über das Bloggen oder: eine Grenzerfahrung

Die Tage nach jenem unschönen Samstag waren friedlich und beschwingt genug, um mich psychisch wieder auf die Beine zu bringen, und beim Lesen eurer Kommentare wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Gutes die Welt doch zu bieten hat; Menschen, die verstehen und trösten und Mut machen… 
Vielen , vielen, VIELEN Dank, ihr Allerliebsten! Ihr seid eine Quelle der Kraft für mich (das klingt jetzt vielleicht abgedroschen, aber ganz, ganz ehrlich; es stimmt!). 
Ihr lest hier so treu mit, nehmt euch die Zeit, mir zu schreiben, manchmal ellenlange Kommentare, die schon fast selber Post-Format haben… während ich mich rar gemacht habe in der letzten Zeit bei euch… das ist nicht böse gemeint, glaubt mir! Ich merke einfach, wie ich an meine Grenzen komme, nicht nur im realen Alltag, sondern auch hier mit diesem Blog- und mit meinem… nun ja, meinem Blogger-Leben generell, mit seinen wundervollen Bekanntschaften und euren „Tage-Büchern“, in denen ich blättern darf voll von euren Erlebnissen und Kunstwerken und Gedankengängen.
Glaubt mir, ich möchte so gerne regelmässig bei euch allen lesen, mich mitteilen und Anteilnehmen an dem, was euch beschäftigt, genau wie im echten Leben eben, euch zurückbesuchen und euch ein paar Worte da lassen, als Dankeschön und um euch zu unterstützen in euren Schreiben und Tun, genauso wie ihr das so oft macht bei mir. Aber ich muss einsehen, dass ich das schlichweg nicht schaffe. Nicht in dem Mass, wie ich es im Grunde will.
Meine Tage enden meistens erst um ca. 21:30 Uhr. Mein Laptop bleibt in der Regel geschlossen bis dahin, weil ich meinen Kindern einfach Vorrang geben möchte. Der Tag gehört ihnen, der Abend mir. Dann setzte ich mich hin, lade meine Fotos auf den Computer, sortiere, archiviere, lese meine e-mails und beginne meinen Blog-Post. Der dann lange, lange dauert, bis er fixfertig hier veröffentlicht wird… In der Regel schreibe ich drei bis vier Posts pro Woche -einer davon ist der an sich einfache „This moment“-Post- und durchschnittlich brauche ich für jeden dieser Posts über 1.5 Stunden Zeit, tendenziell eher mehr. Das bedeutet, so ein Blog-Post nimmt den ganzen Abend fast schon für sich alleine ein… Und an dieser Stelle fängt ja meine eigentliche Reise durchs Bloggerland erst richtig an…!
Eigentlich ist das in Ordnung so. Das Verfassen macht mir Freude (meistens) und bildet einen Fixpunkt in meinem eher strukturlosen Alltag. Nur kommt schon manchmal der Moment, an dem ich mich frage, ob mir das alles nicht langsam die Haare vom Kopf frisst… Wenn ich nämlich nur schon 20 von euch für, sagen wir, 3 Minuten besuche -was völlig utopisch ist, bei der Fülle die mich da herzlich Willkommen heisst- sitze ich bereits wieder eine Stunde vor dem Bildschirm. Auf meiner Liste stehen aber selten nur 20 Blogs…
Eine Weile habe ich hier unter euren Comments eine Rückmeldung verfasst, um mich nicht allzu sehr zu verzetteln. Zum Teil tue ich das heute noch, vor allem bei Fragen, die euch alle interessieren könnten oder wenn ich merke, dass ich mich unklar ausgedrückt habe und Stellung nehmen möchte. Aber das sind Ausnahmen. Mit der Zeit fand ich diese Art von Kommunikation nämlich zu… unpersönlich. Ihr müsst, um meine Anwort zu lesen, nämlich immer wieder hierher zurückkehren, eine Extra-Tour zu mir zurück also, dabei wäre die Reihe wirklich an mir… wenn man von Geben und Nehmen sprechen will… 
Das ist auch mein Stichwort: Geben und Nehmen. Eure Reaktionen sind jedes Mal derart warmherzig, lebensklug und offen- einfach unglaublich! Das Erste, was ich empfinde ich immer einer ungeheure Freude, wenn ich meine e-mails öffne… das Zweite dann ein leise nagende Art von Schuldgefühl, weil ich euch nicht sofort antworten kann… Mir scheint, ich nehme immer ein bisschen mehr, als ich überhaupt geben kann. Ein blödes Gefühl.
Natürlich habe ich wieder nachgedacht, gegrübelt vielmehr. Mir ist es wichtig, hier zu schreiben, weiterhin drei bis vier Mal wöchentlich, solange das möglich bleibt. Mir ist aber auch wichtig, dass eine Beziehung bestehen bleibt, zwischen mir und den Frauen, die hier lesen, also möchte ich gerne mindestens einmal die Woche eine Runde drehen im www. Falls ihr mal nicht dabei seid, seid bittebittebitte nicht böse- vielleicht seid ihr einfach untergegangen, versehentlich weggeklickt, oder die Zeit reichte einfach nicht mehr dazu… Meint ihr, das könnte so für euch noch stimmen?
Und zum Schluss möchte ich das Wort gerne an euch weitergeben. Ich habe schon oft von euch lernen dürfen (Danke noch für eure Tips fürs Fenster-Putzen!!!), darum würde ich wirklich gerne von euch wissen: Wie schafft ihr es, das Bloggen in euer Leben zu integrieren, ohne dass es krebsartig wuchert darin? Wie setzt ihr Grenzen, wie löst ihr das… „Beziehungs-Problem“ wo ständig die Zeit zu fehlen scheint fürs Lesen und Schreiben bei anderen?
Falls jemand diesem Thema einen ganzen Post widmen möchte (ich sehe immer wieder das riesengrosse Potential eurer Antworten!), wäre ich enorm lese-begierig! Es wäre schön wenn du dann einen Link zu dir, hinterlassen würdest, damit ich den Weg auch finde;-)
Habt einfach mein allerallergrösstes Dankeschön für jeden Schritt den ihr hierher macht! Ich schätze das und weiss, dass ihr mir damit einen Teil eurer Zeit schenkt . Und die ist so kostbar!
eure Bora
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21 Kommentare zu über das Bloggen oder: eine Grenzerfahrung

