Monatsarchive: Juni 2020

Trio: Tag 10

Guets Mörgeli!
Wieder Schule heute, ich bin fast ein bisschen froh darum. Wir haben hier bereits seit einer Weile wieder so gut wie normalen Unterricht, sprich, jedes Kind geht in seine normale Klasse zu ganz normalen Zeiten, um ganz normale Schuldinge zu tun. Kein Zwei-Wochen-Takt, kein Homeschooling. Gerade tut mir das eigentlich ganz gut. Es gibt mir Rhythmus und Verlässlichkeit, etwas, was ich selber ganz stark brauche, und was ich nur schwer in unser Familienleben zu bringen vermag; egal, welche Regeln oder Abläufe wir planen und festlegen, schon nach kurzer Zeit läuft wieder alles anders. Koordination und Beharrlichkeit scheinen nicht zu meinen mütterlichen Fähigkeiten zu gehören. Gelassenheit leider auch nicht, und eins kann ohne das andere ganz schön fatal sein…
Wie dem auch sei; wir hatten ein schönes Wochenende. Obwohl ich ein bisschen krank war. Oder vielleicht gerade deswegen? „Dank“ meiner anhaltenden Erkältung, blieb ich nämlich zuhause mit dem Baby, während fast die ganze Familie (bis auf Kind2, der sich auch unwohl fühlte) zu einem ganztägigen Familientreffen aufbrach. Ich hatte wieder Schokoladencreme à la Gemma gemacht, die richtigrichtig toll wurde (Ich muss es nochmals betonen: lasst diese Creme ziehen! Am nächsten Tag oder nach zwei, drei Stunden im Kühlschrank schmeckt sie wirklich viiiiiiel besser als direkt warm aus dem Topf!!!) Mein Mann wiederum brachte seine zwei Blech selbst gemachte Zopf-und Ruchbrot-Kugeln zum Grillfest mit. Er ist Bäcker. Aber nur im Geheimen, wie Lotta von der Krachmacherstrasse sagt.
Von der Creme bekam ich dann ja leider nichts mehr ab, die wurde ratzeputze aufgegessen (yes!) und nur die leere Schüssel kehrte zurück, also kochte ich sonntags gleich nochmals eine grosse Portion. Die steht jetzt im Kühlschrank und wird heut‘ unser extra sahniges Dessert for three, für mich und die beiden kleinen Mädchen, die heute als einziges mit mir am Mittagstisch sitzen werden. Der Rest der Familie isst auswärts. Kind1 bei der Arbeit, wo sie immer gemeinsam kochen (wie cool ist das denn?!), Kind2 ganz alleine irgendwo in der Stadt, wie jeden Montag, und meine Grosse hat ihren Abschluss-Ausflug mit der Klasse, sprich, sie tummelt sich im Wald und brät sich ein Würstchen über’m Feuer.
Nur zu dritt also… Ich und zwei eher kleinere Esser. Ich denke, das ruft nach Pfannkuchen?
Oben auf den Fotos seht ihr noch einen Ausschnitt aus einer Illustrierten, die ich neulich zerlegt habe: Blumenkohl-Blätter kann man mitessen. Nicht bloss die weissen Röschen. Hab‘ ich gerade gelernt. Ich finde es sonderbar, wieviele essbare Dinge ich eigentlich gar nicht kenne. Wieviele essebare Dinge, die wahrscheinlich meisten Leute nicht kennen. Da ist so viel Wissen zwischenzeitlich verloren gegangen. Giersch, Möhrenschalen, Blumenkohlblätter, Himbeer-und Brombeerlaub…. lauter Sachen, die uns gut tun würden, die wir aber einfach wegwerfen, als Unkraut oder unnütz abtun. Weil wir es nicht besser wissen. Ich staune, was man zum Beispiel alles aus schnödem Löwenzahn machen kann! Tee, Kaffee-Ersatz, Medizin, Salat, Honig- unglaublich! Meine Mama hat eine ganze Wiese davon um ihr Haus herum. Da wo früher mal Rasen war *hüstel* wuchert es seit längerem gelb und grün, Löwenzahn und Wegerich hauptsächlich, wenngleich sich Disteln auch noch wohlfühlen. Alles ungespritzt, alles naturbelassen, genau wie die Brennesseln, die büschelweise bei ihr im Schatten wachsen, und die sie immer in ihren Smoothie schmeisst, was ich ganz schön tapfer finde, denn grüne Smoothies sind nicht so meins.
Jedenfalls habe ich eine ganze Tasche Löwenzahn bei ihr bestellt. Blätter zum Trocknen für eine magenstärkenden Tee. Und ein paar Blüten für eine Gesichts-Tonic. Ich finde es unglaublich spannend, welche Welt sich mir gerade auftut. Ich meine, all die Kräuter und Pflänzchen, die ich kennenlernen darf! In der Flasche zum Beispiel ist Essig, den ich mit Oregano und einem Zweiglein Rosmarin angesetzt und ein paar Wochen hab‘ ziehen lassen. Dem Oregano wird nämlich so manche Wunderkraft nachgesagt. Dass er gegen Viren hilft, gegen Pilze und Bakterien und in Magen und Darm für Ordnung sorgt. Von dieser Power kommt jetzt heute ein bisschen in meinen Salat. Superkräfte sollte man nämlich nutzen.

