aus dem Strick-Körbchen

Der Schnee am letzten Wochen-Ende war schon eine grosse (und nicht unbedingt besonders schöne) Überraschung, das muss ich zugeben. Wer erwartet denn auch eine winterweisse Wunderwelt, wenn die Bäume Knospen tragen und die ersten Tulpen aufblühen? (Tulpen?! Schon? Wie die Zeit vergeht, eben erst waren es doch noch die Osterglocken!)
Eben. Niemand. Und es war nicht bloss so ein bisschen Puderzucker-Schnee, der da über Nacht fiel; das war eine richtig dicke, feste Schnee-Decke!

Als ich Sonntag morgens auf der Treppe stand -ich wollte Frühstück machen gehen- und mein Blick auf den merkwürdig blass-hellen Garten fiel, wäre ich fast die Treppe runtergepurzelt vor lauter Schreck… Aber naja, schliesslich ist April, oder? Der hat seinen ganz eigenen Kopf und eine merkwürdige Art von Humor bisweilen… Und ganz so schlimm war es ja nun auch wieder nicht. Die Natur nahm das Ganze jedenfall ziemlich gelassen, hatte ich den Eindruck; die Knospen schwellten ungeniert, die Blumen liessen den Schnee einfach abtauen und öffneten ihre Blütenblätter unbeirrt weiter in Richtung Himmel, wo die Sonne bereits wieder lacht als hätte sie das Ganze ganz witzig gefunden. Jaja, Launen der Natur…
Und wisst ihr was? Im tiefsten Innern meines Herzens habe ich den Überraschungs-Schnee sogar ein bisschen genossen. Er passte so gut. So gut zu meiner Strick-Laune…

Schon den ganzen Winter über fühlte ich mich ziemlich hingezogen zu meinen Strick-Sachen. Obwohl ich nach wie vor keine wirkliche Könnerin bin und auch nicht die Geduldigste oder Experimentier-Freudigste, was Maschen und Muster angeht. Am liebsten stricke ich, was ich schon kenne, so langweilig das jetzt klingt. Das Vertraute macht mich ruhig und gelassen, und wahrscheinlich ist das genau das, was ich jetzt brauche in meinem Alltag als Mutter kleiner Kinder und eines präpubertären … ähm … Burschen.

Das elfenbeinfarbene Zwergenmützchen und die orange Elfenmütze für Nellie und ihr Brüderchen waren, glaube ich, die letzten Strick-Projekte, die ich in den Händen hielt… Auf alle Fälle die letzten gestrickten Dinge, die es hier in meinen Blog geschafft haben. Ich glaube, das sind wirklich so ein bisschen meine Babys, diese beiden Mützchen, einfach, wunderschön und sehr, sehr vertraut, schon zu Beginn, wenn sie sich als straffe, kleine Anschlags-Schlingen um meine Nadel legen, über die Wachstums-Phase, wo ich schon fast blind Masche an Masche reihe und mich einfach nur freuen darf über das, was entsteht, bis hin zum fertigen Mützchen, wenn plötzlich ein freches, süsses Kinder-Gesichtchen darunter hervorblinzelt… Irgendwie werde ich meine Kinder wohl immer als kleine Zwerglein in Erinnerung behalten, wenn ich an ihre ersten Lebens-Jahre zurückdenke…
Manche Dinge werden wirklich zu einem Teil unserer selbst irgendwann mit den Jahren, schätze ich…

Und nun ja… das Elfenbein-Zwergen-Mützchen aus Baumwolle („Safran“ von Drops)  ging ja auf Reisen, mitsamt der warmen, dicken Elfenmütze (aus „Eskimo“, auch von Drops). Hier im Hause Kirschkernzeit bleibt meinem Baby nur noch ein mollig-weiches Alpaca-Zwergen-Mützchen, zwar ungemein kuschelig und anschmiegsam und definitiv eines meiner allerliebsten Strick-Stücke ever made, für den kommenden Frühling aber vielleicht doch etwas zu warm. Soll ich sagen „zum Glück“? Ich meine, Stricken macht doch eigentlich am meisten Freude, wenn ein wirkliches Bedürfnis dahinter steht, das gestillt werden will, oder?
Der erste Knäuel Safran in „natur“ liegt jedenfalls schon bereit. Und auch die Nadeln (Nr.3) habe ich heut morgen noch herausgesucht. Fehlen bloss noch Zeit und Gelegenheit… Aber auch das wird sich finde, wenn die Zeit reif ist.

