Monatsarchive: November 2014

Zum Tee

Es ist ein kurz nach halb neun. Zwei meiner Kinder haben das Haus verlassen, eines von ihnen blieb mit Windpocken daheim (ja, ich weiss, was mir jetzt blüht; eine weitere Reihe Krankenlager-Tage *seufz*) und meine Kleine kramt nach ihrer Puppe. Ich bin so müde, als läge ein langer, voller, aufreibender Tag hinter mir und keine Nacht in einem weichen, warmen, friedlichen Bett. Zur Zeit liebe ich Betten mehr denn je. Zur Zeit bin ich müde, mehr denn je. Ich schleppe mich durch meine Tage und hoffe jeden Abend, dass es am nächsten Morgen besser sein wird, was es manchmal auch ist, manche Tage sind tatsächlich besser, andere dann wieder schlechter, und seit vorgestern habe ich mir ein Herz gefasst und wieder angefangen, die Vitamin-Tabletten zu schlucken, die meine Frauenärztin mir verordnet hat. Vitamine sind gut, sage ich mir, und es kann schwierig sein, wirklich genug davon zu kriegen, besonders in Zeiten wie diesen, wo ein kleines Wesen seine ganze Existenz aus meinem Blut zieht, gerade wenn man so erschöpft und lustlos ist wie ich und es nicht jeden Tag schafft, ein gutes, ausgewogenes Essen auf den Tisch zu bekommen.
Auch heute früh sitze ich da ohne Frühstück. Nach alter Gewohnheit, aber auch weil kein Brot mehr im Haus ist, kein Joghurt, dafür Tee. Kaffee habe ich seit Monaten nicht mehr angerührt, mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen, aber ich merke, dass mein Körper momentan nicht mit ihm klarkommt, obwohl alte Liebe nicht rosten sollte und ich Kaffee früher sehr geliebt habe. Also bin ich zur Tee-Trinkerin geworden. Ein bisschen Powerpush muss einfach sein. Am liebsten in Form von Grüntee mit ein ganz klein wenig Zucker.
Und weil Tee und Zucker allein nicht glücklich machen, genehmige ich mir heute morgen noch eine Dosis Glücks-Stoff. In Form kleiner Erinnerungs-Häppchen und Fotos von Lieblings-Dingen, die mir die Freude bringen, und an verkorksten Morgen wie diesem so wohl tun…

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* Der Gedanken an unseren Wald-Spaziergang letzten Sonntag, wo alles so still und tief und magisch war, wie ausgewechselt, ein Tor zum Märchenland und wir mittendrin *
* Ein frisch angeschlagenes Herzens-Projekt, in dem ich am liebsten ganze Abende lang versinken würde  (meist aber Schlaf gegen Strick-Zeit eintausche, eine solide Währung, man ist ja vernünftig). *
* Meine geliebte Bilderwand oben in meiner Büro-Ecke, wo immer wieder ein Bild mehr sein Plätzchen findet. So wie die wunderschöne Collage gleich über meiner Pinnwand, die Frau Krähe mir eines Tages zugschickt hat… *
* Dieser absolute Schnuckel von einem Elefanten! Es war Liebe auf den ersten Blick und ich konnte schlichtweg nicht widerstehen, also habe ich ihn mir selbst gegönnt, gekauft bei einer Filzerin an einem unserer lokalen Kunsthandwerks-Märkten. Wir sammeln ja Kleinode. *
* Wolle vom selben Markt, vom Stand gleich schräg vis-à-vis. Handgesponnen in einem herrlichen Regenwettergrau und wahnsinnig weich und mollig. Sie rufen nach Winter, nach Kälte und Draussensein, wie geschaffen für eine dicke, warme Strickjacke, finde ich *
* Blumen von Mama. Einfach nur so, weil sie sie selber so schön fand. Mit pfirsichfarbenen Rosen, kleinen Äpfelchen und Herbstlaub in einem weinroten Flechtkorb. Versammelte Herbstpracht auf meinem Stubentisch. *
* Ein Moment -ein kurzer- voller Pflanzzeitglück. Unter den Johannisbeeren ruhen nun Tulpenzwiebeln in Knallrot, Eidottergeld und Pink (für mein Mädchen). Bis im Frühjahr, wenn alles erwacht. Wie sehr ich mich darauf freue! (Und wie sehr ich hoffe, wir werden noch rechtzeitig fertig mit Jäten, Umpflanzen und dem Rest an Blumenzwiebeln-Setzen) *
* Ein Essen mit Herrn Kirschkernzeit. Auswärts. Beim Mexikaner. Zeit nur für uns. Die endlos hätte sein dürfen… *
* Ein neues Spielzeug in der Küche, mit dem ich schon lange, lange Zeit geliebäugelt hatte. Nun habe ich nicht nur eine Nudelmaschine, sondern gleich einen neuen, plötzlich sehr engagierten Koch-Gehilfen mit dazu. Und jede Menge Spass. *