  1. Pia sagt:

    …die letzten Tage wunderte ich mich noch, wie manche im Bloggerland so viel und umfangreich posten können.
    Ich litt einen kleinen Moment lang drunter dachte mir dann…. was solls.
    Ich bin da ja niemals irgedneine Verpflichtung eingegangen, auch wenn es sich oftmals so anfühlt.
    Also blieb für mich untern Strich dass ich dann blogge, wenn ich Zeit dazu habe und es einfach Sachen gibt, die aus mir rauswollen. Und wenn ich nicht blogge, dann ist das so. Es ist kein Wettbewerb, sondern eben ein Tagebuch, eine Möglichkeit Dinge zu teilen, auf ganz freiwilliger Basis. Nicht mehr und nicht weniger. Eigentlich.
    Ich versuche es gelassen zu nehmen und denke trotzdem manchmal drübr nach ob ich das Blog einfach schließe. Naja, ich bin mal gespannt, was die anderen klugen Damen verraten.
    Liebste Grüße.
    Pia

  2. Komisch, was für ein Zufall. Gerade heute habe ich damit a u c h ein Problem. Ich fühle mich momentan auch ein bißchen (von mir selber) unter Druck gesetzt möglichst täglich zu posten und meine Blogrunde zu drehen. Aus Angst was zu verpassen, den Leuten nicht gerecht zu werden, die doch auch möglichst regelmäßig was von mir hören wollen. Der Preis ist, daß ich weniger am Leben teilnehme. Gerade heute fühle ich mich leer, ausgebrannt und müde. Ich möchte nicht auf Knopfdruck posten, denn es gibt auch Tage an denen ich mal nix zu sagen habe und lieber einfach mal nähe, stricke oder gar nichts tue. Ich brauche auch Pausen nach einem Arbeitstag der um 7 Uhr anfängt und frühestens um 18 Uhr aufhört! Danach kommt erst einmal die Familie, die mich schon sehnlichst erwartet. Und deshalb werde ich mir diese Pausen auch nehmen. Ich werde den Druck einfach rausnehmen, denn es ist, wie Pia schon schreibt, kein Wettbewerb.

    GlG, Heike

  3. Strickstube sagt:

    Hallo, liebe Bora
    Ich, nach langer Zeit, auch wieder mal… 🙂
    Mir gehts so ähnlich, wie dir.Mir reicht die Zeit einfach nie, um all meine treuen Blogbesucher regelmässig zu besuchen, geschweige, um bei dem ein, oder andern Besuch noch einen Kommentar zu hinterlassen.

