Sechsmal dankbar…

Für 7 Tage möchte ich mich zurück besinnen auf die schönen, kleinen Kostbarkeiten,
die dieser Tag für mich bereit hält.
Ein bisschen zelebrierte Dankbarkeit, weil’s wunder tut und ich mich freue,
gesund und frei und in wunderbarer Weise mit ganz, ganz vielem Guten gesegnet zu sein.

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Man würde es wahrscheinlich nicht denken, wenn man mein Haus betritt, aber ich mag es am allerliebsten ordentlich, sauber und hübsch hergerichtet.
Ihr müsst euch einfach vorstellen, tief in mir drinnen haust eine so richtig spiessbürgerliche, pingelige Hausfrau, die es irgendwie irgendwann (keine Ahnung wie) geschafft hat, sich mit dem Chaos zu arrangieren, das eine Horde lebhafter Kinder innert Minutenfrist zustande bringt.
Trotzdem lebt sie in mir weiter, diese Spiessbüger-Hausfrau, und sie weigert sich standhaft, ihre Träume von Spiegelglanz und schön aufgereihtem Blümchengeschirr aufzugeben.
Darum ist Samstag bei uns Aufräum-Tag.
Alle räumen auf, gemeinsam, wenn es nötig ist, oder jeder für sich in seinem Zimmer, wo Spielzeugberge und Staubschicht jedes Mal aufs Neue fast bis zur Decke hin gewachsen sind. Obwohl der schöne, reine Effekt meistens nicht lange erhalten bleibt
obwohl die Kinder nörgeln und sich sträuben, bin ich dankbar für diesen Tag. Für den Rythmus, den er bringt, und nicht zuletztfür diesen (meist viel zu kurzen), aber so herrlich erfrischenden Moment, wenn die Schlacht geschlagen, ein Grossteil der Arbeit getan ist und ich mich ausruhen darf auf meinen Lorbeeren.

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12 Kommentare zu Sechsmal dankbar…

  1. Sanne sagt:

    Aufräumtage! Oh, ich liebe Aufräumtage. Die gibt´s hier auch , jeder macht sein eigenes Zimmer und eine Gemeinschaftsaufgabe, danach geht es vor allem mir immer besser. Meine Kinder mögen diesen Tag nicht besonders…….und wenn wir´s mal schleifen lassen, wird es nur noch blöder. Also, ich bin definitiv für regelmäßige Aufräumtage.
    Tatsächlich wird es bei uns langsam wirklich besser, wir werden auch weniger………..hat also alles zwei Seiten.
    Google mal das Buch: one day young, wird deine Vorfreude steigern, ich bin sicher!!
    herzliche Grüße von Sanne und ja, der Frühling steht vor der Tür!

  2. Ines Düe sagt:

    Liebe Bora,
    mein zweiter Eintrag bei Dir und überhaupt in der Blogerwelt.Danke für Deine Antwort im vorletzten Eintrag, da habe ich mich dolle gefreut.
    Und erneut finde ich mich so sehr wieder in Deinen wunderbaren Zeilen…
    Perfektionistisch, hohe Ansprüche an sich selbst gepaart mit dem gleichzeitigem Wunsch achtsam im Hier&Jetzt zu leben…
    Eine wundervolle Idee, das Aufräumen&Sauber machen als wöchentliches GEMEINSAMES Ritual zu ERLEBEN.Dann ist es nichts Trennendes mehr, sondern kann sehr verbindent sein.
    Mein zweites DANKBAR an DICH und da werden sicher noch viele folgen!!!
    Du hast da eine zauberhafte Gabe, Deine Worte gehen direkt an die Seele-weiter so Bora!!!!!

    Von Herzen Ines (die sich ab jetzt Seelenschwester nennt;-))

    • kirschkernzeit sagt:

      Lieb gesagt, Ines! Dankeschön!
      Meine Kinder würden das mit dem verbindenden Element des Aufräumens wohl nicht unterschreiben 😉 Sie finden es immer grässlich und uns Eltern in diesem Moment wahrscheinlich auch 😉
      Aber insgheim sind sie dann doch glücklich mit dem wieder frei gewordenen Platz in ihren Zimmern und dem schönen, befreiten Gefühl, das einem dann beschleicht… (denke ich zumindest)

  3. Liebe Bora,
    ich kann dich SO GUT verstehen! Auch ich gebe das Aufräumen nicht auf, auch wenn es meist nur für wenige Minuten hält, aber immerhin. Und wenn ich ganz viel Glück und Energie habe, schaffe ich es sogar in dieser kurzen Zeit einmal mit dem Staubsauger durch die schlimmsten Ecken. Wenn dann noch die Sonne durchs Fenster scheint, was für eine Wohltat… Nur leider wenn ich mich hier so umsehe, das Schlafzimmer muss dringend vom Chaos der letzten Krankheitswellen befreit werden… die Bilder wollen seit Monaten an die Wand… die Zeit ist einfach immer zu kurz und es gibt wichtigeres – die Zeit mit den Kindern verbringen und genießen steht bei mir ganz oben auf der Prioritätenliste. Und irgendwann wird sie kommen die Zeit, in der wir jede Woche alles blitzblank haben, aber dann vermissen wir sicher das Leben im Haus… Also munter auf ins Chaos und gerne einen gemeinsamen Aufräumtag die Woche 🙂 für 10 Minuten Ordnung 😉
    Liebste Grüße
    Sternie

