Monatsarchive: November 2020

Zwischenzeiten

Ihr Lieben! Vier Wochen, vier ganze Wochen ist es her, ein Monat auf den Tag genau…
Ich bin wohlauf und gesund, nach einer fiebrigen Brustentzündung und einigen Brakedowns wieder ganz passabel zwäg. Trotzdem werde ich jetzt nicht viel schreiben. Bloss kurz Hallo sagen. Und dann meinen Laptop wieder ausschalten, zuklappen, versorgen. So muss das sein im Moment. Für jetzt und ein bisschen länger. Und was danach kommt, weiss ich auch noch nicht.
Ich kämpfe schon seit langem mit diversen Krisen. Krisen im Herzen, Krisen im Gemüt, Krisen im Glauben, Krisen im Kopf. Und überall bleibe ich mittendrin stecken, komme weder vor noch zurück, weiss nicht recht wohin. Auch beim Bloggen stehe ich absolut ratlos im Raum, irgendwo in der Schwebe. Soll ich ihn schliessen? Privat schalten? Lassen wie er ist und einfach pausieren, bis es wieder besser passt, das alles? Mir fehlen die Antworten. Mir fehlen Mut und Entschlossenheit. Und Zeit. Die am allermeisten. Ich glaube, zu keinem Zeitpunkt meines Lebens hatte ich weniger freie Zeit und freie Hände wie jetzt. Das zieht seine Spuren, überall muss ich Abstriche machen, Kapitel schliessen, Dinge aufschieben, verdrängen, auf bessere Zeiten hoffen. Von daher…; Es führt wohl kein Weg daran vorbei. „Kirschkernzeit“ wird stumm bleiben. Für Wochen, für Monate, für eine ganze Weile. Vieles hat sich geändert, die Welt ist digitaler denn je, schon meine Primarschulkinder arbeiten in der Schule mit dem www. und vieles, was ich früher ohne zu zögern hier geteilt habe, behalte ich heute für mich. Aus vielerlei Gründen. Auch meiner Kinder wegen, die nun immer mehr in diese Welt hineinwachsen. Ich bin nicht gegen das Bloggen. Ich bin dafür. Aber ich muss zuerst wieder für mich herausspüren, wie genau meine Stimme hier klingen soll, und was sie zu erzählen hat.
Bei Instagram stehen im Grunde dieselben Punkte im Raum. Dieselben Fragen, die drängen. Für den Augenblick aber werde ich dort noch nichts verändern, höchstens die Intervalle, in denen ich poste, die werden wohl noch länger, meine Einträge nur noch sporadisch, so wie sich das schon seit einer Weile abzeichnet. Es ist eine wacklige Brücke, aber sie steht noch. Alles mag ich nicht abbrechen.
Ich entlasse euch heute also mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Es tut gut, Nägel mit Köpfen zu machen, anstatt immerzu mit diesem mulmigen Gefühl im Bauch herum zu laufen und den Blick auf den Laptop schuldbewusst zu vermeiden. Aber es tut auch weh, mir einzugestehen, dass das Kapitel „Bloggen“ kein entspanntes und gutes mehr ist. Nicht jetzt, in dieser Phase meines Lebens. Vielleicht überhaupt nicht mehr. Aber das wird sich zeigen. Wir werden sehen.

Schaut gut zu euch! Schenkt euch, was ihr braucht, was euch gut tut und nährt! Jetzt ganz besonders.

mit ganzem Herzen; Bora

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Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, berührt, über das Bloggen | 12 Kommentare