Tee bei mir

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Seit einiger Zeit versuche ich, besser auf meinen Körper zu achten, vor allem darauf, wie er auf Essen und Getränke reagiert. Mein Magen ist nicht unbedingt der Robusteste, vielleicht weil meine Nerven ohnehin wenig belastbar sind und ich sehr empfindlich auf Reize und Eindrücke reagiere und lange Zeit brauche, um mich zu erholen. Die letzten Wochen habe ich wenig Zucker gegessen, was mir leichter fiel, als ich dachte (Ich glaube, die Zeiten der Schokoladen-Völlerei sind sowieso für mich vorbei) und meinen Kaffeekonsum drastisch reduziert. Es gab Tage, da habe ich keine einzige Tasse getrunken. Und sie auch nicht vermisst. Mittlerweile hat es sich eingependelt, dass ich vormittags vielleicht eine Tasse trinke, aber nie auf leerem Magen (denn das wäre wirklich Gift für ihn) und danach auf Tee und Wasser umsteige. Interessanterweise entwickle ich sowas wie eine Kräutertee-Sehnsucht; plötzlich bekomme ich Lust auf das eine oder andere, auf Rosen, Minze und Kamille zum Beispiel, und ich finde es wahnsinnig spannend, mir dann ganz intuitiv ein bisschen hiervon und davon zusammen zu mischen und dann zu sehen, wie mein Körper auf diese eigen Teemischung reagiert… Mamaniflora und ihre wunderbaren Rezepte und Gedanken sind mir eine grosse Stütze darin. Niemals hätte ich gedacht, dass Kräuterlehre so interessant und lebensnah sein kann, doch im Moment scheine ich dieses Thema richtig zu brauchen und gierig in mir aufzusaugen, wie ein vertrockneter Schwamm. Tee ist ausserdem ein einfaches Thema für mich, viel unkomplizierter und nahtloser in mein Leben einzubauen als neue Ernährungsphilosophien (dazu würde mir ganz klar die Kraft fehlen.)
Es ist schön, dass ich Neues dazulernen darf. Ich weiss ja noch so gut wie gar nichts… aber das weiss ich ja immerhin *zwinker* Und, genau, bevor ich es vergesse: Dieses zauberhafte Set kleiner tönerner Teebecherchen vom Weltladen unserer Region hat mich vom Fleck weg begeistert. Diese Farben… einfach himmlisch! Verwaschen und zart wie der verregnete Vorfrühling. Kaffee oder Tee; meine Hand um eine dieser Tassen zu schliessen schenkt mir ein Gefühl vom… Ganz-bei-mir-sein. Und genau darum geht es wohl, bei dieser ganzen Kräuterteesache, in meinem Fall zumindest; meinen Körper sprechen zu lassen und achtsam darauf zu reagieren, in einer Sprache, die er versteht. Um gut für sich sorgen zu können, muss man bei sich stehen bleiben, sich selbst beobachten und zuhören. Das braucht Zeit und Neugierde und manchmal ein grösseres Mass an Hingabe mir selber gegenüber, als ich es mir gewöhnt bin. Aber ich denke, der Anfang ist gemacht, ein paar Weichen gestellt, weniger Zucker und Kaffee und etwas mehr Schlaf, das allein tut bereits seine Wirkung und sendet positive Signale an mich selbst…

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6 Kommentare zu Tee bei mir

  1. Barbara Karl sagt:

    Liebe Bora!

    Die Becherchen sind so süß! Ich verstehe deine Freude!

    Ich bin lustigerweise auch am Zucker und Kaffee vermindern – hab‘ ewig mit grausigem Sodbrennen zu kämpfen und merke, dass mein Körper mir „eh“ alls mitteilt was er braucht (bezw. nicht braucht)…

    Alles Liebe, meine Liebe! Deine Barbara

  2. Lisi sagt:

    Liebe Bora!
    Normalerweise bin ich eine stille und heimliche – aber nicht wenig begeisterte – Mitleserin, doch weil auch ich mich momentan in einer versuchten Ernährungsumstellung (weniger Zucker) befinde, möchte ich hier ein wenig „Senf“ dazugeben.
    Seit ein paar Tagen esse ich zum Frühstück Porridge (feine Haferflocken mit etwas Wasser und Hafermilch aufkochen) mit etwas geschnittenem Obst, dazu gibts Tee. Den ganzen Vormittag genieße ich danach ein angenehmes und warmes Bauchgefühl.

    Ich wollte diesen einfach Tipp nicht für mich behalten, weil mir das so gut tut.

    Ganz liebe Grüße aus Österreich,
    Lisi

  3. Nicole sagt:

    Mein Herz hüpft vor Freude bei deinen Worten. Ich freue mich sooooo, dass du mit den Kräutern einen so schönen und achtsamen Umgang gefunden hast.

    Und die Teetassen sind wirklich wunderschön!! In welchem Weltladen hast du sie gefunden? Claro? Vielleicht haben sie die in meiner Nähe ja auch.

  4. Bei mir ist Ernährung gerade auch ein grosses Thema. Ich verzichte weitgehend auf Zucker, Brot und Milchproduktion und muss sagen, dass es mir damit viel besser geht. Dadurch fällt mir der Verzicht auch nicht schwer.
    Zu Kräutertee zieht es mich gar nicht hin, ich liebe grünen Jasmintee.
    Liebe Grüsse
    Katharina

  5. Romy sagt:

    Liebe Bora, aus dem überwältigend sonnigen kalten Berlin sende ich Dir liebe Wochenendgrüße.
    Und danke, danke, danke für das Mitteilen Deiner Gedanken in hübscher Verpackung und mit soviel Herzblut geschrieben.
    Du bist einfach zauberhaft.

    Herzlich, Romy

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