  4. Romy sagt:

    Sag mal, Bora, hast du gestern in alle Häuser deiner Bloggerfans geschaut, was wir so tun? Natürlich, Aufräumtag (zum Glück war das Wetter entsprechend). Aber, obwohl es seit Jahren – relativ regelmäßig bei uns stattfindet – kann ich nicht sagen, dass es bei meinem Sohn Anklang gefunden hat. Er findet es einfach nur lästig und schade um die Zeit und ich bin immer wieder erstaunt (und oft auch wütend), wie resistent er sich weigert, die Dinge gleich an ihren Platz zurückzubringen. Dementsprechende Sprüche wie „Genie und Chaos“ oder „Nur langweilige Menschen haben aufgeräumte Wohnungen“ zieren seine Außentür. Wenn mich meine erwachsenen Kinder manchmal anrufen, sich über den mangelnden Ordnungssinn ihrer Kinder beschweren und zur Krönung dann noch Fragen: „Waren wir auch so?“ dann kann ich von Herzen lachen und mir sagen, ja, die Welt ist gerecht.
    Nach dem anstrengenden Aufräumen kam mein Sohn mit selbstgemachter Blaubeerenquarkspeise als Friedensangebot und der nächste Sonnabend liegt in weiter Ferne.
    Einen schönen Sonntag euch allen, Romy

    • kirschkernzeit sagt:

      *Grins* Dein Sohn und meine beiden könnten wohl dicke Freude werden 😉 Jaja, bei uns sieht es auch gar nicht anders aus, was die Beliebtheit dieser Aufräum-Zeit angeht… Ob man gegen das Genörgel und die immer wieder mit viel Elan und Inbrunst dargebrachten Erklärungen, warum man heute einfach UNMÖGLICH mit aufräumen kann oder sollte, irgendwann immun wird?
      Immerhin haben wir als Grossmamas dann was zu lachen, wie ich sehe 😉 Da freu ich mich also schon drauf!

  5. simone sagt:

    Liebe Bora,
    genau MEIN Thema in letzter Zeit!
    Ich Mag es auch gern ordentlich und schön, aber irgendwie wird hier- gerade bei Schmuddelwetter – viel gelebt und gespielt…und ich komme nicht hinterher!
    Habe aber auch das Glück, mal das Chaos Chaos sein zu lassen, und die Krümelunterm Tisch zu über sehen, und mir meinen Weg durch bzw über die verteilten Spielsachen zu Bahnen und zu denken „ach morgen ist auch noch ein Tag…“
    Und solange kein Besuch kommt!:-)
    Ich denke es ist wichtig,es auch mal so sein zu lassen…
    Ich kenne viele, die abends nachdem die Kinder im Bett sind noch stundenlang aufräumen, und ich freu mich über Zeit mit meinem Mann oder gefüllt mit anderen schönen Dingen…was stört da schon das kleine bisschen Chaos drumherum!?

    Es kommen auch wieder andere Zeiten!! Da wird es dann bei uns erschreckend aufgeräumt und vielleicht spiessig aussehen;-)
    Liebe Grüsse,
    Simone

  6. Liebe Bora! ( so nenne ich bisher nur meine Spätsommer-Tochter 🙂 )
    Auch bei uns hat sich der Samstag schon jahrelang als der Aufräum Tag bewährt. Am Frühstückstisch werden die Aufgaben verteilt, oder sich ausgesucht und dann hat jeder Zeit bis zum Abendessen seine Aufgabe zu erledigen. Als die Kinder noch jünger waren haben wir alle gleichzeitig nach dem Frühstück begonnen. Nun haben die Großen Kinder immer wieder Termine, auch am Samstag, oder schlafen länger, darum haben wir das Zeitfenster bis zum Abendessen erweitert. – Wer zu lange schläft muss halt erledigen was übrig geblieben ist. 🙂

    Sag mal, was hast du für eine schöne Elster neben deinen Schneeglöckchen sitzen? Ist das ein Ostheimer Figur? Die gefällt mir sehr, sehr gut!

    Liebe Grüße von
    Christine

    • kirschkernzeit sagt:

      Oh, ja, „wer zu lange schläft“… das kenne ich jetzt auch schon 😉 Diese Teenies… 😉
      Ja, die schöne Elster ist wirklich von Ostheimer. Sie hat mir so gut gefallen, dass ich sie mir selber geschenkt habe…

      • So mach ich es mit den Ostheimer Figuren manches Mal auch. 🙂 In ein paar Tagen müssten hier ein Hahn, Hühner und zwei Küken einziehen.
        Sie seine schon unterwegs hat man mir versichert.

        Liebe Grüße
        Christine

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