aus meinem Tagebuch

26. Januar 2011  14:30
Einen Moment Atemschöpfen im 10Minutenschreiben. Kopflos. Im Gedankenstrom.
Ich bin allein. Obwohl unter Kindern. Alleine an einem ihrer Spiel-Orte. Dort wo ich sitze: Leere. Am Tisch nur ich. Mit einem Buch blanker Seiten und einem einsamblauen Stift, der melancholische Gefühle -oder sind es Wesenszüge?- festzuklammern versucht.
Ich spüre eine sich anbahnende Veränderung: Meine Kinder wachsen mir davon. Eines ganz besonders. Es zieht an der Leine, die einstmals eine Nabelschnur des Brauchens und Gebrauchtwerdens war, wo es früher auch zog daran, aber damals hungrig, mit gierigem Mund oder fragendem Blick. Damals konnte ich geben, aus dem Vollen schöpfen, weil ich der Mensch war, der gemeint war bei allem.
Heute erahne ich, dass die Richtung, in die sie wachsen eine fremde Quelle ist: es werden andere sein. Andere werden irgendwann die Zeit, Zärtlichkeit und Antwort bereithalten, die meine Kinder sucht.
Mein Junge.
Er ist gross geworden.
Zu gross?
Ich weiss nicht. Wachsen, Werden, Er-Leben…das alles gehört zu seinen Aufgaben als Kind. Es ist richtig, dass ich ihn wachsen lasse, auch wenn es bedeutet, dass er gross wird. Und eigen. Mit Grenzen, die er zieht. Zwischen sich, mich, uns.
Freundeskreise, Lagerwochen, Slang, hinter sich geschlossene Türen… Ganz leise, kaum hörbar, kündigt sie sich an, die Distanz, die wahrscheinlich einfach bestimmt ist für die nächste grosse Phase seines Lebens.
Am liebsten würde ich der Pubertät die Türe vor der Nase zuschlagen.
Aber damit renne ich gegen Felsen an.
Alles, was sicher ist, ist der stetige Wechsel. Weil er bedeutet, zu leben.
Gott hat uns nicht in Stein gemeisselt. Wir sind kein Fresko. Ich kann nicht die still lächelnde Mutter in der linken Ecke sein, die ihr Baby stillt und ein Buch in der freien Hand hält, aus dem sie ihren anderen Kindern vorliest. Sie sitzen dich beieinander wie Welpen und blicken mit halb verträumtem, halb gebanntem Blick hoch zu ihr. Rechts dampft eine Pfanne auf dem Tisch. Ich glaube, es ist Suppe. Dazu der Duft von Brot aus dem Ofen, und draussen singt eine Amsel, denn es ist Frühling. Verheissungsvoll Frühling.
Wie gerne möchte ich manchmal so eine Bild-Figur sein: eingepackt in diese Idylle, die sich stur jedem Werden und Vergehen entzieht…
Aber… nun denn. Es sei.
Mir bleibt, die Hände zu falten und auf mein Stichwort zu warten, denn die Rollen verändern sich nicht vollends, glaube ich. Eine Mutter bleibt eine Mutter bleibt eine Mutter.
Liebe und Hingabe strömen weiter, das Interesse am Kind, der scharfe Blick für das, was es braucht, was ihm gut täte, die Gedankentürme, die sich darum winden. Anders wird vielleicht nur das Mass, das alles zu leben, nicht die Intensität, in der wir empfinden.
Und noch ist ja Zeit. Mit 8 Jahren, mit 9 sogar ist man noch ein Kind, richtig?
Mir bleiben also noch Jahre…
5einhalb Stunden später:
Heute abend nehme ich „Pippi Langstrumpf“ zur Hand. Gutenachtgeschichte.
Ich bin müde und sehne mich nach einem Restchen stiller Abendstunden.
Als ich die Kinder aber in ihre Kajütenbetten scheuchen will, wird die Stimme meines Erstgeborenen plötzlich schmeichelnd: „Ach komm’…Wollen wir nicht lieber bei dir im Bett vorlesen? Hier ist es doch viel gemütlicher…
Und schon sitze ich mit „Pippi Langstrumpf“ in einem zerwühlten, kissenüberfüllten Familienmatratzenlagerbett, Kind2 anschmiegsam wie ein Kätzchen zu meiner Linken, ein turnendes, kleines Mädchen auf meinem Bauch, an meiner Brust, quer über meinem Vorlese-Buch… und rechts von mir Kind1 an meine Schulter gelehnt. Er stupst mich geistesabwesend  ins Bein, dehnt und streckt meine Finger, ohne den Blick von den Kinderbuch-Illustrationen zu lösen.
Ja, noch ist Zeit.
Es gibt kein Gestern mehr, ein Morgen wird es vielleicht geben, vielleicht auch nicht- aber da ist ein Heute. Ein Jetzt.  Darum schliesse ich meine Hand.
Ein Haschen nach Wind, das ist mir bewusst.
Und gerade darum so kostbar, innig und berührend.
Dankbar hier und jetzt zu nehmen, was ist, ist alles, was ich tun kann.
Den Rest besorgt ein anderer.
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18 Kommentare zu aus meinem Tagebuch

