Monatsarchive: Oktober 2016

like Instagram 113

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Naja, ein bisschen Landleben gibt es ja auch hier…

PS. Vielen lieben Dank für eure herzlichen Kommentare beim letzten 7Sachen-Post! Ich komme grade mal wieder zu gar nichts und renne nonstop durch den Tag… Zum Antworten komme ich da einfach nur schwer. Aber mich freut jedes eurer Mutmachenden Worte! In den Zeit werde ich ein bisschen kürzer treten im virtuellen Raum. Und es mir mit einer Runde “Like Instagram”-Posts gemütlich machen. Alles, was entschleunigt ist gut, oder? Und mir mehr als willkommen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Familienalltag, Jahreszeiten, Natur, Themen-Reihen | 3 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Herbst heute. Ein Morgen voller Nebeldunst  mit Frischekick- und nun scheint die Sonne sanft und golden.
Wie sehr ich das liebe! Diesen Wechsel, diese Lebhaftigkeit…
Und diesen Ort hier, dieses schwindend kleine Fleckchen Beständigkeit, das noch immer genauso ist wie wir es vor zehn Jahren angetroffen haben. Mir fehlt das, das Bestehenbleiben der Dinge. Überall  um mich herum puffen Wohnblocks aus dem Boden wie eckige Pilze und ich vermisse es, die Gesichter, die ich antreffe -beim Einkaufen im Dorfladen, auf dem Spielplatz, der Post- wiederzuerkennen.
Langsam platzen die Gässchen aus allen Nähten, es wimmelt vor Autos, Fahrrädern, Einkaufswagen und ich fühle mich zunehmend fremd im eigenen Dorf…
Umso dankbarer bin ich für alles, was noch ist… wie es war.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, Jahreszeiten, Zuhause | 2 Kommentare

7 Sachen

( Nach einer Idee von Frau Liebe: “ 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe.
Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig”)

dsc_8602Mützenstricken frühmorgens. Therapeutisch gemeint. Man versucht ja alles.

dsc_8580Eine Karte für einen trauernden Menschen geschrieben. Wohl keine grosse Hilfe. Aber alles, was ich tun kann…

dsc_8595Eine Kaffeetasse gehalten. Mich dran festgehalten ein Stück weit. Pausenfieber.

dsc_8590Wäscheberge getilgt. Bröckchenhaft. Und in feinster Gesellschaft.

dsc_8594Hosen geblätzt. Aus einer Notlage heraus. Hier gehen Hosen schneller kaputt als ich neue beschaffen kann…

dsc_8613Kuchen gebacken. (“Kärleksmums” aus diesem Buch hier) Ich nehme g’rade alles an Zucker, was ich kriegen kann. Mehr Süsse bitte!

dsc_8575Mein neues Lieblingsprojekt angestrickt. Saftig grün und kühl blau. Wie mein Mädchen es sich gewünscht hat. Ich hoffe so sehr, dass er hübsch werden wird!

 

Dieser Tage tue ich mich eher schwer damit, das Gute im Alltag zu finden. Ein bisschen durch die Fotolinse spienzlen tut gut, da springen mich die Glitzermomente regelrecht an. Gewissermassen.
Genau am Tag dieser Fotoreihe hier, kam der Anruf der Maklers, mit dem wir neulich ein altes, schäbiges, aber trotzem irgendwie zauberhaftes Haus besichtigt haben, in einer Gegend… die mir alle Worte verstummen lässt, weil es mir schwer fällt, so viel Schönheit und Paradies auch nur ansatzweise zu beschreiben. Ich meine, ich habe den Himmel gesehen! Über mir, weit gewölbt, voller reisender Stare und duftiger Wolken. Ich sah nach oben und wusste; Hier will ich bleiben. Das ist der Ort, wo ich zuhause bin. Wald und Wiesen, Pferderkoppeln, ein Fluss, den ich von Kind an kenne, Bäume und Weite und Frieden- und das Haus meiner Mutter nur eine Nasenlänge entfernt. Ach Gott, wie gerne hätte ich dort Wurzeln geschlagen…
Doch es sollte nicht sein. Eine Absage.
Ein Stück weit bin ich einverstanden damit. Die ganze Umbauerei. Von neuem. Umziehen. Ein grosses Grundstück pflegen und uns alle neu organisieren… Und das alles mit meinem Wildfang von Kleinkind, wo ich im Moment doch ohnehin kaum noch Energie habe für die absoluten Basics…
Wahrscheinlich ist es ganz richtig so.