Heute starte ich meinen Tag vielleicht zwar müde, mit schweren Gliedern, einem Windpockenkind und mit tümpelgrauem Gemüt… aber auch mit süssem Tee und einer Flut an Bildern und Gedanken, die alles in mir und um mich herum gleich ein kleines bisschen heller machen.

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Annabel Babe Cardigan

Schwanger zu sein ist für mich… ein Zustand, der sich mit kaum etwas sonst im Leben vergleichen lässt. Alles ist anders. Und doch wieder nicht. Alles wandelt sich von Grund auf. Aber im Verborgenen -einige Zeit sogar ganz und gar unsichtbar- so dass das Leben viele Monate weitergehen kann, weitergehen könnte, als wäre nichts geschehen, als wäre alles beim Alten. Schwanger zu sein ist für mich auch jetzt beim fünften Kind, etwas durch und durch Unfassbares. Obwohl ich weiss, so ungefähr, was in meinem Bauch abläuft, kann ich es kaum fassen und irgendwie nur schwer glauben, das alles. Mein Bauch rundet sich, es strampelt ab und zu darin, leicht und zart wie Schmetterlinge über einem Beet Blumen… aber dass es wirklich ein Kind ist, das darin wächst, ein richtiges, kleines Menschenwesen mit Fingerchen und Beinchen und Augen und Haaren und einem winzigkleinen Herzen, das hier, ausgerechnet unter meinem Herzen zu schlagen begann und weiterschlägt, weiterschlagen wird für Jahre? Das ist absolut unbegreiflich für mich. Wunder dieser Art sind fast zu viel für mich und ich kann nichts anderes tun, als ergeben Schritt für Schritt nach vorn zu gehen, schwanger und sprachlos und jeden Tag damit konfrontiert, dass das Aussergewöhnliche, das Wunder-Same, das wachsende Kind in meinem Bauch, mich jede Sekunde meines Alltagslebens begleitet, auf ganz normale, vollkommen natürliche Art und Weise. Ein Kind zu bekommen gehört zum Natürlichsten der Welt, sagt man, und trotzdem kommt es mir so vor, als wäre es -trotz unserer Bildung, unserem Wissen und der Nüchternheit, in der wir leben- eines der letzten Mysterien dieser Erde. Und das finde ich irgendwie ganz gut so.
Dennoch… manchmal spüre ich, dass es mir gut tut, diese Schwangerschaft ein kleines bisschen realer werden zu lassen für mich, greif-barer. Es ist schön, nach Namen zu suchen, zu rätseln, ob es wohl ein Junge sein wird oder noch ein Mädchen, meine Babysachen durch zu sehen und mich an die Zeiten zu erinnern, als meine anderen Kinder so klein waren, dass sie in Strampelhöschen im Puppenformat passten (und zum Anbeissen süss aussahen darin). Solche Dinge bringen mir Ruhe und festen Boden unter meine Füsse.

