Monatsarchive: Juni 2015

Päuschen

DSC_9872-001

So ein Päuschen ist doch immer was Feines, oder? Und jetzt, wo ich mich vollkommen zugebettet habe mit angefangenen Projekten, und die Deadlines dazu immer näher rücken (bloss noch wenige Tage und mein Album und die Wärmflaschen-Hülle sollten fertig sein…!), wünsche ich mir ein bisschen Zeit. Zeit, um zu stricken, zu kleben, um Album-Textchen zu texten – oder auch einfach mal Blau zu machen und den Abend nach einem anstrengenden Tag vor einem You-Tube Schnulzenfilmchen zu verbummeln (blöd, ich weiss. Aber manchmal muss so was Unsinniges einfach sein…) Ausserdem ist da noch diese Bewertung, die ich verfassen sollte, für eine ziemlich tolle Tragejacke von Junah, die ich Test-tragen durfte, und wie ich gemerkt habe, fällt mir das Schreiben auf Knopfdruck, mit Vorgaben und so, sehr viel schwerer als das spontane, persönliche Texten hier in meinem eigenen, kleinen virtuellen Fleckchen… (Ich frage mich echt, wie das Kolumnen-Schreiber eigentlich hinkriegen. Mir würde so ein Kolumnen-Beitrag ewig auf dem Magen liegen.)
Das alles will heissen: Ich mach mich mal vom Acker und häng ein Schildchen an die Kirschkernzeit-Blog-Türe. “Pausenzeit”. So eine Woche oder was in der Art? Bis dann also, ihr Lieben. Ihr seid die besten Leserinnen, die’s gibt!

PS. Das Foto ist übrigens an einem Morgen letzte Woche entstanden, wo ich mich schon nach de Aufstehen derart k.o. fühlte, dass ich den Morgen kurzerhand zur Wohlfühl-Zone erklärte- und den Tag gleich mal süss startete. Schokolade zum Frühstück (das Konditorei-Blümchen hat meine Mama mir mal mitgebracht. Enorm fein…), Kaffee dazu, das Baby auf dem Schoss und meine kleine mit den runden Backen, die sich riesig freute, mit mir an den süssen Blütenblättchen zu knabbern… (Die “Blumenerde” war allerdings noch besser!). Wie der Tag verlief, weiss ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich nicht runder, aber auch nicht eckiger als sonst. Aber dieser Augenblick damals war jedenfalls herrlich…

Veröffentlicht unter Augenblicke, über das Bloggen | 2 Kommentare

Sunday Best…

An diesem Sonntag habe ich…

DSC_9880: ein klein wenig Zeit gefunden, weiter am Foto-Album meiner Mama zu arbeiten. Ich dachte ja, so was wie Fotos einkleben sei eine Sache von vielleicht einer Stunde oder so… doch mit den gefühlten fünfhundert Bildern “Familienleben Kirschkernzeit”, die ich für sie zusammengestellt habe, bin ich locker eine Wochen lang beschäftigt… (macht aber auch Spass, das Ganze! Ob ich auch noch Text einfügen soll? Hm… ) :

DSC_9882-001: meinen Terminkalender auf Vordermann gebracht, und mich einmal mehr gefreut, mit Phoebe Wahls Wandkalender immer wieder einen Ort zu haben, wo mein Blick auf etwas Schönem, liebvoll Gemachten verweilen kann. Genauso wie auf dem süssen Eulenbild meiner Tochter. Kinderkunst ist mir so lieb! Überhaupt die Kunst aller Begeisterten… :

DSC_9883: gekocht und kochen lassen (danke, Herr Kirschkernzeit!). Weil es mit einem 9wöchigen, bereits schon zahnenden (!) Baby ganz nah an meinem Bauch nicht immer einfach ist, Möhren zu schälen und Kartoffeln zu reiben und Zwiebeln zu schnippeln. Trotzdem hat es gut getan, mal wieder etwas richtig Währschaftes zwischen die Zähne zu bekommen. Möhren-Kartoffel-Rösti mit Zwiebel-Pilz-Sauce und etwas Bratwurst. Klingt bodenständig. Ist es auch. Eine Alternative zu den belegten Broten und dünnen Pfannkuchen der letzten Tage, die ich ehrlich mehr als dankbar annehme … :

DSC_9886: so was wie eine Menu-Planung vorgenommen -oder vielmehr eine Art Menu-Brainstorming im Kreis der Familie. Leider gingen meinen Lieben nach Evergreens wie “Schokokuchen”, “Pizza” und “Risotto” die Ideen aus. Nun ja. So bleibt immerhin Raum für kulinarische Spontanitäten … :