    Für mich ist mein Blog eine *Art* Archiv für meine Handarbeiten, und div. andere Hobbys…
    Ich freue mich täglich an den vielen Besuchern, und natürlich über die *paar* Kommentare. Ich denke, es geht Allen ähnlich, wie dir, und mir, und wem bleibt schon Zeit übrig, um regelmässig zu kommentieren? Und schon ist auch bei mir 23:00h, ich bin müde, mache nochmals eine kurze Blogrunde, und dann, Guet Nacht

    Liebe Grüsse
    Hilde

  4. Susanne sagt:

    Liebe Bora,
    jeden deiner Posts lese ich, manchmal sogar mehrmals und wenn ich das Gefühl habe..ja, jetzt möcht ich etwas dazu sagen, dann mache ich es. Wenn ich nichts schreibe, heisst das nicht, dass es mich nicht berührt, aber es ist wie im „richtigen“ Leben, manche Gedanken und Gesprochenes lässt man auf sich wirken und trägt es mit sich davon, ohne sich dazu zu äußern. Die virtuelle Welt lebt natürlich vom geschriebenen Wort, es fehlt das reelle Gegenüber, ein Lächeln, das in die Augen schauen, die Mimik, die manchmal mehr sagen wie gesprochene Worte. Diese fehlenden Ausdrucksmöglichkeiten, hm..vielleicht sind es sie, die ein merkwürdiges Gefühl bei einem „unbemerkten“ Besuch hinterlassen?!
    Aber weisst, vielleicht weil ich selber kein regelmäßiger Kommentierer bin, werde ich auch niemals auch nur irgendjemandem „böse“ sein, der keine Spuren bei mir hinterlässt. Das Bloggen soll doch Freude machen…und auf keinen Fall zu einer Verpflichtung werden, davon macht man sich im Leben doch schon viel zu viele.
    ganz viele liebe Grüße von einer manchmal „stillen“ aber immer wiederkommenden Leserin:)
    Susanne

  5. *eni* sagt:

    meine liebe bora…

    …schau mal…das hab ich damals gepostet, als ich meinen alten blog geschlossen und den neuen geöffnet habe…das trifft genau das thema…warum ich blogge und was es für mich bedeutet zu bloggen…und wie ich damit umgehen will…

    http://mein-morgenstern.blogspot.com/2010/08/warum-ein-neuer-blog-in-meiner.html

    hab kein schlechtes gewissen bora…
    das musst du nicht!!!
    dies ist dein blog…jeder darf dir hier antworten, wenn er will…aber deswegen stehst du nicht in der pflicht auch bei den anderen immer zu kommentieren oder zu lesen!!!
    bloggen soll doch spass machen und keine pflicht sein…kein haschen nach kommentaren…und kein sich abstressen, damit man auch überall gelesen und kommentiert hat.

    fühl dich umarmt…du liebe!!!
    und ich liebe deine posts..würde sie schmerzlich vermissen…und kommentiere auch sehr gerne bei dir…aber ich weiss auch, wenn ich es einmal nicht tue…ist es nicht schlimm…der gedanke an dich zäht doch…oder???

    kuss
    eni

  6. Schnulli sagt:

    Morgäääääähn,
    ich kann mich hier nur einreihen. Ich hab auch oft den Gedanken, WIE machen die anderen das bloß? Oft ein, zwei Posts pro Tag. Ich bin froh, schaff ich es mal 1x die Woche…manchmal hab ich Wochenlang keine Zeit und nicht wirklich die Lust dazu. Meist plagt dann auch mich das schlechte Gewissen…oh weh, jetzt hast du schon so lang nix mehr gemacht. Es ändert aber nix an der Sache *hihihi
    Ich lese sehr gern deine Posts, du schreibst einem immer so schön aus der Seele. Es tut immer gut…..bei anderen geht es auch oft drunter und drüber….andere haben auch Sorgen und Probleme. ICH stehe nicht allein da. Mir persönlich ist es lieber, es mir weniger gepostet, aber dafür mit Sinn und Verstand…als 5x täglich und ich merke, das steckt nicht soooo die Liebe hinter. Weißt du, was ich meine?
    Das mit dem kommentieren ist auch so eine Sache. Ich lese meine regelmäßigen blogs..ich lese sie auch gern. IMMER kommentiere ich auch nicht…würd ja auch Stunden in Anspruch nehmen *lach
    Weißt Du Liebes, bleib so , wie du bist, mach weiter „Dein Ding“. Ich liebe es, hier zu lesen, in Erinnerungen zu schwelgen, meine Gedanken zu teilen…manchmal braucht man ja nur einen Anstoß von außen und alles sieht wieder viel besser aus. Mach Dir keine Gedanken… es ist PERFEKT so, wie es ist.
    Ich drück Dich mal ganz lieb

