Monatsarchive: September 2015

Etappenweise

Morgen

DSC_1842 DSC_1829 DSC_1837Aus dem “Backen mit Bora nachts um halb zehn” wurde vielmehr ein “Backen mit Bora morgens um halb acht”… Die Kinder wollten gestern einfach nicht recht einschlafen- ich aber schon, also warf ich, gleich nachdem ich den Guezliteig geknetet hatte, das Handtuch und verkroch mich unter die warmen Decken. Dafür musste es speditiv gehen heut früh: Aufstehen, die Kinder für die Schule bereit machen und Guezlen, was das Zeug hält. 150 Linzer-Guezli. Formen, Füllen, Backen, Auskühlen lassen, Abpacken. Und dann vorbeibringen, zum Schulhaus. Die Luft war so kalt, dass mein Baby in seinem Tuch ein ganz rotes Näsli bekam und Backen wie Äpfelchen… Nur schon deshalb gab es Suppe zum Zmittag. Und weil es so schön nach Herbst roch draussen. Kürbissuppe an einem klammkalten Herbsttag, das hat so was Heimeliges, findet ihr nicht auch?

Nachmittag

DSC_1846 DSC_1844 DSC_1860Das ganze Geschirr vom Mittag (und vom Vortag!) musste weg. Allein schon die ganzen Backschüsseln und so… Ausserdem stand da ein Riesenkorb voller gewaschener, zum Einräumen bereiter Wäsche, die schon fast wieder dreckig wurde allein vom Rumstehen. Und überhaupt; der ganze Kram mal wieder überall! Ich machte mich -nach einem Aufmunterungs-Tässchen Tee und ein klein wenig Schmökerglück- ans Aufräumen und Wegschaffen, denn es würde Besuch geben bei uns. Netten Besuch. Meine Schulfreundin aus Kindertagen, mit der ich damals jene wild-freien Jugendtage verlebt hatte und zwei wahnsinnig spannende, für mich sehr wichtige WG-Jahre zwischen 18 und 20. Wie selten wir uns nun sehen… und wie nah ich mich ihr trotzdem noch fühle, jedes Mal, fast augenblicklich. Dabei haben wir nun selber Kinder, so alt wie wir damals waren und älter, und das Thema Jugend und wilde Freiheit wiederholt sich für uns, nur stehen wir diesmal auf einer anderen Seite irgendwie…
Und, ach ja; habt ihr die beiden schnuckligen Püppchen beim Babykind gesehen (vielleicht sogar schon damals)? In grün einmal, und einmal in sanften Naturtönen. Beides herzallerliebste, handgemachte Neugeborenen-Geschenke von zwei wunderbaren Frauen, der bloglosen Maja und Puppenmacherin Jenny. Herzensdinge, diese Schmusepüppchen. Schlichtweg Herzensdinge.

Abend

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Ich versuche zu kochen. Und lasse mich fotografieren dabei, weil Kind2 sich gerade die Zeit mit meiner Kamera vertreibt. Omeletten zum Znacht gibt es, ein Rezept aus meiner aktuellen Standartmenuliste, denn Omeletten, Risotto, Spaghetti oder Hörnli und Ghackets gehen leicht, während Gemüseschnippeln oder Teig ausrollen meine Kräfte und Möglichkeiten schlichtweg übersteigen zur Zeit. (Das mit den gerüsteten Kürbissen heut mittag kommt mir noch immer wie ein Wunder vor!) Kochen, essen, abwaschen und Diktat-Wörtli üben lassen. Und überall Kinder, Geplapper, Gelächter und Gelärm, die Kulisse meines Lebens, die mir, wenn ich es mir recht überlege, längst richtig ans Herz gewachsen ist. Der Abend zieht sich dahin, plätschert, ohne zu Kaugummi zu werden, anders als so mancher Abend vor ihm, denn abends bin ich oftmals müde bevor die Kinder es werden und dieser Umstand ist nicht gerade das, was ich mir so wünsche fürs Familienleben. Ich gehe früh schlafen in letzter Zeit, extra früh, weil ich gelernt habe, dass ich sie wirklich brauche, diese dicke, volle Mütze voll Schlaf, damit ich die Mama sein kann, die ich sein möchte, und damit das Lachen überhand nehmen kann, schneller ist und lauter als mein Geschimpfe und all das andere, was wohl einfach auch dazu gehört bei einer grossen, temperamentvollen Familie.

So. Und jetzt freue ich mich auf zwei, drei Runden Stricken. Vielleicht. Und auf mein Bett. Das bestimmt. Es ist spät, schon wieder. Aber das macht nichts, das ist ganz okay so.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, heisst es immer wieder. Aber jetzt, um fast halb elf, darf ich es wohl wagen, denke ich: Heute war ein guter, ja ein richtig guter Tag.

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC_1796Heut abend muss gebacken werden. Linzerguezli. Für den Schul-Geburtstags-Znüni von Kind2, den ich doch tatsächlich -nach all dem Stress neulich- vollkommen verdrängt haben muss. Nun wird er nachgeholt, der süsse Znüni. Morgen. Was bedeutet: Heute Backen mit Bora nachts um halb zehn oder so…
Immerhin kam Sonntag ein ordentlicher Geburtstagskuchen auf den Tisch, einer nach Wunsch sogar und mit Kerzlis und dann so was wie einem schwuppduwupp hingeplatschter Schokoladenguss obendrauf (dass besagter Kuchen jeglicher weiterer Verzierungen entbehren musste und erst etwa zehn Minuten vor dem Insbettgehen verputzt werden konnte, verschweige ich wohl besser…)
Na, auf alle Fälle stammt daher dieses Foto. Vom sonntäglichen Geburtstags-Kuchenbacken. Und ich stelle es jetzt einfach mal ein, in Ermangelung aktueller Guezlibackbilder und repräsentativer Blogpostfotos überhaupt. Drückt mir die Daumen, dass die Kinder bald schlafen- dann schaff’ ich es vielleicht, nach all der Backerei, noch an die Stricknadeln, ein zweites Babyfinkli anschlagen (jep, der Abend gestern war recht fruchtbar, was die braune “Tosh Chunky” anging)…

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DSC_1802Macht mich froh gerade:
Ein klitzekleines herbstliches Stilleben.
Mit von den Kindern gesammelten Federn, einem Spitzendeckchen vom Trödler und einem (von 5) handgetöpferten, rotbackigen Keramik-Äpfelchen vom Handwerksmarkt.

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2 Tage Dorffest liegen hinter uns. Jubeltrubel ohne Pause. Und ein Geburtstag mit zu viel Überraschungsbesuch, der länger blieb als erwartet und immerzu just den falschen Moment erwischte… Jetzt bin ich so was von k.o. und muss mich erst mal wiederfinden. Für heute Schonprogramm in Zeitlupentempo. Und Wolle. In Braun. Genau diese maskuline Farbe brauche ich heute.

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