Hier wartet allerdings nicht nur Baumwoll-Garn auf seine Bestimmung: ein riesengrosser Berg schwarz-meliertes Alpaca-Woll-Garn liegt ganz hinten auf dem grossen Tisch meiner Büro-Ecke, neben anderen Knäueln und Strangen zwar, die alle gemeinsam vor sich hin stauben, aber mit dem grossen Unterschied, dass ich hier ganz genau weiss, was daraus werden soll: Eine schwere, warme „Two Lights Blanket“-Decke für Herrn Kirschkernzeit, der im Winter einmal (als die Streifendecke meines Babys fertig wurde) einen leisen Wunsch in die Richtung hin geäussert hatte. – Und mir damit einen Herzens-Wunsch erfüllte; Endlich eine Gelegenheit, meinen Strickmuffel von Mann zu bestricken! Davon träume ich ja schon seit Jahren…

Und dann liegt hier auch noch ganz anderes rum. Angefangenes, Verschupftes, das irgendwie mittendrin seinen Reiz verloren hat. Eine einsame, grasgrüne Babysocke zum Beispiel. Ich hatte sie damals angestrickt, weil mir die kleinen, blauen Baby Booties so unheimlich gut gefielen, aber dann … Im Grunde fehlt ja nur noch die Söckchen-Spitze… und ein Socken-Zwilling für den anderen Fuss… Ein klein wenig stricken, so einfach, so winzig, so unspektakulär, und mein Baby könnte den Frühling mit nigelnagelneuen grünen Strick-Söckchen begrüssen- vielleicht sogar seine ersten Schrittchen darin machen… Hmm… Kling verlockend…

Keine Chance hingegen hatte dieses Projekt hier: Der „Very pritty lace scarf“ aus „More Last Minute Knitted Gifts“ von Joelle Hoverson (das es auch auf Deutsch gibt) mag zwar wirklich ziemlich hübsch sein, für mein bescheidenes Strick-Talent, mein Mass an Geduld und -vor allem- für meine Art von Alltag und Alltags-Abende (wären das dann „Allabende“?) ist so ein Loch-Muster wohl einfach eine Stufe zu ambitiös. Drei Mal gab ich ihm eine Chance. Und drei Mal musste ich das Handtuch werfen. Reloaded? Ich weiss nicht so recht. Mir fehlt wohl die Ruhe für so was, und zwar innerlich wie äusserlich. Ich meine, hier muss man zählen, sich Reihen und Schritte merken, richtig denken muss man… und das schaffe ich einfach kaum im Augenblick. Mein Kopf ist schwerfällig und meine Strick-Momente sind kurz, kaum vorhersehbar und werden (selbst nachts) immer wieder unterbrochen. Sie tun mir gut, diese Momente, keine Frage, sie tun mir ehrlich sehr, sehr gut… aber nur solange ich keine hohen Erwartungen setze. Simple, schnelle, repetitiv wirkende Sachen sind wohl eher das, was ich brauche zur Zeit. By by also „Very pritty lace scarf“. Wir sehen uns noch. Eines Tages.

