Monatsarchive: November 2013

berührt: Home

„Berührt“ heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

DSC_8474

Das Wetter ist so grau und ich komme mir vor, als würde ich schon langsam Spinnweben ansetzen, hier in meinem Zuhause, so selten komme ich vor dir Tür‘ und so eng sind die Runden, die ich drehe… Andererseits; erste gestern nachmittag machten meine beiden Mädchen und ich uns auf, ein wenig düster-dunkle Novembernachmittags-Stimmung einzuatmen, und unterwegs auf unserem Matsche-Weg, wo unsere Schritte all das erdbraune Laub in den nassen Boden hineinstampften, genoss ich diese einzigartige Stille, die Kühle und Feuchtigkeit in der Luft, das Schreien der Flatter-Raben tief am Himmel und die Verschlafenheit, die ausgebreitet über den Feldern liegt. Die Luft brannte in unseren Lungen, die Schritte klangen weich und weit, und das Nachhausekommen war genauso schön wie der herbstliche Frieden, den wir unterwegs in uns aufnahmen, besänftigend, wunschlos, zufrieden wie zwei Hände, die sich ausruhen am Ende eines langen, geschäftigen Tages.
Es ist schön, umzukehren und zu wissen, dass man erwartet wird. Dass hell-erleuchtete Fenster einem den Weg weisen. Dass es dort drinnen warm ist und gemütlich und kuschelig wie ein Igel-Nest. Zuhause. Daheim. Zwei Worte, die mir unheimlich viel bedeuten.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, Familienalltag, Jahreszeiten, Kinder, Themen-Reihen, Zuhause | 5 Kommentare

What makes me happy: So wie immer

Dass ich eine grosse Woll-Socken-Liebe hege und auch pflege, ist kein Geheimnis (wie dann auch, nach Posts wie diesem, diesem, diesem oder diesem und diesem hier?). Dass ich auch nach immerhin… na sagen wir, einigen selbstgestrickten Socken noch immer in irgendwelche Fettnäppchen trete und nach wie vor eine ausführliche Anleitung brauche, griffbereit und immer in Sichtweite, wahrscheinlich auch. Ich stricke ganz, ganz ehrlich leidenschaftlich gerne, auch Socken, obwohl ich ihre feinen Maschen und die vielen, verschiedenen Schritte im Prozess immer wieder auch ein wenig fürchte und die langen, langen Runden Bündchen-Stricken -2rechts/2links *gähn*- vor allem bei grösseren Modellen meinen Durchhalte-Willen mit der Zeit auf eine harte Probe stellen. Aber Woll-Socken zu stricken… das ist etwas, das mir vertraut ist. Wo ich weiss; Ja, ich werde es schaffen und ja, es wird alles gut werden, das Ding in meinen Händen wird zur Socke mutieren zu guter Letzt, und irgendjemand wird sie auch anziehen und tragen und glücklich sein damit. Mit dem, was ich geschaffen habe, über Stunden, mit ganz viel Liebe, unter nicht immer ganz idealen Lichtverhältnissen (Stichwort: abendliches Stillen).

Nicht alle meine Projekte stehen unter einem so guten Stern. So viel Vertrauen in die Sache ist eher die Ausnahme, würde ich sagen, und es gibt ziemlich viele Fälle, wo ich immer ein klein wenig bibbere beim Stricken, sogar wenn es mir wirklich, wirklich Freude macht und ich es in vollen Zügen geniesse, einem Stück beim Wachsen zuzusehen.

Socken-Stricken hingegen, das macht mich ruhig. Es glättet alle Hektik. Es schenkt mir Zuversicht und ein gutes Gefühl. Bodenkontakt. Und, ich glaube, es bildet oftmals eine Art… Brücke zwischen mir und einem ganz anderen, neuen, vielleicht besonders grossen oder sonstwie verunsichernden Projekt (einem Woll-Pulli z.B. Oder einem Baby-Jäckchen. Oder jetzt gerade diese richtig feinmaschige Strickjacke, die neben mir im Wollkorb liegt und wartet)

Manchmal brauche ich das wohl. Eine Woll-Socke stricken und Anlauf holen dabei, in Schwung kommen, Vertrauen fassen, mich mit-reissen lassen. Und dann einen weiteren Schritt wagen. Etwas Neues, das ich mir sonst vielleicht sonst nicht zugetraut hätte.

