Monatsarchive: Februar 2018

Wochen-Ende; sibirisch

:draussen:

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Lieber Himmel, was für eine Kälte! Heut früh begrüsste mich und mein Kindergartenkind der kälteste Morgen dieses Winters, und ich muss sagen, meine Wangen hegten keinen Zweifel daran; dieser Wind! Sibirisch! Wie Eishände!
Interessanterweise scheint auch heute eine äusserst freundliche Wintersonne auf uns herab, was wohl ein kleiner Wintertrick sein soll, um uns Mummelmäuse aus dem Haus zu locken; man wähnt sich nach einem Blick aus dem Fenster bereits halb im Frühling und schnürt ahnungslos umgehend seine Schuhe- nur um dann vor der Haustür von Väterchen Frost eiskalt erwischt zu werden. Gottlob sind Mützen, Schal und Handschuhe nur einen Griff weit entfernt, sonst könnte das Ganze mit Frostbeulen enden.
Gestern nachmittag allerdings konnten selbst die aktuellen Minustemperaturen (ganze Minus 9 Grad heute vormittag um halb zehn!) uns nicht länger drinnen halten. Der Wind war grausam, der gefrorene Wald mit zu Eis erstarrten Rinnsalen und einem zugefrorenen Teich (das ist EIS da oben auf dem Bild, kein stehendes Wasser!) dafür wunderbar romantisch und sonnengefleckt. Die Kinder beklagten sich zuerst über raue Hälse und laufende Nasen, doch mit der Zeit nahm der Zauber dieser Landschaft selbst sie gefangen und aus den lautesten Protestschreiern wurden die begeistertsten Eis-Sammler und Eiszapfen-Lutscher. Ein paar der gesammelten Eis-Skulputeren lagern nun in unserem Garten und harren der Dinge, die da kommen mögen. Mein grosses Mädchen plant ein Eisschnitzerei-Kunstewerk und Kind2 hat  seinen „Eis-Zahn“ vorsorglich im Tiefkühler gelagert. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich den Wald zwar wirklich wunderschön fand und es genoss, endlich wieder einmal an der frischen (frischen!) Luft zu sein, doch der allerschönste Teil dieses Spazierganges war ganz klar das Heimkommen: zu heisser Schokolade  mit Schlagrahm (nach diesem Rezept, mein allerliebstes überhaupt, mir reichen allerdings 50gr. geschmolzene Schokolade darin, sonst wird es mir zu säuerlich).

:drinnen:

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Drinnen laufen die Heizungen auf Hochtouren. Im Schlafzimmer stelle ich sie nach wie vor ganz aus, denn die beiden kleinen Mädchen und der Mann neben mir im Bett wärmen besser als jede Wärmflasche, aber überall sonst muss es jetzt einfach warm sein. Besonders auch, weil hier im Dorf die Grippe umgeht, teils arg mit hohem Fieber, teils nur in reduzierter Lämmchenform, wo die Nase läuft und der Hals kratzt und die Kranken sich müde und schlapp fühlen, zu nichts zu gebrauchen, für Schule schon gar nicht.
Jedes meiner Schul-und Kindergartenkinder kam darum bereits in den „Genuss“ einer kurzen Schul-Auszeit, wo es sich -obwohl ihr Zustand nicht wirklich dramatisch war- zuhause in aller Ruhe und Geborgenheit ausruhen und vom Alltag erholen durfte. Soviel Zeit und Musse muss einfach sein. Um den Körper zu schonen und vor Schlimmerem zu bewahren. Es muss ja nicht aus jeder Mücke ein Elefant werden- darum sollte man manchmal auch Mücken etwas Zuwendung schenken…