Aufgeschoben bedeutet ja gottlob nicht in jeden Fall auch aufgehoben; das Strickmuster für diese supersupersuper-bequemen und umwerfend einfach zu strickenden Schlotterschlabberhosen lag nämlich auch an die 3 Jahre lang in meinem Sammel-Ordner. Damals plante ich noch knallpinkfarbenes Baumwoll-Garn dafür ein, für den totalen Girlie-Effekt… aber das Garn kam ins Brocki ohne verstrickt zu werden. Nicht, dass mir Pink grundsätzlich nicht gefallen würde, wohlportioniert empfinde ich Pink sogar als sehr inspirierend und tröstlich, doch als Babykleidung… Ich glaube, da wird mir Pink doch schnell einmal zu sehr Barbie
Abgetönte, leicht schmutzig wirkende Erd- und Beerentöne, ja, das bin ich. Und meine Kinder wiederum, sind ein Teil von mir. Ihr versteht, was ich meine… Mein Babykind kriegt also rost-rote Strick-Hosen, statt Hello Kitty Rosa- Sehr zum Leidwesen meines Mädchens, das äusserst stolz ist auf seine kleine Sammlung wie den „Hello Kitty“- Velo-Helm (von Oma), das „Hello Kitty“-Pijama (second hand) und das „Hello Kitty“-Rüschen-Kleidchen (ein verrückte-Tanten-Geschenk). Am liebsten würde sie das Babykind von Kopf bis Fuss in Hello Kitty kleiden, so viel steht fest.
Aber zurück zur Hose. „Kanoko Pants“ heisst sie und sie kommt aus dem fernen Japan, wo „Ymymmytm“ (was für ein Zungenbrecher!) die zauberhaftesten Sachen strickt (guckt euch nur mal dieses süsse Bienchen-Cape an!). Ja, diese Art von Stricken mag ich! Wo nichts schiefgeht, sondern alles so schön ruhig und friedlich auf sein Ziel hin fliesst…
Aber mehr dazu später, ja? In einem nächsten Post. Der hier platz ja bald aus allen Nähten *räusper*.

Wo wir gerade vom Dahinfliessen sprechen…

In diesem Augenblick arbeite ich übrigens gerade an einem ganz besonders schön entspannenden Strick-Projekt, an einem, das mir schon so vertraut und lieb geworden ist, dass das Stricken wirklich zur reinen Freude wird, ganz ohne Ängste und Unsicherheiten, vollkommen un-aufgeregt. Ein Projekt ganz nach meinem Herzen… Aber -psst!-mehr wird nicht verraten. Nur so viel: All jene unter euch, die Baby-Westen lieben und sich schwer tun mit Englischen Strick-Anleitungen dürfen aufatmen…
Bis demnächst!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Kommentare zu aus dem Strick-Körbchen

  1. Raniso sagt:

    Hihihi, Hello Kitty im Hause Kirschkernzeit, ein Einblick der dein Blogger-Ich in einem ganz anderen Licht sehen lässt *zwinker* *kicher*
    Du, also für mich bist du ganz und gar keine Strickanfängerin! Von so schönen Sachen erzählst du da… und die Zeiten ändern sich, das weisst du selber, irgendwann gehören Abende und Nächte wieder so ziemlich dir… Bis dahin zauberst du andere, schöne Sachen! Strickst du etwa mit deinem eigenen Garn?!?
    Ganz liebi grüäss, anja

    • kirschkernzeit sagt:

      Danke für die schönen Lorbeeren 🙂 Aber eigenes Garn verstricken wöre doch noch zu gewagt; DAS kann wohl keiner tragen… Nein, das Garn ist bloss gekauft, handgesponnene Bourette-Seide, was jetzt besser klingt, als es ist, weil der Faden rasch reisst. Aber der Handmade-Look ist herrlich, stimmt’s? liebe Grüsse! Bora

      • kirschkernzeit sagt:

        Von wegen Hello Kitty: man soll nicht sagen können, ich würde euch die kirschkernschen Schattenseiten vorenthalten 😉

  2. Rita sagt:

    HI Bora
    Lieben Dank für Deinen Kommentar;)!!! Willst war bestellen??*grins*Hab leider keine grünen Reste mehr…
    Deine Strickereien sind doch toll! Ich versuch zwar auch immer wieder mal was, aber Altbewährtes ist speditiv und entspannt gestrickt und das Gefühl dabei ist doch auch immer positiv;)!!
    Wünsch Dir viel Freude beim Stricken, egal ob kalt oder heiss;)
    Ein ganz tolles Wochenende!
    Herzlich, Rita

