Monatsarchive: Februar 2018

aufwärts -und loswandernde Strickjuwelen

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Ich bin ein bisschen sprachlos über diese wunderbare, freundliche Resonanz; eure vielen, einfühlsamen Reaktionen auf den Tod meiner Meerschweinchenherde hin, hat mir wahnsinnig gut getan und mir viel Kraft gegeben. Mich so verstanden zu wissen, ist einfach Balsam für die Seele. Ich kann euch gar nicht genug dafür danken…
Auch aus meinem familiären Umfeld kam sehr viel Wärme, eine meiner Schwestern zum Beispiel hat sich ganz rühernd gekümmert, immer wieder angerufen, meine SMS ertragen, war eine richtige Stütze. Mein Schwager wäre am liebsten sofort losgerannt, um uns neue Tierchen zu schenken (er meinte es von Herzen gut) und mein Vater kam sogar extra mit einer Torte und einem ganz süssen Briefchen für mein grosses Mädchen, die sich immer so liebevoll um unsere Tiere mitgekümmert hatte, bei uns vorbei, was eine wunderbare Überraschung war, die mich sehr bewegt hat.
Ich glaube, so langsam, langsam beginne ich, mich auch wieder zu freuen auf neue Tiere, eine weitere kleine Herde, auf die Zukunft. Es geht aufwärts. Und meine liebe Leserin Duska hat mir die Idee gegeben, vielleicht eine kleine Gedenkfeier zu machen, was mich wiederum auf den Gedanken brachte, vielleicht eine Pflanze zu setzen zur Erinnerung, ins Meerschweinchengehege am besten, damit sie ihren neuen, kleinen Bewohnern etwas Gutes tun kann, Schatten spenden, etwas zum Knabbern bieten, ein wenig mehr Wildnis in ihr Leben bringen (gerade jetzt im Winter sieht das alles ziemlich kahl und trostlos aus). Ich hatte spontan an einen Haselnuss-Strauch gedacht. Hasel ist nicht giftig für die Kleinen und wiederum auch nichts, so sagen Quellen im Internet, das Meerscheinchen jetzt gleich bis zum bitteren Ende abknabbern müssten. Es wäre ein hübscher Schattenspender und unsere Süssen mochten grünes Laub vor allem im Herbst recht gerne, so als kleine Zwischenverpflegung. Ausserdem erinnert mich das schöne warme, glatte Braun der Nüsse an meine süsse, kleine Mimi…
Wir werden sehen, ob sich das realisieren lässt. Aber allein der Gedanke war schön.

Und dann habe ich euch ja Namen versprochen. Für die beiden Strickjuwelen-Säckchen aus meiner Verlosung neulich. Gezogen habe ich sie zwar erst heut früh, aber die Bekanntgabe der beiden Gewinnerinnen bleibt trotzdem im Zeitplan und superpünktlich und alle durften in den Lostopf hüpfen, ob Comment oder Email.
Nun *Trommelwirbel* gewonnen haben…

Angela mit dem Kommentar Nr. 6: sie erhält das Müschelchen-Set
Jessica mit Kommentar Nr. 20: zu ihr wandern die türkisen Maschenmarkierer

Ich habe mich riesig gefreut, dass so viele mitgemacht haben und hätte am liebsten gleich allen so ein Tütchen Strickjuwelen geschickt… Aber es wird auf jeden Fall ganz bestimmt wieder einmal welche hier geben. Oder sonstwie eine nette Kleinigkeit. Verlosungen sind so ein Spass! Und ich neige ja offenbar zur Sammlerei und zum puren Lustkaufen (hihi) und bin dann vielleicht dankbar, wenn ich etwas von all den gesammelten Schätzen wieder weiterschenken darf…
Und nun gehe ich Couverts packen und zwei Set Maschengeschmeide auf die Wanderschaft schicken.