Was mich berührt hat: Ein Bankier, mit dem ich noch kurz daraufhin telefonieren musste (ihr wisst schon, abgeblasene und so) meinte ganz liebenswert “Wissen Sie, alles hat seinen Sinn. Und wenn eine Türe zugeht, dann geht eine andere auf.”
Dieser Satz aus einem mir wirklich wildfremden Mund. Tröstlich.
Besonders als ich abends nach einem Gebet den Sprüchekalender in meiner Küche aufschlug und -als würde da jemand Grosses diese Antwort unterstreichen- folgenden Satz vor mir hatte:  ” Gott schliesst nie eine Tür, ohne eine andere zu öffnen.”
Amen.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Familienalltag | 10 Kommentare

Some Cloudy Day

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Wie viele Wolken wohl ziehen? So viele wohl wie Stare, alle unterwegs zu einem besseren Ort…
Ich bin ein bisschen melancholisch gestimmt heute. Und müde. Diese ganze Schnupfennasenzeit beeinträchtigt meinen Schlaf und lässt die Ringe unter meinen Augen wachsen. Meine Nerven hingegen sind dünn und empfindlich und den Zerreisproben des Alltags nicht sonderlich gut gewachsen.
Es gibt Regen. Gut so. Drinnenzeiten sind genau, was mir vorschwebt im Moment. Ich habe Lust auf Kaffeebecher, “Gilmore Girls”, Plätzchenduft und Wolle. Massenweise Wolle. Nur meinem eisernen Vorsatz, mehr Wolle wegzubrauchen als neu einzukaufen, ist es zu verdanken, dass das Strickcafe noch keine leeren Regale hat… Wobei, ich habe je neulich gesündigt. Grüne Tosh DK. Für einen Kinderpulli…
Aber. Naja. Tatsächlich ist ein klein wenig weggekommen von dem, was ich seit Jahr und Tag an wuscheligen Fasern horte. Bei einigen Projekten mehr, bei anderen weniger…

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Dieses Paar flauschiger Beinstulpen (die ich hier ersatzweise an den Armen trage) zum Beispiel hat pro Bein für 33cm nur knapp 37 gr. “BabyAlpacaSilk” (von Drops) verbraucht- aber irrsinnig viel Spass gemacht beim Stricken. Es ist mein zweites Strickprojekt mit Ajourmuster und ich bin zum zweiten Mal verblüfft, wie gerne ich Lochmuster stricke…

“BabyAlpacaSilk” gehört übrigens zu den Garnen, die ich unheimlich gerne in den Händen halte. Dieses Gefühl zwischen den Fingern; ein bisschen soft, ein bisschen faserig, ein bisschen griffig und erst noch herrlich seidig schimmernd- das ist wirklich etwas Einmaliges. Auf der anderen Seite -und es hat eine Weile gedauert, bis ich mir das eingestehen konnte, weil das Hand-Gefühl etwas so grundlegend anderes aussagte- auf der anderen Seite mag ich es nicht besonders gerne überall sonst auf der Haut. Ich finde, obwohl es sich wahnsinnig weich und fein in den Händen hält, fühlt es sich rasch kratzig an, ob als Schal oder Mütze. Aber die Meinungen sind hier ganz klar gespalten. Viele Strickerinnen machen wunderbare Schals und Kindersachen daraus und würden wohl nur den Kopf schütteln, wenn sie mich derart reden hörten… Wahrscheinlich bin ich auch recht verwöhnt mittlerweile. Ich merke mehr und mehr, wie wichtig mir das Tragegefühl ist, wenn ich stricke. Nicht bloss in den Händen…

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Wie dem auch sei, für Beinstulpen finde ich dieses an sich ja wirklich zauberhafte Garn absolut empfehlenswert. Es sei denn, man trägt seine Stulpen auf der nackten Haut und ist auch an den Beinen sehr empfindsam. Bei meinem Mädchen allerdings kann ich mir ziemlich sicher sein, dass Stulpen höchstens über Leggins oder Strumpfwaren zum Einsatz kommen. Sie ist ein hitziges Kind, ständig auf Achse und in hoher Geschwindigkeit und sehr wahrscheinlich wird sie ihre neuen Ajourstulpen ohnehin nur selten tragen (macht nichts; die sind enorm dehnbar und wachsen wohl noch ein paar Jährchen mit). Gut möglich, dass sie sie gar nicht gebraucht hätte, nicht dringend zumindest…
Aber wie bei vielen guten Dingen im Leben; selten aber gern ist die Devise. Man weiss nie, wann man dankbar ist für eine Extra-Schicht Wärme und Schutz. Auch die Beine einer rasanten Achtjährigen mit Neigung zum Tiger-Dasein sind darüber vielleicht einmal froh. Ja, eines Tages wird sie sie herauspuhlen. Ganz bestimmt.
Eines wolkigen Tages…

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