Monatsarchive: März 2016

Auf dem Weg…

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… der Besserung sind wir grade.
Ich und meine beiden Jüngsten. Wobei meine Kleinen da ganz klar schneller und besser unterwegs sind als ich alte Schachtel. Die Grippe, die mich letztes Wochenende klammheimlich fies aus dem Hinterhalt überrascht und für eine praktisch volle Woche lang gefesselt und geknebelt und sonstwie betäubt im Halbdunkel des Schlafzimmers verwahrt hat, macht mir noch immer recht zu schaffen. Ich fühle mich wie ein Küken, das grade aus dem Nest gefallen ist…
Aber hey; es wird. Und zwar besser. Und das ist so wahnsinnig schön zu erleben- und mitanzusehen. Wenn ich mein Baby wieder krabbeln und grinsen seh‘, fröhlich und lebendig wie der junge Frühling, und meine Kleine wieder rotbackiger durch die Welt läuft und nach ihren Puppenkindern nuuschet, dann ist das wirklich das, was Mutterglück ausmacht, oder?
Im Gesundwerden liegt so viel Kraft und Licht…

Heute versuche ich, mein Schlafzimmer auszulüften. Bettwäsche zu waschen. Den Staub und Dunst der letzten 6 Krankheitstage ein für alle mal auszutreiben. Alles schön langsam. Eins nach dem anderen. Und dann mache ich die Fenster auf. Sperangelweit.
Für noch mehr Luft, Kraft und noch mehr Licht.

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, Familienalltag | 9 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Heute war ich draussen mit den Kindern.
Zum ersten Mal in diesem Jahr.
So kommt es mir vor.
Und ich spürte, wie fremdartig schön das alles wieder ist für mich,:
Die Sonne, der Wind, die Blauheit des Himmels und diese grosse himmelweite Weite…
Der Frühling.
Oh ja. Er liegt über allem. Und wartet. Ganz nah.
Im glimmenden Sonnenschein kam es mir vor, als wäre er
-eigentlich-
sogar schon vollkommen da.
Doch jetzt, wieder zuhause… weiss ich bereits,
womit ich diesen FastschonFrühlingsAbend verbringen werde:
Mit dem Stricken von Kinderhandschuhen.
Hm… gutes Timing ist mir einfach ein Rätsel.
Aber egal; ich freu mich drauf!

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so einfach

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Das Schöne an den einfachen Dingen des Lebens ist… dass sie so einfach sind.
Und das Schöne an dieser kleinen, einfachen Hose ist das wunderbar gute Gefühl, das mich erfüllt, wenn ich die kleinen Babybeinchen meines Babykindes darin einhülle, mitsamt diesem süssen, kleinen Windelpaket. Es ist die Einfachheit und Schlichtheit, ja, die mir gefällt (auch wenn sie, die „Soft and Stretchy Pants“ aus Melissa Wastneys wunderbarem Buch „Sweet and Simple Handmade“, eher ein bisschen zu luftig geschnitten ist für mein schmales, nicht stoffbewindeltes Kind).

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Einfach und schlicht ist sie, nicht bloss vom Schnitt her. Einfach und schlicht auch, weil es ein altes, weich getragenes simpel graues T-Shirt von Herrn Kirschkernzeit ist, das da mit drin steckt, abgelegt und weitergegeben an das kleine Mädchen mit dem verschmitzten Lächeln und einem irrsinnigen Entdeckermut. Ich hab so gerne daran genäht. Auch weil es -eben- einfach war und schlicht. Kein Firlefanz, bloss das Notwendigste, das es braucht, um aus einem Lappen Jerseystoff etwas Einhüllendes, Schützendes werden zu lassen.
Der breite Gummi am Bauch stammt aus einer alten Bermudashorts vom grösseren Bruder. Bermuda- und Unterwäschegummibündchen aus der Jungssektion sind einfach prima, wenn man es gerne superelastisch hat und angenehm weit. So wie Babys, stelle ich mir vor. Die mögen alles, was bequem ist und die Bewegungsfreude nicht einengen will.
Weicher, sanfter Jersey, Gummibund vom alleranschmiegsamsten, ein Schnitt, fliessend wie eine Haremshose… wunderbar.

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Am allerschönsten aber finde ich… dass ich sie nähen durfte. Je weniger Zeit ich habe, desto dankbarer bin ich für diese kleinen Knotenpunkte, wo Musse, Energie und Timing ein klein wenig kreatives Ausleben zulassen. Ein echtes Geschenk ist so was. Und ein grosser Herzenswunsch von mir. Ich bin einfach glücklich, wenn ein bisschen Handwerk sich sein Plätzchen erobert in meinem Familienalltag. Weil… ja, weil es sich so anders anfühlt, anders als immerzu bloss Fertigprodukte aus dem Warenkorb zu angeln und damit die Lücken zu stopfen.
Manchmal ist es richtig, ein richtiger Segen, etwas, was wir dringend benötigen einfach so kaufen zu können. Das Kind braucht Schuhe? Auf zum Kindersecondhand. Pizza in allerwindigster Windeseile? Wie gut, dass Herr Kirschkernzeit fixfertigen Pizzateig eingekauft hat. Hände wie Schmirgelpapier? Schön, muss ich nicht erst Salbenrühren.
Dinge wie diese sind -manchmal- ein echtes Geschenk.
Aber, ganz, ganz ehrlich; noch lieber wären sie mir… hausgemacht.
Was ich selbst, mit eigenen Hände erschaffen habe, ist auch wirklich ganz und gar meins, in gewisser Weise organisch verbunden mit mir und dem Leben, einfach, weil es ganz direkt aus meinem Lebensalltag, aus meiner eigenen Lebenskraft heraus entstanden ist. Dieses Gefühl… ist schwer zu beschreiben, finde ich. Doch wenn man es empfindet, dann braucht es eigentlich auch gar keine Worte mehr…

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Und genau so ist es auch mit diesen kleinen, weichen, grauen Babyhosen. Sie selbst gemacht zu haben, macht sie nicht unbedingt schöner, auch nicht wirklich besser, denke ich.
Sie selber gemacht zu haben… fühlt sich aber einfach besser an.

Veröffentlicht unter Dankbarkeit, grüner Leben, Nähen, what makes me happy | 3 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Ich stricke mich weiter voran,
Maschen für Masche
dickes, handgesponnenes Wollgarn
immer weiter Richtung „Annabel“.
Viele, viele Reihen lang war ich unsicher
unruhig, weil so vieles durcheinander gekommen war auf meinen Nadeln.
Ich machte mich gefasst.
Auflassen
vielleicht.
Doch ich glaube, es gibt noch Hoffnung.
Die Passe sitzt
sagt der alte Spiegel
(obwohl… der ist ja halb blind)

Ich kann wieder
Aufatmen. Loslassen. Michneudraufeinlassen.
Weiterstricken und mich Freuen dran.

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