  1. mausekind sagt:

    Du liebe Bora-Mama. Deine Worte berühren mich so sehr…habe ich doch noch mehr Zeit des totalen Gebrauchtwerdens und Brauchens vor mir, kann ich Dir trotzdem nachfühlen. Aber Du hast selbst schon das Beste für den Umgang mit diesem Abschnitt gefunden: akzeptieren und achtsam die Momente im hier und jetzt genießen…denn nur im Moment leben wir und können aktiv alles umsetzen was uns wichtig ist. Witzig, gerade habe ich einen Eintrag geschrieben über meinen Versuch immer achstamer mit Greta das Leben zu genießen. Schwer fällt mir nicht zuviel Zeit mit Planen und Überlegen für die Zukunft zu verbringen…da muss ich mich noch trainieren 🙂 Magst Du was zu meinem Grübelei Post sagen? Ich hab mich schon fast gegen die Arbeit entschieden. Mein Bauch und Herz können nicht richtig Ja sagen. Ich find das Leben zu kurz und die Zeit mit dem kleinen reinen Herz erst recht…und dann denk ich sind 24h am Stück weg einmal pro Woche zuviel…ich grüße Dich!!!

  2. mausekind sagt:

    huch, das ist mir unheimlich…gerade hast du mir schon geantwortet und ich freue mich so sehr über deine worte. fühle mich sehr verstanden! früher als kind habe ich mir immer vorgestellt dass ich einen seelenfreund an der seite habe der mich versteht und dem positiv zuspricht was ich empfinde…genauso wirken deine worte oft auf mich. danke dir! ja, ich glaube ich lasse die zeit kommen wenn sie will…

  3. Ramona sagt:

    Liebe Bora

    ich kann dich sooo gut verstehen-meine Grossen sind ja schon 17 und fast 15 Jahre-und glaub mir ich hab mir schon mehr als einmal gewünscht-einfach mal am Zeitrad zu drehen weil natürlich Kinder in diesem Alter nicht immer einfach sind-aber es gibt auch die schönen Momente-wenn meine Grossen zum Bespiel in Erinnerungen schwelgen und schwärmen wie schön Weihnachten immer war als sie noch klein waren-früher (sagen sie).Vor Kurzem (denke ich)Und ich musste gerade bei meiner Ältesten gerade erst wieder lernen loszulassen(und das ist mir nicht immer leicht gefallen)und ihr zugestehen eigene Entscheidungen für ihr Leben zu treffen-auch wenn die nicht immer meinen Vorstellungen entsprechen.Aber ich bin zuversichtlich-das die Dinge die man ihnen mitgibt in den Kindertagen auch fruchten werden auch wenn es in der Pubertät erst mal nicht danach aussieht. Ausserdem habe ich ja noch meine beiden Kleinen und bei ihnen war mir viel eher bewusst das die Kinderzeit ja auch irgendwann vorbei ist-Ich bin manchmal traurig dass die Zeit so schnell vergangen ist und dann neige ich dazu in der Vergangenheit zu schwelgen-deshalb versuche ich jeden Moment im hier und jetzt zu leben ganz bewusst, aber leider gelingt mir das nicht immer…