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berührt: leer

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Leer. Unser Meerschweinchengehege ist leer. Vollkommen leer, still und verwaist.
Vor drei Nächten ist der Fuchs gekommen, hat leichte Beute gewittert, recht behalten und jedes einzelne unserer sechs Meerscheinchen davon getragen.
Es war mein Fehler. Das eine untere Türchen stand offen. Natürlich hätten auch andere es schliessen können, ich war mir sogar sicher, dass jemand anderes es getan hatte, bzw. dass das Gehege fest verschlossen war, genau so wie ich es nachmittags noch zurück gelassen hatte, nach dem letzten Füttern und Kontrollieren, doch das war nicht der Fall, genau das war mein Fehler, denn ich hätte nachfragen sollen, oder einfach bloss die paar Schritte unter die Füsse nehmen und nachprüfen. Aber ich war dumm und erschöpft und abgelenkt und kam gar nicht auf den Gedanken, dass eines der Kinder vielleicht nochmals kurz draussen gewesen sein könnte, um den Stall zu öffnen, weil „sie ja abends noch kurz raus wollen“.
Das kostete die armen, kleinen Tierchen ihr Leben.
Und man kann es drehen und wenden, wie man will, schlussendlich war es mein Fehler, meine Verantwortung, meine Pflicht.
Das macht mir sehr zu schaffen.
Und ich vermisse sie so sehr. Das fröhliche Quietschen und Fiepen, wenn sie hörten, wie ich vor die Haustüre trat. Ihre Freude über die Möhrenschalen und Apfelbitzgen aus der Küche. Ihr vorfreudiges Gedränge, wenn ich den Stall ausmistete und sie ungeduldig vor der geschlossenen Deckenklappe warteten, bis sie wieder in ein warmes, nach Stroh und Heu duftendes Nest kriechen konnten.
Erst vor ein paar Tagen habe ich saubergemacht und mir gedacht, wie schön das doch im Grunde ist, das Ausmisten und Herrichten und die Freude und Nähe der Tiere zu spüren.
Ich hatte sie wirklich gern.

An der oberen Tür des Stalles sind auf der Aussenseite langgezogene Krallenspuren. Auch diese Tür stand weit offen, als ich kam. Ich bin mir nicht sicher, wie, aber es sieht so aus, als habe der Fuchs sie tatsächlich selber von aussen öffnen können. Das scheint fast unmöglich, aber ich habe bereits von so einem Fall gehört und offenbar war der Fuchs nicht nur sehr hungrig (die Füchse sehen ausgemergelt aus dieses Jahr), sondern auch ausdauernd und klug, klug genug, die Schwachstelle dieses Stalles sofort ausfindig zu machen. Er hatte Glück. Meine Tiere nicht.
In der Schule meiner Tochter, begannen die Kinder ganze Schimpftiraden auf den Fuchs zu dichten. Mein Mädchen findet Trost darin, in diesem Mitgefühl ihrer Freunde, im geteilten Entsetzen, wenn die Kinder sich mit ihr vor dem leeren Stall versammeln, die kleine Blutpfütze sehen, die ich schon längst wegwaschen wollte (sie ist wirklich nur klein, ich denke, der Tod kam schnell), die Ecke mit ein paar weissen Haarbüschelchen. Er zerreisst einem das Herz, dieser Anblick. Mir auch. Aber bisher habe ich es noch nicht über mich bringen können, das Gehege zu leeren, alles wegzupacken, die Spuren zu tilgen. Ein Stück weit brauche ich diese klaren Zeichen. Um es wirklich glauben zu können. Das alles. Nur das Blut, das sollte ich wirklich wegwaschen. Mit heissem Wasser, denke ich, denn es ist bitterkalt und der Boden gefroren. Immerhin lag Schnee in jener Nacht. Ohne ihn hätte ich nicht gewusst, wer da am Werk war. Die klar erkennbare Fuchsfährte war auch so ein Zeichen, das half, die Dinge zusammen zu puzzlen und Punkte zu setzen. Der Fuchs war es. Punkt. Er muss vielleicht schon eine Frau und einen Wurf kleiner Füchslein durchfüttern (die Natur ist ja in manchen Dingen ein paar Wochen früher dran diesen Winter). Punkt. Er braucht Nahrung, um nicht sterben zu müssen. Punkt. Es waren keine Menschendiebe. Punkt. Keine reine Graussamkeit. Punkt. Es gibt einen Sinn dahinter. Und sie kommen nicht wieder. Punkt. Es ist vorbei. Punkt. Und ich bin Schuld.

