berührt: eigener Anbau

“Berührt” heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Ein bisschen erschrocken bin ich, als ich plötzlich Dutzende von braunen Pilzen mit rubbeligen Mützen im Garten aus dem Boden schiessen sah. Überall stachen ihre Köpfe wie Speerspitzchen aus dem Boden. Überall wo Herr Kirschkernzeit letzten Herbst Rindenmulch verteilt hatte.
Ich hatte eine leise Ahnung, welche Art von Pilzen es sein könnte, fand sie aber eher unheimlich, diese sonderbare Anhäufung und setzte sofort ein Pflück- und Probierverbot. Für alle Fälle.
Dabei: nach einer Inspektion der Pilz-Kontrolleurin wissen wir (diesmal mit Sicherheit) was hier wuchert. Echte Morcheln. Gross und dick und dicht gedrängt. (Und zudem gut bewohnt von Asseln und anderem Gekriech, nebenbei bemerkt. Das nennt sich dann, glaub’s, Bio, oder?)

Meine Mama erntet jetzt immer mal wieder ein paar Pilze, reinigt sie lange und sorgfältig und trocknet sie zu kleingeschrumpften Häufchen. Mir wäre dieser Aufwand zu viel. Ihr macht es Freude.
Und irgendwann dann gibt es wohl Bandnudeln und feines Fleisch an Morchelsauce. Letzteres aus eigenem, Anbau. Wenn auch zufällig.
Ich bin noch immer ganz verwundert.

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6 Kommentare zu berührt: eigener Anbau

  1. Rita sagt:

    Also das finde ich so cool, frische Morcheln, wild gewachsen!! Das Sösseli das schmecke ich schon fast auf der Zunge!! Hmmmmm!
    Viel Freude beim Ernten und trocknen!
    Ganz liebs Grüessli, Rita

    • kirschkernzeit sagt:

      Das Kochen überlass‘ ich gerne auch meiner Mama; ihre Morchelsauce mit Fleisch und breiten Nudeln… das war früher als Kind nämlich mein absolutes Lieblingsessen 😉

  2. innilisi sagt:

    Oh Bora-schickt mir bitte auch Rindenmulch!!!Das ist ja mal wie ein Sechser im Lotto…Hier erfrieren die Tomatenpflänzchen und Frau Kirschkerzeit schüttelt mal locker flockig Morcheln aus dem Handgelenk.MORCHELN – ich kann es gar nicht fassen.Grüße Lisa

    • kirschkernzeit sagt:

      Ich glaube, das war so ein ganz simpler Mulch aus dem Baumarkt oder so… Aber ich glaube, die Nadelbaumreihe tut grad ihr übriges dazu; das Klima scheint so ein bisschen waldrandmässig zu sein… Allerdings kann es gut sein, dass die im nächsten Jahr dann nicht mehr so schön kommen. Meinte immerhin die Pilzfachfrau *snif* Und ich selber hab leider echt keinen grünen Daumen *doppelsnif*

  3. subs sagt:

    Wie cool. Hab ich zwar noch nie gegessen, aber wenn die Natur uns so was feines einfach schenkt, dann wohl ab in den Kochtopf damit!

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