    LG Ramona

  4. Katarina sagt:

    Tja, was soll ich dazu sagen? Mein Grosser wurde vor drei Wochen 35 Jahre alt, meine Kleine wird im Mai 30 … Es gibt nichts anderes, als diese kostbaren Jahre zu geniessen, in denen unsere Kinder Kinder sind – auch wenn wir ein Leben lang Mütter bleiben!
    Wie eindringlich du das beschreibst! Bleibe so im Hier und Jetzt; etwas anderes gibt es nur vielleicht … 😉
    Herzlich, Katarina

  5. Anja sagt:

    Ach liebe Bora, dein Post hat mich zu Tränen gerührt. Obwohl meine Kinder ja noch nicht so alt sind, kann ich das Gefühl sehr gut nachempfinden. Es gibt Tage, da freue ich mich auf die Zeit, wenn sie grösser und selbstständiger sind, dann gibt es Tage, in welchen mir die Zeit zwischen den Fingern zu zerinnen scheint – es geht alles viel zu schnell – und dann gibt es die Tage, in welchen ich es schaffe, im Hier und Jetzt zu leben und die Zeit mit meinen
    Kleinen einfach zu geniessen, so wie du das so treffend und schön beschreibst… Gerade in den letzten Wochen, ist das alles auch ein Thema für mich und wirft mich immer wieder emotional aus der Bahn, auch wenn bei uns die Pubertät noch in weiter Ferne liegt… Wie gut tut es da, deine Gedanken zu lesen! Vielen Dank für dieses Teilen, du Liebe!

  6. Allerleirauh sagt:

    Kinder sind verschieden, nicht alle lassen die gleiche Nähe zu. Deine Kinder werden dich aber sicher noch viele Jahre „brauchen“.
    Wenn ich sehe, wie zärtlich der Umgang zwischen mir und meiner 16jährigen ist und wie sehr auch mein 20jähriger mir Nahe steht, dann bin ich schon sehr dankbar und auch erstaunt, dass das so ist. Es hat halt eine ander Qualität, als mit kleinen Kindern. Aber man muss immer daran denken, dass man auch einmal vor Jahren sehr freudig in ein eigenes Leben ohne Eltern gestartet ist. Und ich werde meiner Mutter ewig dankbar sein, dass sie mich hat ziehen lassen, ohne mich halten zu wollen.
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

  7. Gabriela sagt:

    Liebe Bora
    es ist eine wundervolle Aufgabe, den Boden, in dem die Kinder wachsen, zu pflegen, das Wurzelwachstum zu begleiten. Die Säfte gehen durch unser Herz, der Vergleich mit der Nabelschnur und der Plazenta ist so stimmig.
    Aber es ist auch eine wundervolle Aufgabe, die Kinder beim Entwickeln und Entfalten ihrer Flügel zu begleiten, auch wenn die Qualitäten, die ich dafür brauche, ganz andere sind.
    Es ist ein neues Land, eine neue Sprache, neue Düfte, neue Winde, aber wenn du bewusst übst, im Jetzt zu leben, wird nie je ein Jetzt weniger wertvoll sein als das vorangegangene.
    (Und den Moment, in dem du entdeckst, dass unmerklich auch dir wieder kleine Flügel wachsen, wenn die Nabelschnüre sich zurückbilden, den wirst du sicher auch wundervoll beschreiben auf irgend einer jetzt noch ganz reinen weissen Seite. Vielleicht ist der Stift dann rot… )
    Liebe Grüss in deinen JETZT!
    Gabriela

  8. Tinki sagt:

    Weißt Du Bora – es sind alles Zeiten, die irgendwie schön sind. Die ganz Kleinen Kinder brauchen einen so sehr – sind aber auch sehr abhängig und unselbstständig. Die Größeren gehen so langsam ihr eigenes Leben und suchen sich in ihrer Umwelt die Erlebnisse und kehren zur Sicherheit zur Mutter zurück. Dann kommt aber die Phase des Ablösens – ja und das ist bestimmt als Mutter nicht leicht. – Oder vielleicht doch, weil man merkt, das die Zeit gekommen ist, wo sie ihr eigenes Leben führen wollen und können – mit allen Fehlern und Erfolgen ( meine Große ist 19 ).
    Es gibt immer ein Geben und ein Nehmen. Aber als Mutter ist es vor allem auch irgendwann ein Lassen und auch ein Verantwortung an die Persönlichkeit des Kindes abgeben… sie dürfen auch selber Entscheidungen treffen und selber Fehler machen. Dafür gibt es dann Konsequenzen, die sie tragen müssen. Dies zu ertragen als Mutter ist wohl das Schwierigste was es gibt. Dennoch – nur dadurch lernen sie doch ihr Leben zu meistern – und nicht dadurch, daß man ihnen nur Kissen zum Fallen daneben legt…
    Ja ich glaube, daß Du es gut machst – es ist wohl eine Mischung aus Nähe und Entfernung, die das Leben der Mütter und Kinder aneinander bindet. Sonst würden sie vielleicht den Faden irgendwann durchtrennen, wenn die Leine zu eng wird.
    Liebe Grüße Tinki