Ich gebe mir noch immer grosse Mühe, nur wenig Kaffee zu trinken und Zucker weitgehend zu umgehen. Beides tut mir wirklich nicht besonders gut (schmeckt aber natürlich einfach herrlich und hat so lange schon zu meinem Leben gehört) Die Kombination aus beidem kann absolut verheerend wirken. In kleinen Dosen aber ist es okay. Und ein Geschenk. Ich geniesse jede Tasse Kaffee und jedes Stückchen Schokolade und bleibe im Zwiegespräch mit meinem Körper, der mir genau sagt, was er von den Dingen hält, die ich ihm so einverleibe. Gerade mag ich Tee mit grünem Hafer (auch so ein Tipp von Mamaniflora) und Rosenknospen, etwas Kamille und ein wenig Minze. Und dann ist da der grüne Tee mit Jasmin, dem ich regelrecht verfallen bin und wo ich jeden Teebeutel zweimal aufgiesse (ich liebe diesen hier! Er schmeckt nur sehr leicht nach Jasmin, ist mild, natürlich und scheint meinem Magen gut zu bekommen). Mittlerweile trinke ich ihn sogar ungesüsst, kein Zucker, niemals Honig, so wie ich alle Tees momentan trinke. Wie gesagt, der Körper hat eine klare Sprache, und irgendwann folgt ihm auch der Verstand…
Gerade sagt er mir auch, dass Wolle absolut unentbehrlich ist (was für eine Überraschung…). Ich trage Wolle von Kopf bis Fuss, dick in meinen kaffeebraunen Homestead-Schal und meine gute, alte Shalom eingemummelt und mit Wollsocken bestückt. Es fühlt sich perfekt an. Sehr winterlich und rund. Damit überstehen wir selbst den sibirischen Winter, der es sich hier bei uns gemütlich macht.
Allerdings liegt kaum echte Wolle auf meinen Nadeln. Dafür eine etwas knorzige Mischung aus Seide und Baumwolle (Lang Yarns Seta Tweed), die mir zuerst ziemlich holprig von den Fingern glitt, weil die kleinen Tweednoppen wie Stolpersteinchen wirken und der Faden rau und uneben ist. Jetzt, nach zwei von vier verstrickten Farbknäueln habe ich mich vollkommen daran gewöhnt und freue mich sehr an diesem kleinen Projekt: Es soll ein einfacher Dreiecksschal werden mit vier Blockstreifen in Beige, zweierlei Braun und Schwarz, ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin, die leider dank Neurodermitis allergisch auf Wolle reagiert. Ein Schal im Stil von „Nordic Wind“, aber ohne Anleitung.
Es ist so eine wunderbare Arbeit! Simpel, beruhigend und mit den schönsten Farben, die dieser Winter mir zu bieten hat. Jedes Mal, wenn ich sie zu Hand nehme, geht mein Herz in Flammen auf…