  3. Galina sagt:

    Bora du machst so schöne dinge ,und ich bin auch schon ganz gespant.Die Hose ist so toll, ich stricke auch am liebsten etwas ganz ohne schwierige Muster.Werde mir auch mall die wolle bestellen ,ich bin dabei einen großen Teppich aus Tischhörts zu flechten und dann zusammen Nähen .Es war wider schön bei dir.Gruß Galina

    • kirschkernzeit sagt:

      Aber das klingt doch TOLL: ein Teppich! Klasse! Davon träume ich noch … 😉

      • Galina sagt:

        ich kann mit der Nähmaschine den Teppich nicht nähen es ist zu dick ,kannst du mir vielleicht sagen was ich für eine Nadel brauch um so dicke sahen zu nähen .ich habe mit nähen noch nicht so viel Erfahrung .

        • kirschkernzeit sagt:

          Oh, hmmm… Also ich habe solche Resten-Teppiche bisher nur als handgemachte Projekte gesehen, weisst du. Soulemama zB.hat ihn glaube ich mit einer krummen dicken Nadel zusammengenäht (also die geflochtenen Jersey-Zöpfe). Ich glaube, diese Nadel ist extra für Teppiche, sehr stabil und eben krumm, damit man gut um die Rundungen kommt. Gibt’s wohl im Fachhandel. Aber an der Maschine??? Ich kann mir das auch nicht vorstellen, dass das geht… Vielleicht häkelst du die Shirt-Streifen einfach? Guck doch mal kurz bei Drops vorbei:
          hier ist zB. was:
          http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=147&d_id=17&lang=de
          oder hier:
          http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=147&d_id=17&lang=de

          ich hoffe, es klappt!
          Bora

          • Galina sagt:

            danke für die Antwort ,ich bleibe dann bei der guten Nadel in meiner Hand und viel Geduld , genäht sieht das schöner aus als gehäkelt, ich bin ganz begeistert von dem Teppich . Ganz liebe Grüß und bis bald

          • kirschkernzeit sagt:

            Prima! Ja, genäht ist schon superschön, das finde ich auch. Viel Geduld wünsche ich dir… Wird bestimmt ein Stück, auf das du stolz sein kannst!

  4. Bianca sagt:

    Oh du Liebe,

    du hast meinen Abend versüßt!! Mit was? Ist doch klar –> mit der Ankündigung zur Babyweste
    *hibbel* ich freu mich jetzt schon wie bolle ♥

    Dir noch einen schönen ruhigen Abend

    Bianca

    • kirschkernzeit sagt:

      Hihi, gut geraten! 😉 Schön, dass du dich so freust- Ja, ich hab die Erlaubnis gekriegt und hoffe nur, dass die Weste, die ich gerade stricke als Post-Bild auch wirklich gut wird… Ich habe etwas zu dünnes Garn, bzw. ist mein Baby nicht mehr so klein wie die Original-Pebbel-Weste und so wird das Foto genau passen, weil ich mehr Reihen und Maschen habe als in der Strickanleitung… Mal sehen, ob ich nicht doch noch eine mit ganz dicker Wolle mache, damit keiner verwirrt wird durch den Unterschied von Anleitung/Bild…

  5. Oh, ich hoffe in ein paar Jahren ist Hello Kitty out. Oder lernt man da als Mama drüber hinwegzusehen? Oder wie kann man solche „Geschenke“ entgegennehmen (lassen)? :o)

    • kirschkernzeit sagt:

      Oh, also damit habe ich eigentlich keine Probleme, weisst du. 😉 Ich glaube, man lernt als Mama ein bisschen Toleranz in solchen Dingen… Ich meine, Hello Kitty ist ja keine Droge oder so, sondern bloss ein Ding mit einem Kätzchen drauf, wenn man das Ganze mal nüchtern betrachtet… Ich bin absolut strickte in den Dingen, die mir persönlich wirklich wichtig sind, Video-Games oder überhaupt Filme etc.werden nicht geschenkt oder gekauft, genauso wenig wie Energy Drinks, Spielzeugwaffen (ausser fürs Cowboy-Kostüm) und anderes, aber mir ist es auch sehr wichtig, dass die Kinder sein dürfen wie sie eben sind (innerhalb gewisser Grenzen) und wir hier nicht allzu sektiererisch auftreten, wenn es um Dinge des persönlichen Geschmackes geht, und Hello Kitty geht für mich ein wenig in die Richtung, wo der Geschmack sich ganz klar trennt zwischen meiner Tochter und mir. Ich meine, ich bin nicht gerade begeistert von Hello Kitty, das stimmt, ich finde, da steckt eine ganze Industrie dahinter und macht ihr Geld damit, aber mein Kind findet die Katze süss und Rosa ganz wunderschön (und Lila und Rot und manchmal auch Blau…) und im richtigen Rahmen denke ich, darf sogar das seinen Platz in einem Kinderleben haben- solange das Kind sich nicht darüber definiert und ALLES kauft, bloss weil da das richtige Sujet drauf gedruckt ist. Ich biete ganz bestimmt nichts davon an, das nicht. Ich suche Alternativen und setze mein Kind auch keiner Werbung aus oder ellenlangen, mit solchem Massen-Kram vollgestopften Kaufhaus-Regalen. Ich versuche, vorzuleben, dass man Dinge selber machen kann und dass der Trödler oder Omas Estrich totale Wunderkisten sind. Aber die Welt ist da und gerade Kinder suchen sich ihre Nischen und haben ihren eigenen Kopf. Das muss wohl so sein. Für mein Mädchen sind ihre Hello Kitty Sachen echte Schätze. Sie trägt sie gerne und ich lasse sie ihre Freude dran haben. Gleichzeitig bemerke ich, wie die Begeisterung so langsam abebbt, wie sie anderen Kleidern auch wieder den Vorzug gibt und sogar Hello Kitty übersieht, wenn wir im Laden stehen… Ich glaube, wenn ich jetzt total extrem dagegen geredet hätte, wäre die Faszination Hello Kitty sehr viel stärker und länger geblieben, weil ich es mit meiner kompromisslosen Haltung zu etwas noch Wichtigerem und Spannenderem gemacht hätte… Ich denke, je nach Kind und Situation -und je nachdem, worum es geht- ist es ganz gut, die eigenen Vorlieben schweren Herzens ein bisschen zurück zu stellen, einfach, weil Kinder ja doch eigene Persönlichkeiten sind, die vielleicht Dinge mögen, die uns widerstehen (solange wir sie nicht für WIRKLICH schlimm oder sogar gefährlich halten)… Aber wie gesagt, bei manchen Dingen bin ich durchaus nicht so …öhm… kompromissbereit 😉 Und weisst du was? Ich war selber totaler Hello Kitty Fan vor 25 Jahren oder so! Kaum zu glaube, aber wahr; so lange gibt es diesen Fimmel schon. Noch heute gefällt mir das Sujet gar nicht mal so schlecht, wenn ich es mir recht überlege… Bloss die Geldmacherei damit und die üblen sozialen und ökologischen Hintergründe, die müssten nicht sein (wobei man die ja auch ein bisschen umschiffen kann, wenn man secondhand kauft…)
      liebe Grüsse! Bora

      • Du Liebe,
        danke für Deine Antworten hier und bei mir!
        Ich dachte bereits öfters, so lange ich entscheiden kann tu ich das auch. Mal sehn wenn sich eigene Vorlieben entwickeln, die will ich ja respektieren, man wächst ja auch als Mama! (Hoffentlich kann ich Schritt halten.)
        Ich habe das die letzten zehn Jahre im Nahen Umfeld beobachtet, erst Bob der Baumeister, dann Cars, dann der eine Fußballclub, jetzt der andere… und meist geht es nicht um Herzenswünsche, sondern ist schlicht Reinfallen auf die Industrie.
        In den eigenen vier Wänden kann man sich ja noch davor hüten, aber sobald es dann in die große Welt geht… hui das wird spannend. Aber Du hast recht, wir waren ja auch mal klein…
        Ganz lieben Gruß!

