what makes me happy: Gomfikochen

Es gibt so Tage, da stimmt einfach alles. Kürzlich war so ein Tag, an dem ich immer wieder von Fröhlichkeit und Dankbarkeit gepackt und einmal kurz im Kreis herumgewirbelt wurde. Nur so aus Spass. Dabei passierte die ganze Zeit über überhaupt nichts Aussergewöhliches. Im Gegenteil; der Tag war angefüllt mit gewöhnlichen Tätigkeiten, allesamt sehr häuslich sogar, wie backen, einkaufen, mit den Kindern Kartenspielen und Fahrradfahren und- und darin lag vielleicht das Geheimnis meiner Zufriedenheit- Marmeladekochen. Ich liebe es, Marmelade zu machen, oh ja. Obwohl ich meine Brote am liebsten mit Erdnnussbutter oder einfach mit nackter Butter esse, verzaubert mich der Prozess des Einkochens immer wieder. Dieses Vorbereiten nur weniger Zutaten, ein paar schlichte Handgriffe, das Blubbern und Wallen und Duften aufs Schönste, abgiessen, zudrehen, das Werk bewundern bwz. gleich auf einem Stückchen Brot probieren… So schnell kann man zu Erfolgserlebnissen kommen!
Da in unserem Garten der Johannisbeerstrauch schon länger mit ein paar prallen, roten Beeren winkte und die Brombeeren reif zu Boden purzelten, wenn die Wespen landen wollten, beschloss ich, es sei an der Zeit Gelee zu kochen.

Gelee ist ein feine Sache, es gibt keine Kerne zu beissen auf dem Brot und leuchtet wie ein Edelstein. Schwierig ist es auch nicht.

Für Johannisbeer- oder Brombeergelee :
Beeren in einer Pfanne mit nur wenig Wasser drin aufkochen und kochen lassen, bis die Häutchen aufplatzen und es schön Saft abgegeben hat.
Die Beeren absieben ohne sie stark zu zerdrücken.
Aus ca. 1kg Beere wird etwa 5dl Saft.Auf 5dl Saft gebe ich ca. 500g Gelierzucker (eher etwas weniger) und lasse ihn 3-4 Minuten sprudelnd kochen. Lieber zu kurz als zu lange, denn irgendwann wird das Gelee zu Gelee russe…
In saubere Marmeladen-Gläser füllen, zuschrauben, fertig.

PS. Ich habe die Brombeeren mit den letzten Himmbeeren, die ich finden konnte und ein paar Johannisbeeren gemischt. Johannisbeergelee mag ich ma liebsten pur (perfekt für Spitzbuben im Advent!)

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Dieser Beitrag wurde unter Familienalltag, Jahreszeiten, Kochen und Backen, what makes me happy veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten auf what makes me happy: Gomfikochen

  1. HalliHallo!
    Du erinnerst mich mit meinem Post gerade wieder an das, was ich schon länger vorhabe…
    Marmelade kochen!
    Seit ich die “Marmeladen-Bibel” geschenkt bekam will ich was ausprobieren, doch vergesse es immer wieder!
    Dein Gelee sieht auf jeden Fall lecker aus!

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. …na super : meinte natürlich “mit DEINEM Post”!

    Sorry… :o)

  3. mausekind sagt:

    mmhhh…sieht wunderbar aus und ic kann es fast riechen…wir haben leider (noch) keine eigenen beeren, aber vielleicht im nächsten sommer!? solche tage kenne ich..nichts so außergewöhnliches und dennoch ist innen nur glück! die seele beruhigt vom einfachen glücklichen familien dasein.

