Weihnachten

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„Es ist nicht so, dass wir so richtig Weihnachten feiern.“
Habe ich das nicht erst gestern geschrieben? Es scheint so. Und, doch, es stimmt schon; Wir lassen die Rausche-Party aus. Stattdessen feiern wir im Kleinen, ganz leise, das Licht, das wieder mehr wird, so nach und nach, nach dem dunkelsten Tag des Jahres, und wir möchten dankbar sein für die Dinge, die uns so warm, sicher und gemütlich durch den Winter bringen, durchs Leben, das ganze Jahr über, für die Wärme unseres Daheims, für das Licht der Sonne, für die Kraft, die sie spendet und das ganz grosse Glück, gesund, unversehrt, unbedroht und vor allem zusammen sein zu dürfen, als eine Familie. Das Glück ist gross, aber es gibt viele, viel zu viele Tage und Momente, in denen ich es vollkommen übersehe… Feste wie Weihnachten (oder wie immer man es auch nennen mag- wir nennen es unser „Winterfest“) erinnern mich daran, mein Augenmerk auf diese scheinbar kleinen, in Wahrheit aber unheimlich grossen Gnaden-Gaben zu lenken, die ich hier, heute, jetzt und schon seit Jahren einfach so in meinem Leben habe, unverdient und frei verfügbar, Tag für Tag.

Ich sage immer, wie feiern kein Weihnachten. Und meine damit den Christbaum und die ganze Kommerzialisierung, die alten Lieder und die Kirchmesse, das Fest, das oftmals gar keines mehr ist, weil ihm seine Bedeutung unterwegs verloren gegangen ist… aber vielleicht stimmt das so nicht ganz, vielleicht feiern wir doch in gewissem Sinne Weihnachten. Wenn Weihnachten bedeutet, sich bewusst zu werden, was Gott uns schenkt in unserem Leben, dann glaube ich, bin ich mit dabei. Denn ja, ja, ja! für mich ist Jesus -das Kind in der Krippe und mein ganz persönlicher Lebensfunke für jetzt und alle Ewigkeit- Licht dieser Welt, ein tröstender Lichtblick immer und immer wieder und tatsächlich das allergrösste und wichtigste Geschenk, im Grunde die Gnadengabe per se. Und die will ich feiern. Mit all den anderen Kostbarkeiten meines Lebens. Heute und jetzt. Aber auch morgen, übermorgen und überübermorgen…

Habt ein gesegnetes Fest, aller miteinander!

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23 Kommentare zu Weihnachten

  1. Brigitte sagt:

    Liebe Bora

    Fröhliche Weihnachten wünsche ich dir, genau so wie du es magst. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, ob und wie das genau gefeiert wird. Es ist dein Leben und für dich muss es stimmen. Ich finde es gut, zu seiner Meinung zu stehen und nicht einfach mit dem Strom zu schwimmen.
    In diesem Sinne auch alles Liebe für das neue Jahr 2014.

    Liebe Grüsse
    Brigitte

    • kirschkernzeit sagt:

      Ja, da hast du wohl Recht, liebe Brigitte, rechtfertigen muss ich mich nicht, und das finde ich auch so wunderschön am Bloggen, dass man meistens einfach „sein“ darf wie man will und meistens sehr zurückhaltend umgegangen wird mit Kritik. Das finde ich so wahnsinnig toll, denn jeder Blog ist ja so was Persönliches und Verletzbares und es ist schön, so nette Leserinnen zu haben, die einem das Gefühl geben, niemals ganz so daneben zu sein, wie man es vielleicht selbst ab und zu befürchtet 😉 Und ja, ich finde auch, dass feiern einfach etwas ganz, ganz grossartiges ist, zusammen, allein, gross oder klein; Feiertage tun einem so gut, oder? Wenn sie zu einem passen. Schön, wenn die Menschen sich noch Zeit dafür nehmen, auch füreinander, zusammen essen, sich eine Freude machen, Dinge überdenken, besprechen, lachen und spielen und einfach nur sind… Ich wünsche dir auch alles,alles Liebe und Allerbeste fürs 2014! Schön, dass ich dich auch persönlich kennenlernen durfte!

      • Brigitte sagt:

        Schön, das ist genau so, liebe Bora. Für mich heisst es noch warten, warten bis Morgen, denn da erst kann meine ganze Familie zusammen sein und feiern. Wie du schreibst, ist für mich auch das Zeit füreinander nehmen und Gedanken austauschen, einander einen Wunsch erfüllen, etwas sehr schönes. Ich freue mich darauf und werde heute mit Vorbereiten beschäftig sein. Also wird auch hier nicht ganz üblich Weihnachten gefeiert :-).
        Das Bloggen kann verletzend sein, auch kann es Missverständnisse geben, das ist schon so. Obwohl ich mich nicht zu fest ins Private verliere bei meinen Posts, kommt es zu Eifersüchteleien und Neid. Wie schade, aber da werde ich nichts ändern können daran. Persönliche Begegnungen, so wie mit dir, bedeuten mir sehr viel.
        In diesem Sinne sei gedrückt von mir und vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen.
        Herzliche Grüsse
        Brigitte

  2. Nikki sagt:

    – zusammensein –
    in diesem sinne frohe tage! lg, nikki

    • kirschkernzeit sagt:

      Genau! Es gibt da so einen geniale Cartoon von so einem kleinen Hund und seinen Herrchens und zum Schluss meint der einmal, als er im schlimmsten Regenwetter nach draussen die Zeitung holen gehen soll (oder so ähnlich): „Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was man tut- sondern mit wem man es tut“. Das spricht mir gerade so sehr aus der Seele. liebe Grüsse auch dir, Nikki!

