Monatsarchive: April 2016

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Seit kurzer Zeit stehen zwei Töpfchen mit Hyazinthen vor meinem Waschküchenfenster (wo wir übrigens eine Art kleines Badezimmerchen haben- einfach ohne Wanne oder Dusche). Eine Blau, eine Rosa. Jetzt blühen sie wie verrückt- und sie duften unfassbar himmlisch!
Jedes Mal, wenn ich das Fenster öffne, um frischen Wind rein zu lassen, umhüllt mich eine zarte, betörende Duftwolke, trete ich vor die Haustür, überrascht mich ein feines Frühlingsparfum.
Ich wusste bisher nicht, wie kostbar, wie köstlich es sein kann, wenn es derartig duftet um einem herum. Lange Zeit hatte ich den Eindruck, viele Naturdüfte gar nicht erst wahrzunehmen… Aber mehr und mehr entdecke ich sie, diese leise, aber so erfüllende Nuance der Natur…

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, Jahreszeiten, Natur, Themen-Reihen, what makes me happy, Zuhause | 2 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Hasi zum Dritten.
Jetzt (fertig!) mit verstrubelten Barthaaren und
weissen Lichtpünktchen in den schwarzen Augen.
Die sind leider unregelmässig gross geworden,
aber das macht nichts; so passen sie zu den krummen, ungleich langen Steckenbeinchen…

Veröffentlicht unter kreative Ideen, Stricken, Themen-Reihen | 3 Kommentare

berührt; schön

“Berührt” heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Wir hatten einen ganz herrlichen Frühlingstag heute. Richtiges Aprilwetter, ein bisschen von allem, und das mag ich eigentlich ganz gerne. Ich meine; Regen kann fein sein, ein wenig Wind sehr willkommen, die Sonne ein Segen und der zarte Dunstschleier am Morgen lässt einem Zeit zum Aufwachen und Hineingleiten in den Tag.
Draussen grünt es schon mit aller Kraft. Von oben und unten drängt es ans Licht, Blätterknopsen, Blumenstiele, Grashalme, Salatköpfchen, Kräuterstengel… Schon die ganze letzte Woche über trat ich immer mal wieder vor die Tür und sah nach oben, hinauf in die ausladende Krone der alten Birke im Garten meiner alten Nachbarin. Sie hat eine Reihe Bäume gepflanzt, damals, als ihre 5 Kinder noch klein waren, Bäumchen derzeit, nicht viel grösser waren als mein Unterarm. Sie erzählt gerne, wie klein sie waren, die Kinder wie die Bäume.
Und nun, viele Jahrzehnte später sind sie gross, gealtert, gefestigt- und stellenweise bereits wieder gebrechlich, jedes auf seine eigene Art und Weise. Die alte Birke verliert manchmal dicke Äste, wenn es stürmt. Die mächtigen Tannen, in denen scharenweise Vögel hausen, haben letzten Sommer, dank der Dürre ganze Berge von Nadeln verloren und schwanken schwer im Wind, wenn die Böen über unsere Gärten peitschen.
Doch sie bleiben stehen, selbstbewusst und wunderschön- und ich muss immer wieder daran denken, wie unglaublich glücklich mich das macht. Eine Reihe Bäume. Was für ein Segen, was für ein Wunder. So voller Leben. Allein schon das Zwitschern und Flattern und Rascheln der Wesen, die sich zwischen den Ästen einnisten, schenkt mir ein Gefühl von Geborgenheit und Heimat…
Diese Woche wartete ich auf die ersten Blätter. Das Grün in den Zweigen, das erst zögerlich und flaumig zart, dann plötzlich in rasantem Tempo immer kräftiger und dichter wird, bis die ganze Baumkrone sich füllt, jede Lücke sich schliesst und einen Teil des blauen Himmels grün und laubig überzieht.
Schön.
Dieses Grün.
Schön.
Dieses Lebendige und Unbekümmerte.
Schön.
Dieses Singende in der Jugend der Natur.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, Jahreszeiten, Natur, what makes me happy, Zuhause | 3 Kommentare

