happy making making happy

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Menschenskind, wie geschäftig dieses Haus gerade ist! Also seine grossen und kleinen Bewohner vielmehr… Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Und das geht mir jetzt nicht nur in diesem Blogpost so; Mir scheint, es gäbe so viel zu tun und zu erleben, zu entdecken und auszuprobieren, dass ich mir wünschte, ich könnte den Tag aufblasen wie einen Kaugummi und dann proppevoll anfüllen mit noch mehr Zeit und Energie.
Nun, 24 Stunden müssen reichen.
Und schlafen nicht vergessen.
Das mit den Kräutern und meiner Hoffnung, mich dieses Jahr ein bisschen mehr mit Grün und den guten Kräften der Natur zu befassen, mich vor allem stärker damit zu umgeben, habe ich völlig ernst gemeint. Ich glaube, das ist nicht bloss so eine Laune (wobei man das bei mir nie wissen kann, bei vielen Vorhaben werde ich schnell nachlässig und rasch wieder abgelenkt), das muss jetzt wirklich sein. Ich trinke nach wie vor jeden Tag Tee. Meistens eine selbstgemachte Mischung angelehnt an Mamanifloras Rezeptsammlung oder dann Grüntee mit einem Hauch von Zucker, bei dem herrlich warmen Frühlingswetter eisgekühlt und in grossen Glasflaschen aus dem Kühlschrank (die hier sind wahnsinnig toll!!!). Die Idee ist, dass auch die Kinder sich bedienen können und so ein bisschen mehr trinken, Kind2 vor allem, der anscheinend Durst öfter einmal mit Hunger verwechselt und hauptsächlich zu den Mahlzeiten trinkt, wenn nur Leitungswasser vorhanden ist. Meinen kalten Tee trinkt er sogar ungesüsst sehr gerne. Und mich freut es, ihm damit etwas Gutes tun zu können, ohne dass ich massreglerisch dabei wirke.
Meine Mutter hat einen ziemlich verwilderten Bereich in ihrem Garten, wo sich massenweise Brennesseln angesiedelt haben. Es ist bereits ein eigentliches Brennesselfeld daraus geworden, an dem sie interessanterweise viel Freude hat, denn sie mag verwilderte Gärten und seine kleinen Bewohner darin (Tagpfauenauge!). Ausserdem schnipselt sie sich die frischen Brennessel-Spitzen in ihren täglichen Smoothie (iiks! Aber gut, dass wenigstens sie das mag. Gesund ist es ja…). Da in meinen Teemischungen auch immer etwas Brennessel vorkommt, hat sie mir gleich ein Probe-Bündelchen davon geerntet und letzte Woche mitgebracht. Ich habe die Pflanzen dann ausgeschüttelt, pingeligst genau auf Raupen und Gespinnste und jegliche Arten von Krabbelgetier untersucht und alles Braungewordene abgeschnitten. In kleinen Sträusschen hingen sie dann unterm Dach im Gartenhaus, wo die frische Luft und der warme Wind sie blitzschnell rascheltrocken werden liessen.
Jetzt habe ich fast sowas wie hausgemachte Brennessel-Teekräuter, zu 100% Bio und ganz ohne Umweltbelastungen durch Verpackung und extra Transportwege. Aber ich muss zugeben, für grössere Mengen davon wäre ich dann wohl doch zu faul…

Weiter habe ich ein Paar supersimple Wollsocken für Kind2 endlich fertig gestrickt. Grösse 40. Kindersocken sind das längst nicht mehr, von fröhlichem Kunterbunt kann auch nicht mehr die Rede sein: Er war sehr dankbar für das diskrete Anthrazit mit dem nur ganz leicht kontrastierenden Dunkelblau als Beifaden in Ferse und Spitze (zur Verstärkung. Sonst halten diese Socken kein Jahr!). Kind1 konnte die neuen Socken seines kleinen Bruders bereits ganz gut gebrauchen: Für eine Scharleiter-Ausbildungswoche in den Bergen, wo es nachts im Zelt noch immer empfindlich kühl wurde, waren sie ganz passable Fusswärmer…
Ansonsten bin ich momentan wie verrückt daran, meine lang gehorteten Flickwäsche-Berge abzubauen. Ich nähe geplatze Nähte wieder zu, stopfe löchrige Hosenbeine, kürze Kinderblusen für meine Kleinste- und aus meinem schwarz-geblümten Smashing Smock vergangener Tage, der mir eigentlich immer irgendwie zu eng war, wurde gestern abend ruckzuck ein Mädchenjupe für meine Grosse, die den geblümten schwarzen Stoff genauso mag wie ich es tat, ihn aber hoffentlich öfters tragen wird als ich. Es ist mein erstes Nähprojekt seit langer, langer Zeit. Fast 1.5 Jahre lang stand meine Nähmaschine nämlich anderswo, wo sie dringender gebraucht wurde, und hinterliess hier eine unsentimentale Nählücke in meinem Alltag, die mir offen gestanden, kaum weh tat, weil das Stricken sie sofort wunderbar und nahtlos füllte. Jetzt aber ist sie wieder da. Meine Nähmaschine. Und mit ihr auch die Lust, wieder mehr kreative Nischen zu schaffen, in denen ich Kleider flicke oder meinen neuen und alten Stoffen nähend Leben einhauche…