PS. Ach ja… Da das Rezept der Schokoladencreme auf englisch ist; soll ich es euch übersetzen?
PPS. Oje… noch immer habe ich es nicht geschafft, eure lieben Kommentare zu Tag5 zu beantworten… Ich glaube, ich lasse das jetzt einfach so stehen und schicke euch mein allerallerlallerherzlichstes Dankeschön für eure Ermutigung und eure Herzlichkeit. Habt Dank, ihr Lieben!

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Trio: Tag 9

Das Licht dieser drei Bilder sagt alles: Wir haben Herbst im Sommer.
Heute war es so neblig, dass man morgens an Oktober dachte, nicht an Juni. Die Luft ist feucht, aber nicht wirklich kalt, mehr so lauwarmkühl, finde ich. Trotzdem blüht und wächst es rundherum, nur vielleicht in etwas gedrosseltem Tempo.
Gestern abend bekam ich auf Instagram ganz verstörende Bilder automatisch auf der Such-Site vorgeschlagen, Bilder, die mich bis in meine Träume verfolgt haben, von brennenden Buddhisten und dem jüngsten hingerichteten Häftling Amerikas, schlimm, unsagbar traurig und bedrückend, eine Last, die ich nicht in meinem Gedächtnis haben möchte und ganz bestimmt NICHT sehen wollte. Leider gehört das zu einer der Schatten-Seiten der digitalen Welt. Dass man Dingen, Anblicken, Realitäten oder Gedankengut ausgesetzt ist, die einem nicht gut tun und die man (hoffentlich!) so, in der „realen Welt“, niemals suchen oder antreffen würde. Ich folge bei Instagram einigen historischen Accounts, weil mir Geschichte unglaublich viel Spass macht und mich historische Abläufe und das „Leben damals“ wahnsinnig faszinieren. Wahrscheinlich hat der Algorithmus diese Posts darum für mich ausgesucht. Ungefragt. Und unwillkommen. Immerhin konnte ich beide Beiträge bei Instagram melden: Ich finde, solche Bilder gehören nicht auf Instagram, eigentlich überhaupt nicht ins Netz. Wo bleibt da die Menschenwürde?
Noch immer ist das dieses beklemmende Gefühl in meiner Brust. Ein bisschen wie nach einem Alptraum, von dem man weiss, dass er vorbei ist, aber die Erinnerung macht einem das Herz schwer.
Ich muss auf andere Gedanken kommen:
Mein Baby schläft, und ich weiss nicht, was ich kochen soll.
Die Grünlilie in der Küche hat kleine Babypflänzchen gebildet. Sie sind winzigklein und ganz entzückend.
Auf dem Weg zum Kindergarten habe ich -wie jeden Tag- die allerschönste Trocken-Rabatte bewundert, die ich mir denken kann. Altes Holz liegt dort, Kies und eine unglaubliche Bandbreite an blühenden Stauden wie Malve, Wegwarte, Rosen, Nelken oder Mohn.
Ich bin nicht gross weiter gekommen mit der „Playdate“-Baby-Cardigan, aber die 200gr. grüne Wolle von „Woollentwine“, werden tatsächlich noch für mich gefärbt. Einer „Shore Cardigan“ für mich in diesem ganz speziellen, nebligen Grün steht also nichts mehr im Wege.
Der Papiertaschen-Faux-Pas der Migros -die meisten Schweizerinnen wissen wohl, was ich meine- hat mich buchstäblich Tränen lachen lassen. Was für ein Zirkus! Allerdings bin ich persönlich nicht unglücklich, muss ich diesen absurden Sujets jetzt nicht überall auf der Strasse begegnen. Was den Leuten alles so einfällt, also wirklich…
Einem kleinen Jungen ist eines seiner Meerschweinchen gestorben. Jetzt hat er sich Hals über Kopf in eines aus unserer Herde verliebt und darf es nun haben. Ich finde das so schön; einem Kind eine Freude machen. (Und unser Tierchen wird es gut haben an seinem neuen Plätzchen)
Mein Hals kratzt ein bisschen, mein Geruchssinn ist beeinträchtigt, aber insgesamt fühle ich mich viel besser. Es geht weiterhin aufwärts, judihudi!
Zwischen den vielen Wolken spienzelt die Sonne hervor, jetzt, in diesem Moment. Auch der Nebel ist verschwunden, der Sommer scheint wieder zum Greifen nah. Mir fällt ein, dass ich immer zu Sommerbeginn am 21.Juni mit den Kindern in den Dorfladen gehe und sie eine dieser unsäglich teuren Glacés aus der Kühltruhe bei der Kasse auswählen lasse. Ein altes Ritual bei uns, das niemals aus der Mode kommt.
Und jetzt…? Noch ein Kaffee?
Ich schicke euch liebe Grüsse und melde mich für heute mal ab hier. Ein 15’Minuten-Aufräum-Spurt steht auf dem Programm, hab‘ ich soeben beschlossen. Gleich nach dem Kaffee.

