mit Paspel

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Sooo viele wohlwollende Kommetare und lauter gute Tipps gegen Ameisen; Ich danke euch von Herzen für euer zahlreiches Echo auf meinen letzten Post hin! Ich war eine kleine Weile absorbiert von Wehwehchen und anderen Dringlichkeiten und kam danach abends zwar zum Lesen –dieses Buch hier. Nonstopp. Und ich fand es wirklich lesens-wert- aber weder zum Beantworten von Kommentaren, geschweige denn zum Blogpostschreiben…
Aber ihr wisst ja, wie das ist, nicht?
Das Lesen war eine Wohltat. Das Comments-Lesen, aber auch das Romane-Lesen, von dem ich mich ja eigentlich schon abgewandt glaubte, denn jahrelang las ich nur noch Blogs und Handarbeitsbücher. Nun aber zeigt sich; nein, das Buch als solches hat mich wieder und in Romanform umso mehr. Abtauchen in fremde Leben und fremde Welten, fremde Gedanken und Emotions-Achterbahnen hat manchmal wirklich so was wie Heilkräfte. Vor allem für die Seele. Mir hat es ungemein gut getan, nach den doch sehr anstrengenden und hektischen Tagen voller Arztterminen, Kindergartenkind-Begleiten, Kochen und Wegräumen, Kleinkinderbetreuen und Teenagergesprächen einfach aufs Bett zu plumpsen, mir mein Buch zu grabschen und… wegzugleiten. Anderswohin. Auf unbestimmte Zeit. Und ganz ohne Screen. Ohne nichts und niemanden. Wahrscheinlich habe ich nicht mehr geschlafen als sonst, aber ganz bestimmt besser ohne dieses aufputschende Computerlichtgeflimmer vor den Augen…

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Einmal allerdings habe ich mir ein Herz gefasst. Ich habe mein Buch liegenlassen, und etwas ganz anderes gemacht; Genäht habe ich. Was ja nun wirklich Seltenheitswert gewonnen hat, aber ich hatte einfach ganz plötzlich Lust dazu.
Wahrscheinlich lag es an der rettungslos zerschlissenen Hose meines grossen Mädchens. Die musste ich kürzen und zu Shorts umfunktionieren, und ich kramte dafür all mein Nähzeug auf den Stubentisch, was so was wie der Schalter war, der umklickte in mir. Oder es war schlichtweg dieser absolut schnucklige Stoff hier („Fox Floral“ von „Siankeegan“ bei Spoonflower), der aus meinen Vorräten spienzte und mich gnadenlos zum Weiterschneidern verführte.

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Entstanden ist ein superschlichtes Schmusekissen ganz ohne Patchwork, Stickereien oder anderen Schnickschnack, eines, auf dem meine Zweit-Kleinste bequem und sorglos schlummern soll. Vor knapp drei (oder zwei???) Wochen ist sie aus unserem Familienbett ausgezogen und schläft nun in ihrem eigenen Bett im Nebenzimmer. Mit weit geöffneter Tür. Und immerhin einen kleinen Teil der Nacht *hüstel*, dann kriecht sie meist wieder bei uns unter, aber das ist schon okay so, Dinge dieser Art brauchen einfach Zeit.
Mir war beim Bettenmachen plötzlich aufgefallen, dass wir hier im Haus alles rein weisse Bettwäsche haben und dass die meisten meiner selbstgenähten, bunteren Kissen Patchwork-Kissen sind, solche mit vielen Nähten, die -wer weiss- für ein kleines Kindergesicht vielleicht doch nicht ganz so gemütlich sind zum Draufliegen. Ausserdem bin ich ein wenig zögerlich, was das Waschen meiner Patchworksachen angeht. Sie liegen mir einfach am Herzen und jede Wäsche hat so ihre Risiken, wie einfärben oder Risse oder Einlaufen oder Dünnwerden. Naja, auf alle Fälle kam mir da die Idee mit den simplen Kissenvarianten, für die mir so ein Füchsleinprint ganz ideal erschien, denn Tierprints und Kinder, diese Kombi passt einfach immer.

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Trotzdem ging es natürlich nicht ohne ein klitzekleines Extra. Eines, das sich dann in Sachen Nähaufwand als doch nicht ganz so klein erwies: Ich muss sagen, ich liebe Paspeln, ehrlich, ich finde sie gnadenlos schön und enorm aufwertend- aber sie dauern einfach ewig, bis sie genäht sind… Allein schon das Feststecken und Anheften treibt mir den Schweiss auf die Stirn, so kniffelig kommt mir das vor. Und dann das ganze Gebügel des Schrägstreifens… Aber der Effekt ist wirklich sehr nett. Und der Aufwand sofort vergessen. Ausserdem lässt sich so eine Paspel ja auch auf Vorrat herstellen. Wenn man schon mal dabei ist.
Genau das habe ich gemacht.
Die Mädchen haben nämlich allesamt schon neue Traumkissen-Wünsche bei mir angebracht…
Nun ja, die Maschine steht nach wie vor auf dem Stubentisch, es gibt massenhaft Stoffe, die nur darauf warten, vernäht zu werden und Lust hätte ich auch, rein prinzipiell. Fehlt nur noch die Zeit. Aber die wird sich vielleicht ja auch noch finden…

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4 Kommentare zu mit Paspel

  1. Nicole sagt:

    Wunderschön mit Paspel! Die hab ich schon lange auf meiner Wunschliste – jetzt muss ich’s einfach mal ausprobieren. Danke für den Anstoss 🙂

  2. andrea sagt:

    so schön. genau wie die bank, wo es draufliegt 🙂

  3. Steffi sagt:

    super schönes Kissen
    liebste grüsse von deiner Steffi

  4. Oooh der Stoff ist ja schön!

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