Ich habe viel geweint die letzten Tage über.
Es wäre einfacher, wenn ich mir keine Vorwürfe zu machen hätte und wenn es nicht so verdammt still und leer wäre da draussen im Garten. Wenn wenigstens eines von ihnen sich hätte verstecken können…
Gestern fand ich an einer Stelle in Stallnähe, dort, wo der Schnee am zerwühltesten gewesen war und die Fuchsspuren sich sammelten, ein kleines Büschelchen caramelfarbenen Fells. Ich hob es auf, und kaum fuhren meine Finger über das weiche, wollige Pelzchen, blitzte die Erinnerung klar und deutlich in mir auf, so als überraschte mich ein Kindheitsduft, der Bilder weckt; Mimi. Meine kleine, süsse Mimi mit ihrem lustigen Schnäuzchen und dem wuscheligen Fell, weich und störrisch zugleich. Wenn sie rannte, sah es immer so aus, als würde sie tanzen und dabei mit dem Popo wackeln. Wir sagten immer, sie trüge ein Ballettröckchen. Sie roch warm und milchig.
Es war ganz merkwürdig; Wenn ich, nachdem ich den leeren Stall entdeckt hatte, an unsere kleine Meerschweinchenherde dachte, konnte ich mich nur noch an vier Tiere erinnern. Ich zählte sie sogar an den Fingern ab, denn ich wusste natürlich noch ganz klar, dass es sechs gewesen waren und jedes einzelne war mir vertraut, aber kam ich immer nur auf vier von ihnen: Lillifee, Pixie, die Zwillinge Cookie und Brownie. Danach war irgendwie alles schwarz in meinem Kopf. Erst meine Kleine erinnerte mich wieder an sie: Mimi und Maggie, die beiden Schwestern, strohblond die eine, caramelbraun die andere. Ich hatte sie vollkommen ausgeblendet. Und erst als ihre Namen fielen, konnte ich es glauben. Erst dann kam die Trauer.
Mimi war mir immer sehr lieb. Ich musste lachen, wenn ich sie sah, und es war ein frohes, befreites Lachen, weil sie alles ganz einfach und sorglos aussehen liess mit ihrem Gehopse und Gewackel. Wie mutig sie war. Goldig. Rundum goldig. Eine kleine, runde Goldmarie.

Ich habe ihr Haar in Papier gewickelt und halte es manchmal in den Händen.
Ich muss nach vorne schauen. Ihr Gehege sauber machen. Den Stall sichern, wo immer nur möglich. Ein Extraschloss anschrauben. Oder gleich mehrere. Meine Schuldgefühle aushalten und dann ziehen lassen. Aus Fehlern lernen. Mich an der Nase nehmen. Pflichtbewusst sein. Immer.
Und dann neue Meerschweinchen einziehen lassen.
Darf man sich auf sowas freuen?