Nun aber zum weitaus Besten, was hier innerhalb der letzten paar Monate zustande gekommen ist in diesem Haus (also neben all der Kinderkunst natürlich, die mir nach wie vor ganz nah am Herzen liegt): Zum 3. Geburtstag unserer jüngsten Tochter hat mein Liebster uns doch tatsächlich ein Spielhaus gezimmert!
Damit ging auch für mich ein kleiner Traum in Erfüllung, denn schon immer habe ich mir so eine Waldorf-Spielecke gewünscht, einen Ort, den man immer wieder neu gestalten und mit Tüchern und Kisten in völlig unterschiedliche Spielwelten verwandeln kann, eine Art kleine Traumwelt zum Träumen und Sich-Versenken-darin.
Für den Anfang habe ich all unsere Puppensachen zusammengesammelt und den Mädchen mit Hilfe von zwei vintage Häkeldecken eine Puppenecke eingerichtet. Im hinteren Bereich stehen die Bettchen hinter zwei rosa Schaffellen und in der Ecke der grosse Weidenkorb voller Puppenkleider. Beim Eingang befinden sich der kleine, hölzerne Kochherd und ein altes, wackeliges Tischchen aus meiner eigenen Kindheit mit ein paar Stühlen, all die Körbe und Kistchen mit Geschirr, Puppenessen, die Seidenstoffe und Puppenquilts sind auf den tiefen Seitenregalen gut versorgt (was unser Wohnzimmer stark entlastet). Das Foto ist nicht sonderlich aufschlussreich, ich weiss, aber ich wollte euch einfach kurz zeigen, wie hübsch das alles geworden ist, auch wenn man sich das meiste vorstellen muss, weil das Bild so wenig davon zeigt. Herr Kirschkernzeit hat sich wirklich enorm viel Mühe gegeben und mir all meine Wünsche von den Augen abgelesen. Es ist perfekt geworden, nicht? Und mit so viel Liebe und Hingabe gemacht, die Dachrundungen lassen sich sogar abnehmen…
Dafür -und für all die anderen Dinge, die hier gerade entstehen, für all die Macher und sogar für die Faulenzer, die lieber nur Donald Duck Comics lesend daneben lümmeln- bin ich gerade sehr, sehr dankbar. Sie machen mein Leben zu dem was es ist.
Zu einem im Moment ziemlich glücklichen Ort also.

PS. Was es mit den Gitterboxen im 2. Bild auf sich hat? Das ist eine Überraschung! Oder auch nicht. Sehr bald schon werden neue, kleine, vierbeinige Bewohner darin einziehen dürfen. Mein Mann bereitet gerade mit Feuereifer, Hammer und Nägeln alles vor…

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7 Antworten auf happy making making happy

  1. Fräulein Rucksack sagt:

    Wahnsinn, das sieht einfach fantastisch aus! (Alles!)

    • kirschkernzeit sagt:

      Naja, das sieht jetzt so auf einen Haufen doch recht prahlerisch aus, nicht? Aber wenn mehrere Hände mitanpacken, kommt rasch einmal einiges zusammen- und die Socken zB. waren ein echtes Langzeitprojekt durch den Winter (langweilig waren sie erst noch *hüstel*). Gerade ist eine gute Phase, weisst du. Mir geht es prächtig und ich habe viel Energie- das war leider im Winter ganz und gar nicht so und kann urplötzlich wieder ganz aus dem Nichts ins Gegenteil umschlagen. Darum freue ich mich sehr an dieser Zeit und geniesse alles, was sie mir schenkt. Viele Dank für deinen Comment und liebe Grüsse!

  2. Liebe Bora,
    der Spielständer / Haus ist einfach ein Traum! Als ich gestern Abend den Anfang deines Artikels gelesen habe dachte ich “oh wie schön, ihre habt jetzt so einen Spielständer” und dann lese ich jetzt weiter und sehe mir Bewunderung, dass er selbstgemacht ist. Einfach klasse! Ich habe auch oft von so einem Teil geträumt für uns hier, doch neu sind sie so teuer… Euer ist einfach wunderschön!
    Und ich wünsche alles Liebe nachträglich zum dritten Geburtstag! Wo ist die Zeit nur hin? Und wie geht es deinem Kindergartenmädchen? Ich habe meine beiden fröhlich in den Kindergarten gebracht und bin nachher arbeiten, heute holt meine Schwiegermutter die Kinder zum ersten Mal ab. Sie werden so schnell groß…
    Es klingt gut bei dir :) lass es dir gut gehen!
    Alles Liebe von Sternie

  3. andrea sagt:

    ach bora – wie gern würde ich mich ab und zu mal unter deine mädchen mischen und eine runde in diesem spielhaus spielen, ach was sag ich, leben. es ist so wunderwunderschön…ein lieber gruss, habt es fein, andrea

  4. Ellen sagt:

    Wie wunderschön dieses “Häuschen” für die Mädchen aussieht… Es erinnert mich ein wenig an meine eigene Kindergartenzeit!!

  5. Melanie sagt:

    Liebe Debora,
    ich finde diese “Höhle” auch wunderschön, generell liebe ich alle Arten von Häuschen. Wirklich toll gebaut.
    Aber am Meisten habe ich mich eben über die Gitterboxen gefreut. Irgendwie hat es was Tröstliches, dass da wieder kleine Kerlchen/Kerlinchen (?) wuseln werden. Ich bin auch unheimlich gespannt/ neugierig darauf!

    Melanie

  6. Jessica sagt:

    Liebe Bora!
    Das Spielhaus ist einfach sensationell toll geworden, super schön und ich kann nur staunen! Hut ab vor so viel Talent und Fleißarbeit! So ein wundervolles Spiel- Haus hätte ich als kleines Mädchen auch gerne gehabt!
    Ich freue mich sehr, dass es dir gerade so gut geht und du dich an so vielem bzw. auf neue Mitbewohner (er)freuen darfst!
    Viele liebe und herzliche Grüße von
    Jessica

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