what makes me happy: gute Anleitungen

Als ich in der Grundschule mein erstes Paar Socken im Handarbeitsunterricht stricken musste, waren meine Hände schweissfeucht und die Socken die reinste Zangengeburt. Ich wurstelte mich durch, trug die Dinger- grün gestreift waren sie- sogar, sagte mir aber : Einmal und nie wieder!
Dass ich später nochmals Strickbücher wälzen und mit der Häkelnadel vor youtube-Anleitungsfilmchen sitzen würde, um diese Handarbeiten wieder zu lernen, hätte ich mir im Leben nie träumen lassen (youtube gab’s da sowieso noch gar nicht, nicht mal Internet wahrscheinlich…). Aber so ist es. Und es macht mir wirklich viel Freude. Viel mehr als damals. Obwohl ich weder das Stricken noch das Häkeln so richtig durchschaue und noch oft vor einer Anleitung sitze verzogenen Augenbrauen und diversen Knoten im Kopf: Was für andere völlig klar ist, kommt mir immer wieder fremd vor und ein bisschen bedrohlich, wie ein Wagnis in unbekanntes Gelände.
Umso dankbarer bin ich für Anleitungen, die sich quasi zu mir herunterbeugen, mit deutlichen Bildern und einer Erläuterung, die mir auch die Zwischenschritte erklärt und „selbstverständliche“ Dinge, wie Randmaschen oder dergleichen nicht vergisst. Wenn ich beim Trödler oder auf dem Flohmarkt auf Beutejagd gehe, stöbere ich seit kurzem auch bei den Staplen vergilter Strickzeitschriften, denn dort findet man ab und zu wirklich prima Vorlagen. Für den umhäkelten Stein zum Beispiel, nach dem mich kreativberg schon vor einer Weile gefragt hat… 

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7 Kommentare zu what makes me happy: gute Anleitungen

  1. mausekind sagt:

    das kann ich gut verstehen…gerade wohl weil ich gerne beginnen möchte zu stricken und nicht weiß wie und mit welchem projekt anfangen das gelingen kann und nett ausschaut…grrmpf.

  2. Einfache, gut verständliche Anleitungen weiß ich sehr zu schätzen. Anders kann ich nicht arbeiten – oder ich hab jemanden, der mir bei nahezu jeder Reihe zusieht, was ich mache und beratend kommentiert 😉
    Eigentlich hätte ich in der Schule bis zur Matura „textiles Werken“ gehabt mit einer tollen Lehrerin und auch tollen Arbeiten… nur leider hat mich das zu der Zeit wirklich gar nicht interessiert… später lernt man die Schule irgendwie mehr zu schätzen, nicht? Oder wenigstens maches davon… Ganz liebe Grüße!!!

  3. KB Design sagt:

    Liebe bora

    Schöne Steine hätte ich noch viele….. Wenn dein Material knapp wird, komm doch schnell vorbei.
    LG, Brigitte

    (Wann ist bei euch Markt???)

  4. micha sagt:

    Oh ja, dass kann ich sehr gut nachvollziehen! Ich scheue mich auch eher vor Anleitungen und wurstle mehr schlcht als recht selbst herum 🙂

  5. nik sagt:

    Strick- oder Häkelanleitungen kann ich weder lesen noch verstehen. Ich glaube, mein Gehirn funktioniert einfach anders. 🙂 Auch Nähanleitungen ignoriere ich geflissentlich und orientiere mich meist am fertigen Ergebnis und versuche selbst dorthin zu gelangen. Manchmal enthält die Anleitung einen tollen verständlichen Tipp, der mir das Leben dabei erleichtert aber das ist wirklich selten. Diese umhäkelten Steine sind soooo wunderschön!

    Der Schal, den wir in der Schule stricken mussten wurde nie fertig, weil die Wolle zu hässlich war (eine unglaublich scheussliche Farbe) und er viel zu schmal war. Ein Jahr später habe ich das Ding dann entsorgt. Zum Glück wurden nicht die Ergebnisse, sondern die Bemühung benotet. 🙂 Liebe Grüße, nik

  6. kirschkernzeit sagt:

    @mausekind: Ich werd' mich noch melden bei dir, wegen dem Strickenanfangen!
    @kreativberg: Das mit der Schuhle sehe ich genau gleich; man merkt erst später, wie viel man „so einfach“ lernen durfte bzw. „hätte lernen können“. Später muss man dann zB. Sprachen mühsam im Abendkurs büffeln oder sich eben Handfertigkeiten auf eigene Faust aneignen… Aber die Jugend hat einfach ihre eigenen Themen und Probleme, da gehört Handarbeiten etc. nicht wirklich dazu, oder?
    @KBDesign: Ich weiss ja, dass du Steine auch so liebst! und irgendwann komme ich bestimmt vorbei, wenn's Reisen mir leichter fällt und die Kinder grösser sind. Wegen dem Markt melde ich mich noch per mail.
    @micha: „wursteln“ trifft es auch bei mir ziemlich genau, sogar wenn ich nach Anleitung arbeite, wie meistens. Erst später, wenn mir eine Arbeit vertraut ist, wird das Nähen oder Stricken oder so entspannter und freud-voller…
    @Nik: Lustig, dass du Anleitungen nciht so magst, wo du doch Listen so gerne hast! Aber es ist wirklich ähnlich bei mir, wie du es beschreibst; das Gehirn funktioniert irgendwie anders…

  7. nik sagt:

    Hmm. Listen und Anleitungen sind für mich aber ganz verschiedene Sachen. Aus Anleitungen soll ich etwas Neues lernen. Ich kann aber insbesondere im handwerklichen Bereich, nur etwas lernen, wenn ich es sehe und auch tue. Was soll denn heißen: „Legen Sie nun den Faden über den linken Zeigefinger und machen Sie eine Schlaufe.“ Klar, aber wie? Vorne drüber legen, hinter drüber, einmal drum herum und was heißt eigentlich Schlaufe machen? Anleitungen stressen mich, ich bin dafür zu ungeduldig. Außerdem wird bei Anleitungen so viel vorausgesetzt. Und dann die langen Sätze und die vielen Abkürzungen! Da habe ich ja mitten im Satz wieder vergessen, was vorne stand.

    Listen sind für mich einfach. Wenig Worte. Mit Listen will ich nichst lernen. Sie sollen mich nur erinnern. Mir ein klein wenig Struktur geben. Vor allem aber, die Listen habe ich selbst gemacht! Du siehst, Listen und Anleitungen sind zwei ganz verschiedene Dinge. 🙂

    Liebe Grüße
    nik

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