  9. Den Text von K. Gibran kennst du wahrscheinlich (Eure Kinder sind nicht eure Kinder)… http://www.gedichte-lyrik-poesie.de/Khalil_Gibran_Von_den_Kindern/index.html ich finde ihn so passend für diese Prozesse des Loslassens, die so wichtig sind und gleichzeitig so unheimlich schwer.
    Dieses Begreifen, dass es um das Jetzt geht, ist wichtig, glaube ich. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Dieses „in die Hände eines anderen“ legen können, das Vertrauen auf das Getragensein in seiner Hand… vielleicht schafft es Erleichterung in Momenten wo die Fragen, Sorgen, Ängste… überhand nehmen.
    Du bist eine wunderbare Mutter und wirst immer wichtig für deinen Jungen sein, auch wenn er eines Tages außer Haus ist und eine andere Frau an seiner Seite „die wichtigste“ ist. Als Mutter gibst du deinem Kind so vieles mit für sein Leben, und du bemühst dich so sehr um das Gute für deine Kinder. Dein Junge wird sicher großartiges aus diesen Geschenken die du ihm mitgibst in seinem Leben machen. Alles Liebe, Bora. maria

  10. Liebe Bora!
    Ich verfolge nun schon einige Zeit deinen Blog. Dein letzter Eintrag hat mich besonders berührt. Du hast eine Gabe Gefühle auszudrücken, dass man selbst glaubt in deiner Haut zu stecken…..so einfühlsam…. poetisch….. ergreifend….. wunderschön!
    Ich selbst habe auch ein kleines Mädchen und die Zeit des Gebrauchtwerdens ist bei mir hoffentlich noch sehr lang…..ich habe mir seltsamerweise auch schon Gedanken darüber gemacht wie es mal sein wird, wenn ich nicht mehr die Hauptperson bin….. und allein dieser Gedanke lässt mich jede Minute und Sekunde mit meinem kleinen Schatz noch mehr genießen….. ich möchte ihr all die großen und kleinen Wunder unserer Welt zeigen und sie bestmöglich für das Leben da draußen vorbereiten…..
    Herzliche Grüße, Nadja

  11. liebe liebe bora,

    auch mich haben deine worte sehr ge- und berührt, denn auch bei mir wird kräftig an der leine gezogen – und immer wieder zurückgeschnackt (ich stelle es mir wie ein gummiband vor, das sie dehnen und daran probieren, wie weit sie sich schon wegtrauen können).

    9 (bald 10) jahre, der rubikon – ich find es sehr schwierig, mit diesem nicht-mehr-gewollt-und doch-gebraucht-werden umzugehen. die selbständigkeit genieße ich – meine große geht ohne mich durch die stadt zu ihren freundinnen, zum geigen, in den wald zum spielen. das weggestoßenwerden hingegen ist mir oft zu heftig, und auch sehr schwer, es nicht persönlich zu nehmen, wo es mich doch auch persönlich be-trifft.

    'das wichtigste was eltern ihren kindern geben können sind wurzeln und flügel' (oder so ähnlich) – genau der übergang von den wurzeln zu den flügeln vollzieht sich gerade, denke ich mir. für die mama sieht das so aus, einerseits zu sorgen, andererseits loszulassen. und in beidem das schöne sehen zu können!

    herzliche grüße!

