Ein Bild erzählt: Entree

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

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Was dieses Bild erzählt…

*** Meine Kleine, die es gar nicht lange aushielt in unserem grossen, breiten, nachtblauen Volltrage-Tuch und sich schon mit wenigen Monaten ihren Weg aus den Stoffbahnen heraus zu winden versuchte, liebt ihr hellblaues Seitentragetuch dafür aus allertiefstem Herzen. Ich erinnere mich gut, wie sie damals, als kleines Baby jedes Mal zu strahlen anfing und lachte, wenn sie es am Haken hängen sah… Daran hat sich nichts geändert. Diese Liebe ist geblieben.

*** Wir hatten ziemlich schläfrige Tage diese Woche. Bis wieder alle gesund waren. Und auch einfach nur so, weil wir es brauchten. Tragetage. ImBettbleibTage. DankbarseinfürdieHilfemeinerMama-Tage. Gottseidank wird alles langsam leichter. Das Kind klettert wieder aus seinem Tuch, die Betten werden verlassen und gelüftet, Kräfte kehren zurück. Es gibt nichts Besseres, als wenn Dinge gut werden.

*** Das Haus sieht gammelig aus. Die Spiegel sind voller Schlieren, Kleider und Schuhe liegen kreuz und quer (und sollten längst einmal wieder durchgesehen, weggepackt oder ersetzt werden), Sockengeschwister verlieren sich irgendwann auf ihrem Weg durch die Stockwerke und als ich gestern meine Sommersandalen suchte, um huschhusch mit meinen Mädchen zur Malstunde zu sausen (die ich um ein Haar vergessen hatte), fand ich den einen in der Küche und den anderen (erst nach der Malstunde natürlich) unten im Keller. Keine Ahnung, wie das wieder gehen konnte…

*** Ich trage Schlabberkleidung. Den ganzen Tag lang. Und wünschte einmal mehr, ich würde mir endlich mal die Zeit nehmen für einen richtigen, ordentlichen Coiffeur-Besuch. Obwohl man meine Haare auf dem Foto nicht sieht; glaubt mir, die langen, fransigen Strähnen tragen viel zum Gammler-Look bei, und den habe ich so langsam aber sicher satt. Im Moment jedenfalls. Fort mit dem Bauernzopf, her mit einem kürzeren, weicheren Haarbausch, den man auch einfach mal unter der Dusche kurz durchschrubbeln kann und mich nicht länger aussehen lässt wie eine alte, schrumplige Büro-Eule…

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12 Kommentare zu Ein Bild erzählt: Entree

  1. Sabine sagt:

    Auch ich sollte meine langen fransigen Haare in eine ordentliche Frisur, ohne ständigen Zopf, schneiden lassen. Da sind wir schon zu zweit, mir fehlt auch der letzte Schubs.
    Liebe Grüße
    Sabine

  2. Galina sagt:

    Liebe Bora hatte in letzter zeit nicht soviel Zeit dich zu besuchen wie immer schön bei dir ,bin schon ganz gespant auf deine Haarpracht .lg galina

  3. christina sagt:

    wir sind zu dritt in bezug auf das haareschneiden 🙂

    lieben gruss dir und weiterhin gute erholung
    christina

  4. Mumintroll sagt:

    Oh, dass wäre aber schade, wenn deine langen Haare einer Schere zum Opfer fallen würden.
    Bin froh, dass es euch wieder besser geht.
    Lieber Gruss
    bettina

  5. E sagt:

    Jetzt hör aber auf…. das mit der Eule kann ich mir überhaupt nicht vorstellen :0)

    Ich wünsche euch, dass ihr bald alle wieder fit seid!

    lg, E

  6. raniso sagt:

    Oh weh, die armen Haare! Lässt du mir dafür eine Perücke knüpfen aus deinen tollen Haaren? 😉
    Schön zu lesen, dass es wieder aufwärts geht! <3 Und die Hilfe der eigenen Mama ist einfach die beste, gell!?!
    Ganz liebi grüäss, anja

  7. Habe selten eine so schöne Beschreibung des alltäglichen Chaos besonders nach Krankheitstagen gelesen. Ich kenne das so gut und es tut gut, auch einmal die schonungslose Wahrheit zu lesen und nicht immer nur das perfekte, immer tolle…
    Ich wünsche Dir, dass Du bald zu Deiner alten Kraft zurückfindest und vielleicht kannst Du Deine Haare dann ja auch wieder in einem anderen Licht sehen 🙂

    Herzliche Grüße,
    Maike

  8. Stefanie sagt:

    Büro-Eule? Das ist echt lustig, liebe Bora! Ich musste echt lachen…
    Eine neue Frisur ist eine Frischzellenkur für Deinen ganzen Körper und ein neues Körpergefühl. Ich habe mir die Haare letzten Herbst auch abschneiden lassen, ich konnte diesen ewigen Zopf und die langen Haare überall nicht mehr länger Etagen.. das Gefühl von Freiheit, wenn man nur wenige Minuten unter der Dusche braucht, um die Haare zu waschen, toll!

    Gönn Dir eine Termin beim Coiffeur! Du musst ja nicht gleich auf 10 mm gehen!
    Sei umarmt von Steffi aus Bremen

  9. Rita sagt:

    Da bin ich froh, geht es Euch wieder etwas besser. Haare schneiden sollte ich auch wieder…Bei kurzen Haaren sei gesagt, dass Du dann mehr zum Coiffeur musst;)
    Eine kinnange Haarfrisur könnte ich bei Dir gut vorstellen;) Oder ab Schulterhöhe.Hast Du Naturlocken?? Dann gibt es ganz schöne Wellen, je kürzer sie werden;)!!
    Bin also total gespannt, was Du machst;)
    Ganz liebs Grüessli, Rita

  10. Jenny sagt:

    Kinnlang hatte ich auch, zwei Wochen vor der Geburt meines Jüngsten (nach sonst „sogutwieimmer“ langen Haaren)… einfach weil ich angestrengt war, weil sie störten und sich ständig unter den Trägern von Rucksäcken etc. festklemmten… Immer nur Zopf war mit auch zu streng… Hatte dann jahrelang diese Frisur und war sehr zufrieden damit… bis vor ca. einem Jahr, seitdem lasse ich wieder wachsen, jetzt sind sie fast so lang wie vorher und ich bin sehr glücklich damit. Gut ist, dass man immer mal wieder wechseln kann, auch wenn das Wachsen lassen etwas länger dauert als das Abschneiden… 😉 Nimm vielleicht für den Anfang nicht zu kurze Stufen, falls Du jetzt nicht ganz sicher bist, dass Du auf ewig kurze Haare möchtest, Kinnlang oder etwas mehr halte ich auch für den Anfang für eine gute Idee… Wobei die Locken dann sicher noch besser rauskämen… Bin auch gespannt, was Du machst!

    Liebste Grüße,
    Jenny

  11. Egal ob mit kurzem oder langem Haar. Ganz egal. Du bist ganz wunderbar, wie ich finde.
    Du!

    Fühl Dich gedrückt,
    Kristina ♡

  12. Lena sagt:

    Schön das es euch besser geht!!
    Liebst, Lena

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