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Trio: Tag 8

Eigentlich wollte ich ja gestern noch schreiben… aber abends, als ich endlich Zeit dazu hätte finden könne, fühlte ich mich einfach zu kränklich für viele Worte und verkrümelte mich mit einer Episode „Rosemary and Thyme“ gleich um neun ins Bett…
Heute geht’s mir besser. Nicht unbedingt blendend, aber besser, und das ist ja, was zählt, oder? Dass alles in die richtige Richtung läuft.
Meine „zehn Dinge“ konnte ich montags aber tatsächlich noch entrümpeln, das war mir wirklich in Anliegen, auch wenn ich mich bereits recht schlapp und angeschlagen fühlte an diesem Tag. Weg kamen: 2 Wohnbücher, ein Näh-Heft, ein Gesellschafts-Spiel, eine noch ungeöffnete Box mit Ikea-Besteck, ein hübsches, graues Jäckchen aus Seide und Kaschmir, das mir einfach zu eng sitzt, vier Knäuel Sockenwolle.
Puh.
Nicht dass es besonders anstrengend gewesen wäre, diese Dinge zu ordnen. Es sind ja alles leichte Sachen, eher klein und so… aber ich finde es immer wahnsinnig anstrengend, mich den grossen Entrümpel-Fragen zu stellen. Mir so richtig ehrlich zu antworten, meine ich. „Brauche ich das noch?“ „Warum möchte ich es behalten?“ „Wenn es nicht mehr da wäre, würde ich es vermissen?“ Und die schlimmste aller Fragen: „Wie realistisch ist es, dass ich meine Pläne mit diesem Gegenstand tatsächlich noch verwirklichen werde?“
Nun, obwohl es schöne Bücher sind (das hier und das hier) und auch das Jäckchen ganz entzückend und kuschelweich ist, musste ich mir selber eingestehen: nein, hier horte ich Dinge, die im Grunde nicht mehr passen. Nicht zu mir, nicht in mein Leben. Vor allem aber: Jemand anderes wird sie vermutlich sehr viel mehr wertschätzen als ich. Warum sollte ich nicht mit meinem Überfluss ein wenig Freude weitergeben?
Die Bücher werden verschenkt, das Jäckchen gehört ab sofort der Freundin von Kind1. Das Besteck reist mit einem Spenden-Container in den Osten, mein Burda-Heftli kommt als netter Zusatz mit hinein in ein nächstes Geschenk-Paket, das Brett-Spiel wandert in die Kiste für den nächsten Kinder-Flohmarkt.
Und die Wolle?
Die Wolle kommt in eine grosse Tüte fürs hiesige Altersheim. Ich oute mich als absoluter Woll-Junkie. Mit Wolle kann man mich so richtig, richtig glücklich machen, und ich habe kein schlechtes Gewissen, mich selber mit den schönsten, weichsten, hinreissendsten Garnen, die ich finden kann, zu verwöhnen. Aaaaaber; manchmal lass ich mich auch blind verführen. Zu Käufen, die nicht wirklich hätten sein müssen. Oder ich verändere mich. Schneller als ich ein spezifisches Garn verarbeiten konnte. Dann bleiben Knäuel oder Strangen liegen und liegen und liegen und liegen, werden überlagert von neuen, noch hübscheren Exemplaren und gehen irgendwann fast ganz vergessen. Und machen mir ein schlechtes Gefühl, wenn ich sie dann wieder entdecke.
Dabei gäbe es auch hier Menschen, die Freude daran hätten. Jetzt. Heute.
Mir kam irgendwann die Idee, in unserer Alterssiedlung anzufragen, ob es vielleicht strickende Damen (oder Herren?) unter ihnen gäbe, denen ich meinen Überschuss schenken könnte. Et voilà: sie nehmen meine handgefärbte Sockenwolle oder die überberechneten Knäuel Baumwoll-Merino mit Handkuss. Win-win auf allen Seiten! Gerade habe ich einen weiteren Strang Wolle in die Tüte geschoben. Fast 800gr. werden so noch diese Woche ein paar Strassen weiter abgeliefert und endlich zu den Socken, Mützchen, Babyjäckchen verstrickt, für die sie ursprünglich gedacht waren…