    Leeve Jrööß
    Schnulli

    PS.: Dem Bär geht es wieder gut. Heute trauen wir uns mal ans Haare waschen *lach

  7. amberlight sagt:

    Auch ich verstehe dich nur zu gut. Beispielsweise möchte ich der Bloggerwelt natürlich noch von deiner so lieben Stofflieferung berichten, aber bislang fehlte die Zeit. Es bleibt wohl ohnehin ein Spagat und wir sollten versuche, die Kraft und Freude aus dem Bloggerleben zu ziehen, aber uns nicht gedrängt fühlen zu bloggen und allen zu antworten. Deshalb halte ich es jetzt kurz – auch wenn ich noch vieeel mehr schreiben müsste – und gehe jetzt auf Arbeit. Den gelesen habe ich beim Frühstück, als Kind und Mann noch schliefen.

  8. ** sagt:

    LIebe Bora,
    ja, die Zeit ist kostbar. Aber Du machst es doch auch richtig und gibst dem Bloggerleben einen kleinen Raum – Deinen Raum.
    Es ist und bleibt ein Spagat, aber das ist so mit allen Dingen, die Mütter „nebenher“ machen. Mit Deiner Aussage, dass Dir die Bloggerwelt soviel gibt, ist doch klar, dass Du weitermachen solltest – reduziere es doch noch ein wenig mehr. Einmal, zweimal die Woche. Ich lese Deine schöne, gefühlvollen und klugen Texte unglaublich gerne!
    Ich stecke auch immer wieder in dem Dilemma, mache dann von jedem ein bißchen und das macht mich auch nicht glücklich. Ich habe mir jetzt auch feste Zeiten vorgenommen.
    Weißt Du, es ist so wunderschön, innezuhalten und ein paar Momente festzuhalten. Ich denke, dass ich umschwenken werde, um einen Blog für mein Leben zu gestalten. Das hat sich bereits in meinem luftschlösschen eingeschlichen, aber das reicht mir nicht. Es gibt so vieles, was ich festhalten möchte, um mich erinnern zu können, damit meine Lieben sich erinnern können.
    Ich bin oft berührt, erstaunt, wenn ich bei Dir lese. Fühle vieles nach. Schreib einfach weniger, nur wenn Du magst, aber bleib bei uns!
    Eine dicke Umarmung (falls es Dir nicht zu persönlich ist! Und siehste: man hat so oft das Gefühl, dass man die Personen kennt, die hier im www soviel von sich preis geben…), die *lini*

  9. Tinki sagt:

    Hallo Bora – es ist immer ein Geben und ein Nehmen – wenn es aber mit dem Gefühl einher geht, eine Verpflichtung zu sein, dann sollte man vielleicht kürzer treten und ein wenig Abstand gewinnen um sich darüber klar zu werden, ist einem das jetzt zu wichtig geworden.
    Ich mache es meist, wie ich möchte – mal poste ich viel, dann wieder so gut wie gar nichts. Ich lese gerne in anderen Posts und freue mich an ihren Bildern und Inhalten, Vorschlägen und so fort. Dann wieder ist es mir wichtig, mich mitzuteilen und auch gehört zu werden – vielleicht sollte man dies „anmelden“ -> Jetzt brauche ich Zuspruch – bitte . -> Jetzt ist es nur so ein Post zum nachdenken – ohne Kommentare. -> Jetzt könnt ihr mitmachen einfach ein wenig teilnehmen etc.
    Ich glaube, daß bloggen einfach eine Art von Abtauchen – Verarbeiten, aber auch Inspirationen holen und geben ist. Da sollte es nicht darauf ankommen, ob einem geantwortet wird oder nicht, ob jemand regelmäßig einen besucht oder nicht.
    IMMER – wirklich IMMER ist das echte Leben wichtiger.
    Nimmt mein Blog zu viel Platz ein, dann reduziere ich diesen lieber wieder für eine Zeit.
    -> und noch etwas mache Dein Hobby nie zum Beruf – dann wird aus einer Entspannung und einer Freude eine Verpflichtung! ( ist natürlich hier nur im übertragenen Sinne gemeint ).