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Zur Zeit…

Versuche ich, mich an jeder Kleinigkeit zu freuen. Etwas, das man wohl immer irgendwie tut, denn ich glaube, dass es im Menschen verankert ist, sich zu freuen, vor allem an Kleinigkeiten, an der ersten Tasse Kaffee des Tages (die selten geworden ist bei mir und öfters auch einmal ganz wegfällt, ersetzt durch süssen Grüntee mit Mango im Moment), an einem guten Buch, an Sonnenschein im Winter oder einem gelungenen Foto, das man mit seinen Lieben via Whatsup teilt. Manmal versuchen die Leute einem glauben zu machen, das sei ganz anders und die Menschen wären abgebrüht und übersättigt und hätten keine Augen mehr für die kleinen Schönheiten des Alltags, aber ich glaube nicht, dass das stimmt. Das Bloggen hat mir gezeigt, wie viele ihre Alltags-Schätze regelrecht sammeln und zelebrieren, Bloggerinnen, die Posts darüber schreiben, Leserinnen, die in ihren Emails oder Kommentaren darüber berichten. Ich denke, die Menschen sehen sehr wohl Schönheit, im Gross-Artigen genauso wie im ganz profanen Kinkerlitzchen. Nur sehen wir vielleicht nicht alle genau dasselbe und was das Herz des einen erfreut, kommt dem anderen vielleicht ganz banal vor. Mit Mode zB. kann man mich kaum in Euphorie versetzen, andere hingegen geraten ganz aus dem Häuschen über eine schöne Kleiderkombi oder ein ausgefallenes Frisuren-Foto auf Instagram. Alles ist okay. Solange es Freude macht und berührt und nährt. Schönheit lag schon immer im Auge des Betrachters.

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Zur Zeit finde ich diese Szene hier zum Beispiel ziemlich ansprechend. Eklektisch und spannungsreich, ein Sammelsurium an Kinderkunst, etwas Grün (fragt mich nicht, wie das Ding heisst, aber es ist klasse und hält sich vorbildlich), den Visitenkarten von einem meiner liebsten DaWanda-Print-Shops und einer entzückenden Nadelstärken-Messplatte von der Spinnwebstube, wo ich ganz dekadent gleich zwei verschiedene Muster bestellt habe, diese zauberhafte Blume und ein lustiges Schaf, und beide finde ich so schön, dass ich sie wie Kunstwerke im Haus aufstelle. „Katrinkles“ verkauft ihre Nadelstärken-Figuren auch via Etsy und ihr Sortiment an Holzknöpfen und hölzernem Strickzubehör ist wunderbar naturbelassen, mit ganz eigenem, rustikalen Charme.
Ich freue mich, wieder ein Stückchen Schönheit in meine Strickecke bringen zu dürfen -und darüber, dass ich den unansehnlichen Plastikmessbogen, den ich bisher immer benutzt habe, weil es schlichtweg nichts anderes in den Läden zu kaufen gab als Plastik, Plastik, Plastik, endlich ins Brocki abschieben kann.
Holz ist so wahnsinnig schön.

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Zur Zeit hadere ich mal wieder mit meiner Rolle am Herd. Mir scheint, hier geht wahnsinnig viel Zeit verpufft, mit Kochen, Backen, Rüsten, wieder Aufräumen. An manchen Tagen versorge ich den letzten, soeben abgewaschenen Pfannendeckel, nur um fünf Minuten später schon wieder in der Küche zu stehen, um mich an die Zubereitung der nächsten Mahlzeit zu machen… Ratzfatz-Rezepte kommen mir dann immer vor wie kleine Geschenke des Himmels. Hier zum Beispiel fiel mir ein Rührkuchenrezept, das sich wirklich in Windeseile zusammenbasteln lässt und erst noch nur ganz wenig zum Abwaschen zurücklässt, in beinahe letzter Minute in den Schoss; Kind2 kam nämlich  plötzlich in den Sinn, dass er noch einen Kuchen nachmittags für die Schule mitbringen sollte (wieso, habe ich noch immer nicht ganz verstanden), und obwohl das Mittagessen deswegen vielleicht etwas dürftiger ausfiel als auch schon (irgendwas Schnelles aus dem Tiefkühler war es, glaub‘ ich), wurde der Kuchen ein voller Erfolg und das Rezept -das ich euch demnächst noch vorstellen werde- kam sogar gleich zweimal zum Einsatz; einmal in der Schule, wo die Kinder sich begeistert darüber hermachten und Kind2 sogar um das Rezept baten (wie süss ist das denn?!) und einmal hier zuhause für eine zweite Portion ganz für Familie Kirschkernzeit allein.
Dem Himmel sei dank für rasche Erfolge- sie tun so gut und machen die Seele satt.

