuelle Welt. Mich als Schweizer-Hobby-Bloggerin, die ich keinerlei Geld mit meinen Texten verdiene und sogar mein Amazon-Widget mittlerweile gelöscht habe, damit ich ganz, ganz sicher keinen E-Commerce betreibe,  betrifft das alles aber nur am Rande, wie mir zwei Schweizer Informatiker, mit denen ich im Gespräch war, vor ein paar Tagen erklärt haben. Auch dieser sehr gut, klar und pointiert geschriebene Artikel zum Thema „Checkliste für eine rechtssichere Website in der Schweiz“ hat mich vom unguten Gefühl in der Magengrube befreit, das sich immer einschleicht, wenn Panik sich ausbreitet und irgendwie niemand so richtig zu wissen scheint, was genau auf einem zukommt oder von einem erwartet wird.
Ich blogge rein intuitiv sowieso schon eher zurückhaltend, was Wort- und Bildwahl, Verlinkungen oder das Einsetzen moderner Weblog-Errungenschwaften angeht, und mein Blog hat sich in seiner Aufmachung und seinen Nutzungsmöglichkeiten in all den Jahren eigentlich nur minim verändert; keine Videos, keine Instagram-Galerien an der Seite, keine in Auftrag gegebenen Werbeposts, keine Sponsorenlisten in der Sidebar. Heute bin ich wohl so froh darüber wie nie zuvor. Ich bin Compi-technisch nämlich wirklich eine absolute Niete und froh, wenn ich so wenig wie möglich ändern muss.
Geändert hat sich darum auch noch so gut wie nichts auf den magischen 25.5.2018 hin. Das mit dem Ausrufe-Zeichen oben neben der URL ist noch in Arbeit (da muss ein Profi her), aber ich habe meinen Blog immerhin auf den neuesten Stand ge-updatet, damit ich rein technisch wenigstens in der Lage wäre, auf allfällige Datenrückgabe-Ansprüche zu reagieren (das Layout hat darum leider ein bisschen gelitten). Ich habe meine Amazon-Buch-Liste gelöscht und verzichte auf den Einsatz von Avataren, weil ich irgendwo gelesen habe, dass sich hier noch Rechtsproblemchen ergeben könnten. Und sonst… ist bisher an sich alles beim Alten geblieben. Ich tue weiter nichts, als zu schreiben. Wie bisher.

Wobei ich bei all den Gedanken zum Thema „Veränderungen“ und „Anpassungen“ auf den Gedanken gekommen bin, mir bald ein neues Website-Design zu gönnen, damit es hier auch mal ein bisschen frischer aussieht -und eine allfällig doch noch aufkommende Impressum-, Disclaimer- und Copyright-Pflicht auch für mich als Schweizer Non-Kommerz-Hausfrauen-Plausch-Blöglein besser zu bewältigen sein wird.
Was ab heute aber schon anders sein wird: Ich habe mich entschlossen, „Instagram“ doch mal eine Chance zu geben. Fürs Erste. Vor ein paar Tagen schon, habe ich mich dort angemeldet und ein bisschen herumprobiert, das eine oder andere Handy-Foto hochgeladen und kurz betextet (oh wie schön, so wenig Text!) und vor allem in mich hineingehorcht, wie sich das so anfühlt. In dieser Test-Phase allerdings noch in privatem Modus.
Nun, es scheint eine spannende Sache zu sein, obwohl es mir auch ein bisschen unheimlich ist, weil es mir sofort sehr viel öffentlicher und hektischer vorkommt als hier in meiner kleinen, stillen Nische… Ob ich damit klar kommen werde, weiss ich noch nicht. Doch ich will es jetzt einfach mal ausprobieren. 2 Instagram-Damen haben mich auch schon angeklickt, ob sie nicht mitlesen dürften, was ich doch ganz süss fand… Leider ist mein Handy sehr alt und die Kamera grottenschlecht, aber egal; Instagrams Unkompliziertheit und das Spontane sind ein schönes Gegengewicht zum arbeitsintensiven, gedankenlastigen und Konzentrations-bedürftigen Schaffen hier in der Bloggerwelt.
Ach ja, wer mich besuchen will bei Instagram: Einfach nach „Kirschkernzeit“ suchen. Ihr werdet mich finden.

