Ein Bild erzählt: bei meiner Agenda

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

DSC_2983

Was dieses Bild erzählt…

: Weisse Hintergründe sind mir nach wie vor sehr lieb. Obwohl ich Herrn Kirschkernzeit so manches Zimmer dieses Hauses pastell-bunt habe streichen lassen und jede dieser Farben in jedem dieser Zimmer auch unheimlich gerne mag, fühle ich mich nach wie vor fast magisch angezogen von hellen Räumen mit weiss bemalten Möbeln und naturbelassenem, vielleicht matt lackiertem oder gewachstem Holz-Fussboden. Diese Mischung macht mich so ruhig und fühlt sich so herrlich nach Zuhause an, finde ich. Das weisse Wohnzimmer? Darf also bleiben. Für immer, denke ich. Wobei „immer“ ja ein recht relatives Wort ist…

: Das Info-Material-Sammel-System aus einem ausrangierten Toast-Halter vom Trödler (könnte ursprünglich von IKEA stammen, dem Design nach), kombiniert mit meinem gebliebten Naturkalender, hat sich bis jetzt hervorragend bewährt. Ich klemme alles mögliche dort ein; Informations-Schreiben der Schule, Post-Belege für verschickte Päckchen, Karten und Geburts-Anzeigen, die ich noch mit ein paar Zeilen (oder eben; einem Päckli) beantworten möchte, kleine, heimatlose Zeichnungen oder Listen, die sonst so leicht davon flattern und im Lebens-Chaos verloren gehen… Eine richtige Zettelwirtschaft eben. Ganz ordentlich ist das ja nicht. Mehr so ein Gestapel und Gesammel. Aber dafür wird immer wieder rigoros aussortiert. Damit ein Überblick überhaupt möglich bleibt. Nur Zugluft sollten wir vielleicht besser vermeiden…

: Mein Mädchen liebt Blumen. Ausnahmslos alle. Genau wie ich. Und wenn ich die kleine Blümchentasse so ansehen, randvoll mit den letzten Primelche aus dem Garten, dann glaube ich, sie weiss das auch…

: „Mama“, meint mein Mädchen, als sie sich die lange Postkarte mit der Raubkatze darauf ansah, (ja, die ganz rechts unten im Bild, die im alten Steck-Igel drin), „Mama, gell, Jaguar …  das ist doch auch ein Monat, oder? “
Dass Ritas Grusskarte ein Fall für die Erinnerungs-Schatz-Truhe wird, ist seither beschlossene Sache.

: Hier wird zwar schon seit einer ganzen Weile nur noch sehr sporadisch weiter umgebaut (anscheinend ist das mit dem neuen Badezimmer doch nicht eine so dringliche Sache für uns), aber geplant wird. Und das ziemlich intensiv gerade. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mir über Masse und verlegte Abflussrohre oder die ganze Kunst des Bodenlegens kaum je den Kopf zerbreche, gar nicht zerbrechen muss, denn Herr Kirschkernzeit kümmert sich. Um alles. Und ich darf dasitzen, Wohnbücher durchblättern und Kekse mümmeln und dann wünschen und dirigieren und mich schon mal vorfreuen auf das fertige Resultat. So was nennt man wohl verwöhnt, nehme ich an…

: Ich sammle Kinderkunst. Zeichungen (zu sehen ist hier gerade eine von meinem Mädchen; ein Baum mit Honig-gefülltem Bienenstock, samt drei Bienen oder so), getöpferte Männchen mit Augen in zweierlei Grössen (von Kind2, wieder ein Objekt der Begierde, eins mit Seltenheits-Wert), Tündel-Schnüre (von Kind1)… Mein ganzes Haus zeugt von dieser Leidenschaft. Jedes Zimmer, jede Ecke. Und solltet ihr eines Tages am Flohmarkt einer (sehr wahrscheinlich wie immer leich gestresst und ziemlich sicher sehr zerzaust wirkenden) Frau begegnen, die die Stände nach Kinder-Basteleien durchforscht -nach Sachen wie diesem süssen, kleinen Schälchen aus blau glasiertem, gebranntem Ton zum Beispiel, das ein Schuljunge am hiesigen Kinderflohmarkt verkauft hat- dann könnte das ich sein. Augen auf also…

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Augenblicke, ein Bild erzählt, Familienalltag, Themen-Reihen, Zuhause veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Ein Bild erzählt: bei meiner Agenda

  1. galina sagt:

    Ein so herrliches Bild, wir teilen die selbe Leidenschaft ich liebe Flohmärkte her Zwergental meint wir hätten selber genug für einen Flohmarkt na ja und wen er dann meine Blitzer äuglein sieht darf so manches teil doch mit lachh .Ps ich schwinge auf grade wider mal den Pinsel

  2. Lena sagt:

    Liebe Bora,

    Der Tisch ist unverwechselbar……Eindeutig Frau Kirschkernzeit!
    Herzallerliebst ……
    Lena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.