Monatsarchive: Dezember 2013

Einblicke # 11 (Ein Supplement)

„Einblicke“; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut. 10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag in kleinen, feinen Etappen-Happen. Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morgen

DSC_9628-001DSC_9644 DSC_9640

Nachmittag

DSC_9670 DSC_9686 DSC_9688

Abend

DSC_9699 DSC_9706

Heute…

… gab es Kaffee, Milch und Weihnachts-Guetsli schon zum Frühstück (Warum auch nicht?)
… hängt unsere tannengrüne Winter-Girlande in der Küche zum ersten Mal nicht mehr nur, weil sich alles einfach so richtig nach Winter anfühlt, sondern weil es tatsächlich Winter ist. Seit heute. Willkommen, du eisiger Geselle! Wir mögen dich nämlich genau so wie du bist, da gibt es nichts dran zu rütteln.
… scheuchte ich all meine Kinder rauf in ihre Kinderzimmer zum Aufräumen (naja, fast alle). Und sie räumten auf. Tatsächlich (auch fast alle). Und spielte sofort alles wieder durcheinander, kaum hatte ich ihnen den Rücken gekehrt. Tja, so soll es wohl sein, das Kinderleben.
… stand Kind1 über eine Stunde lang am Herd und arbeitete verbissen und hochkonzentriert an einem kleinen Experiment, denn wie um alles in der Welt macht man eigentlich destilliertes Wasser??? Um unser Leitungswasser frei von Kalk und Chlor zu bekommen, kochte er es erst mal ab und versuchte, den Dampf in kondensierter Form wieder einzufangen, mittels Trichter, Schlauch, einem präparierten Pfannendeckel (meinem neuen *räusper*), einer leeren Glasflasche- und einer ganzen Runde neugieriger Zuschauerinnen. Er will ja Militär-Pilot werden, sagt er. Aber ich sage; dieses Kind wird Forscher. Oder irgend sonst so was in der Art. Denn niemals ist er glücklicher, als wenn er auf eine Frage eine Antwort oder für ein Problem eine Lösung zu suchen hat.
… fasste ich spontan den Entschluss, aus einem Teil meiner Stoffe Geschenk-Verpackungen zu nähen. Das wollte ich schon viel zu lange, aber heute, heute war wohl endlich der richtige Tag dafür. Und das richtige Stück Stoff für einen beschwingten Anfang lag schon seit Tagen auf dem grossen Stubentisch dafür bereit; ein wunderschönes, besticktes Leinen-Handtuch von Lisa, einer ganz wunderbaren Leserin (Danke nochmals, liebe Lisa. Du siehst, deine Sachen suchen sich entschlossen ihre Plätzchen in meinem Alltag- und finden sie auch. Genauso wie dein zauberhaftes Spitzen-Kissen. Darauf schlafe ich jetzt jede Nacht…)
… assen wir belegte Brote zu Mittag, gekrönt von einem Dose Cola (ungesund, ich weiss, aber welch ein Festschmaus! Cola hat hier nämlich Feiertags-Getränke-Status. Und gekauft -ich schwöre- gekauft habe ich keine einzige davon. Nur getrunken). Nachmittags um halb fünf wurden dann Nudeln gekocht, mit frischer Tomatensauce und ganz viel geriebenem Parmesan. Manche Tage sind hier einfach… ein bisschen konfus, nicht nur, was unsere Menu-Planung angeht. Erste Ferientage ganz besonders. Aber das geht schon in Ordnung so.
… traf eine Sendung aus Übersee bei mir ein; mein neuer, bereits jetzt schon heissgeliebter Wand-Kalender 2014 mit 12 bewegenden Papercuts von Nikki MCClure. Jeden Monat eine neue Seite, ein neues Bild, eine neue Inspiration… darauf freue ich mich schon heute! (Ach ja, Wäsche zusammengelegt habe ich auch. Ein wenig)
… schlüpften die ersten Salzwasser-Krebse aus dem Urzeit-Krebs-Projekt von Kind1. Es ist sein bisher dritter Versuch, und die beiden ersten scheiterten kläglich. Zuerst schlüpfte rein gar nichts, dann nur ein einziges Tierchen, das irgendwann irgendwie verschwand, noch bevor mehr aus ihm werden konnte als ein winzigkleines Pünktchen… Einfach ist das nicht, das mit den Salzwasser-Krebs-Tierchen. Aber ungeheuer spannend. (Sofern man solchen Dingen etwas abgewinnen kann.) Und wenn man die Geduld und die Neugierde meines Jungen besitzt, dann wird man es irgendwann auch schaffen, dass da kleine, krabbelschwimmende Ungetüme im Wasser schwaddern.
… bin ich eigentlich ziemlich müde nach einem lange, vollen Tag, und darum dankbar für diesen kleinen, ungeplanten Zusatz-Posts, einen weiteren Einblick in dies und das, was hier so vor sich geht an einem ganz gewöhnlichen Tag. Das Pausengefühl dieser Serie tat wirklich gut. Und tut es noch immer…