  3. Lena sagt:

    Liebe Bora,

    Wie könnte man es besser beschreiben …. Das Fest der Liebe! So einfach eigentlich !
    Ich wünsche dir und deiner Familie das euch das Geschenk der Liebe in aller Einfachheit ein Leben lang erhalten bleibt!

    Alles liebe Lena

    • kirschkernzeit sagt:

      Genau! Liebe ist ja immer so ein grosses Wort… aber ich glaube, manchmal müssen es eben einfach grosse Worte sein- weil sie im Grunde doch das ausdrücken, was uns am meisten bewegt und was wir am allermeisten brauchen… Habt’s gut, liebe Lena!

  4. Zwegental sagt:

    Liebe Bora für mich ist Jesus auch das Kind in der Krippe und es mir wichtig den Kindern das zu vermitteln aber ohne Christbaum geht das nicht bei uns das grüne Bäumchen brauchen wir ,aber jeder darf so feiern wie er möchte ich wünsche euch ein wunderschönes beisammen sein .Galina

  5. Elke sagt:

    Liebe Bora Alles Liebe für dich und deine Familie wünscht Dir Elke.

  6. Raniso sagt:

    Amen 🙂
    Guät nacht mini Lieb! Knuddel, anja

  7. Rita sagt:

    Einen ganz schönen frohen Weihnachtstag!! Und gemütliche Zusammenseintage!
    Herzlich, Rita

  8. Mona sagt:

    Liebe Bora,
    mein Mann und ich schauten gerade völlig fasziniert das Bild von deinem Posting an… Kannst du uns sagen, was das ist? Ist das echt ein hohler Turm aus geschichtetem Brennholz???

    Ruhige Tage wünschen wir!

    • Ja, das Bild ist schon Spannend, nicht? Und besonders Männer scheint dieses Dings sehr zu gefallen, hihi… Es ist so eine Art Turm aus Holz, in den man reingehen kann, innen hat es einen Platz und oben ein Loch. Ich bin mir nicht sicher, ob man so ähnlich früher mal die Köhlertürme gemacht hat, aber das hier war eine Art Kunst-Objekt zum Ansehen und Reingehen. liebe Grüsse an dich und deinen Mann!

  9. Sarah sagt:

    liebe Bora,
    Ich wünsche euch auch schöne ruhige Weihnachtstage und freue mich auf viele neue Beiträge von Dir hier in diesem Blog im neuen Jahr. 🙂

    Alles Liebe,
    Sarah

  10. Susanne sagt:

    Liebe Bora,
    sicher nicht einfach, wenn Du gerade als Christin Weihnachten nicht wie andere Christinnen und Christen feiert. Seid Ihr Zeugen Jehovas? Von denen weiss ich dass sie Wehnachten nicht feiern. So wie auch einige Freikirchen, oder?
    Gesegnete Tage,
    Susanne

    • Nein Zeugen Jehovas sind wir nicht, aber wir besuchen eine Freikirche, das schon. Die Leute dort machen das mit Weihnachten und so aber ganz unterschiedlich, ganz so wie sie es für sich stimmig finden. Schwierig war es eigentlich nie für uns, denke ich, ausser vielleicht die Sache mit den geschenken innerhalb der Familie, weil jeder gern Kinder beschenkt, wie ich gelernt habe 😉 Wir verschieben das Schenken einfach. Geschenke sind nämlich sonst immer willkommen und Geburtstage feiern wir -anders als Zeugen Jehovas- immer gern „klassisch“ und ganz intensiv. Liebe Grüsse!

      • Susanne sagt:

        Oh ja, jeder (und ganz vor allem jede – die meisten Geschenke an Kinder werden von Frauen gemacht oder gekauft, oder?!?) macht Kindern gerne Geschenke. Und ist doch gut wenn die Kirche Freiraum bietet, das so zu gestalten wie es stimmt für Euch. Alles Liebe

  11. orisha sagt:

    liebe bora.wunderbare weih*nacht tage *

  12. Alexa sagt:

    Liebe Bora,
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben eine wundervolle Zeit voller inniger Moment! Hut ab, vor Eurem Rückrad! Was Ihr macht scheint wirklich selbstbestimmt! Auch wenn wir den Baum brauchen und ein wenig Glanz, versuche ich doch jedes Mal, den Blick aufs Große Ganze nicht zu verlieren und auch den Kindern weiter zu geben. Doch schon dieses braucht heutzutage Rückrad, doch wieviel mehr davon braucht Ihr! Du hast meine volle Bewunderung!
    Eine weiterhin zauberhafte Zeit wünsche ich Euch,
    Alexa

    • Oh, das ist lieb von dir! Aber zu bewundern gibt es nicht viel… Und ein Baum ist ja schon auch was ganz Schönes, finde ich. Mir ist das erst in diesem Jahr so richtig bewusst geworden, wie Speziell so ein Christbaum eigentlich ist… Also vielleicht wird der ja eines Tages seinen Weg zu uns finden… 😉 Ich hoffe, es geht euch allen gut. Und schönen Silvester dann bald mal!

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