ein bisschen Blau

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Blau. Gerade habe ich den Eindruck, dass mich diese Farbe immer stärker begleitet. Und dabei ist sie mir, die ich Grün, Braun und Burgunder mag, nicht einmal besonders nahe…
Wahrscheinlich liegt es vor allem daran, dass mein Kindergarten-Tochterkind sich praktisch von heute auf morgen zur Blau-Liebhaberin bekehrt hat. Von sanften Mädchentönen wie Flieder, Babyrosa (am liebsten dieses ganz, ganz helle Färbchen, das man nirgendwo verstricken oder vernähen kann, weil es sofort dreckig wird) und Violett hin zu kühlen, starken Farben; Türkis, Royal, Kobalt.
Alles, was ihr auch nur im entferntesten „mädchenhaft“ vorkommt, wird per se schon mal abgelehnt- dafür schlüpft sie wie durch ein Wunder ganz von alleine in matschegrüne T-Shirts („wie gruusig!“ hätte sie früher gewettert), nur weil sie den Tiger auf der Vorderseite so schön findet (Raubtiere sind die neuen Einhörner, ganz klar).
Und, ja, Blau. Blau ist die allerschönste aller Farben, ob auf Wänden (ihr neues Zimmer, oh wie ich mich drauf freue!), auf Pullis oder Malpapier. Klar, dass sie es war, die unseren mittlerweile unbrauchbar gewordenen Diabolo spontan zur Blumenvase umfunktioniert hat. Was ich ehrlich genial finde- alles, was nicht scherbelt, wenn draussen getobt und gewerkelt wird, hat bei mir schon mal ein Stein im Brett, und ich liebe Blumen, Blumen überall am liebsten, ganz gerne auch in der Gartenlaube, wo sich die Unordnung des Hauses viel zu schnell eingeschlichen hat, obwohl ich es letzten Herbst so sehr genossen hab‘, an diesem neu renovierten Plätzchen für einmal nur Leere, Kargheit und Klarheit um mich zu haben…
Aber zurück zu Blau. Die blaue, alte Tee-Tasse habe ich natürlich auch für mein Mädchen gekauft. Obwohl Blümchenmuster drauf sind, was heikel ist, zugegeben (Stichwort „damenhaft“), aber das Blau ist so was wie mein Trumpf im Ärmel, wenn ich sie zur „Feine-Damen-Tee-Party“ einlade und nichts anderes anzubieten habe als antikes Blümchengeschirr. Und wenn sie es nicht mag- ich nehm’s gerne! Ist doch einfach zu hübsch und eigentlich perfekt für meine kleine Sammlung…
Momentan liegt dieses Tässchen noch versteckt unter allerlei Bastelsachen in meiner kleinen, grünen Kommode, wo ich all meinen Jahreszeiten-Kram verstaue, und wartet auf den Juli, wenn meine Grosse Geburtstag hat. Ich geniesse gerade so eine Art Geschenke-Sammel-Rausch und trage alles mögliche zusammen, nicht nur für sie, auch für andere anstehende Geburtstagskinder, aber irgendwie fällt mir für sie momentan einfach besonders viel Hübsches in die Hände. Oftmals in Blau, wen wundert’s. Aus dem herrlich kühlen, lagunenfarbenen Garn zum Beispiel (Madelinetosh Vintage „Mineral“) entsteht zur Zeit eine kleine Wollmütze mit Lochmuster-Linien (ein bisschen gar teuer, aber einfach wunderschön: „Aibhie’s Hat“ von Ginny Sheller). Ich habe vor ein paar Tagen damit angefangen, gestern nacht aber mitten in „Tod auf dem Nil“ zwei sehr traurige Fehler in den ersten paar Runden entdeckt- und dann heute morgen nach kurzem Zögern alles wieder aufgelassen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?
Heute abend liegen wieder 88 Maschen auf meinen Nadeln und die allererste Runde ist bereits gemacht. Auf ein neues also…
Wie bin ich dankbar, dass nicht alle meine Projekte so harzig vorwärts kommen. Manches steht auch unter einem guten Stern, beginnt entspannt und wächst seelig vor sich hin bis ich Masche für Masche wieder abketten darf, ohne Zwischenfälle, ohne Zweifel, ohne abfallende Motivationskurve. Das letzte Foto oben zeigt nur einen klitzekleinen Ausschnitt davon, aber da gibt es tatsächlich eine neue Hackberry. Nicht mehr in Kindergrösse, nein, sondern in grösseren Dimensionen und diesmal in Dunkelblau für jemand Liebes, der irgendwann im Sommer auch noch Geburtstag feiern darf… Bis dahin sollte ich es wahrscheinlich auch geschafft haben, die losen Fäden zu vernähen *ahem*.
Doch jetzt geh ich erst mal ins Bett. Lagunenblaue Maschen nadeln. Und einfach mal ein bisschen… blau machen, jawohl.

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