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Und genau das tut auch das Stricken. Etwas für mein ungeborenes Kind zu stricken, scheint mich ihm näher zu bringen als jeder Ultraschall und das auf eine so wunderbar simple, unspektakuläre, bodenständige Art, die sich haargenau richtig anfühlt für mich.

Das Babyjäckchen „Annabel“ von Madder (nur auf Englisch erhältlich zur Zeit) war etwas, das ich schon ganz, ganz früh angefangen habe, noch bevor ich die verändernde Kraft der Schwangerschaft mit voller Wucht zu spüren bekam. Mir weiche, natürliche Wolle auszusuchen („Rosy Green Cheeky Merino Joy“– eine sehr schöne Bio-Wolle, von der 1 Strang schon ausreicht für die kleinste Jäckchen-Grösse) in einer sanften, neutralen Farbe („Sand“) und dann die ersten Reihen zu stricken, allesamt in kraus rechts, so einfach, so repetitiv, so fundamental… das alles half mir, im ganzen Trubel immer wieder einmal kurz inne zu halten, und mir klar zu machen, dass es wirklich wahr ist, dass ich tatsächlich ein Baby erwarte, ein Baby auf das ich mich vorbereiten und freuen darf. Es ist schön, mich daran zu erinnern, dass dieses Jäckchen, Reihe für Reihe, Masche für Masche, eines Tages sein kleines, duftendes Babykörperchen wärmen wird.

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Nun ist es fertig. Benäht mit 7 grünen Jim-Knopf-Knöpfchen (11mm) wartet die „Annabel Babe Cardigan“ nun mit mir auf mein April-Baby. Und auf diese einmalige erste Zeit mit meinem neugeborenen Kind, in der alles noch einmal so unfassbar sein wird, so neu und dem Mysterium ganz nah…

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This moment: degustiert

Nach einer Idee von Soulemama: eine Erinnerung, ein Bild, vielleicht nur wenige Worte.
Um Luft zu holen und die Erinnerung zu bewahren.

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Waschechter Zürcher Stadthaushonig (das wunderbare Geschenk einer Leserin)
meine Kleine und ich
an einem stillen, frühen Morgen
erwischt von den ersten, warmen Sonnenstrahlen des Tages.
Und dann wird degustiert.
Ausführlichst.
Mit Löffelchen und Fingerspitzen.
Zum Sitzenbleiben gut!

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Mit liebem Gruss von der Puppenhebamme

Sobald man Kinder hat, holt sie einem ein; die Puppenfrage. Braucht mein Kind überhaupt eine Puppe? Welche Art von Puppe? Aus Kunststoff vom Kaufhaus? Aus Stoff, Wolle und Watte? Fremdgenäht? Selbstgemacht? Mädchenpuppe, Jungenpuppe, solche mit fremdländischer Hautfarbe (finde ich persönlich ganz, ganz toll – wenn das Kind es auch mag) Und wie viele davon? Eine einzige Lieblingspuppe, die einem überallhin begleitet? Oder je eine für verschiedene Möglichkeiten, zum Baden zum Beispiel, fürs Draussen-im-Matsch-Spielen, zum Schlafen und Kuscheln? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Puppen-Adoption? Ab welchem Alter? Und nicht zuletzt; Wer wählt sie eigentlich aus, diese Puppe(n)? Mama und Papa, nach ihren Kriterien und ihrem Geschmack? Oder das Kind selbst, so wie es zu ihm passt, so wie es sich wie es sich wohl fühlt beim Spielen und Sein?

