zum Zweiten

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Diesmal in Blau. Dieselbe Hose wie neulich in Grau… nur ein bisschen anders.
Das rauchige Blau finde ich hinreissend. Mein allerliebstes Lieblingsblau, denke ich. Allerdings waren die beiden Knäuel „Muskat“ in meinem Vorrat bereits ziemlich angebraucht (unter anderem wegen den Kontrastbündchen an der grauen kurzen Hose und am braunen Wollpulli „William“) und so mussten die Hosenbeinchen entsprechend shortykurz ausfallen, auch darum, weil sich das Restknäuelchen Grau der letzten Hose mitten im Bünchenstricken als noch knapper entpuppte als gedacht…
Nun ja, es ist ja schliesslich Sommer. Da trägt man das wohl so.

Diesmal habe ich gleich die ganze Hose mit der Nadelstärke 4 gestrickt, nicht mehr nur das Bündchen, wie im Strickmuster angegeben. So wird das Maschengeflecht ein bisschen dichter (was mir sehr gut gefällt, weil ich nur ungern Windelweiss durchblitzen sehe) und die Hose insgesamt etwas schmaler und straffer (was mich nun wiederum nicht so überzeugt, weil ich den schweren, lockeren Fall der grauen Vor-Variante doch ganz gerne mochte). Auch das Bündchen ist wieder um 2 cm verlängert, der Tunnelzug nun aber innenseitig vernäht statt aussen. Nur so zum Spass. Mir war grade so nach Abwechslungsmanövern.
Überhaupt ist mir zur Zeit ganz wahnsinnig nach Stricken. Nach Stricken und Räumen, nach Vorräteaufstricken und Sachenendgültigwegräumen. Ich bin ständig dran. Seit Monaten schon. Und langsam, langsam kommen ich weiter. Wirklich l.a.n.g.s.a.m. Aber immerhin.

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Die kleine Fledermaus in den letzten zwei Bildern ist übrigens tatsächlich so frech, so forsch und so fröhlich wie sie aussieht (und das schnucklige grüne Häkeldings ein nach wie vor fantastisches Geschenk von Rita!).
Ja, sie ist bezaubernd, wirklich, sie strotzt vor Gesundheit, ihre Energie ist immens, ihr Forscherdrang unerschöpflich und für mich als ziemlich vorsichtige, eher ängstliche und langsam aber sicher ausgelaugte Mama manchmal schon fast zu viel…
Spielen? Dafür ist doch später noch Zeit. Vorerst muss alles erst einmal von Grund auf erkundet werden. Schranktürchen auf, Kram raus, ertasten, begutachten, anknabbern und geschmacklich erkundschaften. Klirrt und scherbelt es wenn man es auf den Boden schmeisst? Lässt es sich vielleicht irgendwie zerlegen, verschmieren, verstreuen und womöglich sogar essen? Sind alle Fragen geklärt, geht’s weiter im Text, auf zur nächsten Schranktüre.
Aufräumen ist mein täglich Brot. Momentan im Halbstundentakt. Aufräumen, Hinterherhechten und Runterpflücken, Rettungsmanöver aus heiklen Situationen. Aber ich liebe sie, meine kleine, quirlige Bohne. Sie bringt so viel Sonne. Langweilig wird es mit ihr mit Sicherheit nicht.

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7 Kommentare zu zum Zweiten

  1. Edna sagt:

    Wie süß die Höschen geworden sind! Die sehen im Herbst sicher auch mit einer Strumpfhose noch zum Anbeißen aus.

    Das mit dem Aufräumen und Hinterherhechten geht mir gerade ganz genau so. Und abends wundert man sich, warum man erledigt ist…. :0)

    liebe Grüße!

    E

    • kirschkernzeit sagt:

      Vor allem tagsüber empfinde ich diese (körperliche wie geistige) Erschöpfung zum Teil enorm stark und belastend. Abends, wenn alle schlafen wiederum, ist sie häufig wie weggeblasen… 😉
      Ich wünsche dir eine ganz schönen, erholsamen Feier-Abend und morgen einen guten Tag- mit auch ein bisschen ruhigeren Partien zwischendurch…

  2. Hirundo rustica sagt:

    So nett, die Hose! Und das Babymädchen steht (auf den Bildern) schon so sicher da wie eine Große- fast hätte ich sie nicht erkannt… ist sie das tatsächlich?
    Ja mit selber gestrickten Dingen geht mir auch so; bis man ein Teil perfektioniert hat, braucht/bräuchte man manchmal einige Anläufe… Und dann darf man nicht die Garnsorte wechseln! 😉

    • kirschkernzeit sagt:

      Oh ja, sie ist wirklich kein Baby mehr… das habe ich erst heute abend wieder gedacht, als ich sie schlafend im Bett nochmals angesehen habe (wie man das eben so macht als Mutti 😉 ) Nach dem ersten Geburtstag geht’s wieder ganz schnell, finde ich, und sie sind irgendwie… gross, ja. Aber das macht auch Freude, dieses Zusehen können, wie sie gedeihen und stark und mutig werden. Gleichzeitig fühle ich manchmal so eine Wehmut…

  3. Oh sind die toll,
    die Hosen, die Kinder, die Worte!
    Die Hosenanleitung ist bei mir schon lange vermerkt… mhh.
    Und William! Hinreißend!
    So wie das letzte Bild, die Kleine, schon so große… hach.
    Lieben Gruß an Dich!

    • kirschkernzeit sagt:

      Danke! Ich freue mich SO SEHR, von dir zu lesen! Gestern war ich kurz auf deinem Blog und hab‘ nachgeguckt, ob’s was Neues gibt… 😉 Ich würde diese Hose im Nachhinein übrigens, wenn ich mit Baumwolle stricke, mit einem sehr viel kürzeren 1re/1li-Bündchen stricken und gleich nach dem Gummibundteil ins glatt Rechte verfallen… Also beim nächsten Mal teste ich das wohl so. In Wollgarn sehen sie sicher noch viel schöner aus… aber ohne was drunter trage ich selber Wolle nur ungern auf den nackten Beinen, darum wähle ich Baumwolle oder so, wann immer es geht, vor allem sommers. Oh ja, gross ist sie. Und ein Junge wohl auch schon! Die beiden sind ja praktisch gleich alt…

  4. subs sagt:

    Ich glaub so eine hätte ich auch gern. Für mich. Sieht herrlich bequem aus. 🙂

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