berührt: Memory

“Berührt” heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Natürlich habe ich kaum was von dem geschafft, was ich mir vorgenommen hatte bei meinem letzten Post. Die Listen-Punkte kamen so wie sie waren auf die nächste Tages-To-Do-Liste. Und von da nochmals auf die nächste. Wo wieder bloss die Peanuts-Posten abgehakt wurden, wie „Kochen: Toast Hawai“, „Pakete zur Post“ und so.
Was bedeutet: auf ein Neues für den Grossteil meiner Aufräum-Vorhaben.
Das Haus sieht nach wie vor zum Schaudern aus. Meine Sehnsucht nach „Magic Cleaning“ wächst.
Was ich aber geschafft habe heute: Mein momentan gerade schwer zahnendes Baby geduldig herum zu tragen und nicht die Neven zu verlieren, als meine Kleine einmal mehr einen ihrer Tobsuchtsanfälle bekam, einer von denen, aus denen sie nur mit Mühe und sehr viel Zeit und Ruhe meinerseits wieder herausfindet. Ich habe Gemüsecurry gekocht und eine Ladung Wäsche aufgehängt. Und drei Spiele hab‘ ich ausgemustert. Alles ungespielte, seit Jahren.
Auch dieses Memory wollte ich anfangs einpacken in die Flohmarkt-Tasche. Doch dann entdeckte ich plötzlich, wie schön es ist im Grunde, so sanft bebildet, richtig aquarellig und fast ein bisschen waldorf. Zu schön zum Weggeben, ganz klar. Und weil es mir grade so gut in der Hand lag und mir überhaupt nach einem Tässchen Tee war und nach etwas Spielzeit, setzte ich mich zu meinen Mädels an den Küchentisch und spielte eine Runde. Memory. Zum ersten Mal seit… ähm… seit Jahren.
Heute Abend liegt es auf meinem dunklen Holzbuffet in der Küche, zusammen mit einer Dose „Dobble“ (dem Lieblingsspiel meiner Grossen), griffbereit für morgen. Und übermorgen. Das Küchenbord könnte ein guter Platz sein für Dinge dieser Art, hab‘ ich mir gedacht. Sie gehen sonst so leicht vergessen in all der Alltagsgeschäftigkeit…

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Ein Kommentar zu berührt: Memory

  1. Du hast heute eine Menge geschafft liebe Bora! Lass dich nicht unterkriegen! Es kommt der Tag, da räumt du zack zack auf und um. Aber ich kann auch verstehen, dass du gerne mehr „schaffen“ würdest, ich kenne dieses Gefühl zu gut.
    Alles Liebe und eine ruhige Nacht
    Sternie

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