DSC_9905: die Kinderzimmer-Tanzvorstellung meiner beiden Mädchen besucht und vollkommen begeistert mitverfolgt. Diese Musik (Schottische Klassiker)! Diese Freude! Diese Überschwänglichkeit! Ich habe als junges Mädchen leidenschaftlich Ballett und Jazz Dance getanzt und wäre so wahnsinnig gerne auf der Bühne gestanden… Jetzt plötzlich einen Hauch dieser Freude in meinen Kindern erwachen zu sehen, ist etwas ganz Besonderes für mich… :

DSC_9909: mich verzaubern lassen von einem kleinen, rosa Tütchen voller märchenhafter, handgemachter Erzähl-Steine, begleitet von einem wahrscheinlich selbsterdachten Märchen, wo Elfe und Einhorn die Hauptrolle spielen. Mein Mädchen kam gestern abend mit diesem Säckchen von einem Elfen-Geburtstag im Wald nach Hause und ich habe mich so was von mit-gefreut an diesem zauberhaften Set, das die Geburtstagskind-Mama für all die kleinen Gäste gebastelt hat. Ich liebe Geschichten! Und -als echtes Mädchen- bin ich natürlich regelrecht verliebt in diese süssen, funkelnden Klunkerchen hier, wo es glitzert und schimmert und sich immer wieder neue Märchen-Ideen spinnen lassen… (Wo wir gerade beim Thema sind: schöne Geschichten-Steine-Posts findet ihr übrigens hier und hier und ganz bestimmt an vielen anderen Orten im www. Auch Etsy sprudelt natürlich über an prächtigen “Story Stones” . Die Idee ist aber auch unwiderstehlich, oder?) :

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, Dankbarkeit, Familienalltag, Kinder, Wochen-Ende | 11 Kommentare

Gerade jetzt

DSC_9852 DSC_9853

Jetzt, gerade in diesem Augenblick…

sehe ich… einen vollkommen auf den Kopf gestellten Garten. Ein vollkommen auf den Kopf gestelltes Gärtchen vielmehr, denn gross ist dieses Fleckchen Erde hinter unserem Haus ja tatsächlich nicht. Herr Kirschkernzeit hat praktisch den ganzen Rasen umgegraben, den Rasen, der nie wachsen wollte sondern permanent verschlammte, sobald es ein wenig nasser oder kälter wurde. Jetzt, wo er ein bisschen umgestochen und unter der Erde gewühlt hat, wissen wir auch warum: Kies. Hier muss vor vielen, vielen Jahren einmal ein Kiesplatz gewesen sein und irgendwer hat dann einfach eine Ladung Erde darüber gestreut und Grassamen verteilt, in der Hoffnung, es würde dann grüner werden. Nun ja, ganz falsch lag er damit ja nicht, aber dieses Grün war uns einfach nicht grün genug. Ausserdem wird ohnehin umgestaltet. Aus dem Gartenhaus wird ein… Gartenhaus *hihi* Aber diesmal mehr mit der Betonung auf Haus, im Sinne von Lebensraum. In der nun wand-losen Variante wünschen wir uns Tisch und Bänke und vielleicht eine Hängematte (Punkt 1 auf der Wunschliste der Kinder) statt Gartengeräte, Spinnweben und ineinander verkeilte Velos…

höre ich… Verkehrslärm. Der ist hier immer zu hören, wirklich immer. Ausser nachts zwischen drei und vier vielleicht, da gibt es schon Lücken von 10 Minuten oder mehr. Bis dann wieder so ein Halbwilder mit seinem schnellen Flitzer kommt und innerorts nochmals ordentlich auf die Tube drücken will *hüstel* Ich wünschte, wir hätten mehr Vogelgezwitscher und weniger Motorengeräusche, aber obwohl ersteres tatsächlich zunimmt (wegen der Bäume und immer grösser werdenden Büsche rundherum), bleibt das mit dem Verkehr leider gleich. Obwohl… irgendwie gewöhnt man sich ja auch ein bisschen daran. Bis auf die Raser morgens um vier…