        • kirschkernzeit sagt:

          Oh, ich bin total froh, dass du dich nicht überfahren fühlst von meiner laaaaaaaaaaangen Antwort! *freu* Ich finde das extrem schwierig manchmal, schreibend etwas zu erklären, ohne dass es negativ oder dogmatisch klingt, weisst du. Geschriebe Worte sind so anders als gesprochene; man kann sie ganz unterschiedlich interpretieren, weil da ja die Mimik und der Tonfall fehlt… Da habe ich oftmals Hemmungen und bin unsicher, wenn ich klar Stellung beziehe, denn man wird so transparent und angreifbar-und läuft gleichzeitig Gefahr, jemand anderen zu kränken oder zu verunsichern… Danke für deine Geduld!
          Ja, ich denke, ich sehe das ganz ähnlich; da kommt manchmal plötzlich eines zum anderen, sobald ein Kind auf ein bestimmtes, vermarktetes Thema anspricht. Ich glaube, viele ERwachsene möchten so unheimlich gerne schenken und sind dann schnell einmal masslos, wenn sie etwas entdeckt haben, das dem Kind gefällt. So funktionieren diese Trends ja auch, nehme ich an; man bietet einfach alles mögliche an in der gewünschten Reihe, vom Söckchen bis hin zur Zahnbürste. Die Kinder sind happy, die Erwachsenen auch- aber ganz besonders freut sich die Industrie, ist ja klar 😉 Da möchte ich auch um keinen Preis reinfallen, in diese Kauf-Falle, genau wie du, und solange ich kann, nehme ich Einfluss, so gut es geht (und es geht da eine ganze Menge), rede mit Verwandten und Freunden, wenn es ums Schenken geht, mache klaren Tisch, was wir auf gar keinen Fall fördern möchten und im Grunde fragen mich auch die meisten in unserem Umfeld, bevor sie etwa schenken um unsere Meinung. Das macht vieles viel einfacher, für alle Beteiligten. Weisst du, was mir ein bisschen geholfen hat, gerade auch beim Theme Hello Kitty? Dass nicht ich diejenige bin, die zB. so ein Kleidchen ins Haus gebracht hat (auch die Tante hat vorher angefragt, ob das okay ist). So ist jedes Stück wirklich was Besonderes und meine Tochter erwartet nicht von mir, dass ich jetzt so quasi die Hello Kitty-Reihe fortsetze 😉 Tut sie allerdings eh nicht; so süss sie Hello Kitty findet, da sind noch viel zu viele andere Dinge, die ihr gefallen! Gerade redet sie mit ihrem grossen Bruder im Zimmer nebenan. Sie tauschen ihre Herzensw¨ünsche (kein Witz, das passt jetzt echt unheimlich gut, nicht?) Sie: „Ich wünsche mir einen Pferfewagen zum Burtstag. Einen echten. Und du?“ (Er: „Eine Vogelspinne. Die sind so süss“)
          Ich glaube, du machst das ganz richtig so wie du es machst. Einfluss nehmen- vor allem auf die Erwachsenen rundherum, hihi.
          ganz herzlich
          Bora

          • Hei, jetzt mag ich doch nochmal antworten um DIr zu sagen dass Du Dir nicht so nen Kopf machen brauchst! Du hast das wunderbar ge- und beschrieben und gar nicht dogmatisch! Und ich war beim Lesen begeistert wie gut Du die Worte findest! Generell. Das ist doch das Schöne hier! :o)
            Ganz lieben Gruß!

  6. Mona sagt:

    Uuuiiiiii, da hüpft doch auch mein Herz gleich höher!!!
    Für das erwartete Maikäferchen wirds wohl nichts mehr werden, aber vielleicht für eben dieses zum Winter hin? Hach, welche Freude!
    Ich schicke dir ein paar Frühlingssonnenstrahlen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.