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, Familienalltag, Themen-Reihen | 6 Kommentare

Einblicke # 10

„Einblicke“; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut. 10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag in kleinen, feinen Etappen-Happen. Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morgen

DSC_9542 DSC_9589 DSC_9565

Nachmittag

DSC_9604DSC_9608 DSC_9606

Abend

DSC_9611 DSC_9622 DSC_9621

Tiefschwarze Nacht und bald halb 12. Ich sitze auf meinem Bett, das Kind auf dem Schoss und halb unter’m Pullover, bin frisch geduscht und guter Dinge. Heute war ein guter Tag. Es gab kleine Pausen für mich und mein Strickzeug, Mailänderli voller Liebesperlen, gemacht von kleinen Kinderhänden und zwei ganz, ganz tollen Spielgruppen-Leiterinnen, und draussen empfing uns der Raureif mit einer winterweissen Märchen-Eiskristall-Landschaft, die nicht nur mich ganz atemlos machte vor Staunen… Und wir waren fleissig! Au ja, fleissig wie die Bienen… und ich so ziemlich glücklich darüber, dass es nun endlich richtig losgeht, mit Stricken und Backen und Nähen… Es sind nicht unbedingt viele Projekte und auch nicht besonders grosse oder ausgefallene Sachen, die wir in Angriff nehmen, viel passt nämlich schlichtweg nicht rein in unseren Alltag, vor allem nicht zum Babykind, aber allein die Tatsache, dass diese kreative Momente, die ich so unheimlich liebe und die mir mein Leben so viel runder und stimmiger erscheinen lassen, für ein paar Tage tatsächlich im Mittelpunkt stehen dürfen, schenkt mir einen Riesenwusch Elan und Optimismus. Und Elan und Optimismus sind gute Dinge, gute, wenn nicht sogar beste Dinge…
Das Kreativ-Bücher-Stöbern scheint gewirkt zu haben; die Leidenschaft ist entfacht- Strickkorb, Nähmaschine, Couvertüre, ich komme…!

Veröffentlicht unter besondere Tage, Familienalltag, Themen-Reihen, what makes me happy | 11 Kommentare

Einblicke # 9

„Einblicke“; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut. 10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag in kleinen, feinen Etappen-Happen. Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morgen

DSC_9449 DSC_9426 DSC_9427 DSC_9432

Es ist Samstag. Wir schlafen lange, oder sagen wir, mitte-llange, denn eigentlich könnte ich es ja länger im Bett aushalten, wenn man mich nur lassen würde… Irgendwie vertrödeln wir den Morgen, frühstücken ausgiebig und schlürfen literweise Kaffee (nein, gar nicht wahr, zwei Tassen waren es, aber Kaffee stimmt mich immer so euphorisch und verschwenderisch) Irgendwann, kurz vor Schalterschluss, raffe ich meine Siebensachen zusammen und schlüpfte durch die Haustüre, raus unter den niesel-grauen Winterhimmel, rüber zur Post, wo ich ein kleines Geschenk abschicke für eine Freundin, die eben ihr allererstes Baby zur Welt gebracht hat und sich hoffentlich freuen wird über das selbstgestrickte Mützchen in dschungel-grünen Melange-Tönen… Und einzahlen will ich auch. Das eine oder andere. Ich war… ähm… ziemlich in Kauflaune in letzter Zeit. Aber manchmal muss es einfach sein, endlich frische Stempelkissen, ein neues Kleid, weil ich ich die alten Gammelsachen langsam satt habe, die Flecken, die tristen Farben und die ausgeleierten Pulli-Ausschnitte (ja, so kann es gehen, wenn man ständig ein kleines, gieriges Babykind auf dem Arm hat, das haargenau weiss, wo sich seine Milch versteckt). Gudrun Sjöden bringt ein klein wenig mehr Farbe und Elan in meinen manchmal doch auch ganz schön grauen Hausfrauen-Alltag. Und mir ein bisschen Verwöhn-Aroma ins Alltags-Einerlei. Man muss sich auch mal was gönnen dürfen, oder?
Wieder daheim treffe ich den Mann an, froh umringt von seiner Kinderschar, wie sie zusammen Holztier-Leitern bauen, in der grossen Schlummerecke liegen und Musik hören, viel zu laut zwar, aber macht nichts; der Anblick ist und bleibt fantastisch.

