Monatsarchive: Dezember 2015

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Zu Weihnachten verspeist meine Sippe
gerne auch mal
einen Drachen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, besondere Tage, kreativ am Rande | Hinterlasse einen Kommentar

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Ein Päckchen vom Strickcafé… mit warm-roter Malabrigo Rios und einem letzten Knäuel Elfenmützen-Wolle fürs Krähennest (Drops „Andes“ in Orange).
Das Auspacken und Drin-Verweilen ist allein schon ein Fest für mich!

Veröffentlicht unter Augenblicke, Schatzkammern im Netz, Themen-Reihen, what makes me happy | 12 Kommentare

Noch mehr Dezembertage…

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Was soll ich sagen… Sieht so ein Dezember aus? Es scheint so, denn, ja, genau dieses Kleid trägt er gerade, ein grünes oberhalb der Nebeldecke, ein grau-weiss-verwaschenes weiter unten, mitten in der Nebelsuppe, dort wo wir normalerweise leben.
Und ich bin nicht traurig deswegen. Irgendwie mag ich ihn zur Zeit gerade so wunderlich-grün-grau, auch wenn ich mich normalerweise sehr schwer tue mit den absonderlichen Windungen, die die Jahreszeiten zu nehmen gedenken dieser Tage. Grau-grüne Weihnachten- und dann vielleicht Schneemänner zu Ostern, wer weiss… Auf jeden Fall war es ganz wunderbar, samstags beim Würstchengrillen überm offenen Wald-Feuer so richtig viel Sonne zu tanken, eine ganze Frühjahrs-Dosis, mit blauem Himmel und würzig-milder Luft, die nach Erde und frischem Keimen roch. Die Sonne… ja. Was täten wir nur ohne sie…

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Und wunderbar, ja, ganz wunderbar ist mir auch dieser kleine Moment hier in Erinnerung, ein flüchtiger Augenblick nur, aber einer von jenen, von denen wir Mütter noch lange Zeit zehren, vor allem in Zeiten, wo es nicht ganz so idyllisch aussehen will unter unser’m Dach… Ich hatte Torte gebacken, eine richtig feine, schololadensatte Truffe-Torte mit cremigem, herbsüssem Schokoladenguss. Damit der Herr Kirschkernzeit auch wirklich richtig Geburtstag feiern kann, denn ohne Torte sind Tage wie dieser bei uns schlichtweg undenkbar. Ich hatte mir viel Mühe gegeben, den Kuchen schon am Abend zuvor sorgfältig zubereitet, über Nacht noch in der Form auskühlen lassen, mit Guss gefüllt und überzogen und dann kalt gestellt. Leider verlor er beim Halbieren und Füllen so ziemlich die Form *hüstel* und an gewissen Stellen musste ich die eine Tortenhälfte geradezu stückchenweise wieder auflegen und mit Guss kaschiert ankleben…
„Ich wette, so einen hässlichen Kuchen hast du noch nie gehabt“, warnte ich das Geburtstagskind vor. Nichtsahnend, dass da Retter nahten. Kind1 und Kind2, meine Torten-Mosaik-Leger. Mit Smarties, dem allerletzten Toffifee aus der von Mr. Anonymus heimlich leer gefutterten Packung im Keller und ein paar Riegel Kinderschokolade wurde nämlich ein kleines Meisterwerk daraus. Kunst aus Buntheit und Schokolade.
Tatsächlich wurde daraus wohl die hübscheste Torte, die Herr Kirschkernzeit je bekommen hat.