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Ich finde diese Fragen manchmal ganz schön schwierig. Nach wie vor. Und irgendwie war ich gar nicht so unglücklich, als meine Jungens mir das Beantworten insofern leicht machten, indem sie Puppen jeder Art von Anfang an ignorierten und stattdessen augenblicklich und zielgerichtet auf Legos, Autos und Fussbälle los steuerten…
Mit meinem Mädchen dann, zog Imke bei uns ein. Die kleine, unglaublich süsse Imke aus Stoff, Wolle und Flies, liebevoll von Hand genäht von Heikeleien. Die allererste Puppe meiner Tochter, vor allem aber auch meine Puppe, wenn ich ehrlich bin. Ich liebte sie damals, ich liebe sie heute. Auch Mamas sind manchmal noch die Mädchen von früher.
Imke -wir nannten sie bald schon einfach „Püppi“- wurde mit viel Freude geknuddelt, geherzt, mit unsichtbaren Puppenmahlzeiten gefüttert und tagein, tagaus herumgeschleppt. Aber sie war ersetzbar, wie sich herausstellte.  Eines Tages traf mein Mädchen im schier unerschöpflichen Spielzeug-Fundus meiner Mama auf die überaus scheussliche (gottseidank wenigstens dunkelhäutige) Plastik-Babyborn meiner Schwestern und entdeckte, dass sie dieses steife Ding, das tatsächlich wie ein Gummi-Entchen quietschte (!), wenn man sie am Arm drückte und sogar – was für eine Aufregung!- einen richtigen Popo unter ihrem Höschen versteckt hielt, mindestens so spannend fand wie die kleine, schlichte, schon altbekannte Püppi, mit der sie bisher aufgewachsen war.

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Ich liess ihr diese Freude. Babyborn war nur geliehen, Babyborn blieb nur geliehen. Für mich war das irgendwie wichtig und entlastend. Auf diese Art durfte mein Kind – so lange wie sie es brauchte- ein wenig Plastikpuppenluft schnuppern, nach Herzenslust spielen, austesten, ohne dass ich meine eigenen Werte dafür opfern musste. Ich möchte diese ganze Plastikwelt nicht per se verteufeln, obwohl sie mir zutiefst fremd, suspekt und alles andere als anziehend vorkommt. Ich möchte aber auch nicht zu tief in ihr eintauchen, nicht wirklich in ihr leben. Da sind so viele Stoff-, Holz- oder Metall-Alternativen für fast alles, und das meiste davon finde ich alternativ tatsächlich viel schöner, gesünder, wert-voller, sinnlicher und anregender. Und wenn nicht, dann möchte ich ehrlich sein dürfen zu mir selbst und zu meinen Kindern und… ja, auch Plastik eine Chance geben, dann wenn ich wirklich Vorteile sehe, was vorkommt, manchmal, selten zwar, eigentlich sehr selten, aber Lego zum Beispiel sind hier im Hause Kirschkernzeit -vor allem in der Jungsecke- kaum noch wegzudenken. Es ist wie das kurze, wohl überlegte, rasche Öffnen einer wichtigen Tür, die dann sofort wieder geschlossen wird und auch geschlossen bleibt, es sei denn für Ausnahmen, die ihren Platz haben sollen in meinem Zuhause.

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Was Babyborn betraf, spielte die Zeit gottseidank für mich. Mein Mädchen  bekam  ein Schwesterchen und diese schon zu ihrer Geburt von Tinki eine wunderhübsche, selbst genähte Waldorfpuppe. Und als sich mein Baby als ebenso grosse, wenn nicht sogar noch leidenschaftlichere Puppenmutti als ihre grosse Schwester entpuppte, der die Liebe zu ihrem ganz speziellen, handgenähten Puppenkind (und zu überhaupt allen Puppen und Plüschtieren dieser Welt) richtig ins Gesicht geschrieben steht, da bekamen auch für mein Mädchen Stoffpuppen wieder einen ganz neuen Stellenwert.