    Liebe Grüße Tinki
    PS: Bloggen ist eben – für mich – eher ein Tagebuch, wo es zum Teil sogar Antworten gibt!

  10. mimy sagt:

    Vielen Gedanken die mir beim Lesen zwischendurch kamen, hast du im Nachhinein bereits beantwortet, z.B. der Punkt warum machst du das hier und wie wichtig es dir ist. Ich denke jeder, der halbwegs ernsthaft ein Blog betreibt, kommt irgendwann an diesen Punkt. Es bleibt dir dabei eigentlich nur eine Lösung, Prioritäten setzen, wie du es ja auch schon machst. Erst die Familie, dann die Internetfamilie. Und wie ich auch oben schon überflogen habe, die gehst doch keine Verpflichtung ein, ich kenne viele Blogs in denen Kommentare gar nicht beantwortet werden, früher fand ich das blöd, aber eigentlich ist es gar nicht so verkehrt, denn die eingehenden Kommentare sind doch bereits die Antwort. Auf 1,5 Stunden Arbeit, die du dir bereits gemacht hast. Eine gute Möglichkeit wäre auch, im nächsten Post ein Dankeschön für die KOmmentare abzugeben. Ich denke da kann niemand böse sein oder sich zurückgesetzt fühlen, solange es sich um normale „Zwischen-Blogliche“ Beziehungen handelt. Und wenn es engere Beziehungen sind, doch erst recht nicht.
    Ich habe mein Blog ja explizit nur auf Handarbeit (+Leihkatze) ausgelegt, meine Leseliste ist lang, aber das macht nichts, denn eigentlich ist es keine Lese- sondern eher eine Inspirationsliste, ich besuche nicht jedes einzelne Blog, sondern schaue mir alles im Reader an bzw. überfliege, hin und wieder schau ich dann genauer hin.

    Was will der Autor eigentlicg sagen: Macht dir nicht so viel Gedanken, mach weiter so, denn so ist es gut, vielleicht werden ein paar weniger oberflächliche Beziehungen da sein, aber wer braucht die schon 😉
    Liebe Grüße Martina

  11. mairlynd sagt:

    Oh ich kenne das, viel zu gut leider!

    Und schon jetzt packt mich das schlechte Gewissen, weil ich deinen letzten Post zwar gelesen, aber nichts dazu geschrieben habe. Er war so besonders, so schonungslos… ich hätte Dir gerne ein paar Worte dagelassen, aber der Alltag griff zu und irgendwann dann hatte ich es vergessen.

    Mach Dir keinen Stress! Du hast vor ein paar Tagen ganz entschuldigend bei mir kommentiert, dass Du so wenig Zeit hast. Ist doch nicht schlimm! Das Bloggen soll Freude bereiten und nicht noch als zusätzliche Last im Alltag erscheinen. Keine Verpflichtungen.

    Ich würde gern einen Post hierzu verfassen, wie Du vorgeschlagen hast, mal sehen, ob ich dazu komme in nächster Zeit.

    Muss schon wieder weiter, fühl Dich gedrückt!

  12. micha sagt:

    Liebe Bora,
    es gibt Zeiten, da macht es einfach Spaß, sich voll und ganz ins Bloggerland zu stürzen und dann wieder kommt man kaum dazu, weil so viel Anderes in einem arbeitet und rumort. Da gibt es dann weniger posts und auch weniger Kommentare. Ich glaube, man sollte sich da nicht unter Druck setzen. Die meisten Leserinnen freuen sich einfach wieder über neue posts, auch wenn es zwischendurch ruhiger war.
    Ganz liebe Grüße, Micha