Die Fotos sind ein bisschen unzusammenhängend, ich weiss. Ich habe sie noch gestern abend geknipst, bevor ich die Kinder zu Bett gebracht habe. Darum auch das schlechte Licht. Ganz oben seht ihr unsere Stuben-Wohnwand mit Büchern, selbst gezogenen Kerzen, meiner „Taproot“-Hefte-Sammlung, einem Korb mit bemalten Steinen, unseren uralten Pappmaché-Hund und den beiden Kuscheltieren „Mausi“ und „Bär“, die meine Mama einmal selbst genäht hat. Hier herrscht ständig Chaos. Sachen kommen, nur wenige gehen wieder. Einzig die Bücherreihen, die werden immer schmaler…

Meine Maschenprobe mit der grünen „BFL/Masham DK“ von „Woollentwine“ hat übrigens Folgendes ergeben: mit Nadelstärke Nr.4.5 verstrickt, komme ich auf ca. 19Maschen und 28Reihen, was praktisch haargenau den Anforderungen einer „Shore Cardigan“ entspricht. Auch von der Textur her -griffig, natürlich, nicht allzu klar im Maschenbild- kann ich mir ein solches Jäckchen mit diesem Garn absolut vorstellen, ja ich finde sogar, die beiden wären ein perfektes Dream-Team…
So wie’s aussieht, ist die Entscheidung soeben gefallen: Ich muss nochmals zwei Strangen „BFL/Masham DK“ in der Farbe „Sage“ ordern. Bzw. anfragen, ob vielleicht bittebitte eine Extra-Färbe-Runde für Frau Kirschkernzeit möglich wäre…?

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Trio: Tage 6+7

Montag! Wochenstart! Und bereits ruft der Haushalt, der montags immer besonders schlimm ausschaut… Aber werfen wir einen Blick zurück. Einen kurzen. Soviel Zeit muss sein… Und- ach ja, ich fand es so entspannend, an meinen „Trio“-Posts zu schreiben, dass ich diese Reihe um eine Woche verlängern werde…

* Da der Wetterbericht im Vorfeld mit Extrem-Regen schockiert hatte, fand ich mich samstagvormittags im Garten mit einer Schere wieder, wo ich einen Teil meiner Kräuter abknipste, um sie drinnen im Dörrex zu trocknen, bevor Wind und Wetter alles niedermähen würden. Ein kleines bisschen Duftrose von der Rosenranke durfte auch ins Töpfchen, vereint zu einer schönen, minzig duftenden Tee-Mischung. Die Ausbeute bleibt allerdings bescheiden; ich kann den Bienen doch nicht allen blühenden Oregano oder die schöne, pinke Malve wegernten, oder? Und für die Rosen ganz oben im Rosenbogen bin ich einfach zu klein (und zu faul, um eine Leiter zu holen, hihi) *