So gesehen sind Wollsocken eigentlich richtig wichtig in meinem Leben. So etwas wie ein Ort der Zuflucht und des Zuspruches. Ein Ort des Luft-Holens und der grossen Vorsätze. Ein Ort der neuen Beginne. Grandios, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, wie einfach sie sind. Im Grunde. Und trotzdem so komplex. Eigentlich.
Wahrscheinlich macht das genau ihre Stärke aus; Stricksocken sind einfach genug, um mich nicht abzuschrecken, gleichzeitig aber anspruchsvoll genug, um mich stolz und mutig zu machen.
Das ist gut, wirklich. Das ist sehr, sehr gut. Auch wenn niemals Kunstwerke daraus werden, sondern immer ganz klassisch und banal nur… naja, Socken. Eine Weile lang dachte ich, ich müsste mir neue Ziele setzen, auch in der Socken-Strickerei, Socken mit Zöpfen vielleicht (so wie diese schlichtweg bezaubernden Damen-Socken von Rita, Frau Nimas immer wieder ganz herrliche Socken-Kreationen,*hach*, Brigittes (oftmals sogar handgefärbte) Kunstwerke oder diese einfach nur unfassbar schönen türkischen Socken von unserer Strickpraxis), Socken mit Mustern oder Streifen, einfach andere Socken, nicht immer bloss diese ganz rudimentären, eintönigen Dinger, die ich so mache, so wie immer, von Anfang an.
Aber dann entdeckte ich; Nein, das muss ich nicht. Genau das nicht.
Es ist die Vertrautheit, die mich glücklich macht, die Wiederholung, die mich auf neue Herausforderungen vorbereitet. Sockenstricken, so wie ich es kenne und liebe, das ist es, was mir gut tut.

Ich glaube, nicht immer ist es wirklich notwendig, besser zu werden. Manchmal besteht das Beste vielleicht auch darin, stehen zu bleiben und etwas Gutes einfach nur so zu geniessen, wie es ist, unverändert. Ganz wie immer.

Veröffentlicht unter Dankbarkeit, Stricken, what makes me happy | 11 Kommentare

Wochen-Ende: 7 Sachen

7 Sachen

( Nach einer Idee von Frau Liebe: „Immer wieder Sonntags… 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig“)

DSC_8384Butterbrote geschmiert, ganz besonders delikate. Geknetet, geformt und gebacken von einem, der morgens schon sein Herz verschenkt (aber nur an mich *schmelz*)

DSC_8398-001Gemalte Liebes-Botschaften entgegen genommen, mit Künstlerinnen-Original-Zitat versehen und mir ins Herz gebrannt

DSC_8412Einen dicken Strauss Herbst entgegen genommen, arrangiert, immer mal wieder daran herum gezupft und dies oder jenes ganz neu entdeckt. (Da sind sogar zwei winzig-kleine Äpfelchen drin, entzückend!)

DSC_8422Mein allerneustes Kleinod (Jep, eine antike Reise-Nähmaschine, wer hätte das gedacht) bewundert und ein bisschen an der Kurbel gedreht. Passt in ein kleines Handtaschen-Köfferchen, funktioniert aber tatsächlich. Rein von Menschenhand

DSC_8445Liebe-volle Worte und lauter Glück-Wünsche entgegen genommen. Wie immer in allerbester Gesellschaft, wie man sieht. Ich Glücks-Pilz!

DSC_8455Geschenke ausgepackt, Raschelpapier geglättet, herrliche Dinge herausgeschält, befühlt, bewundernd hin und her gedreht und dankbar in meinen Händen gehalten

DSC_8460 Ein Wunderwerk empfangen, mich eingehüllt und nach Luft geschnappt; Rita, dieser absolut traumhafte Lace-Schal wird jetzt für alle Zeiten festgehalten und nie, nie wieder los gelassen!

Heute war ein guter Tag. Ein absolut wunderbarer Tag. Der erste Tag eines neuen Lebensjahres, das ganz gelassen, fried-voll, glücklich und schlichtweg köstlich begann (geherzter Zopf, Tiramisu, Brownies, Torte und Pizza ganz nach Gusto, jamjam).
34. Ein prächtiges Alter. Vor allem umgeben, gemocht und unterstützt von so unglaublich pracht-vollen Menschen. Bessere Lebens-Begleiter kann man sich gar nicht wünschen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, besondere Tage, Familienalltag, Themen-Reihen, Wochen-Ende | 29 Kommentare

this moment: Glücklichmacher

 Nach einer Idee von Soulemama: eine Erinnerung, ein Bild, vielleicht nur wenige Worte.
Um Luft zu holen und die Erinnerung zu bewahren.

prachtvolle Wolle,
eine Tasse Kaffee,
Seiten-weise schöne Texte
und ein Babykind
(überhaupt Kinder in jeder Form und Formation)
favourite things
indeed

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Augenblicke, what makes me happy | 7 Kommentare