Ein Bild erzählt: Pause

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

Was dieses Bild erzählt…

  • Ich mag Pausen. Immerzu und überall eigentlich. Weil sie gut tun und Luft schaffen, Freiräume und Nischen, wo man sich selber sein darf und wieder ausgräbt, was der Alltag zugedeckt hat. Die Blog-Pause hier bei Kirschkernzeit jedenfalls, die war so schön und gemütlich, dass ich nur langsam wieder auftauchen mag daraus, mit verschlafenem Blick und schlaftrunkenem Kopf. Aber Aufstehen hat auch sein Gutes. Es bringt neue Möglichkeiten, neuen Schwung. Ich meine, immerzu nur Pause… das ist ja auch nicht unbedingt das, was wir uns vom Leben wünschen, oder?
  • Der Herbst hat sich eingenistet mittlerweile. In Form von warmen Schaf-Fellen auf dem Sofa, von Wollsocken an der Füssen und einem knallgrünen Woll-Schal, der tatsächlich seinen Weg aus dem Strick-Körbchen hinaus ins Leben gefunden hat (mehr dazu bald, bald, hoffe ich).
  • Die letzten zwei, drei Abende habe ich auf dem Sofa verbracht. In richtiger Feierabend-Lümmler-Manier, mit Laptop, Kuchen und einem Glas Wasser, so richtig schön faul und kuschlig- und zum ersten Mal wieder seit über einem Jahr. Normalerweise sitze ich nämlich oben in meiner kleinen Büronische oder krieche gleich ganz ins Bett, bin da, wo ich dem Babykind am nächsten bin, denn es wacht leicht auf und das so oft, dass ich am liebsten so nah wie möglich bei ihm bleibe. Aber nun hab‘ ich’s wieder einmal gewagt… und bin ganz euphorisch: So ein Sofa-Abend, hach, der wirkt Wunder. So viel Platz, so viel Raum und Bewegungsfreiheit, Musik, die nicht mehr auf Minimalst-Lautstärke eingestellt werden muss, Schokolade und eiskalte Milch gleich um die Ecke, nur ein paar Schritte, einen Handgriff entfernt, und das Papier darf rascheln so laut wie es will… Ich mit mir allein, schwelge in Luxus und einem Hauch von Freiheit. Das ist ein Leben, Freunde.
  • Genäht habe ich. Ein wenig gestickt, auch gestrickt, wie gesagt, und jede Menge liebgewonnene Bücher durchgeblättert. Wenn die Zeit zum Schaffen nicht reicht, dann bleibt immer noch das Träumen, nicht wahr? „Alabama Studio Style“ bietet auf jeden Fall schon mal eine ganze Menge „Stoff aus dem die Träume sind“… Fesselnd. So was lässt einem nicht so schnell wieder los, schätze ich…
  • Beim Stricken, Träumen und Nichtstun bin ich gerne in akustischer Begleitung- eingelullt von Musik, bewegt von ein bisschen schönem Krach oder Stimmen und Texten, die mich mitnehmen auf ihre Reise. Das sind Momente mit Seltenheits-Wert, denn Musik reisst mich leicht mit und lässt mich dann vielleicht gar nicht mehr los. (Ich habe schon erlebt, dass mir ein Song über Tage hinweg im Kopf herum strolchte, mir nachts buchstäblich in meine Träume hinein folgte und immer wieder aufblitzte, sobald ich aus der Tiefschlaf-Phase auftauchte (Ich glaube, das war „Lok auf 2 Beinen“ von Peter Fox– einfach fesselnd)) Ich bin absolut dünnhäutig, was Musik angeht, ich nehme sofort alles in mir auf und bin dann regelrecht durchtränkt von Rythmus, Emotion und Lebensgefühl, und das mag ich, so sehr, dass ich mich nur noch schwer auf die Dinge oder Menschen um mich herum konzentrieren kann. Darum schweigen die Boxen hier. Tagsüber. Nachts hingegen, da kann ich es schon mal wagen, ein bisschen Stöbern bei Youtube, auf Abenteuerreise gehen, eintauchen in unbekannte Gewässer oder Altgeliebtes auf einmal wiederfinden. Im Moment mag ich: Kinas „Valentine“ zum Seufzen und die-Seele-baumeln-lassen, „77 Bombay Street“ mit „I love Lady Gaga“ – einfach, weil es Laune macht- und „Up in the Sky“, weil es mich mitträgt, irgendwohin. Und ich liebe  „Augenbling“ von „Seeed“, bei dem ich versunken und fasziniert dasitze, gepackt von so viel Testosteron und männlicher Präsenz, rythmisch mit dem Kopf wippe und die Welt um mich herumeinfach mal ganz und gar vergesse oder das schönste Tracy chapman- Cover ever, bei dem mir kleine Schauer über den Rücken rollen.