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Zur Zeit zünde ich öfter einmal eine Kerze an. Kerzenlicht ist ein Wunderding, es wärmt von innen nach aussen und umgekehrt. Morgens, wenn ich einen stillen Moment finde, kurz bevor ich die Kinder wecke, setzte ich mich manchmal mit einer Tasse Tee an den Küchentisch und schreibe ein paar Zeilen in mein Tagebuch, so wie ich das früher in meiner Kindheit immer getan habe, ein paar Worte hiervon, ein paar Sätze davon und irgendwie sammelt sich so ein Abbild des Lebens, das ich gerade führe, zwischen zwei Buchdeckeln an.
Diese kleine, schmale Bienenwachskerze begleitet mich momentan gerade durch diese stillen Augenblicke. Meine liebe Leserin Elisabeth hat sie mir gemacht und ich bin ihr so dankbar für das Licht, das sie mir damit schenkt. Es liegt einfach ein Zauber über handgemachten Dingen, wie diesen. Ich meine, wieviel Zeit darin steckt und wie viel Arbeit, Bienen-Schaffenskraft, Menschenhand-Werk. Und dann sitze ich hier in der Küche und kritze vor mich hin und all diese Energie und Hingabe hüllt mich ein, taucht die Welt für einen Moment in warmes, weiches, tröstliches Licht.
Schön ist das.

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Zur Zeit will dieses Haus einfach nie zur Ruhe kommen. Rein optisch, meine ich. Herr Kirschkernzeit ist seit Wochen schon daran, im Obergeschoss den kleinen Vorraum zu erneuern, wo früher Comics und Legokisten stapelten, und gerade kristallisiert sich heraus, dass eine Treppenrenovation durch Profis ganz klar unerschwinglich kostspielig wäre für uns, was bedeutet, dass uns wieder nichts weiter übrig bleibt, als die ganze Sache im Baukastenprinzip und in monatelanger Kleinstarbeit selber über die Bühne zu bringen. Nicht, dass ich Herrn Kirschkernzeits Fähigkeiten misstrauen würde -Himmel, nein, er baut hier schon seit guten 10 Jahren permanent um und aus und jedes Projekt wird noch schöner und passgenauer als das letzte- aber genau damit sind wir auch schon beim springenden Punkt; seit 10 Jahren ist hier Baustellenbetrieb. Permanent. Buchstäblich endlos. Ich mag einfach nicht mehr.
Und trotzdem muss es einfach sein. Diese Treppen brauchen eine ordnende Hand, die wieder für mehr Sicherheit sorgt. Stufen fixiert. Den während Jahren bröckelnden Putz wieder an den Wänden festpampt. Und unsere Füsse vor Spiessen und Splittern bewahrt.
Vielleicht bin ich auch deshalb zögerlich geworden, was potentiel Chaos-veranstaltende Projekte angeht? Malen mit den Kleinen zum Beispiel. Ein Kraftakt. Eine Stunde Malglück bedeutet nämlich auch: eine Stunde Hintergrundarbeit mit Wassergläser-Leeren, Malblätter-Austauschen, Zeitungsunterlagen wechseln, Farbkästen saubemachen, Pinsel reinigen und ersetzen, verschüttetes Malwasser aufwischen, Patschhändchen von Farbe befreien, Malschürzen an- und wieder ausziehen, fertige Kinderwerke zum Trocknen in Sicherheit bringen… Und zu guter letzt scheuche ich drei zufriedene und hoffentlich wieder einigermassen farbfreie Mädchen aus einer völlig verunstalteten Küche und hoffe, dass sie es fertigbringen ohne Gezanke und Gezeter zu spielen, bis ich das Chaos wenigstens ansatzweise im Griff habe.
Trotzdem liebe ich, was in dieser einen Stunde entsteht. Kinderkunst ist insofern… ein guter Lohn für all die Mühe.