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marineblaue Handwärmer

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Die Zeit, ach die Zeit… wohin sie nur immer fliegt…? Mir scheint, seit meinem letzten Eintrag gab es keinen einzigen Moment, in dem ich auch nur ansatzweise einfach so müssig herumsitzen konnte- oder mir der Augenblick passend erschienen wäre, für ein paar Zeilen Blogposttexterei. Es waren nicht gerade erbauliche Tage, vor allem die letzte Woche lastete eher wie eine schwere, dunkle Decke auf mir, keine schlimmen Sachen, mehr so eine Art leise Trauerarbeit wegen meiner Schweinchen und vielleicht sowas wie … naja, ich weiss nicht… Winterdepression in Raten?
In diesem Jahr ist es irgendwie besonders schwierig, all das Düstere und den saisonbedingten Rückzug zu verkraften… Und irgendwie ist immer etwas oder jemand da, das oder der mich absorbiert und an meinem Rockzipfel hängt, so dass mir nur wenig Raum bleibt für eigene, frei gewählte Bewegungen. Fürs Weggehen. Für einen Me-alone-Vormittag in der Stadt. Fürs Tagebuchschreiben oder Bloggen. Sogar das Stricken muss warten, was nun wirklich selten ist. Weil tagsüber hunderttausend Aufgaben um meine Aufmerksamkeit buhlen, die Kinder, irgendwie alle gleichzeitig in Entwicklungsschübe verstrickt, ein wenig mehr von mir brauchen- und ich abends spüre, dass ich Schlaf nötig habe, Schlaf und Versunkenheit und weniger die kreative Anregung, die das Stricken mir verleiht. Also lese ich wieder mehr. (Miss Read ist jetzt dran. „Miss Clare erinnert sich“ ist wirklich sanft und süss und wunderbar unaufgeregt. Perfekt als beruhigende Bettlektüre nach einem ruppigen Tag. Ein schöner Geheimtipp von meiner Leserin Kerstin (Danke dir, Kerstin!!!)) Oder ich höre kurz ein wenig Radio, wenn es mir nervlich nicht so gut geht, besonders gerne die unsäglich kitschige Musikwelle mit lauter Ländler, schnulziger Heimatmusik und schmalztriefenden deutschen Liebesballaden. Schaurig aber schön und tatsächlich was fürs Herz, da lässt sich nichts dagegen sagen. Immer wenn mich mein abendlicher Agatha Christie Krimi etwas zu stark mitnimmt, stelle ich das Radio vor dem Schlafengehen noch für ein paar Minuten auf „Musikwelle“, lasse die innere Spannung austropfen und mich in eine akustische Seidenschwade einlullen. Eine Dosis Heile Welt in Reinform. Ausserdem rollen da manchmal auch Stücke an, die einem ganz postiv überraschen, so wie „Ach woher, wohin“ von Veronika Fischer, das mir allein schon wegen seiner Country-Sentimentalität direkt unter die  Haut geht. Ich mag Country, hab ich das schon mal erwähnt? Folk und Country sind für mich wie altgediente Schnürstiefel; man kann sein Leben lang damit herumlaufen- und immer passen sie wie angegossen.

Aber eigentlich wollte ich ja von diesen blauen Handwärmern hier erzählen. Sie sind noch nicht gewaschen und sehen darum noch recht zerknautscht und sonderbar aus auf den Bildern, doch es blieb einfach keine Zeit für ein Bad und etwas Blocking; da draussen vor der Tür herrscht der Winter, und mit ihm Eis und klamme Morgen. Marineblau und kuschelwarm sollen diese fingerlosen Handschuhe mein Kindergartenkind an kühlen Tagen vor Wind und hautfeindlichen Temperaturen schützen, ohne sie in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, wenn sie, wie jeden Tag, fürs Kindergartenznüni draussen auf dem Hof mit ihren Gspänli herumturnt. Oder sagen wir; Sie sollen Schutz bieten, während sie bei den anderen draussen steht und beobachtet, wie die turnen, denn meine Kleine ist ein sensibles, zurückhaltendes Kind, das viel Sicherheit und Zeit braucht, bevor sie sich mit ins Getümmel stürzt. Warme Hände- überhaupt Wärme in jeder erdenklichen Form und Bedeutung- sind für sie besonders wichtig. Ich wundere mich nicht, dass auch ihre Haut besonders empfindlich ist und schon jetzt, in ganz jungen Mädchenjahren, rasch austrocknet und zu schuppen anfängt. Manchen Menschen fehlt einfach die solide Hülle. Sie brauchen besondere Pflege und ein grösseres Mass an Aufmerksamkeit und Schutz für Körper und Seele, etwas, das ich bei diesem Kind schon von Geburt an so empfand und das sich nun, da sie raus in die Welt tritt, immer mehr herauskristallisiert
Es war schön, ihr diese fingerlosen Handschuhe zu stricken. Eine schlichte Aufgabe ohne Firlefanz, mit feinen Nadeln (Nr. 2.5) und Schmusewolle (BabyAlpacaSilk von Drops) und einem todsicheren Strickrezept („Dreaming of Spring Fingerless Gloves“) aus einem meiner Allzeit-Lieblings-Strick-Bücher („More Last Minute Knitted Gifts“ / „Geschenke aus dem Wollkorb“).
Da gab es dereinst einmal eine schwarze Variante dieser Anleitung auf meinen Nadeln. Ihr rosa-lila Vorgänger-Paar, das ich meinem grossen Mädchen gestrickt habe, damals auch für ihre Kindergartentage -hach, lang, lang ist’s her- ist immer noch wunderbar in Schuss und macht mir jedes Mal viel Freude, wenn ich es aus dem Mützen-Handschuh-Schal-Sammelsurium in einem alten Bolga-Korb auf der Treppe fische und nun meiner Kleinsten über die kleinen Fingerchen streife. Da hängen Erinnerungen dran, an diesen wolligen Dingern. Erinnerungen an einen Wirbelwind von Kind, der zum Kindergarten sauste und nach Hause regelrecht flog. Der mit den Jungs über die Wiese tollte, verbotene Bäume bestieg und auf allen Vieren durch den Kindergarten jagte. Erinnerungen an ein Kind, das so vollkommen anders ist als ihre 3 Jahre jüngere Schwester und mir noch immer ein wenig vorkommt wie ein gewitzter Troll voller Schabernack und Urgewalt.
Jaja, die Zeit. Ach woher, wohin…