PS. Ich scheine ein Problem zu haben mit dem Setzen von Links… dabei hatte ich einen ganzen Korb davon in diesem Post… Tut mir leid- ich werd‘ mal schauen, ob und wie man das regeln kann…

Update: Jupiii und Tausend Dank an Herrn Kirschkernzeit, der mit mit noch nachts um halb zwei PC-Probleme ausknobelt: Jetzt klappt’s wieder mit den Links!

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10 Kommentare zu Ein Bild erzählt: Pause

  1. amselgesang sagt:

    Hallo Bora,
    du hast gut durchgehalten, über eine Woche – wow! Und nun ist es auch schön, wieder etwas von dir zu hören (ähm, lesen) – was wäre das Leben ohne „Kirschkernzeit“…! 🙂
    Aber mit deinen Links hier im Post stimmt was nicht – ich fliege immer raus und lande auf einer blütenweißen Seite, wenn ich draufklicke. Und ich bin doch neugierig, was du so hörst… na vielleicht klappt es morgen.
    Alles Liebe,
    Brigitte

    • kirschkernzeit sagt:

      Ja, das durchhalten war ganz einfach. weisst du 😉 Hm… das mit den links ist immer wieder ein Problem, keine Ahnung warum… Ich hab nochmals alle neu eingefügt und bei mir laufen sie einwandfrei, aber ich weiss nicht, ob es bei dir auch klappt… Ansonsten: Songtitel kopieren und bei Youtube eingeben, denn da sind die Links auch her… Viel Spass!

      • kirschkernzeit sagt:

        Hm… Tatsächlich, da stimmt wirklich was nicht *amKopfkratz* Ich werd‘ mich morgen mal mit meinem Liebsten beraten, vielleicht finden wir den Fehler (hoffentlich!) Danke fürs Dranerinnern!

      • amselgesang sagt:

        Na klar – da hätte ich auch selber draufkommen können… Jetzt klappt es aber auch mit den Links. Deine Musik ist schön… ich habe immer in anderen musikalischen „Welten“ gelebt und erst durch meine Kinder auch dieses Genre kennengelernt, und ich mag es! bin aber immer noch sehr „ungebildet“ und kann mir nie merken, wer nun dies oder jenes schöne Lied singt… aber man lernt ja auch im Alter nie aus 😉 .

  2. Rita sagt:

    Schön von Dir zu lesen!
    Aber nur keinen Druck!! Mach nur gehörig Pause!
    Liebs Grüessli, Rita

  3. lena sagt:

    das mit der musik könnte ich nicht besser beschreiben….genauso gehts mir auch…

    danke für die musik…

    das mag ich zur zeit sehr: http://www.youtube.com/watch?v=5z6c0XuJMmk

    viele grüsse!

    • kirschkernzeit sagt:

      Phu… GÄNSEHAUT! Einfach unglaublich, diese Stimme… mich kribbelts noch immer überall am Körper, so … ergreifend ist das… Danke für den Link, wird gespeichert und immer mal wieder ausgegraben und angehört, denke ich- sofern ich das Kribbeln und Packen ertragen kann 😉 Nicht immer ist man ja, dafür bereit, oder?
      Ganz liebe Grüsse!

  4. Edna sagt:

    Schön dass du zurück bist!!!!

    liebe Grüße

    Edna

    ps mittlerweile sind 2 Zwergenmützchen fertig, eine davon wartet noch auf`s Baby, das demnächst bei meiner Freundin ankommen wird und die andere gehört jetzt meinem Kleinen. Danke für die Anleitung!

  5. Kerstin sagt:

    oh wie schön,kirschkernzeit ist wieder da.ich hoffe,du konntest viel kraft taken und freue mich schon mal auf die folgenden anregungen von dir.

  6. Raniso sagt:

    Hach schön… Danke fürs Musik teilen 🙂
    Ganz liebi grüäss, anja

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