DSC_9841 DSC_9844

rieche ich… Rosenduft! Die liebenswerte alte Dame, die neben uns lebt, hat so wunderschöne Blumen immer. Zu jeder Jahreszeit andere Sorten, aber alle schaffen es, mich so richtig zu beeindrucken mit ihrer Schönheit, ihrem Duft. Jetzt sind es ihre Rosen, Rosen in allen Schattierungen und eine duftet schöner als die andere. Vor kurzem noch waren es die Akeleien und die üppig gewachsenen Stauden “tränendes Herz”, die bei ihr jedes Jahr wieder neu ausschlagen. “Die wachsen einfach”, meint sie immer, wenn ich voller Bewunderung am Gartenzaun stehe und bei einem kleinen Schwätzchen ihren grünen Daumen lobe. (Hey, aber ehrlich, diese Frau ist mein Idol: über 85 und -nebst Blumen- die herrlichsten Gemüsebeete, die man sich vorstellen kann!)

liebe ich… den Frieden dieses Augenblicks- auch wenn mir vollkommen klar ist, wie schnell genau der wieder vorbei sein wird… Doch für den Moment liegt Ruhe und Eintracht über diesem Garten, während meine Kinder auf Gartenplatten-Stapel klettern, über rohe Erde und lauter heimatlosen Kram, für den noch kein Plätzchen bestimmt ist. Gerade finden sie ein Insekt, das sie noch nicht kennen und inspizieren es nun Schulter an Schulter wie eine Rugby-Mannschaft kurz vor Spielanpfiff. Meine Kleine malt währenddessen mit Strassenkreide Muster auf den Boden und wirkt so zufrieden und gelöst, dass mir das Herz aufgeht.

DSC_9846 DSC_9848

freue ich mich… an den ersten klitzekleinen grünen Bällchen an den Tomatenstauden. Herr Kirschkernzeit hat sie gezogen, genauso wie die Bohnen und Zuchinipflanzen- während ich den ganzen Frühling über noch keinen Finger krumm gemacht habe für unseren Garten. Baby oder Garten- beides schaffe ich einfach nicht. Und wofür ich mich entschieden habe ist ja klar, oder?

denke ich… an den wunderbaren Nachmittag, den wir alle gemeinsam auf dem Schulhof verbracht haben, zusammen mit x anderen Müttern und Kindern, die, genau wie wir, beim Kinderflohmarkt ihre alten Sachen feil boten. Wir haben etwa 15 Franken eingenommen- und ca. 35 Franken ausgegeben. Eine ganz natürliche Rechnung, wenn rund um einem herum so hübsche, potentielle neue Lieblingsdinge bereits liegen, die nur darauf warten, ein neues Zuhause zu finden. Klar wird dann die Münzen-Box -die eigentlich für Wechselgeld gedacht war- geplündert, und nachdem wir mit drei vollen Tragetaschen aufkreuzten, verlassen wir das Gelände kurz nach Flohmarktschluss mit ganzen vier Taschen und einem eigens für den Heimtransport herangekarrten Kinderwagen… Aber an sich freut mich das alles. Die Kinder hatten so viel Spass mit all den anderen kleinen Verkäufern beim Spielen und Toben (während wir Mamas auf den Decken sassen und für sie ihre Sachen verkauften) und die Dinge, die sie mit nach Hause gebracht haben, sind auch wirklich eine Freude für sie. Meine beiden Mädchen zum Beispiel haben ganz zauberhafte Plüschpferde für sich entdeckt. Neue Lieblingsschmusetiere für ein Taschengeld- und ein anderes Kind wiederum freut sich jetzt über seine selbstverdienten Batzen. Rundum schön das, oder?

DSC_9867

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, besondere Tage, Dankbarkeit, Familienalltag | 3 Kommentare

Rosa und so

DSC_9810 DSC_9813

Die Wollstulpen für mein Tochterkind sind tatsächlich fertig geworden.
Und das, obwohl ich die letzten paar Abende unverschämt früh ins Bett geplumpst und gar nicht mehr aufgestanden bin, bzw. erst am nächsten Morgen wieder, wo dann alles wieder von vorne los ging.
Momentan brauche ich wieder so viel Schlaf. Und für die Zeit, in der ich nicht schlafe, da brauche ich einfachste, schnell anwachsende Projekte wie dieses hier, die mir das Gefühl geben, auch noch andere Dinge zuwege zu bringen, als bloss die absoluten Basics eines Tages, wie Mittagessen oder einen Einganz von Schlamm, Kies und Ohrwürmern zu befreien (Schlamm und Kies stammen vom total umgewühlten Garten, wo unter dem ehemaligen Rasen, der aus (bisher) unerfindlichen Gründen nie recht gedeihen wollte, einen alten Kiesplatz entdeckt haben. Und die Ohrwürmer mögen unseren Türrahmen viel lieber als mir selber lieb ist. So tierlieb ich sonst auch bin, dagegen muss einfach etwas unternommen werden…).