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Zur Zeit stricke ich ungeheuer viel. Als ich vor ein paar Tagen meinen Blog runterscrollte, erschrak ich fast ein bisschen; Kaum ein Post ohne ein Strickbild, Wolle und Maschen überall, das Stricken ist derart omnipräsent geworden bei Kirschkernzeit, dass ich gut und gerne von einem Strickblog sprechen könnte… Immerhin passt da das aktuelle Headerbild mit dem schwarzen Kinderwestchen in Entstehung (damals war das) ganz gut dazu. Es fängt ein, wie fokusiert ich bin, sobald es ums Stricken geht, um neue Muster und Lieblingswolle.Und wie glücklich ich bin dabei.
Obwohl ich sonst schnell fahrig und atemlos werde und mir alles rasch zu viel wird, kann ich stundenlang zufrieden dasitzen und stricken und zutiefst fasziniert nach Wolle und Projekten stöbern. Es ist wohl meine Art von… Therapie. Die Welt sich drehen lassen und mich abschirmen, verstecken hinter Nadeln und Bergen von Garn. Und alles hat seine Ordnung, seinen stillen Verlauf, seine klaren Reihen oder Runden, seine Lösungen und ein wunderbares Happy End. Hier in meiner Strickecke auf dem Sofa ist die Welt noch heil und in Ordnung. Sie gehört mir, ich gehöre ihr. Ich darf sie gestalten, ganz wie es mir gefällt.
Und schaut euch diesen kleinen Farbenturm an… Ist er nicht einfach wunderwunderschön?

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zu verschenken: Strickjuwelen

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Leute, ich bin am Aufräumen. Und ich habe sooo viele, teils wirklich schöne Dinge (in meinen Augen), aber schön oder nicht, viel ist viel.
Darum, und weil ihr so ein nettes Völkchen seid, verlose ich heute zwei dieser zauberhaften Maschenmarkierer-Säckchen von „Lavender Hill Knits“, wie ich sie selber tagtäglich mit Freude benutze. Es sind eher kleine Markiererschlaufen, passend für Nadeln bis zu einer Dicke von ca. 4mm. Gewinnen kann man jeweils ein Set davon, je nach Geschmack die kleinen Türkissteinchen (6 Stück) oder die Mini-Müschelchen (7 Stück). Gebt mir in eurem Kommentar unter diesem Post oder auch einfach via Kirschkernzeit-Email an, welches Säckchen ihr bevorzugen würdet. Falls es euch keine Rolle spielt, könnt ihr auch ganz einfach beide angeben, dann wandert euer Name in beide Töpfchen und wir werden sehen, was die Glücksfee für euch zieht…

Euer Kommentar sollte bis zum zweiten Februar-Sonntag, dem 11.2.2018 um Mitternacht hier eintrudeln, dann kann ich bis Dienstag den Gewinner hier bekannt geben und gleich auch eine persönliche Gewinn-Nachricht verschicken. Viel Glück euch allen! So oder so.

Ach ja, hier noch eine kleine Notiz am Rande: Habt ihr schon Mamanifloras Blog entdeckt? Ein ganz, ganz zauberhafter und friedvoller Blog (er liegt mir sehr am Herzen), in dem viel über Pflanzen, ihre Kräfte und das Gute, das die Natur uns schenken will, zu lesen ist. (Ich als Christin denke, dass Gott in gewisser Weise auch durch die Natur wirken, helfen, heilen und uns begegnen möchte…)
Mamaniflora hat für uns einen wunderschön gestalteten Mini-E-Kurs zum Thema Immunstärkung zusammengestellt, den sich jeder, der Freude hat daran, noch bis Ende Februar kostenlos downloaden kann. Auch das ist ja so eine Art „Giveaway“ und passt darum ganz gut in diesen Post hier…
Meine Kursblätter liegen gerade lesebereit neben mir und ich freue mich, mehr zu lernen zum Thema Pflanzen und Gesundheit aus der Natur…

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