Nachmittag

DSC_9463 DSC_9475DSC_9120

Wir brauchen Feuer, es ist kalt und mittlerweile nicht mehr nur diesig, sondern schon richtig grau und regnerisch. Die Flammen knistern und machen den Tag so gemütlich, wie er nur sein kann. Alles an ihm fühlt sich häuslich an. Der Mann kocht, die Jüngeren spielen und stellen das Haus auf den Kopf, Kind1 stürzt sich kopfüber in ein neues Näh-Projekt aus Filz, weil er sich gerne was kaufen würde, aber kein Geld mehr hat und einfach nicht widerstehen kann, als ich ihm anbiete, eine weitere Wimpel-Girlande bei ihm in Auftrag zu geben. Ich liebe seine Sache, alles, was er macht eigentlich, und er, er mag Lego, und ich zahle nicht schlecht (denke ich), ausserdem ist Nähen offenbar attraktiver als das Badezimmer zu schrubben oder mir den Kühlschrank zu putzen. Diese Art von Job-Angebot wurde nämlich dankend abgelehnt.
Ach ja, und was mache ich? Ich sortiere noch immer Legos (und bekomme diesmal einen Kuchen versprochen. Nach Wahl. Schoko also). Heute aber mit System. Alles wird ausgebeinelt, in beschriftete Boxen verfrachtet und -jetzt kommt’s- in einem Lego-Teile-Parkplatz unter dem Hochbett von Kind2 verfrachtet, aufgereiht entlang der Wand, jedes an seinen Platz und schön sauber markiert, mittels Crep-Band und schwarzem Feinschreiber. Dazwischen liegt Raum und freie Luft fürs Suchen, Bereitlegen und Bauen. Perfekt. Wenn man sich daran hält, was keiner tun wird, wie jeder weiss…

Abend

DSC_9519 DSC_9477 DSC_9479

Die Lego-Kisten schlafen friedlich hinter ihren Markierungen. Kind1 legt mir abends um zehn seine fertige Wimpelkette in die Hand, aufseufzend, erleichtert, ein wenig stolz aber auch ziemlich geschafft nach fast 4 (!) Stunden (!) ununterbrochener (!) schöpferischer Arbeit, und ich klopfe ihm anerkennend auf die Schulter, drücke das Kind und meine neue Girlande an mein Herz und freue mich. Kind1 auch.
Später, als das Baby schläft (vorerst) und drei Geschwisterkinder sich zusammen im gelben Zimmer in ihre Decken kuscheln und sich zum Einschlafen im Halbdunkeln Hörspiele anhören, zupfe ich eine Handvoll Bücher aus dem Kreativ-Abteil meiner Bibliothek. Unser Winterfest naht, wir wichteln, so wie letztes Jahr, und irgendwie kommt das alles jetzt ganz furchtbar plötzlich. Bisher schien das alles noch meilenweit entfernt zu sein, weit genug, um aufgeschoben und vergessen zu werden, ersetzt durch Dinge, die mir jetzt, in diesem Augenblick wichtiger vorkamen (wie Kuchenbacken, Stempel schnitzen, an meiner pflaumenroten Strickjacke stricken oder das hauseigene Chaos in Schach halten). Die Liste ist endlos, denn immer wieder schiebt sich Neues dazwischen, zwischen mich und all die Vorbereitungen die es noch zu treffen gilt… Wir haben bisher genau *hüstel* Null Wichtel-Geschenke. Also rein gar nichts. Ich weiss das, weil ich alles koordiniere und jedem Einzelnen beim Ideen-Sammeln und Gestalten helfe, wenn es nötig und gewünscht wird… Keine Wichtel-Geschenke? Und das Mitte Dezember? Keine Panik, Bora Kirschkernzeit, kein Panik, das lässt sich alles gerade biegen, ganz bestimmt, das schaffen wir schon, irgendwie. Auch wenn der Mann bald, bald, bald Geburtstag hat. Jawohl. Auch noch. Aber es ist alles eine Frage der Prioritäten. Und eine Frage der Leidenschaft, wie Kind1 heute bewiesen hat. Was man mit ganzem Herzen tut, findet immer Platz zum Werden. Immer. Auch im turbulentesten Familien-Alltags-Trubel, wo man manchmal nicht mehr weiss, wo oben und unten ist. Nähbücher sind gut. Zur Inspiration. Zum Flammen schlagen. Zum Entfachen der Leidenschaft.

Veröffentlicht unter Familienalltag, Themen-Reihen | 12 Kommentare

Einblicke # 8

„Einblicke“; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut. Wenige Worte, eine Handvoll Bilder (mehr oder weniger…), 10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag in kleinen, feinen Etappen-Happen. Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morgen

_DSC9372 _DSC9312 DSC_9318

Nachmittag

DSC_9351 DSC_9374 DSC_9378

Abend

DSC_9391 DSC_9420 DSC_9423

Keine Worte, nur Bilder.
Aber es sind ja schliesslich Pausen-Einblicke… und die geniesse ich sehr.
Beides, die Pause und die Einblicke. Entspannung pur für mich.
Eiswind-Tage, Feuer im Kamin, Grittibänz und Apfelmuffins, frisch gewundene Wolle und ein paar erste Runden auf den Nadeln, dazu langsame, klare Erst-Leser-Worte und Musik, die sanft und weich wirkt wie eine Tasse warme Milch mit Honig.
Balsam für die Seele.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, Familienalltag, Stricken, Themen-Reihen, what makes me happy | 7 Kommentare