  13. Allerleirauh sagt:

    Seh es doch einfach so, du „gibst“ wunderschöne Texte und „bekommst“ Kommentare als Dankeschön.
    Ich gehöre auch zu denen, die nicht übermässig viel kommentieren. Ich denke, deswegen bekomme ich eben auch nicht übermässig viele Kommentare. Das hat mich auch schon traurig gemacht, ich gebe es zu, aber dann habe ich mir gedacht, ich lasse mir dadurch nicht die Freude am Bloggen nehmen. Die, die kommentieren tun das dann eben von Herzen und die, die nur das Spielchen „Bekomme ich von dir einen Kommentar-bekommst du von mir einen Kommentar“ spielen, auf die kann ich dann auch ganz gut verzichten.
    Post schreiben geht bei mir schnell, sie entstehen im Kopf in der langen Zeit wo ich meien Sachen herstelle.
    Mehr Zeit verbringe ich beim Surfen, da bin ich wohl etwas süchtig.
    Man kann Kommentare abonnieren, dann muss man nicht zu dir zurück, sondern bekommt sie frei Haus geliefert.
    Mach dir keine Kopf, sondern einfach dass was dir Freude macht.
    In der richtigen Welt habe ich auch Mühe etwas anzunehmen, ohne gleich wieder etwas zu geben.
    Manchmal denke ich, hier kann ich üben, zu geben ohne zu erwarten und zu nehmen ohne gleich etwas zu geben.
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

  14. Anja sagt:

    Liebe Bora, wie du ja weisst, habe ich keinen eigenen Blog, und trotzdem wage ich zu behaupten, dass du überhaupt kein schlechtes Gewissen zu haben brauchst. Du gibst durch deine Posts so viel, zeigst uns oft ein Stück deines Innersten, tiefe Einblicke in deinen Alltag, du bewegst und gibst Anstoss für eigene tiefgründige Gedanken. Ich bin DIR dankbar dafür und wenn du mir einmal Antwort auf einen meiner Kommentare gibst, freue ich mich zwar sehr, erwarten tue ich das aber nie!
    Es ist mir ja auch klar (und ich denke, allen anderen LeserInnen auch), dass deine echte Familie und das echte Leben Vorrang hat….
    Ganz liebi grüäss und knuddels, anja

  15. Liebe Bora
    Deine Gedanken berühren mich immer sehr. Ich lese sie auch nicht nur einmal. Ich bin immer wieder da, lass auch die Kommentare auf mich wirken. Geh dann mal zu einer Kommentatorin aufs Blog ….
    ich lass auch nicht immer Zeilen hier. Manchmal weil mir die richtigen Worte grad nicht einfallen, manchmal, weil ich kurz zum Lesen hergekommen bin. Ich freu mich übers Teilnehmenlassen bei Dir. Ich freu mich über Dich und Deine Gedanken.
    Aber wenn Du nun tagelang nichts schreiben würdest … halt, ja, ich kann nicht sagen es wäre nicht schlimm. Ich glaub mittlerweile würd ich dann denken „Ist alles gut bei ihr?“
    Und doch sind z.B. die Bilder ohne Worte sehr faszinierend. Und ich schau sie an und es ist gut.
    Ich selber schreib meine Posts recht schnell. Es ist meine Pause. Es ist für uns als Familie auch ein Tagebuch. (wir kopieren es auch regelmässig für uns, weil z.B. Tanten keinen PC haben). Und ich freu mich über den Austausch. Die Anregungen, die verschiedenen Gesichtspunkte zu meinen Zeilen. Doch es ist kein MUSS! Ich freu mich durchs Blog Familien mit autistischen Kindern kennengelernt zu haben. Das war vor einem Jahr die Idee, warum ich das Schreiben anfing. Doch es wurde mehr … und mehr. Sie ist recht lebendig, die Bloggerwelt. Hätt ich nie gedacht. Also, ich würde Dich echt vermissen, wenn Du aufhören würdest. Aber wenn Du nicht so oft bloggst, dass kann ich verstehen. Denn Dein „echtes“ Leben fordert Dich ja auch sehr.
    Huch, das war ein Roman …
    Liebe Grüsse
    Elisabeth

  16. amber sagt:

    liebe bora

    ich weiss nun gar nicht, ob ich bei dir schon einmal kommentiert habe oder nicht.
    dein blog lese ich schon seit längerer zeit und deine posts berühren mich sehr.
    sie sind so sorfältig geschrieben,
    ich mag deine art zu schreiben sehr gerne, werde immer wieder zum nachdenken, zum innehalten angeregt. jedes mal darf ich etwas in mein familienleben mit nehmen nach dem lesen bei dir und dafür möchte ich dir endlich einmal danken!
    lieben gruss aus der schweiz
    chritina

  17. tüftelchen sagt:

