Linzer-Guezli: Backen für kleine Hände

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Linzer-Guezli

Zutaten
* 150 gr. zimmerwarme Butter
* 1 Ei
* 125 gr. Zucker
* eine Prise Salz
* die abgeriebene Schale einer halben Zitrone
* einen halben Tl Zimt
* 1 Messerspitze Nelkenpulver
* 200 gr. gemahlene Haselnüsse (auch geriebene Mandeln eignen sich sehr gut)
* 200 gr. Weissmehl (evtl. geht auch eine Mischung aus Vollkorn- und hellem Mehl)
* ca. ein Glas Himbeer-Konfitüre (am besten nicht zu flüssige. Gekaufte eignet sich offen gesagt besonders gut, weil sie schön dick und klebrig ist)

Zutun
Die Butter, das Ei, Zucker und Salz zusammen in eine Schüssel geben und gut miteinander mischen.
Dann die Zitrone, Zimt, Nelkenpulver, Nüsse und Mehl hinzufügen und nochmals gut vermengen. Es entsteht ein schön weicher, aber kompakter Teig, der sich gut zu Kugeln formen lässt ohne allzu stark an den Händen zu kleben.
Nun von Hand kleine Bällchen formen (keine Bange, sie müssen überhaupt nicht schön rund sein, „Klümpchen“ sind auch schon ganz toll). Mit den Fingerbeeren eine Vertiefung eindrücken und Himbeer-Marmelade einfüllen, je nach Vorliebe mit einem Teelöffelchen oder -so wie Kind2- mit spitzen, klebrigen Fingern und jeder Menge Liebe. Bei uns kommen übrigens immer in etwa 40 Linzer-Guezli auf ein Blech, aber das variert ein wenig, sobald meine Kleine mitmischt…

Backen
Auf der zweituntersten Rille des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens ca. 15 bis 20 Minuten backen, so dass der Teig ein bisschen hellbraun wird und ganz unwiderstehlich duftet. Auskühlen lassen und dann sofort gemeinsam degustieren! Sie schmecken wirklich ganz famos nach heile Welt und Sofa-Tagen…

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Nicht immer finde ich es so einfach, all die kleinen Hände in die Dinge, die ich gerade tue, mit einzubeziehen. Ich gebe mein Bestes, kleine Aufgaben für sie zu finden, passend zu ihrer Grösse, ihren Fähigkeiten, zum Projekt, an dem wir arbeiten, aber manchmal ist eben auch das nicht gut genug, und sie gehen leer aus. Leider. Dabei sind es diese kostbaren Augenblicke, in denen wir alle gemeinsam an etwas arbeiten, Seite an Seite, als richtige Familie, die mir ganz besonders am Herzen liegen und in die ich eintauchen möchte, solange es geht, so oft es geht.
Rezepte, wie dieses hier sind für mich darum echte Goldstücke: Jeder findet hier sein Plätzchen, wo er sich voll und ganz einbringen kann. Vom Kleinkind, das in seinen Händchen Teigklumpen knetet und dann nach Herzenslust die Fingerchen hineinbohren darf, über Kindergarten- und Schulkinder, die auch schon gerne beim Abmessen der Zutaten helfen und sich immer sehr viel Mühe geben, die Marmelade ganz besonders ordentlich in die Vertiefungen zu geben, bis hin zum Teenager, der praktisch alles im Alleingang schaffen wird, vom Teig bis zum Blech voller fixfertiger, heisser, duftender Kekse. Ein Plätzchenrezept, das wirklich alle glücklich macht. Auch mich. Weil hier irgendwie einfach nichts schiefgehen kann. Und weil nichts zufriedener macht als eine so fröhliche, absolut versunkene Runde Kinder, die einen dicken Batzen Keks-Teig umringt, umwabert vom süssen, heimeligen Duft frischgebackener Guezli und heisser Himbeermarmelade.

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6 Kommentare zu Linzer-Guezli: Backen für kleine Hände

  1. mme ulma sagt:

    finger hineinbohren – das sind DIE kekse fürs füchslein (und für meine beim keksebacken immer schnell blankliegenden nerven :)).
    habt ein wunderbares fest und ein formidables 2015!

  2. susi sorglos sagt:

    Das werden wir heute Nachmittag gleich ausprobieren! Die diesjährige Keksproduktion hängt total!

  3. annette sagt:

    …genau sowas habe ich gebtraucht….ich mag plätzchen backen so gar nicht und bekomme für uns immer geschenkt….natürlich wollen die kinder doch auck backen, aber ausstechplätzchen…bäh….die sauerei……getsren habe ich deinen teig gemacht und der wird heute weiterverarbeitet…..darauf freue ich mich sogar…..
    lg
    annette
    p.s. also haben wir 2 plätzchensorten, nussecken und deine 😉

  4. anna sagt:

    Vielen Dank für das tolle Rezept, wir hatten heute einen Riesenspass beim backen! Fröhliches Weihnachten!

  5. raniso sagt:

    Danke für das Rezept Bora, die kenne ich gar nicht. Und sie sehen so lecker aus! Ich mag eh alles mit Marmelade, Himbeer sowieso! Die werde ich mit meinen Kindern sicher auch einmal ausprobieren!
    Ganz liebi grüäss, anja

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