* Das Wetter wurde dann doch nicht so heftig, wie prophezeit. Die Wetterfrösche scheinen sich immer etwas schwer zu tun, was unsere Region angeht, zum Teil steht „Regen“ auf meiner lokalen App, während ich draussen im Sonnenschein brüte… Jedenfalls fand der leichte Regen rechten Anklang im Gärtchen, die Sonnenblümchen müssen direkt ein paar Zentimeter gewachsen sein, und der Rasen freut sich immer über Feuchtigkeit… Allerdings finde ich es gerade feucht genug; Es kommt mir sehr tropisch vor, das Wetter, überall scheine ich zu schwitzen, obwohl es gar nicht so heiss ist, und im Haus fühlt sich die Luft feuchtwarm an, was ich gar nicht schätze. Ich bin gespannt, wie dieser Sommer sich noch entwickelt, ob mehr in Richtung Savanne oder englische Küste… *

* Sonntag war Krankentag. Irgendwie waren alle ein bisschen reduziert und leicht gereizt, dem Baby lief die Schnupfennase und auch ich spürte ein verdächtiges Kratzen im Rachen. Mein Erstklassmädchen kam gar nie aus dem Bett, sondern blieb fierbig, mit Halsweh und Taschentuch-Vorrat unter den Decken liegen und hörte den ganzen Tag Pingu- oder Globi-MCs auf unserem alten Kassettenrekorder vom Trödler. Sowieso kam mir alles sehr emotional vor gestern. Eine Mischung aus Müdigkeit, Alltagsüberdruss und Schlafmangel, nehme ich an. Und als Kind1 dann auch noch vom Ausziehen redete, wünschte ich mich wirklich kurz auf eine nette, einsame Insel in der Südsee. Oder besser noch nach Irland an die Küste in ein adrettes, Cottage mit Baunergarten. Nach Schottland in die raue, stille Berg-Landschaft. Auf Island zu den Feenhügeln… *

* Und heute? Heute merke ich, dass ich ein klein wenig angeschlagen bin. Aber nicht krank, und dafür kann ich dankbar sein. Meine Kinder sind fast alle entweder in der Schule, im Kindergarten oder bei der Arbeit, das Baby schläft und mein Pausbackenkind knipst gerade neben mir auf dem Sofa Fotos von ihrer Pony-Sammlung (ein gutes Zeichen!). Ich weiss nicht, was ich heute plane… Aufräumen sicher (laaaaaangweilig). Essen machen. Bad putzen. All der schnöde Quatsch hald. Plus ein paar schöne Sachen; Weiterstricken an der „Playdate“ meines Babybuben zum Beispiel. Auf Youtube eine weitere Folge der britischen Krimi-Serie „Rosmary and Thyme“ gucken (so schön harmlos, dass ich sogar meinen Grundsatz „Ich schaue nichts, wo sie moderne Kleidung tragen“ kurz über Bord werfe). Noch ein Tässchen cremigen Kaffee schlürfen. Eine Maschenprobe aus der eukalyptusgrünen Wolle von Woollentwine mit Nadelstärke 4.5 testen. Ein paar Malven mehr pflücken für Halsweh-Tee. Nachschauen, ob vielleicht mein bestelltes „Making Nr.9“ heute endlich im Briefkasten liegt (Corona-Lieferverzögerungen). Einen Korb Wolle für die Ladys im Altersheim richten (mehr dazu im nächsten Post!). Zehn Dinge entrümpeln. Gut zu mir sein. Und zum Rest der Welt. *

PS. Ihr Lieben… eure soooooo süssen Kommentare im letzten Post machen mich wirklich verlegen… Ich möchte sie noch beantworten. Unbedingt. Aber ich denke, dazu wird es ein bisschen Ruhe brauchen. Wahrscheinlich muss es Abend werden dafür… Bis dann! Ich wünsche euch von Herzen einen schönen Tag, ihr Guten!

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