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter über das Bloggen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Kommentare zu Ein paar kleine Änderungen…

  1. Regula sagt:

    Also ich hab rein gar nichts geändert. Ich verkaufe nichts, habe keine Kunden, reines Vergüngen schreibenderweise. Liebe Grüsse von Regula

  2. Melanie sagt:

    Liebe Debora,

    ich habe gerade etwas bang die homepage aufgerufen und gehofft, dass dein Blog nicht verschwunden ist. Bin ich froh. Deine Kirschkernzeit ist mein Lieblingsblog, und außerdem von den Blogs, die ich gern gelesen habe (ich bin nicht soo oft im Internet, es waren nur 5 oder 6) der einzige, der noch da ist. Ich freue mich darüber!

    Herzliche Grüße
    Melaie

  3. Maggy sagt:

    Durch Zufall habe ich heute Deinen Blog entdeckt, Ich finde ihn sehr schön gestaltet und mit sehr aufschlussreichen Inhalten . Gratuliere , mache weiter so, ich werde auch ab und zu mal vorbeikommen
    Herzliche Grüße
    Magggy

  4. Sarah sagt:

    Hallo Bora,
    schön, dass du uns erhalten bleibst. Ich hatte auch zunächst überlegt, alles bei mir zu löschen, aber das ist ja auch Quatsch. Ich habe auch die ganzen Funktionen rausgenommen – auch die Kommentare. So kann ich dann doch einfach weiterbloggen. 🙂

    Ganz liebe Grüße (und ich fühle mit euch wegen des Verluts der Meerschweinchen – wie traurig!)
    Sarah

  5. Biba sagt:

    Bin ich aber froh, dass du da bist und bei Instagram gehe ich dich mal suchen. 🙂

  6. Amselgesang sagt:

    Hallo Bora, ich lasse mich auch nicht verrückt machen und habe die Datenschutzbestimmungen, so gut es mir möglich war, erfüllt. Mein größtes Aber war und ist das Impressum, denn ich hätte gerne darauf verzichtet, Namen und Adresse anzugeben. Meine Informationen sind aber so, dass es eigentlich schon immer eine Impressumspflicht gab, die eben nur meist nicht beachtet wurde… Weißt du da genaueres?
    Liebe Grüße, Brigitte

    • kirschkernzeit sagt:

      Da hast du wohl Recht. In der Schweiz allerdings war das Impressum bisher keine Pflicht und ich glaube, das ist es auch jetzt noch nicht (wird wohl aber noch kommen). Ich muss zugeben; sollte ich jemals gezwungen sein, meinen realen Namen anzugeben inkl. Adresse, dann würde ich aufhören zu bloggen. Ich finde, bei allem Verständnis für den Datenschutz von Bloglesern, auch Blog-Schreibende haben ein Recht auf Privatsphäre und Schutz… Sobald man allerdings einen kommerziellen Blog führt, ändert sich die Sachlage natürlich, klar, dass Kunden jederzeit wissen sollen, wer hinter ihrem Anbieter steht. Ansonsten finde ich aber ganz klar, dass bei Hobbyblogs kein Amspruch auf völlig offen gelegte Identitäten bestehen sollte (es sei denn für Behörden zB. die Polizei, wenn klare Rechtsverletzungen zB. in Form von Hetz-Posts oder so auftreten, aber die kriegen deine Anschrift ja sowieso irgendwie raus). Bisher muss ich also noch kein Impressum mit Anschrift führen. Und bevor ich das tun würde, würde ich mich, glaube ich, wirklich ganz konkret erkundigen, ob ich das, so wie ich blogge, non-kommerziell und inhaltlich völlig im grünen Bereich, auch so offen legen müsste… Leider kann ich dir da also auch keine Auskunft geben, liebe Brigitte.

  7. liebe design sagt:

    Bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen.
    Sehr schön. Viele tiefe Worte und insgesamt strahlt alles eine ruhende Ordnung aus.

    Der ist gemerkt.

    Liebgrüzli,
    Sara

    • kirschkernzeit sagt:

      So nett! Obwohl der Schein trügt; ruhende Ordnung hätte ich gerne und wäre ich gerne. Leider trifft beides im realen Leben nicht zu. Vielleicht darum dieser Blog? 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.