Babyborn verliess uns wieder. Für immer, wie ich glaube. Aber Püppi erschien uns mit einem Mal viel zu klein für meine inzwischen schon so gross gewordene Grosse…
Eines Abends, kurz vor ihrem 5. Geburtstag, setzte ich mich an den Computer und durchforstete das www. nach schönen, handgemachten Stoffpuppen. DaWanda, mit seiner vor herrlichen Ideen und Möglichkeiten richtiggehend überquellenden Kinder-Ecke, erwies sich als wahre Goldgrube. Hier findet man -von grüner Kinderkleidung, Näh-E-Books (toll finde ich zB. das hier), über Kinderzimmer-Möbel und Schulsachen (besonders schön auch das Tier-ABC) bis hin zum Wichtigsten, dem Spielzeug, alles, was das Herz begehrt. Und noch viel mehr. Erst noch handgemacht.

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Innerhalb einer langen, spannenden Quer-durch-DaWanda-und-weiter-hinaus-ins-www.-Forschungs-Reise sammelte ich ein paar Puppen-Vorschläge für mein Mädchen zusammen. Zum Auswählen.
JuniKates Sonntagskinder zum Beispiel mochte ich auf Anhieb total gerne. Sterntaler vom KleinenkRa fand ich auch total süss und beim Anblick von Puppenbaby Nina aus dem Atelier Lavendel wurde ich ganz schwach vor Entzücken. Julchens Struwwelpeter-Kinder sind einfach wahre Herzensbrecher und an Jennifers Puppen gefällt mir dieses Persönliche, die offensichtlich Warmherzigkeit, mit der sie gemacht werden und die in jedem ihrer Puppenposts sofort sicht- und spürbar wird.
Doch mein Mädchen wählte ein ganz anderes Puppenkind für sich: Ein Waldorf-Mädchen von der Puppenhebamme, die sowohl bei DaWanda als auch in ihrer eigenen Puppenklinik anzutreffen und jedes Mal mit Leib und Seele dabei ist, wenn ein neues Puppenkind das Licht der Welt erblickt. Der Moment, wo meine Tochter und ich nebeneinander vor meinem Laptop sassen und gemeinsam Schritt für Schritt ihre ganz persönlich Wunsch-Puppe zusammenstellten, war sehr, sehr speziell für uns beide. Aufregend und unheimlich fröhlich. Und auch das Warten -eine Puppenhebamme hat alle Hände voll zu tun und die Wartezeiten können lange ausfallen (3 Monate dauerte es bei uns)- fiel nicht weiter schwer, weil mein Mädchen wusste; Hier entsteht ein Puppenkind, mein Puppenkind. Das braucht Zeit, und es wird wunder- wunderhübsch werden.

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Und wunderhübsch wurde sie auch, die Stoffpuppentochter meines Mädchens. Wunder-, wunderhübsch sogar.
Gestern ist sie bei uns angekommen, liebevoll verpackt und mit Schmusedecke, Postkarten und einem sehr persönlich gehaltenen Info-Willkommens-Brief versehen. Alles ist so, wie meine Tochter es sich gewünscht hat, von den weichen, goldgelben Kräuselhaar-Zöpfchen über das Rosenblüten-Fliegenpilz-Wendekleidchen und die grün-weiss-gepunkteten Leggins bis hin zu den blauen Augen und den zum Strickjäckchen passenden knallpinken Hausschuhen. Hier steckt so viel Liebe drin, so viel Sorgfalt in jedem Stich. Und diese Liebe scheint überzuschwappen wie Wasser am Rand eines bewegten Sees. Es ist Begeisterung, die ansteckt, die ganze Ereigniskette hindurch: Die Puppenhebamme bei ihrer Puppenkinder-Arbeit, ich, wie ich fasziniert Link um Link zusammensammle, mein Mädchen beim Aussuchen von Haarfarbe, Augen und Kleidchen, später Stoff, Nadel und Faden -ein Waldorfkind im Entstehen- wieder in den Händen der Puppenmacherin… und schliesslich mein Mädchen, das endlich seine Puppe in die Arme schliesst. So viel Seele. Begeisterung. Und Lebensfunke.
Babyborn ist längst schon vergessen.

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Rosalie soll sie heissen, die neue Stoffpuppe meines Mädchens.
Willkommen, du Puppenkind! Du bist genau, auf was wir gewartet haben…

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