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Tee bei mir

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Seit einiger Zeit versuche ich, besser auf meinen Körper zu achten, vor allem darauf, wie er auf Essen und Getränke reagiert. Mein Magen ist nicht unbedingt der Robusteste, vielleicht weil meine Nerven ohnehin wenig belastbar sind und ich sehr empfindlich auf Reize und Eindrücke reagiere und lange Zeit brauche, um mich zu erholen. Die letzten Wochen habe ich wenig Zucker gegessen, was mir leichter fiel, als ich dachte (Ich glaube, die Zeiten der Schokoladen-Völlerei sind sowieso für mich vorbei) und meinen Kaffeekonsum drastisch reduziert. Es gab Tage, da habe ich keine einzige Tasse getrunken. Und sie auch nicht vermisst. Mittlerweile hat es sich eingependelt, dass ich vormittags vielleicht eine Tasse trinke, aber nie auf leerem Magen (denn das wäre wirklich Gift für ihn) und danach auf Tee und Wasser umsteige. Interessanterweise entwickle ich sowas wie eine Kräutertee-Sehnsucht; plötzlich bekomme ich Lust auf das eine oder andere, auf Rosen, Minze und Kamille zum Beispiel, und ich finde es wahnsinnig spannend, mir dann ganz intuitiv ein bisschen hiervon und davon zusammen zu mischen und dann zu sehen, wie mein Körper auf diese eigen Teemischung reagiert… Mamaniflora und ihre wunderbaren Rezepte und Gedanken sind mir eine grosse Stütze darin. Niemals hätte ich gedacht, dass Kräuterlehre so interessant und lebensnah sein kann, doch im Moment scheine ich dieses Thema richtig zu brauchen und gierig in mir aufzusaugen, wie ein vertrockneter Schwamm. Tee ist ausserdem ein einfaches Thema für mich, viel unkomplizierter und nahtloser in mein Leben einzubauen als neue Ernährungsphilosophien (dazu würde mir ganz klar die Kraft fehlen.)
Es ist schön, dass ich Neues dazulernen darf. Ich weiss ja noch so gut wie gar nichts… aber das weiss ich ja immerhin *zwinker* Und, genau, bevor ich es vergesse: Dieses zauberhafte Set kleiner tönerner Teebecherchen vom Weltladen unserer Region hat mich vom Fleck weg begeistert. Diese Farben… einfach himmlisch! Verwaschen und zart wie der verregnete Vorfrühling. Kaffee oder Tee; meine Hand um eine dieser Tassen zu schliessen schenkt mir ein Gefühl vom… Ganz-bei-mir-sein. Und genau darum geht es wohl, bei dieser ganzen Kräuterteesache, in meinem Fall zumindest; meinen Körper sprechen zu lassen und achtsam darauf zu reagieren, in einer Sprache, die er versteht. Um gut für sich sorgen zu können, muss man bei sich stehen bleiben, sich selbst beobachten und zuhören. Das braucht Zeit und Neugierde und manchmal ein grösseres Mass an Hingabe mir selber gegenüber, als ich es mir gewöhnt bin. Aber ich denke, der Anfang ist gemacht, ein paar Weichen gestellt, weniger Zucker und Kaffee und etwas mehr Schlaf, das allein tut bereits seine Wirkung und sendet positive Signale an mich selbst…

