berührt: übrig geblieben

„Berührt“ heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

Babyfüsschen berühren mich. Sowieso. So knubbelig, so zart, so kitzlig und weich und duftend. Und wenn man an den kleinen Zehen zupft, hört man es kichern und glucksen und runde, blanke Äuglein blitzen auf.
Oh, ja, ich liebe Babyfüsschen.
Aber diese hier… diese hier sind etwas ganz Besonderes für mich, gerade so, in dieser Stellung, leicht verknotet, aneinander geschmiegt, wie um Halt und Sicherheit zu finden oder nicht zu verlieren oder vielleicht auch einfach so, wer kann das schon sagen…
So kam das Babykind zur Welt. Mit Füsschen, die sich sofort ineinander verschlangen. Wenn sie da lag, damals noch so winzigklein und zerbrechlich, mit heller, süss duftender Pfirsichhaut und dieser Ausstrahlung absoluter Reinheit und Vollkommenheit, dann schmiegten sich ihre kleinen Beinchen immer eng an den Bauch, ein Bündelchen Mensch, mit Füssen, die sich ineinander verdrehten wie zwei biegsame Pflanzen.
Als hätten sie neun Monate in genau dieser Stellung verbracht.

Noch heute sitzt sie oft so da, mein Baby, mein kleines Mädchen, mein dickes, knuddliges Babykind. Und ich blicke auf ihre Füsschen… und erinnere mich… Es ist -denke ich- wohl alles, was übrig geblieben ist aus ihrer Zeit in meinem Schoss…

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8 Kommentare zu berührt: übrig geblieben

  1. Bianca sagt:

    Ja diese Füßchen sind wirklich ganz ♥allerliebst. Auch bei meinen Kindern gibt und gab es immer diese Füße, an denen man einfach nie vorbeikommt. Entweder muss man sie küssen, kitzeln oder sonstwas….♥ Einfach wunderschön

    Ganz liebe Grüße
    Bianca

  2. Galina sagt:

    Ach die Füßchen sind so niedlich ,meine kleine macht die Beinchen auch immer so übereinander und die Hände drückt sie zusammen .Wunderschöne Momente

  3. Raniso sagt:

    Gugus, ich liege schon im Bett und nur noch ein kurzer Blick zu dir… Und jetzt lese ich diesen Post und bin sooo berührt! Genau so, wirklich genau so geht es mir mit meiner Kleinsten! Dieselben Gedanken hatte ich erst kürzlich, vor allem dein letzte Satz… 🙂
    Ganz liebi grüäss, anja, die Babyfüsschen fressen und dauerküssen könnte

  4. ulma sagt:

    mein füchslein sitzend, liegend immerzu in genau derselben beinverknotung – und berührt auch mich damit so, auch mein lachendes herz … u n d: die fußsohlen so weich, kein einziges kleines hornhäutchen; irgendwie: es ist noch nichts geschehen, es geht erst los.
    wunderbar gewählt, liebe bora.

    °ulma, die so oft nicht zum kommentieren kommt und doch so gern mitliest hier.

  5. Biba sagt:

    Mir fällt gerade auf, dass ich das mit meinen Füßen auch oft so mache. Auch abends zum Einschlafen.

  6. *Marie* sagt:

    Ohhh ja du sprichst mir aus der Seele…. kleine, zarte Babyfüßchen….. da könnte ich dahin schmelzen….. wir können es gar nicht erwarten unseren kleinen Zwerg willkommen zu heissen…..ihn zu riechen, stundenlang anzuschauen, seine Bewegungen und Geräusche die er von sich gibt zu deuten und zu lauschen….. und nach der Geburt ihn auf der Brust liegen zu haben und an seinem Kopf zu schnuppern…..so intensiv…so nah…..so tief in einem verwurzelt!! Später konnte gerade mein Mann mit seinem Bart die Kinder so herrlich zum lachen bringen, wenn er die Füßchen geschnubbelt hatte….. 🙂
    Ich wünsch euch einen herrlichen Sonntag…
    Liebe Grüße *Marie*

  7. Ist das herzlich! Und so schön, dass es an die allerersten Momente erinnert.

  8. Oh ja, das ist sehr berührend! Und herzallerliebst! Alles Liebe, Selina

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