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Mein Babykind sitzt und krabbelt und erobert sich Stück für Stück ihre Welt- und all die Puppenbettchen und Wohnzimmer-Regalbretter, an die sie bisher noch nicht so richtig rankam. Mein fünftes Kind ist neugierig wie ein junger Hund. Und genauso tatkräftig und unverbraucht energievoll, wenn es darum geht, den Dingen auf die Spur zu kommen. Die Küchenschranktür steht offen? Sofort werden Mayo und Zwieback gepackt, untersucht und ausgiebigst gekostet (bis Mama den ganzen Spass verdirbt, weil sie findet, dass es nettere Dinge gäbe für ein so kleines Mäuschen als scharfkantige Alutuben) Jedes Schnipselchen Papier, jede Brotkrume- was immer am Boden zu finden ist (und da gibt es bei uns immer eine Menge!) wandert zuerst von der einen Hand in die andere und wieder zurück, wird zerzupft, zerdrückt, zerbröselt- und schliesslich probiert, ganz klar. Nichts ist mehr sicher, weil alles so spannend ist. Für sie. Diese kleine, zufriedene, sonnige Entdeckerin.
Süss.
Und mittendrin in diesem Wandel stehe ich und verspüre dieses riesengrosse Bedürfnis, die Zeit, in der meine Arme und Hände nun plötzlich leer sind, während mein Baby von einer Ecke zur anderen robbt, mit ein paar kleinen, kreativen Handgriffen zu füllen, zu erfüllen, was mir doch sehr gefehlt hat die letzten Monate über… Kleine Kinder sind so ein Schatz, so ein Wunder, ich schenke sie ihnen gerne, all meine Zeit und all meine Energie, aber so richtig satt fühle ich mich nur, wenn ich mir ab und zu ein wenig abzweigen kann vom grossen, kreativ-schöpferischen Kuchen… Und diesmal ist wohl das Weben dran. Ja, am Kinderwebrahmen vom Trödler, genau wie ich neulich erwähnt habe. Nichts Besonderes, bloss einfache Webstücke aus dicker Wolle. Und daraus werden dann Puppen-Kissen. Oder so. Simpel, ich weiss. Vollbringt aber Wunder in mir.

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Och ja, und ein kleines Wunder sind auch diese Augenblicke, in denen ich hautnah mit dabei sein darf, wenn meine Kleine ihre eigenen, schöpferischen Kräfte entdeckt und entfaltet. Ich weiss, in vielen Dingen braucht dieses kleine Mädchen sehr viel mehr Zeit als andere und wahrscheinlich auch sehr viel mehr Mut und Überwindung, so wie sie es immer schon gebraucht hat, von allem Anfang an. Doch umso intensiver erscheint mir die Freude, die wir beide empfinden, wenn sie sich dann traut. Wenn sie malt. Bastelt. Sich die Stühle im Wohnzimmer selber umstellt, umgekippt zum Puppenheim arrangiert, ganz allein und aus ihren eigenen Ideen heraus, wo zuvor meist die grosse, zwirbelige und so innig geliebte Schwester der Antrieb war. Ich stehe manchmal da, sehe zu, staune vor mich hin- und freue mich einfach irrsinnig darüber, dass so unglaublich viel in unseren kleinen Menschen steckt- und dass es einfach da ist, ohne dass wir sonderlich viel dazutun müssen.
Heute -ich brachte gerade das Baby zu Bett- kam sie zu mir und fragte, ob sie die Socken haben dürfe, die auf dem Küchentisch lagen, zwei kaputte Baumwoll-Socken, so löchrig, dass ich immer Haargummis daraus schneide. Ich dachte mir, sie würde vielleicht ein paar Schnitte reinmachen, ein paar Fusselchen abknipsen oder so, doch als ich zurück kam in die Küche, fand ich sie so vor, vollkommen versunken in ihrer Arbeit, neben sich auf dem Tisch eines ihrer Puppenkinder, dem sie eine Art schwarzen, elastischen Overall verpasst hatte, die zweite Socke steckte an ihrem Fuss und war gerade in Arbeit.
Haute Couture aus Männersocken. Perfekt.

Dieser Dezember hat irgendwas an sich… fernab von hektischem Aktivismus oder grossen Plänen, ohne Schnee und Winter. Irgendwas so gar nicht Weihnachtliches ist es, und doch etwas durch und durch Entspanntes, Gemütliches, so ein Gefühl von Geborgenheit und Zufriedenheit und Einfachheit.
Vielleicht ist das ja … der eigentlich wahre Geist von Weihnachten?

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berührt: seit vorgestern…

“Berührt” heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Sie sitzt!

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Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kinder | 10 Kommentare