Fingerless Gloves

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Fertig! Und heute verschenkt. Dieses Paar tiefschwarze fingerlose Handschuhe aus feinem Babyalpaca-Seiden-Garn sind ja an sich eine kleine Wiederholungs-Tat (die erste Version war kleiner und ganz klar mädchenhafter), doch es kam mir vor, als würde ich sie zum allerersten Mal stricken. Vor allem der Fehler wegen. Zum einen habe ich mich anfangs tatsächlich in der Nadelstärke vergriffen und mir ein viel zu lottriges Bündchen eingebrockt damit und zum anderen gab es sonderbare Ungereimtheiten bei den Zunahmen für die Handschrägung unterhalb der Daumens, so dass alles irgendwie… unsauber wirkte. Und genau das musste ich büssen, alles wieder aufribbeln und noch einmal ganz von vorn beginnen. Mit dünneren Nadeln (Nadelstärke 2.5 für alle Bündchenteile und Nadeln Nr. 3 für den Handteil in glatt rechts) und ohne den kontrastierende blauen Anschlag, den ich beim ersten, wieder aufgelassenen Handschuh ausprobiert hatte. Und diesmal gab ich mir grosse Mühe, den Maschenmarkierer richtig zu setzen und immer genau zu notieren, wo ich mich grade befand im Strickprozess…

Bei den herrlichen Sommertemperaturen und unserem allerersten Bad in Omas Pool heute (das Highlight für Kind2! Dieser Junge lag ihr schon seit Wochen mit der immergleichen Frage in den Ohren „Oma, isch dä Pool jetzt fertig?“) wirken sie zwar ziemlich deplatziert, diese schwarzen Wolldinger, aber ich glaube, sie sind ganz recht. Wie sie sind und wo sie sind. Jetzt, meine ich. Meine Mama streifte sie jedenfalls sofort über und schien sich sehr zu freuen über ihr Geschenk. Oder vielleicht ja auch einfach nur über den „netten Gedanken“, den sie darin erkannte. Ausgesehen haben sie auf alle Fälle nicht schlecht an ihren Händen, Hände, die ein wenig kleiner sind als meine (Grösse Medium hab ich gewählt) und darum stellvertretend auch einzig von Kind2 gemodelt werden konnten, dem Jungen, der eigentlich niemals friert, sogar im Winter noch im T-Shirt zur Schule geht und die aktuelle sommerliche Wärme einzig darum kommentarlos erträgt, weil er weiss, dass Hitzetage bei uns oftmals zu „Pooltagen“ werden. Und die liebt er. Wie schon erwähnt. Dass er sich auf meinen Wunsch hin tatsächlich noch in Omas Strickhandschuhe gezwängt hat, bei gefühlten 30 Grad oder so (ne, so heiss war es nicht, behauptet der Termometer, aber Gefühl ist hier mal alles, oder?) das rechne ich ihm hoch an.
Aber vielleicht mag er sie ja auch einfach? Die Wollhandschuhe, meine ich. Wenn ich Glück hab‘, bin ich hier ja sogar auf einer heissen Spur, Richtung Geburtstagswunsch, denn das entspannte (wenngleich gefakte) Siestaschläfchen, das er da in Bild zwei präsentiert, könnte ein Hinweis auf unterbewusste Wollhandschuhe-Sehnsüchte sein…
Wohlfühlfaktor hoch jedenfalls. Sogar an Pooltagen.
(Zumindest ein paar Fotoknipser lang.)

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5 Kommentare zu Fingerless Gloves

  1. Oh sind die schön! Solche versuchte ich im Herbst zu häkeln, aber bei dem Versuch ist es bislang geblieben. Aber aufgeschoben heißt hier definitiv nicht aufgehoben.
    Liebste Grüße
    Sternie

  2. Nora sagt:

    also die Handschuhe sind echt schön aber der quilt darunter ist ja so wunderwunderhübsch, der kommt auf meine NähenStrickenHäkelnschnitzenKnüpfen…-Warteliste 🙂 Hast du ihn gemacht? Liebst Nora

    • kirschkernzeit sagt:

      Also, ich wünschte ja, ich könnte so was… Aber (leider?) nein. Dieser rote Quilt ist eines meiner Sammlerstücke und war ein echtes Secondhandschnäppchen… 😉

      • Nora sagt:

        oooh <3 wie schön! ich habe auch einen ganz schönen aus den 30ern, ein lonestar von amish frauen gemacht. kaufst du per ebay oder etsy? 🙂
        ich mache eigentlich immer ganz simple muster, die gehen schnell und einfach, sowas kannst du doch auf alle fälle mit links 🙂

        • kirschkernzeit sagt:

          bei uns in der Schweiz gibt’s ja vor allem ricardo…
          Ich mache auch nur gaaaanz einfache Quilts. Square Quilt, String Quilt so was eben… und auch das bloss gaaaanz selten 😉 Aber eines tages kommt vielleicht auch mal die Zeit, wo ich mir mehr Raum und Energie dafür reservieren kann/will…

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