    Liebste Bora,
    das richtige Maß kannst du nur selbst in deinem Herzen abwägen. Bei mir gibt es Zeiten, da platze ich fast, weil ich unbedingt über dieses oder jenes schreiben muss, manchmal geht es dann grade nicht, weil ich anderes zu tun habe, dann gibt es wieder Zeiten, wo das Bloggen etwas in den Hintergrund rückt und ich einfach den schönen Austausch mit einzelnen mir sehr lieben Bloggerinnen genieße per Mail oder per Kommentar über ihre oder meine bereits geschriebenen Posts. Irgendwie ist ein viel besserer Austausch möglich, wenn ich nicht so oft blogge.
    Ich bewundere Tinki, die bekommt es hin, lange Zeit nicht zu bloggen und dann wieder kurz hintereinander, grad so wie es in ihr Leben passt, ohne sich irgendeinen inneren Druck, mal wieder bloggen zu müssen, aufzuerlegen…
    Nun, mir gelingt das noch nicht ganz und wie gesagt, hab ich manchmal das Gefühl, dass ich platze, wenn ich nicht sofort darüber schreiben kann, aber im Moment lerne ich auch den wunderbaren Austausch per Mail kennen, der umso persönlicher und offener ist, als das im Blog für mich möglich ist. Und das genieße und schätze ich sehr.
    Ganz liebe Grüße und guts Nächtle
    Herzlichst
    tüftelchen

  18. Bianca sagt:

    Ich verstehe, was Du meinst liebe Bora! Die Zeit ist echt knapp, und je mehr man sich im www „rumtreibt“, um so mehr tolle Blogs fidndet man, die man „auch noch“ verfolgen möchte! Ich merke gerade im Moment auch, dass ich oft das Gefühl habe „hinterher zu hinken“.
    Ich versuche auch ca. 4-5x in der Woche zu posten, und habe – wenn ich es nicht tue – gleich ein schlechtes Gewissen. Aber ehrlich gesagt, habe ich schon oft genug ein schlechtes Gewissen wegen anderer Dinge. Da brauche ich nicht noch einen weiteren Grund dazu… Das versuche ich mir gerade wieder abzugewöhnen!
    Mach einfach weiter so, wie es in Deinen Möglichkeiten steht! Passt schon!
    LG, Bianca

  19. lulu sagt:

    huhu, ist doch egal, nur weil man nichts schreibt heißt das doch nicht dass man nicht liest und selbst wenn du die zeit zum lesen der anderen blogs nicht findest finde ich das auch nicht schlimm, wenn jemand deine texte kommentiert dann macht er es ja nicht damit du auch seinen blog kommentierst sondern weil er das verlangen hat sich zu äußern. du bist viel zu lieb 😉 und du denkst zuviel 🙂
    denke lieber mehr dran was dir gut tut, wenn es dir gut geht und du mit dir im reinen bist dann kannst du automatisch auch für die anderen da sein, ergibt sich dann von selbst:) so das war jetzt meine weiheit zu dem thema, ich finde das thema interessant, mal sehen ob ich da einen post mit gefüllt bekomme, aber ich denke eher nicht weil wenn ich mich zu sehr mit dem thema beschäftige und mich da reinsteigere werde auch ich ein schlechtes gewissen haben. ah , jetzt fällt mir was ein, ich trau mich manchmal nicht meine leserschaft eines blogs zu löschen weil ich niemanden traurig machen möchte, dabei wäre ein ausmißten wirklich mal nötig . vlg von lü

  20. naturmama sagt:

    liebe bora, bei unserem gestrigen post (02.02.2011) habe ich auch an dich gedacht 🙂 wir haben einfach alle so viel um die ohren, mit oder ohne bloggen. das leben mit kindern ist auch eine grosse aufgabe und herausforderung. wir wollen dabei immer unser bestes und noch mehr geben und verlangen wahrscheinlich manchmal einfach zu viel von uns.

    warum ich blogge? um dabei die schönen momente festzuhalten (denn natürlich gibt es auch von den anderen genug) Und um unsere ideen zu teilen, damit auch andere freude daran haben, in der hoffnung, familien und kindern (noch mehr) lust auf natur zu machen. [ich habe mit dem gedanken gespielt einen post zu dieser frage zu schreiben aber ich bin selbst überrascht, dass ich sie eigentlich in ein, zwei sätzen beantworten kann!]

    der alltag ruft 🙂 ich grüsse dich

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