  12. kirschkernzeit sagt:

    Ich möchte mich von ganzem Herzen bei euch bedanken für eure sensiblen und tröstenden Worte. Einige von euch sind schon sehr erfahrene Mütter, und ich bin dankbar, aus eurem Wissen schöpfen zu dürfen! Danke! Auch für das Mitfühlen von euch allen; es tut gut, zu lesen, dass es euch manchmal ähnlich geht oder dass diese Zeit eine gute und wichtige Zeit ist, sein kann… Danke einfach für euch; ihr gebt mir immer wieder Halt, indem ihr einfach „da“ seid!
    Bora, die in den nächsten tagen bestimmt wieder bei euch vorbeischaut…

  13. Sanne sagt:

    liebe Bora,
    mit einer herzlichen Umarmung danke ich dir für deinen Blog mit deinen guten Worten.
    Ich habe für mich das frühere „guter Hoffnung sein“ einfach übertragen auf die momentane Zeit, ich bin auch jetzt guter Hoffnung.

    das ist ein wärmendes Gefühl, weil es einen stärkt, wir Mütter sind nicht allein, es hält auch uns einer, denn Er wurde gefragt und Er sagte : JA!

    Mein Ältester ist ganz präsent bei uns, wir sehen uns oft, er redet viel mit uns, wir sind liebevoll zärtlich miteinander.

    durch Krankheit erkennt man den Wert der Gesundheit.

    nun ist die Pubertät keine Krankheit.
    Kinder und Eltern machen eine Verwandlung, es wird nur anders, nicht schlechter, es kann heftig sein, ich weiss dies sicher, aber es lässt das Gottvertrauen wachsen.Und das ist was ganz besonders Gutes.

    herzliche Grüße in die Schweiz

    Sanne

  14. *eni* sagt:

    liebe bora…ich finde keine worte…
    nur…das deine worte mich so sehr berühren!
    immer wieder muss ich darüber nachdenken…
    hab danke für´s teilhaben lassen an diesen…deinen…gefühlen…
    gefühle eines mutterherzens…

    fühl dich fest in den arm genommen und verstanden!!!

    liebgruss von herzen
    eni

  15. *eni* sagt:

    ach doch…eins noch…
    mir summt gerade das lied von reinhard mey durch den kopf… eines meiner liebsten…“kleines mädchen“…
    und…wir sind mütter…und bleiben mütter…ein leben lang. auch wenn unsere kleines flügel bekommen…losfliegen…in die welt hinaus…
    sind wir doch mütter…und bleiben es…
    sind immer da…und ich bin mir gewiss, wenn wir sie fliegen lassen, werden sie immer zurück kommen…auch wenn das oft schwer ist und ein wehes herz bedeutet…

    umarmung
    eni

  16. Bernadette sagt:

    Meine „Große“ wird nun bald zehn und ich spüre auch ganz deutlich, dass sich etwas ändert. Noch gibt es Phasen, da ist alles „wie früher“, aber seltener. Und ich muss mich erst daran gewöhnen und es fällt mir nicht leicht. Es ist, als müsste man kleinweise den Menschen kennenlernen, der in dem Kinde steckt. Und immer entspricht das nicht genau der Vorstellung, die man hatte. Nicht schlechter, aber anders und manchmal fällt es mir gar nicht leicht, dass zu akzeptieren. Das ich noch eine ganz Kleine habe, macht es für mich leichter, das Loslassen.
    Sei ganz lieb gegrüßt!

  17. Ich bin per Zufall hier gelandet und habe soeben ein paar Tränchen weggewischt. Dein Text hat mich sehr berührt, stecke ich doch gerade auch in dieser Situiaton 😉 Du hast alles sehr schön formuliert, beschrieben und ausgedrückt. Ich kann dir nur zustimmen und auch darauf vertrauen, dass ein anderer sein Auge auf die „Grossen“ wirft.
    Liebe Grüsse, Daniela

  18. Ein wunderschönes „Soul-Mama“-Bild – das hier drüber! Erinnert mich sehr daran, als die meinen noch klein waren. Die sind jetzt „leider“ auch schon alle erwachsen.
    Und ich habe Deine Zeilen auch mit etwas Wehmut gelesen … die Entwicklung schreitet unaufhörlich voran, ohne daß wir daran etwas tun können. Nur Liebe geben … und hoffen … so kommt eines Tages so manches zurück.
    Aber es ist nicht so leicht … die Pubertät kann schon manchmal schlimm sein 😉 Dann erinnert man sich, wie man selbst auch einmal war. Deshalb kann ich heute auch auf meine Mutti ganz anders zugehen.

    Herzlicher Gruß
    Sara

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