DSC_9773
Die Wolle ist hier eigentlich reine Resteverwertung: Die hellrosa, schmalen Streifen sind aus den Übrigbleibseln des blassrosa “Tama”-Pullis (Madelinetosh DK “Corsage”), die leicht breiteren Streifen bestehen aus Malabrigo Rios, einmal in der Farbe “English Rose” von der pinken Weste meiner Tochter und einmal im Farbton “Archangel”, mit dem ich vor Zeiten einmal die “In Threes” meiner Kleinen gestrickt habe und diesen Januar dann auch ihre Wollstulpen, die mir übrigens gleich Idee und Anleitung für mein rosa-meliertes Paar hier geliefert haben.
Was den Garnverbrauch angeht: Für ein Paar Stulpen von etwa 25-26 cm habe ich leicht mehr als 53gr. Wolle verbraucht, doch ein wenig länger und damit schwerer wäre auch nicht schlecht gewesen, denke ich, vor allem weil die Weite sehr dehnbar ist und bestimmt auch gut über schlanke, schmale Knie gehen würde.

DSC_9814-001

Mein Mädchen trägt eigentlich immer Leggins oder von Mama genähte Schlabberhosen mit Gummibund. Ihre erste Jeans kam in diesem Frühjahr aus einer Kiste vom Speicher, voll mit den geerbten Jungsklamotten ihrer Brüder, und letzte Woche habe ich ihr ein zweites Paar Jeans im Kinderkleider-Secondhand gekauft, dreiviertellang und auch mit Gummibund (Jupi! Gummibund finde ich immer klasse!). Doch die meiste Zeit stecken ihre dünnen, langen Beine auch momentan in Leggins, mit einem ihrer Röckchen darüber, weil, Röckchen und Kleidchen, das mag sie am liebsten.
Ich erinnere mich noch gut, dass das im letzten Sommer ganz genau so war. Röcke, Kleidchen, zuerst mit was drunter, dann, als es richtig sommerlich heiss wurde, pur, ohne zusätzliches Beinkleid. Doch dann, mit dem Herbst, kamen frischere Temperaturen und mit dem Kindergarteneintritt der Weg zum Kindsgi hin und zurück, bei jedem Wetter, genau wie die obligate halbe Stunde Spielen im Freien nach jedem Znüni-Essen, egal ob es hudelt oder der Wind die letzten Herbstlaubkronen frei pustet. Leggins wurden da schnell einmal zu dünn, selbst kombiniert mit meinen selbstgemachten Hosen (bis auf die hier, die war doch ganz ordentlich). Damals nahm ich mir vor, meiner Tochter ganz, ganz schnell ein paar wollig-warme Stulpen zu stricken. Für über Leggins, unter Hosen oder Jupes, in Stiefeln oder einfach zu Halbschuhen. Eine Extraschicht Wärme für wenn man es braucht.
Doch der Herbst verging, der Winter gleich mit und gar nichts geschah. Bis jetzt. Jetzt, wo ich superschlichte Strickprojekte mal wieder wirklich richtig brauche, aus vielerlei Gründen, für mich und mein… “Seelenheil” (also jetzt nicht das religiöse, sondern das andere, das mit Herz und Gemüt… Gibt’s da auch ein Wort dafür?).
Prima, sind sie jetzt fertig geworden, die Stulpen für mein Mädchen. In rosa und so. Jetzt, da es zwar fast Sommer ist und an sich rein gar nicht die Zeit für dicke, wollige Exrawärme…  Aber wenn nicht jetzt, wann dann, oder?

DSC_9820-002

Was mich ganz besonders freut; Meine Kleine teilt den Hang zum bequemen, aber eher unkonventionellen Look ihrer grossen Schwester (meine Schuld, ich weiss). Es ist so schön für mich zu wissen; alles, was meiner Grossen zu klein wird -und das ist eine ganze Menge, Tendenz steigend und anhaltend- wandert bloss einen Stock weiter, in die Kleiderkiste meiner Kleinen.
Auch diese Stulpen.
Eines Tages.
Und von da dann direkt an diese süssen, runden, Knubbelbeinchen.

PS. Auf den Fotos sieht mein Maschenbild grauenhaft aus, nicht wahr? Das Problem ist, dass ich das mit dem Farbwechsel noch nicht so ganz im Griff habe… und ausgerechnet diese Wechselstelle ist den Mädels beim Anziehen nach vorn gerutscht. Klar. Nun ja, perfekt ist anders…

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Stricken | 3 Kommentare