Fünfmal dankbar…

Für 7 Tage möchte ich mich zurück besinnen auf die schönen, kleinen Kostbarkeiten,
die dieser Tag für mich bereit hält.
Ein bisschen zelebrierte Dankbarkeit, weil’s wunder tut und ich mich freue,
gesund und frei und in wunderbarer Weise mit ganz, ganz vielem Guten gesegnet zu sein.

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Die Tage sind wunderschön. So sonnig und optimistisch.
Ich kann den Frühling riechen, fühlen, seine ganze, unbändige Kraft,
gelöst im Licht, im Wasser, das den Bach herrunterrauscht,
in den feinen Spitzen und Trieben aus dem Boden, an den Zweigen,
im Lächeln auf der Strasse.
Alles strotzt vor Tatendrang und Lebenslust.
Nur ich.
Ich bin müde.
Es fällt mir schwer, Schritt zu halten (buchstäblich),
mitzukommen mit dem Eifer,
den ich überall sehe, spüre, wittere.
Mein Bauch ist eine schwere Kugel, kein luftiger Ballon mehr.
Meine Beine so träge und breit und mehr daran interessiert,
möglichst hoch zu liegen, auszuruhen und alle Schritte zu reduzieren
statt durch die herrlichen Frühlingstage zu spazieren, die mich locken.
Mein ganzes Ich sitzt träge in seinem weichen Nest.
Und brütet.
Und genau dafür bin ich gerade sehr dankbar.
Dass ich es habe, mein Nest, mein Zuhause, mein kuschliges Bett,
so viel Sicherheit und einfachster Luxus und
die Zeit und die Möglichkeit, mich darin einzumummeln, solange und so oft
ich es noch brauchen mag.

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5 Kommentare zu Fünfmal dankbar…

  1. Elke sagt:

    Liebe Bora so habe ich es noch nie gesehen aber wunderbar in Worte gefasst.Alles Liebe von Elke

  2. Liebe Bora,
    wie schön, dass du die Ruhe und Zeit hast, dich in dein Bett zu kuscheln, auszuruhen. Das klingt, als hast du Unterstützung mit den Kindern und kannst dich etwas zurück nehmen? Ich hoffe, so ist es wirklich und wünsche dir die nötige Geduld, die Trägheit auszuhalten. Damit habe ich immer so meine Probleme..
    Alles Liebe
    Sternie

    • kirschkernzeit sagt:

      Ich habe immer sehr viel Unterstützung von meiner Mama, wenn ich es brauche, das ist schon ein Segen, obwohl ich diese Möglichkeit nicht richtig ausschöpfe, fürchte ich… Aber die Kinder betreue ich immer selber- ausser im Notfall, so wie vor ein paar Tagen, als ich mir einen Nerv unter den Rippen geklemmt hatte und wirklich kaum noch eine Tasse heben konnte 😉 Aber ich habe ja die frühen Abende, wenn ich mittlerweile schon abends um 8 mit der Kleinsten ins Bett falle und einfach wegdösen kann. Keine Abendkurse, keine Arbeit (ausser Haus), keine Verpflichtungen ausser meiner Familie, ein Mann, der niemals nörgelt, selbst wenn da Haus echt chaotisch ist und er kaum noch etwas zu essen findet im Kühlschrank… DAS meine ich mit Freiheit und Möglichkeit. Dass ich nichts sein muss ausser daheim und DA für meine Kinder. Manchmal eben auch nur in Form einer schläfrigen Mama auf dem Kinderzimmerbett *grins*

  3. Romy sagt:

    Liebe Bora, warum nur habe ich bei deinen letzten Einträgen stets das Bedürfnis, meine Koffer zu packen und zu dir zu kommen, um zu unterstützen? Vielleicht ,weil eben beim skypen meine ferne Tochter mit dem 4-Monats-Baby und der dreijährigen Tochter auf dem Schoß mit genauso müden und doch vor Mutterglück strahlenden Augen augeschaut hat wie du. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Dieser afrikanische Spruch ist nicht von der Hand zu weisen.
    Ich wünsch dir viele helfende Hände und Herzen in deiner Nähe. Und viel Kraft, herzlich, Romy

    • kirschkernzeit sagt:

      Liebe Romy, du brauchst dir keine Sorgen zu machen, gell. Ich bin einfach nur in der für mich ganz typischen Endphase; müde, träge, abwartend und ziemlich weinerlich 😉 Die Hormone wahrscheinlich.
      Schön, dass du mit deinen Enkelkindern und deiner Tochter auf diese Weise so engen Kontakt halten kannst- obwohl sie so weit weg wohnen. Diese modernen Möglichkeiten sind schon Grandios in solchen Fällen, nicht?

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