  4. Schnulli sagt:

    hmmmmmmmm, das sieht abba legga aus.
    In diesem Jahr hab ich keine Marmelade und kein Gelee gemacht *schnief
    Dafür hab ich mich in diesem Jahr mit den Köstlichkeiten meiner Eltern eingedeckt. Sonst beschenke ich sie, in diesem Jahr war ICH mal dran *hihihi

    Leeve Jrööß
    Schnulli

  5. Für mich ist das mit dem Einkochen immer so, dass ich Lust drauf haben muss. Sonst bin ich genervt und es geht bestimmt was schief… mit den Äpfeln mache ich das am Abend, wenn keine kleinen Kinderhände neugierig die heiße Masse aus der Nähe begutachten wollen (ganz nach der Devise “mit allen Sinnen”)… Gelee dünkt mich so kompliziert? Du beschreibst es so einfach… ich hab ein Rezept wo man durch ein Tuch die Masse seihen muss usw. – das schreckt mich dann ab… bei dir sieht das herrlich einfach aus und v.a. oberlecker (was für eine schöne Farbe!)… unsere Johannisbeerbüsche hat letztes Jahr der Schneepflug niedergemäht und da kommt auch nichts Neues. Jetzt haben wir eine andere (schneepflugsichere) Stelle bepflanzt, aber bis da mal wirklich marmeladeverarbeitbare Beerenmengen drauf sind, muss ich mich wohl noch ein bisschen an deinen Bildern satt sehen :)
    Ach ja, noch zu deinem Kommentar bei mir… was ist den Arumigumi (oder wie das heißt?)?? Das klingt sehr geheimnisvoll… liebe Grüße!!!

  6. kirschkernzeit sagt:

    @Fräullein G.: was es nicht alles für Bibeln gibt *lach*! So ein Gelee ist wirklich fix gemacht- man muss ja nicht gleich einen ganzen Busch Beeren verarbeiten, ein Schälchen voll reicht auch fürs Glücksgefühl. Du kannst ja einfach die nächsten überreifen früchte aus deiner Obstschale verkochen- ein Mix schmeckt auch immer aufregend!
    @mausekind: manchmal bringen mich genau diese tage auf die Palme… und dann machen sie mich wieder so froh, wie du das auch beschreibst… Die weiblichen Hormone vielleicht, die immerzu Achterbahn fahren wollen (müssen)? Oder doch so ein kleiner Erfolg inmitten des alltäglichen Fliessens? Du kennst das ja… Wenn du noch nicht so viele Beeren hast, kannst du immer noch ein Schälchen Gekauftes einkochen- oder einfach mit zB. Pfirichen etc. experimentieren (dann Marmelade mit enthäuteten Früchten) Das macht genauso Spass!
    @Schnulli: Danke fürs Wiederlesen hier! Haben deine Eltern denn einen grossen Garten? Das ist natürlich noch netter!
    @kreativberg: Das kann ich verstehen, dass du da Lust brauchst zum Schaffen- und etwas Ruhe, wenn du so viel Obst zu schneiden und kochen hast. Das Gelee war wirklich erstaunlich einfach! Ich habe bloss ein Sieb genommen und die ziemlich verkocheten Beeren reingeschüttet, den Saft im Masskrug aufgefangen (war ja nicht so viel) und dann noch ein bisschen sachte die Beeren umgerührt, damit ich noch ein bisschen mehr Saft krieg. Auf das Tuch hab ich verzichtet. Du kannst ja von den Waldbeeren nehmen, die du mit deinem Töchterchen auf einem deiner Bilder naschst… Amigurumi sind so Häkeltierchen; unglaublich schnucklig zum Teil und fast immer aus ausschliesslich festen Maschen, die in Spiralen gehäkelt werden. Ich wollte ja noch im www. für dich auf Schatzsuche gehen…
    Danke euch allen fürs Lesen und Schreiben!!!

  7. Heidi sagt:

    Ist ja witzig, dass ich gerade jetzt Deinen Blog entdeckt habe. Wahrscheinlich wegen der roten Johannisbeeren.
    Die hab ich auch grad -auf meinem Blog- und auch sonst verarbeitet.
    Ein schöner Blog, werde mich mal durcharbeiten.
    LG Heidi

  8. Pingback: Mit Johannisbeeren: zum Beispiel Muffins! | Kirschkernzeit

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