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berührt: Chansons

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Im Moment bin ich ganz versunken, ein bisschen fernab von allem und nicht wirklich im Hier und Jetzt verankert. Traumwandlerisch könnte man es nennen und ich weiss nicht, ob das nun etwas Gutes ist oder eher etwas Schlechtes. Französische Chansons begleiten mich. Francis Cabrel auf Schritt und Tritt und bis in meine Träume, denn manchmal singe ich im Traum „Comme und madone oublieé“ und meine Gedanken wollen sich nicht loseisen von den Melodien des Tages…
Ich liebe Francis Cabrels Album „Carte Postale“. Seine feinfühligen Texte, die melancholischen Melodien, sein Gespür für Poesie ( lyrisch und menschlich „Je m’ennui de je mois“), ein bisschen grosse Liebe (wunderbar und versöhnlich „Tu es toujours la mème“), der ganze, mir so vertraute Weltschmerz und seine leise gesellschaftskritische Stimme (wie in „Comme une madone oublieé“, wo er sich Gedanken macht über die Prostitution).

Gestern hat mich ein Lied plötzlich wieder eingeholt und über viele Jahre zurückversetzt, zurück in ein stickiges Klassenzimmer, wo wir an einem heissen Sommertag der 90er Jahre dem Wochenende entgegendämmernd Liedzeilen übersetzten.  Ich verstand damals nur die Hälfte von „Repondez-moi“ und meine Begeisterung für diese Arbeit hier sich eher in Grenzen. Doch die Melodie gefiel mir irgendwie. Sie sprach von Sehnsucht und Einsamkeit und von einer Enge, die ich nur zu gut kannte.
Ein vergessener Moment. Ich wusste nicht, dass er noch da war, vergraben in mir. Dass mein alter Französischlehrer mit rotblondem Schnauz, der natürlich erst heute wirklich alt ist und nach wie vor einen Schnauzer trägt, einfach mit etwas mehr Grau, fast genauso aussah wie der junge Cabrel, als er dieses Lied schrieb.

Heute knie ich auf dem Küchenboden, die Hände in knallorangen Gummihandschuhen verpackt, um meine Haut vor der Seifenlauge zu schützen, mit der ich versuche, die ausgetretenen Holzdielen sauber zu bringen. Es ist ein stiller, müde Tag. In der einen Hand ein nasser Lappen, neben mir auf dem Boden mein Handy, aufgeschlagen auf einer Youtube-Site, ein Stift und ein Stück Papier, auf dem ich all die französischen Vokabeln notiere, die ich nicht verstehe. Heute möchte ich gerne wisse, was er singt. Was jede Zeile bedeutet. Und ich bin erstaunt, wie viel mir sofort klar wird. Wie viel noch da ist. Und wie viel verständlicher mir der Text, überhaupt das ganze Lied heute sind, so dass ich manchmal erkenne, was gemeint ist, obwohl ich schwören könnte, mein Französisch ist so gut wie weggeblasen, verloren, vergessen, vertrocknet.
Vielleicht muss man manchmal erst älter werden, um manche Lieder wirklich zu begreifen…?

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